Die gute Mappe des Illustrators

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Illustratoren
SCHRITT 01

Die gute Mappe präsentiert Dich im besten Licht

  • 01 Die gute Mappe
Ganz klar: Die Mappe des Illustrators ist ein tragbares Musterbuch und ermöglicht es Dir, schnell und einfach potentiellen Kunden eine repräsentative Auswahl Deiner Arbeiten zu präsentieren.
Eine gute Mappe kann allerdings noch sehr viel mehr. Eine gute Mappe macht zu allererst einen guten ersten Eindruck, sie bleibt dabei in Erinnerung und überzeugt den potentiellen Auftraggeber, dass Du einerseits ein guter Illustrator, aber auch ein vertrauenswürdiger Geschäftspartner bist. Die gute Mappe zeigt also nicht nur die Qualität Deiner illustrativen Arbeiten, sondern eben auch Dich als Unternehmen – als Marke.
Über ihre Gestaltung, das äußerliche Erscheinungsbild und die Bildselektion transportiert Deine Mappe auch Botschaften wie Authentizität, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit. Es geht also nicht nur um Deine Illustration, sondern eben auch um Branding, um Strategie und um Positionierung. Wenn Deine Mappe dem potenziellen Kunden das Gefühl vermitteln kann, dass er oder sie Dir zutrauen kann, einen Auftrag passgenau zum Briefing umzusetzen, dann hat Deine Mappe ihre Aufgabe erfüllt: sie hat bei dem potentiellen Auftraggeber Vertrauen geschaffen, dass man professionell mit Dir zusammen arbeiten kann! Und hat möglicherweise einen Auftrag generiert – darum geht es ja schlußendlich!
Zuverlässigkeit und Vertrauen in Dich sind für den potentiellen Auftraggeber ebenso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger als die kreative Leistung, die er von Dir erwartet. Denn ein Kunde geht ein großes Risiko ein, wenn er Dich beauftragt. Er steht für Deine Beauftragung gerade und weiß, gerade wenn er oder sie das erste Mal mit Dir zusammenarbeitet, nicht, was Du am Ende abliefern wirst und ob Du zuverlässig bist. Aus diesem Grund kann eine schlechte Mappe Dir auch sehr schaden.

Die schlechte Mappe sagt viel, aber nichts gutes

  • 01 Die schlechte Mappe
Eine schlechte Mappe kann ähnlich gefährlich sein wie Unpünktlichkeit zu einem Geschäftstermin.
Aufgrund einer schwachen Präsentation oder einer schlechten Aufbereitung Deiner Arbeiten kann es schnell passieren, dass ein Auftraggeber trotz eines tollen und passenden Illustrations-Portfolios Dir nicht zutraut, den Auftrag professionell umzusetzen und Du deshalb den Auftrag erst gar nicht erhälst.
Und hast Du mit Deiner Mappe erst einmal einen ersten schlechten Eindruck hinterlassen, ist dieser sehr schwer zu revidieren. Du wirst sehr lange die Illustratorin oder der Illustrator sein, der »unpünktlich« war.
Deshalb: Deine Mappe repräsentiert Dich! Nimm Dir für ihre Erstellung Zeit, plane sie und nutze ihre Fähigkeiten! Gern helfe ich Dir dabei: Wie Du eine gute Mappe zusammenstellst, erfährst Du in den folgenden Schritten.
SCHRITT 02

Was für Mappen-Arten gibt es überhaupt?

Als allererstes musst Du eine Mappe kaufen. Hier gibt es verschiedene Modelle in allen Preisklassen. Es ist langfristig sinnvoll (auch unter ökologischen Aspekten), in ein hochwertiges Modell zu investieren, denn eine hochwertige Mappe wird Dich lange begleiten. Die Mappe muss einiges aushalten: Messebesuche, häufiger Transport in vollen Taschen und Koffern, schwitzige Hände bei einem persönlichen Termin. Bestimmte Materialien, wie Leder oder hochwertiger Kunststoff, halten das besser aus als andere, als zum Beispiel Pappe, dünne Folien und Plastikordner. Auch ist es sinnvoll, dass die Mappe aus einem Material ist, dass man auch einmal feucht abwischen kann.
Auch die Art und Weise, wie die verschiedenen Arten von Mappen die darin abgelegten Arbeitsproben »verwalten«, ist sehr unterschiedlich. Die klassische Künstlermappe, in der die Arbeiten nur lose hinein gelegt werden, ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll. Die Gefahr, dass in aller Hektik Arbeiten herausfallen, ist sehr groß (ich spreche aus schamvoller Erfahrung), außerdem rubbeln die Arbeitsproben durch Aneinanderreiben schnell ab. Auch Eselsohren sieht man hier schnell. Ich plädiere deshalb für eine Mappe, die gebunden ist.
  • 02 Mappen-Arten

