25. August 2022

Wie steht’s mit Deiner Zeit?


 

Direkt zum Freebie »Zeit«

Auf dieser Seite kannst du dir das Arbeitsblatt für deine Zeit-Dokumentation herunterladen.

 
Hallo und herzlich Willkommen nach vier Wochen Podcast-Pause!! Wie ist es dir denn ergangen? Meine Pause begann mit ein paar Tagen Quality Time mit meinem Lieblingsmenschen. Danach bin ich nach Deutschland gedüst und habe für eine Woche meine Familie in Mecklenburg besucht und hab mich von meinen Eltern betüddeln lassen. Ganz großartig. Das war eine Woche Fast-Urlaub mit nur ganz wenigen Arbeitsterminen.
 

Learning #1: Plane langfristig!

Die restliche Zeit der vier Wochen hatte ich nicht wirklich frei, denn meine normalen Jobs und Aufträge liefen weiter, denn ich hab mich für die Podcastpause recht kurzfristig entschieden. Um vier Wochen so richtig Urlaub zu machen, müsste ich deutlich langfristiger planen. Das hab ich jetzt gelernt. Das nächste Mal mache ich das anders, weshalb ich mir die zwei nächsten großen Pausen jetzt schon den Kalender geschrieben habe – auch wenn diese erst am Jahresende und im nächsten Sommer stattfinden.
 

Trotzdem Entspannung!

Allerdings hatte ich trotzalledem einen tollen Erholungs- und Überraschungsmoment. Denn auch wenn ich mich auch in der Pause um meine Design- und Illustrationsaufträge kümmern musste, hat sich die Zeit fast wie Urlaub angefühlt – weil ich ja keinen Podcast nebenbei skripten, produzieren und erstellen musste. Auch das ganze Social Media-Tamtam dafür fiel weg. Ich hatte jeden Woche über zwei Tage mehr Zeit. Als mir das bewusst wurde, musste ich ganz schön doll schmunzeln. Man wächst wirklich an seinen Aufgaben.

Ich hab mir dann erst einmal wohlwollend auf die Schulter geklopft und mich gefreut, was ich so alles wuppe … und hab’ dabei gemerkt, wie gut es tut, die eigene Kraft und Wirksamkeit zu sehen und anzuerkennen.
 

Wie viele Stunden arbeitest du wirklich?

Und dann hab’ ich gestutzt: Das bedeutet ja gleichzeitig, dass ich das, was ich früher in meiner Gesamt-Arbeitszeit geschafft habe, ich jetzt mit viel weniger Zeit schaffe.

Das hat mich neugierig gemacht, mal meine »Zeiten« genau anzusehen. Und als Erstes wollte ich wissen, wie viele Stunden ich durchschnittlich überhaupt arbeite. Kannst du das so aus dem Bauch heraus sagen? Ich hätte behauptet, ja. Wie viele Stunden arbeitest du denn jeden Tag bzw. durchschnittlich jede Woche?

Fragst du mich da, hätte ich in diesem Moment wahrscheinlich gesagt, so circa 8 Stunden am Tag, 40 Stunden die Woche. Manchmal etwas mehr. Aber ich wollte es genau wissen.
 

Mache eine Bestandsaufnahme!

Seit ein paar Monaten nutze ich das Projektmanagement-Tool awork, indem ich einigermaßen konsequent meine täglichen Aufgaben und Arbeitszeiten dokumentiere. So ganz akkurat ist meine Bestandsaufnahme noch nicht, denn ab und an vergesse ich das Eintragen, aber um einen ersten Eindruck zu bekommen, reicht die Datenlage der letzten Monate vollkommen aus.

Also hab ich mal nachgeschaut … und dabei überraschenderweise festgestellt, dass ich weniger arbeite als ich dachte. Was??
 

Die emotionale Zeit versus die faktische Zeit

Das hat mich überrascht … und das hat mich auch nachdenklich gestimmt. Denn meine emotionale Arbeitszeit ist – so wie es aussieht – deutlich höher als meine »echte«, quantitative Zeit am Schreibtisch. Das bedeutet ja, dass ich weniger Stunden am Schreibtisch sitze, aber die freie Zeit gefühlt trotzdem nicht als Freizeit erlebe.

Wie toll wäre es denn, wenn es mir gelingen würde, diese freie Zeit auch als Erholung und freie Zeit zu genießen? Außerdem wollte ich wissen, was ich in dieser Zeit dazwischen eigentlich mache. Denn ich hatte keinen blassen Schimmer.
 

Was sagt das über dein Selbstbild?

Und zu guter Letzt wollte ich auch einen Blick darauf werfen, was mein verhältnis zu meiner Zeit überhaupt über mein Selbstbild aussagt? Will mein Ego vielleicht denken, dass ich immer als fleißige Biene geschäftig um meinen Schreibtisch herumsumme? Und wäre es dann nicht Zeit, mein Selbstbild zugunsten von mehr emotionaler Freizeit anzupassen?
 

Learning #2: Zeit ist relativ

In den letzten Jahren habe ich schon einiges über mein Verhältnis zu Zeit gelernt. Zum Beispiel das: Wenn ich mehr Zeit habe, brauche ich auch länger. Oder ich fange gar nicht erst an und quäle mich, bis ich anfange, mit der Angst vor Anfangen herum. Das ist dann auch keine Freizeit.

