14. April 2022

3 typische Hürden, die dich daran hindern, deine Stärken herauszufinden

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Dein Angebot sollte deine Stärken widerspiegeln. Warum? Weil deine Stärken das sind, was dich von anderen unterscheidet. Stell dir mal 25 Illustrator*innen in einen Raum vor. Alle 25 können wahrscheinlich allesamt einigermaßen gut eine Orange zeichnen. Das zeichnerische Handwerk werden alle zu einem gewissen Grad ausreichend gut beherrschen. Und das ist auf ganz viele Bereiche der Kreativwirtschaft übertragbar: Auf Illustration, Design, Fotografie und Bewegtbild. Es gibt viele Kolleg*innen, die das grundlegende Handwerk gleich gut wie wir selbst beherrschen. Die handwerklichen Fähigkeiten allein reichen heute einfach nicht mehr aus, um als kreative Person von Auftraggeber*innen gebucht zu werden.

Das war vor 20 Jahren noch anders. Da wurden Kreative beauftragt, um Handwerk auszuführen. Damals brauchte zum Beispiel ein Magazin ein Bild von einer Orange für das Magazincover. Dafür wurde eine kreative Person engagiert, um dieses Bild illustrativ, grafisch oder als Fotografie umzusetzen. Heute geht das anders vonstatten: Wenn Auftraggeber*innen heute wirklich »nur« ein Bild von einer Orange brauchen, finden sie Tausende davon auf Stockplattformen: Illustrationen , Fotos, Videos. Und vieles davon sogar kostenlos.

Deshalb ist es für Kreative heute essenziell, einerseits zu wissen, welche handwerklichen Fähigkeiten sie innehaben, aber eben auch, zu wissen, welche Stärken und Besonderheiten ihre Arbeit ausmacht.

Die Frage ist also: Was unterscheidet deine Orange von denen der anderen? Was bringst du mit, was nur du mitbringen kannst?
 

Wie findest du das heraus?

Das herauszufinden ist gar nicht so einfach. Denn meistens übersehen wir selbst genau das, was wir besonders gut können. Aus einem einfachen Grund: weil es uns so leicht fällt. Das, was wir gut können, fällt uns meistens leichter als anderen. Da wir aber nur uns selbst kennen – wir können ja am Ende nicht in den Kopf eines anderen Menschen hineinschauen – wissen wir ganz oft nicht, dass das, was uns leicht fällt, anderen deutlich schwerer fällt. Wir denken oftmals, dass es allen anderen genauso leicht fällt wie uns selbst.
 

Hürde #1: Gute Dinge muss man sich verdienen?

Und dann kommt noch dazu, dass es eben so leicht geht. Dabei wird uns doch schon von Kindesbeinen an erzählt, dass die gute Sachen die sind, für die wir uns anstrengen müssen. Ohne Fleiß gibt’s ja angeblich keinen Preis und das Glück ist nur mit dem Tüchtigen. Ist ja klar, dass wir unterbewusst davon überzeugt sind, dass wir viel Arbeit und Anstrengung aufbringen müssen, damit etwas gut ist. Das Leben ist eben kein Ponyhof.

Die Idee, dass etwas, was leicht von der Hand geht, einen großen Wert hat, ist in der westlichen Welt nicht sonderlich etabliert. Das ist also die erste Hürde, die es zu überwinden gilt: das gesellschaftliche Wertesystem.
 

Hürde #2: Trittst du die Seelenreise an?

Um deine eigenen Stärken kennenzulernen, bedarf es dann oft im zweiten Schritt ein bisschen Soulsearching, denn viele unserer einzigartigen Stärken haben viel mit unserer Persönlichkeit, unserer eigenen Geschichte und unserer Haltung zu Dingen zu tun. In ihnen spiegeln sich unsere Werte, Erfahrungen und Vorlieben. Deshalb hilft beim Identifizieren deiner Stärken ein Blick nach Innen. Hier kannst du dich fragen, welche deiner Charaktereigenschaften sich in deiner Arbeit widerspiegeln. Wie beeinflusst dein persönlicher Lebensweg deine Art zu arbeiten? Und welche Hürden hast du in der Vergangenheit schon überwunden? Dabei fällt oft auf, dass frühere Schwächen oftmals über die Zeit zu Stärken geworden sind. Denn natürlich ist es so, dass wir nicht alle mit den gleichen Bedingungen starten. Wir alle haben ganz individuelle Schwachpunkte. Und wenn wir uns diesen stellen und darüber hinauswachsen, entstehen eben oft Superkräfte.
 

Hürde #3: Bist du bereit für deine Dämonen?

Beim Seelenforschen kommen ganz oft auch Blockaden ans Licht. Denn natürlich haben wir alle auch unsere ganz individuellen und ganz eigenen Blockaden. Das sind Glaubenssätze, die unsere Welt formen – also Regeln, die wir uns selbst auferlegen, weil wir in unserer Vergangenheit irgendwann mal beschlossen haben, dass diese wahr sein müssen.

Blockaden erkennt man daran, dass sie eine schwarz-weiße Welt beschreiben. Hier existiert immer nur eine Sache und diese eine Sache kommt oft mit einen Mangel daher.