Kleider machen Leute

Der Klassiker ist eine Ledermappe mit fest herausnehmbaren Folien aus Acetat oder PE. Diese wirkt sehr edel und wertet somit auch Deine Arbeiten auf. Kleider machen Leute – das gilt auch für Mappen.
Die Mappe zeigt dem Kunden nämlich auch, was Dir Deine eigene Arbeit selbst wert ist und wie Du Dich selbst siehst: bist Du ein professioneller Geschäftspartner oder Hobbyzeichner? Auch die Art Deiner Mappe sollte das repräsentieren.
Natürlich macht es Sinn, eine Mappe zu wählen, die auch zu Dir als Persönlichkeit passt. Bedenke hier allerdings immer, dass es am Ende um die Bilder in der Mappe geht. Diese darf oder besser noch soll eine Bühne für Deine Arbeit sein und diese so gut es geht unterstützen.
Sehr praktisch ist es auch, wenn Dir die Mappe ermöglicht, die Bildselektion schnell auszutauschen, um diese zum Beispiel vor jedem Messetermin an den jeweiligen Gesprächspartner anzupassen. Das geht besonders gut mit Mappen, die herausnehmbare Folien haben.
Hier ein paar Links zu den üblichen Herstellern:
Prat Paris
Artcare
Winsor & Newton
Reeves
Rumold
Gerstaecker
Clairefontaine
Boesner
SCHRITT 03

Analog vs. Digital

Tablet-Computer wie das iPad entwickelt sich immer mehr zu einer üblichen Präsentationsform. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Man kann seine Bildauswahl unkompliziert und schnell aktualisieren, das digitale Bild altert nicht und auch ist das iPad leichter als die meisten Mappen.
Trotzdem: Wenn Du Dich für ein Tablet entscheidest, überprüfe vorher, ob diese Präsentationsform Deine Arbeiten unterstützt. Gerade bei Illustrationen, die im Printbereich angewendet werden, ist es für den Auftraggeber immer noch hilfreich, diese auch gedruckt auf Papier zu sehen.
Überprüfe bitte auch, ob Dein Gesprächspartner zum Medium passt. Für ein Gespräch mit einem üblicherweise technik-affinen Art Buyer in einer Werbeagentur ist der Tablet-Computer sicherlich sinnvoll. Im Verlagswesen dauert es erfahrungsgemäß etwas länger, bis sich neue Technologien etablieren und hier gibt es teilweise eine gewisse Scheu vor der digitalen Technik. Trotzdem: auch auf dem Buchmessen in Frankfurt und Bologna sieht man immer mehr iPads.
Für die Präsentation auf dem iPad gibt es auch viele Apps, die das Präsentatieren erleichtern. Ich selbst nutze die Portfolio-App von Behānce. Diese ist kostenlos und ermöglicht das Zeigen von angelegten Projekten ohne viel Drumherum: clean, simple und funktioniert auch offline. Allerdings benötigt man einen Behānce-Account. Andere Apps sind zum Beispiel Portfolio Pro, Britton Mobile Portfolio, Viewbook und Minimal Folio. Oder Du zeigst einfach ein PDF via Dropbox oder einem PDF-Viewer.
SCHRITT 04

