14. Oktober 2021

Zeige Werke, nicht Bilder!

Ein wichtiger Schritt in der Portfolio-Erstellung ist die Bildselektion, also die Entscheidung, welche Bilder du in deinem Portfolio zeigen willst. Nach welchen Kriterien suchst du diese üblicherweise aus? Nimmst du Lieblingsbilder? Oder die Bilder vom letzten Auftrag? Oder die Bilder, die auf Instagram die meisten Herzen gesammelt haben?

Ich möchte dir heute ein Konzept vorstellen, mit dem die Bildselektion einfach wird und das gleichzeitig dafür sorgt, dass sich deine Kund*innen mit ihren Bedarfen und Bedürfnissen in deinem Portfolio wiederfinden. Klingt gut? Ist es auch.
 

Werke anstatt Bilder

Für das Konzept »Werke anstatt Bilder« braucht es einen Perspektivwechsel. Versuch dich, in dein Gegenüber hineinzuversetzen: Was müssen deine potenziellen Kund*innen eigentlich in deinem Portfolio sehen, um dich mit gutem Gewissen zu beauftragen? Hier mal drei Beispiele:

  • Kinderbuchverlage, die Illustrator*innen suchen, wollen sehen, wie du anderen Kinderbuchverlagen geholfen hast, tolle und für die Zielgruppe attraktive Kinderbücher zu gestalten und zu illustrieren.
  • Unternehmen, die eine neue Kommunikationsstrategie brauchen, möchten sehen, wie du anderen Unternehmen dabei geholfen hast, ein einheitliches und unverwechselbares Erscheinungsbild zu implementieren.
  • Magazine, die Bilder für eine Reportage benötigen, möchte sehen, wie du andere Reportagen erzählerisch und nachvollziehbar bebildert hast.

 
Deine Kund*innen suchen jemanden für eine angewandte, konkrete Aufgabe. Deshalb wollen sie auch sehen, dass du diese Aufgabe verstanden hast. Erst dann können deine potenziellen Auftraggeber*innen einschätzen, ob dein kreatives Angebot eine Lösung für ihr Problem ist.
 

Deshalb:

Zeige, wie deine Illustrationen angewandt aussehen:
zum Beispiel im Buch, auf dem Titel, zusammen mit dem Text der Geschichte ...

Zeige, wie deine Corporate Design-Leistungen angewandt aussehen:
zum Beispiel auf Websites, auf Visitenkarten, auf Briefbögen und als Stempel ...

Oder zeige, wie deine Bildstrecken für Reportagen angewandt aussehen:
zum Beispiel auf der Doppelseite, auf dem Cover, zusammen mit dem Text der Reportage ...
 

Und wie machst du das?

Indem du Werke anstatt Bilder zeigst.

Vielleicht fragst du dich jetzt: »Ist das nicht am Ende das Gleiche?« Nein, ist es nicht. Werke sind Arbeiten, die im angewandten Kontext erstellt wurden. Also umgesetzte Projekte (oder auch freie Arbeiten, die zwar ohne Auftrag, aber für einen angewandten Kontext erstellt wurden).

Um deinen Kund*innen diese Werke so nachvollziehbar wie möglich zu erklären, nutzt du verschiedene Arten von Bildern, zum Beispiel Reinzeichnungen, Produktfotos, Visualisierungen oder auch Scribbles. Du brauchst üblicherweise mehrere Bilder, um ein Werk allumfänglich darzustellen. Denn die wenigsten Werke lassen sich mit nur einem Bild umfänglich erklären.

Anstatt deine Schubladen nach guten Bildern zu durchsuchen und aus diesen eine lose Bildersammlung zu erstellen, überlege lieber, welche Art von Auftrag du gerade akquirieren willst und was dieses Auftragsformat umfasst. Welche Probleme löst du hier für dein Gegenüber? Welche Aufgaben und Arbeitsschritte gehören zu diesem Auftragsformat. Sei hier so konkret wie möglich. Und dann wähle bewusst Werke aus, die genau diese Dinge widerspiegeln. Und nutze dann Bilder, um mit diesen Werken die Aufgaben und Arbeitsschritte des Auftragsformates so nachvollziehbar wie möglich zu erklären.

Für die Bildselektion brauchst du also vorher eine Entscheidung, welche Werke zu dem Auftrag passen, den du akquirieren möchtest. Zwei bis drei passende Werke sind dabei in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Und tadaa – auf einmal ist die Bildselektion eine recht übersichtliche Sache geworden. 😎
 

Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?

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Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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Franziska Walther, Sehenistgold®
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