»Es ist nicht möglich, gleichzeitig einen erfüllenden künstlerischen Beruf zu haben und Geld zu verdienen.«

Dieser Glaubenssatz verknüpft künstlerische Erfüllung und Wirtschaftlichkeit. Indem nur das eine oder das andere sein kann, gilt es, sich zwischen zwei Mängeln zu entscheiden.

»Es ist nicht möglich, als kreative Person erfolgreich zu sein und gleichzeitig künstlerisch wertvolle Arbeit zu produzieren.«

Hier werden künstlerische Qualität und Wirtschaftlichkeit miteinander verknüpft. Der Glaubenssatz tut so, als ob beides die gleiche Sache ist und Qualität und Wirtschaftlichkeit die beiden extremen Enden des Spektrums sind. Damit einher geht, dass man sich angeblich für eins von beiden entscheiden muss und beides gleichzeitig nicht geht.

»Künstler*innen müssen leiden, um wirkliche Kunst zu machen.«

Dieser Glaubenssatz setzt emotionales Leid mit künstlerischer Qualität gleich, so als ob es eine Sache ist.

Sich diesen Blockaden zu stellen, ist die dritte Hürde, der sich viele Kreative beim Stärken-Identifizieren stellen müssen. Denn genauso wie unsere Stärken, Werte und Besonderheiten durch unseren Lebensweg geformt wurden, sind auch unsere Blockaden nur Mitbringsel aus der Vergangenheit. Schauen wir nach Innen, lungern sie dort oft rum. Und wir müssen uns ihnen stellen. Erst wenn wir uns erlauben, das Licht und das Dunkel gleichzeitig zu sehen, kann beides auch sein.

Doch die Konfrontation mit den eigenen Blockaden kann ganz schön gruselig und angsteinfößend sein. Und vor allen Dingen braucht es auch eine große Perspektive, ein großes Ziel, eine Vision, die dich motiviert, durch das düstere Blockaden-Tal mutig hindurch zu schreiten. So eine große Vision ist eh gut. Für ganz viele Sachen. Sie ist der Kompass, der dich durch die unruhigen Gewässer der Akquise bringt und dafür sorgt, dass du bei weiteren Hürden und Umwegen nicht verloren gehst.
 

Kennst du deine Vision?

Deshalb mal die Frage heute an dich: Hast du schon eine Vision von dir? Weißt du, wo du in fünf, zehn oder zwanzig Jahren sein willst? Wenn nicht, dann lad ich dich heute schon einmal zur Portfolio-Akademie ein, dem 14-wöchigen Coaching-Programm für Designer*innen und Illustrierende, die sich positionieren und aktiv wirksame Akquise betreiben wollen. Ein wichtiger Teil der Positionierung beschäftigt sich mit der Visionsfindung und dort schaffst du dir eben genau diesen Kompass, der dich leitet. Die Portfolio-Akademie 22 öffnet vom 2. bis 6. Mai ihre Türen. Es gibt 18 Plätze und wenn du Interesse hast, trag dich doch auf die unverbindliche Warteliste ein. Denn die Personen auf der Warteliste bekommen ein besonderes Earlybird-Angebot und das schon eine Woche früher, bevor sich die Türen offiziell öffnen.
 

Und hier noch einnal zusammengefasst:

Es gilt also drei Hürden zu überwinden, wenn du deine eigenen Stärken erforschen willst. #1 ist die Tatsache, dass dir deine Stärken leicht fallen und du sie deshalb schnell übersiehst. #2 ist gar keine richtige Hürde, sondern eher ein Schritt, der notwendig ist: eine Reise nach Innen und in die Vergangenheit. Aber diese Reise musst du bewusst antreten und das wird schnell vergessen. Und #3 ist die Tatsache, dass mit dem Blick nach Innen auch die Dämonen zum Vorschein kommen: Blockaden und Glaubenssätze. Doch warum lohnt es sich, diese drei Hürden zu überwinden? Dein Angebot wird erst so richtig gut, wenn es deine Kreativleistung zusammen mit deinen Stärken beschreibt. Erst dann können sich deine Kund*innen entscheiden, warum sie gerade deine Orange haben wollen. Und genau das ist ja das Ziel deiner Akquise als kreative*r Unternehmer*in. Kund*innen sollen sich für genau dich entscheiden. Und damit schließt sich der Kreis 😉

 

Die Portfolio-Akademie öffnet am 2. Mai die Türen

Und wenn du Lust hast, deine Positionierung über 14 Wochen lang in einer Gruppe von gleichgesinnten Kreativen und mit ganz viel Unterstützung zu gehen, dann trag dich doch noch ganz schnell in die Warteliste der Portfolio-Akademie ein.

Diese öffnet vom 2. bis 6. Mai 2022 ihre Türen und startet am 9. Mai mit einer begrenzten Zahl von 18 Teilnehmer*innen. Wenn du auf der Warteliste stehst, bekommst du vor dem offiziellen Verkauf ein besonderes Earlybird-Angebot. Es lohnt sich also, auf der Warteliste zu stehen.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf.

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Franziska Walther, Sehenistgold®
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