David gegen Goliath: Die Format-Frage

Wenn Du bei einer klassischen Mappe bleibst, musst Du Dich für ein Format entscheiden: Das praktischste Format ist in den meisten Fällen A4. Klein genug, um zum Beispiel auf Buchmessen auf den sehr kleinen Lektorentischen Platz zu finden und meistens ausreichend groß, um die Illustrationen im originalen Reproduktionsformat zu zeigen. Aber auch A3 ist nicht unüblich. Bedenke dabei, dass Du Deine Mappe viel mit dir herumtragen wirst, zum Beispiel auf Messen. Hier punktet die A4-Mappe durch ihr geringes Gewicht.
Neben diesen funktionalen Aspekten solltest Du — wie auch bei allen anderen Parametern der Mappe — Deine Entscheidung davon abhängig machen, welches Format Deiner Arbeit gut tut und wie Du am besten die Besonderheiten und Qualitäten Deiner Illustrationen präsentieren kannst. Arbeitest Du zum Beispiel hauptsächlich in großen Formaten, macht eine A3-Mappe Sinn. Sind illustrative Icons Deine Stärke, könnte eine kleine quadratische Mappe Sinn machen, damit Du auf jeder Seite nur eine Arbeit – platziert auf viel Weißraum – zeigen kannst und so jedem Icon bzw. Iconsystem ausreichend Platz gibst, zu wirken. Möchtest Du auch einmal ein Original zeigen, erlaubt Dir das die A3-Mappe widerum eher als eine A4-Mappe.
Grundsätzlich gilt es hier zu erwähnen, dass das Zeigen von Originalen in der Mappe eher unüblich ist: Einerseits weil die Illustrationen später, also als kommerzielle Auftragsarbeit, eh reproduziert werden (Offset, Siebdruck, etc.), andererseits weil das Risiko, ein Original zu beschädigen oder gar zu verlieren, in der Mappe recht groß ist. Die meisten Illustratoren verwenden hochwertige Reproduktionen ihrer Arbeiten in der Mappe, also gute Ausdrucke, die man regelmäßig austauschen kann und bei denen es auch verschmerzbar ist, wenn einmal die Mappe im Zug liegen bleibt oder dem Lektor die Kaffeetasse herunter fällt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Format, in dem Du selbst arbeitest: haben Deine Illustrationen hauptsächlich ein Hochformat (z.B. Buchcover-Illustration, ganze Seiten in Büchern oder Magazinen, häufiges Anzeigen-Format, Poster)? Oder arbeitest Du oft im Querformat (z.B. Websites, Doppelseiten in Büchern oder Magazinen)?
Du fragst Dich, warum das format-relevant ist? Hier ein Beispiel: Du arbeitest viel im Querformat, hast aber auch einige sehr schöne hochformatige Illustrationen, die Du gern sehr groß zeigen möchtest. Deshalb hat Deine A4-Mappe eine hochformatige Ausrichtung. Die hochformatigen Illustrationen nutzen das komplette A4-Format und sind schön groß, genau so, wie Du Dir das vorgestellt hast. Die querformatigen Illustrationen allerdings kannst Du auf einem hochformatigen A4 nur in einer recht kleinen Skalierung zeigen. In einer A3-Mappe könnten auch die Querformate größer abgebildet werden, die Hochformate allerdings wären bei einer Platzierung im vollen Format riesig, also mehr als 140% größer. Ist die A3-Mappe deshalb die bessere Wahl? Das ist sehr individuell vom Spektrum der eigenen Arbeit abhängig und muss von jedem Illustrator für sich selbst entschieden werden. PS: Die Quer- und Hochformat-Problematik ist ein schwer lösbares Problem mit Mappen, deshalb später dazu auch noch etwas mehr im Schritt 9: Layout.
Hast Du Dich schon für ein Format entschieden? Welche Aspekte Deiner Arbeit waren am Ende relevant für Deine Format-Entscheidung? Und was für Erfahrungen hast Du denn schon mit diversen Formaten gemacht? Ich freue mich über noch offene Fragen, Erfahrungsberichte und Anmerkungen.

