15. Juli 2021

Loslaufen – Hinfallen – Aufstehen – Weitermachen

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Endlich ist es soweit. Mein Buch »Die gute Mappe« wird ab heute ausgeliefert! Es war ein langer Weg bis hierher: sage und schreibe elf Jahre von der ersten Idee bis zum Buch. Viele Tränentäler habe ich durchschritten, lange Zeit nicht geglaubt, dass das Buch jemals Realität werden wird. Das Immer-Weitermachen hat sich gelohnt. Loslaufen – Hinfallen – Aufstehen – Weitermachen ist im Kreativbusiness essentiell. Deshalb möchte ich heute mit dir die Geschichte des Buches teilen, in der Hoffnung, dass sie dir hilft, auch auf deinem Weg Schritt für Schritt optimistisch weiterzugehen.
 

Aller Anfang ist schwer

Die gute Mappe wurde vor elf Jahren geboren, 2010 auf der Buchmesse in Leipzig, als mich der damalige Geschäftsführer der Illustratoren Organisation Marcus Frey fragte, ob ich nicht Lust hätte, für die IO einen Vortrag zur Mappengestaltung zu halten. Klar, hatte ich! Drei Jahre lang habe ich daraufhin auf den beiden großen deutschen Buchmessen Kolleg*innen unterstützt, ihre Portfolios professionell zu gestalten. Die Idee für das Buch habe ich damals schon mit mir rumgetragen.

Von 2014 bis 2020 habe ich im Rahmen eines Lehrauftrags an der HAW in Hamburg Illustrierende und Designer*innen beim Positionieren unterstützt. Denn das hatte ich bis dahin gelernt: die professionelle Gestaltung allein reicht nicht. Erst zusammen mit Positionierung ist das Portfolio das Segelschiff, das Gestalter*innen dorthin bringt, wo sie hinwollen. Mich eingeschlossen. Meine eigene Positionierung war zu Beginn meiner Illustratorinnen-Karriere nicht sonderlich klar. Und deshalb habe ich auch die ersten drei Jahre als Illustratorin nur einen einzigen Illustrationsjob akquiriert. Erst als ich meine eigenen Stärken und mein kreatives Angebot klar formulieren konnte, gingen die Türen für mich auf. Und plötzlich wurden meine Arbeiten sogar ausgezeichnet – hurra hurraaaa!! 🥳

»Irgendwann mache ich aus diesem Portfolio-Thema ein Buch.« Das war der Gedanke, der nicht gehen wollte. Das erste Indesign-Dokument ist aus dem Jahr 2017. Im gleichen Jahr habe ich eine Website gebaut, die vom Prinzip die erste Rohfassung des Buches war. Die ist allerdings nie online gegangen. Warum? Ich war noch nicht bereit dafür.
 

Schritt für Schritt

Im Februar 2019 entstand das erste Buchkapitel im Rahmen einer Artist Residency in Finnland. Dann hat es noch einmal sechs Monate gedauert, meine Zweifel zu überwinden und ein Exposé an einen Verlag zu senden. Nach großem Interesse kam die Absage. Es würde gerade ein Buch im Programm entstehen, das zu ähnlich ist. Whaaaat? 🙀 Die Angst, zu spät zu sein, hat mir dann noch einmal einen kräftigen Push gegeben, der dafür gesorgt hat, dass ich 2019 auf der Frankfurter Buchmesse aktiv auf meinen Verlag zugegangen bin.

Nach all der Zeit und den vielen Jahren, die ich mich mit dem Thema Mappe und Positionierung beschäftigt habe, ist das Schreiben ein Klax. Dachte ich. Sechs Monate Zeit hatte ich mir gegeben. Eineinhalb Jahre später war das Buch dann endlich fertig. Komplette Selbstüberschätzung ... oder eine gewisse Blauäugigkeit, die mich beschützt hat. Hätte ich gewusst, wie viele Tränentäler auf mich zu kommen, wäre ich wahrscheinlich in dem Moment Arme-rudernd weggelaufen. Der Designprozess ist nicht linear. Dinge passieren anders als geplant. Und es tut zeitweilig auch weh: durch die tägliche Konfrontation mit der Angst vorm Scheitern.

Jetzt ist das Buch fertig. 11 Jahre sind vergangen. Unzählige Workshops, Vorträge und Beratungen haben dafür gesorgt, dass ich lernen konnte. Zwei Websites wurden in die Tonne gehauen, um durch eine dritte ersetzt zu werden. Mit zwei Verlagen wurde verhandelt. In eineinhalb Jahren Schreibprozess ist das Buch durch mindestens fünf Fassungen und 39 Indesign-Dokumente gegangen. 129 Emails habe ich mit meiner Lektorin Barbara Lauer ausgetauscht, fünf Cover entworfen. Es ist geschafft! Das Buch geht hinaus in die Welt.
 

Erfolg kommt nicht sofort, sondern durch weitermachen

Von außen sieht man oftmals nur das schöne Ergebnis und den Erfolg. Das möchte ich mit dieser Geschichte ändern. Denn es ist normal, dass Dinge Zeit brauchen, dass man auf dem Weg zum Erfolg auch mal hinfällt, Fehler macht, Zeit verbummelt oder sich verläuft, um dann die Richtung zu korrigieren. Das gehört zum Prozess dazu. Es ist sogar notwendig, um zu lernen, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen.

 

Geduld kultivieren

Geduld ist das Akzeptieren von dem, was heute ist. Auch von den Dingen, die wir ablehnen. Ich habe gelernt, dass Hindernisse durch Annahme zu Chancen werden, wenn ich mir erlaube, loszulassen und dem Prozess zu vertrauen.
 
Welche Hindernisse stehen gerade vor dir? Warum lehnst du sie ab? Und was wäre, wenn du sie als Chance bezeichnen würdest? Was wäre dann möglich?

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den nächsten Blogposts auf.

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Franziska Walther, Sehenistgold®
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