Deshalb hab ich es mir schon vor vielen Jahren angewöhnt, mit Aufträgen erst dann zu beginnen, wenn von der verbleibenden Zeit gerade noch so viel übrig ist, wie ich für den Auftrag brauchen darf. Das sorgt einerseits dafür, dass der Druck hoch genug ist, so dass ich mit dem Startschuss sofort in die Puschen komme. Und gleichzeitig beschütze ich mich davor, zu viel Zeit in den Auftrag zu stecken und am Ende mit meiner Freizeit draufzuzahlen.

Denn das passiert ja real, wenn wir mehr Stunden in einen Auftrag stecken als wir bezahlt bekommen. Wir bezahlen uns selbst mit freier Zeit. Natürlich geht das Starten »kurz vor Schluss« nur mit einer Portion Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, aber hier habe ich gelernt, dass auch das beim Machen kommt.
 

Learning #3: Zeit ist wertvoll.

Zeit ist einfach zu wertvoll, um sie mit unnötiger Aufschieberitis zu füllen. In einem meiner Lieblingspodcasts, dem Podcast »Betreutes Fühlen« von Leon Windscheid und Atze Schröder, ging es vor Kurzem auch um Zeit. Nämlich ganz genau darum, dass wir, wenn wir zum Beispiel 80 Jahre alt werden, knapp 4.200 Wochen leben. Ich bin jetzt 42 Jahre alt und damit wären nur noch etwas mehr als 2.000 Wochen übrig. 2.000 Wochen ist auf eine ganz bizarre Weise irgendwie sehr greifbar und konkret. Und eine Woche kann ja so verdammt schnell um sein.

Auch darüber habe ich in meiner Pause nachgedacht, während ich in Mecklenburg auf der Terrasse lag und den Wolken beim Fliegen zugeschaut habe. Zeit ist so wertvoll und wie viel Zeit vertrödele ich mit Dingen, die nicht wirklich wichtig sind: mit Instagram, Netflix und den letzten 20 Prozent eines Projektes, die das Projekt weder besser noch mich glücklicher machen …
 

Dokumentiere deine Zeit!

Vor ein paar Wochen wurde in einem anderen Podcast empfohlen, doch einmal für einen Monat alle Arbeitszeiten penibel genau zu tracken, um ein besseres Gefühl dafür zu bekommen, wofür wir Zeit eigentlich verbrauchen.

Erst dachte ich: »Ach, brauch’ ich nicht, das kenne ich schon von früher.« Denn zu Beginn meiner Freiberuflichkeit habe ich nämlich mal für ein Jahr als freie Art Direktorin in der Redaktion eines italienischen Magazins gearbeitet, für das ich meine Rechnungen in 15 Minuten Einheiten abrechnen musste. Deshalb hatte ich in dieser Zeit auf meinem Schreibtisch immer einen Zettel liegen, auf dem ich meine gesamte Arbeitszeit penibel genau in 15 Minuten-Einheiten dokumentierte. Über 12 Monate lang. Danach wusste ich ganz genau, wie lange ich für Dinge brauche.

Und genau deshalb dachte ich erst: »Kenn’ ich schon. Brauch’ ich nicht.« Doch nachdem ich dann in meine awork-Zeiten hineingeschaut und dort mit Schrecken feststellte hatte, dass mein Gefühl für meine Zeit dann doch schwammiger ist als mir lieb ist, hab ich mich entschieden, mein Zeitgefühl mal aktualisieren.
 

Machst du mit?

Und weil zusammen alles leichter geht als allein, möchte ich dich deshalb heute einladen, mitzumachen. Lass uns doch mal 4 Wochen lang alle Zeiten sammeln. Du machst mit – ich mach mit – und nach 4 Wochen teile ich hier meine Erfahrungen und frag vorher auch noch einmal bei dir nach, was du für dich herausgefunden hast.

Mit dieser Liste können wir dann Entscheidungen treffen, wofür du und wofür ich Zeit wirklich aufwenden, was wir gegebenenfalls weglassen und was wir verändern können.

Und vor allen Dingen möchte ich auch der Frage nach der unsichtbaren Zeit nachgehen. Warum fühlt sich mein Tag so voll an, auch wenn ich doch so wie es aussieht, Freizeit zu haben scheine. Und wo steckt die? Wie kann ich sie besser fühlen, wahrnehmen und für mich zur Erholung nutzen? Machst du mit?
 

Das Arbeitsblatt, um deine Zeit zu erfassen

Ich hab uns mal ein Arbeitsblatt erstellt, mit dem die tägliche Dokumentation ganz easy ist. Wenn du schon meinen Newsletter bekommst, dann findest du das PDF in deinem Postfach, denn ich hab es dir heute Morgen schon zugeschickt. Alternativ kannst du es dir einfach auf www.diegutemappe.de/zeit herunterladen.

Und deshalb jetzt schon einmal die Frage an dich: Weißt du ganz genau, was du in der dir zur Verfügung stehenden Zeit machst? Und welche Tipps und Tricks benutzt du, um mit der wertvollen Zeit gut umzugehen? Teile deine Erfahrungen gern unter dem Podcast, hier direkt unter dem Blogartikel oder auf Instagram.

Und damit wünsche ich dir alles Liebe.
Wir hören uns wieder nächste Woche, bis dahin, Franziska

 

Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?

Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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Franziska Walther, Sehenistgold®
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