Schritt 05: Positionierung
vorbereiten

Die inhaltliche Grundlage für Deine Mappe ist Deine Profilierung am Markt. Hier geht es darum, Dich selbst besser kennenzulernen und Deine eigene Arbeit bewusst am Markt zu platzieren.
Deshalb solltest Du Dir zu Beginn der Mappenerarbeitung einige Fragen stellen und so detailliert wie möglich beantworten. Um die eigene Positionierung zu bestimmen, helfen Fragen wie:

  • Wer bin ich als Illustrator und was biete ich an?
  • Was unterscheidet meine Illustrationen von anderen?
  • Wo liegen meine Stärken? Was kann ich besser als andere Illustratoren? Was fällt mir leicht?
  • In welchem Aufgabenbereich möchte ich arbeiten (Kinderbuch, Jugendbuch, Editorial, Story Board, Werbung, Wissenschaftliche Illustration, Comic, Fashion, Schulbuch, Packaging, …)?
  • Für welche Auftraggeber möchte ich arbeiten?
  • Auf welchen Markt sehe ich meine Illustrationen?
  • Gibt es ggf. zwei Zielgruppen/Märkte/Aufgabenbereiche, brauche ich zwei Mappen?
  • Dieses persönliche Profil solltest Du bei allen anfallenden Fragen und Entscheidungen zu Deiner Mappe im Hinterkopf behalten. Es ist das Fundament, auf dem Deine Mappe aufbaut!
    Deshalb schlage ich folgende Übung vor: Nutze die nächste Woche, um Dir Gedanken zu machen, was Deine Arbeiten von anderen unterschiedet und was Deine Stärken sind. Sollte Dir das schwer fallen, frage Freunde und Kollegen. Abstand hilft! Notiere außerdem eine Woche lang alle potentiellen Auftraggeber, für die Du gerne arbeiten würdest.

    Schritt 06: Die konkrete
    Positionierung

    Letzte Woche hatte ich Dich gebeten, Dir detaillierte Gedanken zu Deiner Positionierung am Markt zu machen. Diese Analyse zur Positionierung ist wichtig, da Du mit Deiner Mappe inhaltlich zwei Dinge kommunizierst:

  • Deine fachliche Stärke bzw. Deinen Kompetenzbereich als Illustrators
    (Was kannst Du besser als alle anderen?)
  • Dein Marktsegment (Wo können Deine Bilder verwendet werden?)
  • Deine Persönlichkeit; die Werte, für die Du stehst; Du als Marke
    (zum Branding gibt es bald einen extra Artikel, das klammere ich hier erst einmal aus)
  • Potentielle Auftraggeber schauen sich Illustratoren-Mappen an, um genau diese beiden Dinge herauszufiltern und mit ihren eigenen Interessen abzugleichen. Dabei sind für Auftraggeber folgende Fragen relevant:

  • Kann dieser Illustrator mir für meine spezifische Aufgabe eine Lösung anbieten,
    die besser ist als andere?
  • Passen diese Bilder in mein Marktsegment?
  • Warum ist überhaupt eine Positionierung notwendig?
    Dabei ist folgende Erkenntnis wichtig: Deine Mappe kommuniziert jedem potentiellen Kunden diese Dinge, egal ob Du Dir dazu Gedanken gemacht hast oder nicht. Analysierst Du allerdings vorher Deine eigenen Stärken, erlaubt Dir das mit Deiner Mappe eine bewusste und selbstbestimmte Positionierung am Markt.
    Und wie übersetze ich mein Profil in meine Mappe?
    Kennst Du jetzt Deine eigenen Stärken, gilt es natürlich auch noch, diese bewusst in der Mappe zu zeigen. Wie macht man das nun? Ich persönlich finde es hilfreich, das persönliches Profil in maximal drei Sätzen konkret auszuformulieren. Zum Beispiel so:
    »Als Kinderbuchillustrator zeige ich mit meinen Illustrationen immer mehr als in der eigentlichen Geschichte erzählt wird. Dabei schwingt in meinen Bildern immer ein charmant subtiler Humor mit, der es dem Leser leicht macht, sich mit meinen sehr authentischen Figuren zu identifizieren.«
    Im nächsten Schritt versuchst Du, diese Kernaussage auch mit Deiner Mappe zu kommunizieren, das heißt, diese in eine konkrete Gestaltung zu übersetzen. Dabei kannst Du zum Beispiel folgende »Mappen-Werkzeuge« nutzen, die wir in den nächsten Wochen hier besprechen:

  • eine passende Mappenkonzeption, also eine Leit-Idee für die Mappe
  • eine geeignete Bildselektion
  • eine gute Bildfolge bzw. Dramaturgie
  • die Mappengestaltung (Layout, Raster, Typografie, …)
  • Ein Beispiel hilft hier sicherlich, zu verdeutlichen, was ich meine – ich nehme hier mal die Kernaussage zum Kinderbuch-Illustrator oben:

    Zeichnen sich Deine Illustrationen durch charmanten Humor aus, sollte Deine Mappe auch humorvoll sein. Sie kann zum Beispiel mit einer lustigen Startseiten-Vignette beginnen, mit der Du den Mappenbetrachter begrüßt. Danach kommen dann diverse Illustrationen, die zeigen, dass Du gut lebhafte und beseelte Figuren entwickeln kannst. Und immer wieder Humor. Es kann auch eine Figur durch die Mappe führen, die am Anfang begrüßt, in der Mitte ein paar Kommentare abgibt und am Ende verabschiedet. Da es sich in diesem Beispiel um eine Kinderbuchmappe handelt, schlägst Du hier gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: erstens ist es charmant und lustig, und zweitens zeigst Du, dass Du wiedererkennbare Figuren entwickeln und bewegen kannst.
    Mach aus Deiner Mappe mehr als eine Aneinanderreihung von Bildern. Nutze die Mappe, um zu zeigen, wer Du bist!

    07: Für wen kannst Du arbeiten?

    Für die bewusste eigene Positionierung ist es natürlich auch notwendig, dass Du Dir Gedanken machst, für wen Du eigentlich arbeiten möchtest. Denn nicht Auftraggeber entscheiden schlußendlich, für wen Du arbeitest, sondern Du selbst.
    Dabei ist es natürlich notwendig, dass Du realistisch einschätzen kannst, in welchem Marktsegment von Illustration Deine Bilder eingesetzt werden können. Das ist am Anfang oftmals nicht einfach, weil einem selbst der Abstand zur eigenen Arbeit fehlt, mit etwas Übung, einer guten Analyse des Marktes und zunehmender Erfahrung geht das allerdings immer leichter. Auch ein Gespräch mit Freunden und Kollegen kann hier sehr helfen.
    Was auch hilft, ist: Research – Research – Research! Doch was heißt das konkret? Das bedeutet, dass Du Deine Marktsegmente so detailliert wie möglich analysierst und dabei dabei folgende Sachverhalte festhälst:

  • eine Liste möglicher Auftraggeber
  • Was für Produktgruppen bieten diese potentiellen Kunden an?
  • Was für Bild-Typen werden in den verschiedenen Produktgruppen benötigt?

  • Und weil das immer hilfreich ist, erläutere ich die Analyse gern noch einmal am Beispiel des hier schon oftmals erwähnten Kinderbuch-Illustrators.
    Research für Kinderbuchillustrator
    Schritt 1: Mögliche Auftraggeber:
  • Verlag A, www.der-Allerbeste-verlag.de
  • Verlag B, www.B-wie-Bester.de
  • Verlag C, www.Coole-Bücher.de
  • … (so viele mögliche Verlage wie möglich auflisten, gern 50, 100 oder noch besser 150)
  • Schritt2: Produktgruppen für Verlag A (inkl. Schritt 3: Bildtypen):
  • Malerisches Kinderbuch (Bildtypen: farbige vollformatige Bilder, umlaufendes Cover)
  • Pappbilderbuch für 2 bis 5 Jährige (Bildtypen: farbige vollformatige Bilder für kleine Kinder, umlaufendes Cover)
  • Wimmelbücher (Bildtypen: meist farbige, sehr detaillierte Bilder mit vielen Figuren, umlaufendes Cover)
  • Kinder- und Jugendliteratur (Bildtypen: farbiges Cover, Schwarz-Weiß-Illus und Vignetten im Innenteil, umlaufendes Cover oder reines U1-Cover, oftmals werden Kinder dargestellt)
  • Sachbücher für Kinder (Bildtypen: Farbe, Schwarz/Weiß, Vollbild, Vignette, sehr themenspezifisch)

  • Analyse auf das eigene Portfolio übertragen
    Mit dieser Analyse kannst Du nun einen pragmatischen Blick auf Dein eigenes Portfolio werfen und folgende Fragen beantworten:

  • Zu welchen Produktgruppen passen meine Illustrationen? Kinder- Und Jugendliteratur
  • Was für Bild-Typen sollte ich in meinem Portfolio zeigen? Cover, Vignette und ganzseitige Illustrationen in Farbe und Schwarzweiß
  • Was für Bild-Typen habe ich in meinem Portfolio? Ganzseitige Illustrationen in Farbe und Schwarzweiß
  • Muss ich bestimmte Bild-Typen ergänzen, um in diesem Marktsegment zu arbeiten? Ja, und zwar: Vignetten und Cover

  • Here you go, busy bee! Es ist Fleißarbeit, die sich lohnt!
    Im nächsten Schritt geht es weiter mit der Frage, wie man mit der richtigen Kundenauswahl seine Marktpositionierung unterstützt.

    08: Für wen möchtest Du arbeiten?

    Nachdem Du jetzt also weißt, für wen Du arbeiten kannst, geht es noch darum, heraus zu finden, für wen Du arbeiten möchtest. Das sind nämlich zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Jeder angenommene Auftrag determiniert Deine Marktposition, das heißt jeder neue Auftrag verschiebt Dein Profil in eine bestimmte Richtung. Das liegt daran, dass sich potentielle Auftraggeber bei der Auswahl von Illustratoren hauptsächlich an deren voran gegangenen Arbeiten orientieren. Und das wiederum heißt, dass Du sehr wahrscheinlich für ähnliche Arbeiten immer wieder beauftragt wirst.
    Und deshalb ist es sehr wichtig, bei jeder Auftragsannahme zu überprüfen, ob dieses Projekt überhaupt zu Deinem Profil passt und Dir langfristig hilft, mehr die Art von Aufträgen zu erhalten, für die Du gern beauftragt werden möchtest.
    Vor jeder Zusage solltest Du also genau überlegen, ob das ein Auftrag ist, von dem Du gern in Zukunft weitere erhalten möchtest. Ist dies der Fall, als erstes freuen, dann schnell zusagen und professionell umsetzen. Ist dies allerdings nicht der Fall, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Du sagst ab. Das schafft Dir freie Kapazitäten, Dich mehr um Aufträge zu bemühen, die Dir langfristig mehr bringen. Oder Du sagst zu. Das ist auch keine Tragödie für Deine Positionierung, Du solltest dann allerdings dieses Projekt nicht in Deinem Portfolio präsentieren.
    Das nächste Mal geht es dann weiter mit der Frage, wie Du Deine Bilder gut selektierst. Ich rotiere gerade, deshalb verschiebt sich der nächste Post in den April. Wer möchte, dass ich ihm Bescheid gebe, wenn es weiter geht, schreibt mir am besten eine Email an ja-ich-will@diegutemappe.de oder folgt der guten Mappe auf Facebook. Bis dahin, alles Liebe! Franziska

    Blog

    How to Prepare for a Portfolio Review

    By illustrator Daniel Fishel, published by Agency Access

    Diesen tollen Link habe ich übrigens auf der kippt-Seite von Illustratorin Elke Hanisch gefunden, auf der sie Links zu Artikeln über Selfpromotion für Illustratoren sammelt. Gut recherchierte Sammlung!

    Über die gute Mappe

    Die gute Mappe ist eine eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Illustratoren zur guten Mappe – von Franziska Walther. Seit 2010 hält Franziska regelmäßig für die Illustratoren Organisation den Vortrag »Die gute Mappe« und wird seitdem immer wieder von Illustratoren mit Fragen zu einem guten Portfolio kontaktiert. Die Website hilft Illustratoren, ihre Talente und Fähigkeiten mit gut konzipierten und gut gestalteten Mappen erfolgreich zu vermarkten.



    Über Franziska Walther

    Als Diplom-Grafikdesignerin, Illustratorin und Architektin arbeitet Franziska im Bereich Unternehmenskommunikation, Buchgestaltung und Illustration. Franziska hat ein Faible für schöne illustrierte Bücher, ungerade Zahlen und Katzen auf Quadraten.

    Für ihre Arbeiten im Bereich Illustration und Buchgestaltung erhielt sie zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, unter anderem den Joseph-Binder-Award 2012 in Gold für das Buch »Peter Schlemihls wundersame Geschichte«.

    Mehr Informationen zu Franziska unter www.sehenistgold.de.



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    Franziska Walther
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    Kontakt:
    ja-ich-will@diegutemappe.de

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    Franziska Walther
    Humboldtstraße 60B
    99425 Weimar
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