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Weitere InformationenHeute stelle ich dir drei wichtige Teile von Sichtbarkeit vor, die dir helfen, bewusst und mit Zielsetzung auf die Bühne zu treten. Denn Sichtbarkeit ist nicht gleich Sichtbarkeit.
Heute erfährst du im Podcast:
Hej hej! Herzlich willkommen im Portfolio-Podcast.
Letzte Woche ging's in der Portfolio-Akademie um Sichtbarkeit. Die Portfolio-Akademie ist mein 12 wöchiges Professionalisierungs-Programm für Illustrator*innen und Designer*innen und die Teilnehmer*innen sind gerade dabei, ihre im Programm entwickelte Positionierung in konkrete Portfolios und Akquiseschritte zu übersetzen – um dann damit wirksame Akquise zu machen und Aufträge zu generieren.
Eine Teilnehmerin, nennen wir sie mal Marie, hat mich in diesem Zusammenhang gefragt, was es denn überhaupt so ganz konkret bedeutet, sichtbar zu werden als die Person, die hinter den kreativen Werken steht. Denn ich hatte gerade zu ihr gesagt, dass bei ihr eigentlich schon alles da ist – Expertise ist da, handwerkliche Fähigkeiten sind da, die Werke in ihrem Portfolio sind super – das, was fehlt, ist die Sichtbarkeit ihrer Person. Und sie fragte mich dann: Was genau meinst du damit eigentlich?
Gleichzeitig hat mir Patrick Wirbeleit in einem persönlichen Gespräch von einer Episode von Andy J. Pizzas Podcast »Creative Pep Talk« erzählt, indem es um Instagram geht und darum, dass viele Kreative dort sichtbar werden mit Dingen, die ihnen überhaupt nichts bringen.
Ich verlinke dir die Folge hier. Und ich sag noch einmal: Danke, Patrick, für diesen guten Tipp!
Diese beiden Momente haben letzte Woche dafür gesorgt, dass ich viel über Sichtbarkeit nachgedacht habe. Denn Maries Frage ist berechtigt: Was genau bedeutet es denn, als kreative Person mit dem eigenen kreativen Angebot sichtbar zu werden? Was bedeutet das ganz konkret?
Im ersten Moment denkst du vielleicht: Ja, ist doch klar. Wenn ich als Illustrator*in bzw. Designer*in in die Sichtbarkeit gehe, dann zeige ich mich. Also nicht nur meine Arbeiten, sondern auch mich.
Stimmt. Im Grunde genommen ist das genau so.
Gleichzeitig zeigen aber diverse Beispiele in den sozialen Netzwerken, dass viele Kreative, die ihre Nase ganz mutig in die Kamera halten und sich zeigen als Person, trotzdem nicht zwingend damit mehr Aufträge generieren. Ganz oft eben nicht.
Es scheint also Sichtbarkeit zu geben, die dafür sorgt, dass du erinnert wirst, dass Menschen dich kennen – und dann gibt’s Sichtbarkeit, die ist ganz schnell auch wieder vergessen.
Denn es gibt dieses Phänomen … vielleicht geht es dir ja auch so … ich sehe zum Beispiel auf Instagram viele Menschen mit Beiträgen, in denen sie sich zeigen, aber nur an einen Bruchteil davon erinnere ich mich … weil ich überschwemmt werde von solchen Beträgen und viele Inhalte sehr ähnlich sind … oder vielleicht auch weil die Zeit, in der der Post vor mir aufploppte, einfach nicht reicht, um durch diesen kurzen Beitrag die Person besser kennenzulernen … oder weil ich trotz des Beitrags immer noch keine Ahnung habe, wer da eigentlich vor mir steht.
Heute soll es also um verschiedene Formen von Sichtbarkeit gehen. Dabei habe ich drei Dinge identifiziert, die helfen, Maries Frage zu beantworten – und die dich dabei unterstützen, deine Sichtbarkeit bewusster zu gestalten.
Deshalb geht es heute um das Warum, das Wie und das Wo und das Was von Sichtbarkeit. Denn damit du die Sichtbarkeit für dich nutzen kannst, braucht es mehrere Dinge. Beginnen wir mal mit Ding #1 und das ist die Frage nach dem Warum.
Zuallererst brauchst du also eine genaue Vorstellung davon, was du mit dieser Sichtbarkeit überhaupt erreichen möchtest. Hier geht’s also um deine Ziele und um die Frage, warum du gesehen werden möchtest.
Klar, alle Menschen wollen gesehen werden – aber ich meine das hier im Kontext von Akquise. Also: Willst du Aufträge im Bereich Unternehmenskommunikation generieren oder willst du Menschen dazu bringen, deine Produkte zu kaufen oder deinen Workshop zu buchen?
Oder aber willst du dich als Expert*in für ein Thema, zum Beispiel Nachhaltigkeit in der Baubranche oder experimentelles Lettering positionieren, damit Menschen sofort an dich denken, wenn die Themen auf die Bühne treten.
Bevor du in die Sichtbarkeit trittst, geht’s also um das Warum? Erst dann geht’s um das Wie und das Was?
Dir über dein Warum klar zu sein, ist wichtig, denn wenn es dir wie den meisten Kreativen geht, dann werden einige deiner Go-To-Plätze für Sichtbarkeit soziale Netzwerke sein.
Als Person sichtbar zu werden ist heute mit den sozialen Netzwerken so viel leichter als früher. Es gibt diese Orte, wo ein Publikum nur darauf wartet, neue Posts und Videos und Beiträge zu sehen.
Um sichtbar zu werden, musst du also nur auf Instagram, LinkedIn und Co auf einen Knopf drücken und dein Gesicht in die Kamera halten – und schon kuckt dir die ganze Welt zu.
Aber: Hast du dein Warum vorher nicht für dich beantwortet, dann passiert es recht schnell, dass alles, was du auf der Plattform tust, nicht dein Warum unterstützt, sondern das Warum der Plattform.
Instagram zum Beispiel möchte, dass du schön viel Zeit dort verbringst, denn damit verdient Mark Zuckerberg sein Geld. Auch die Menschen, die deinen Content sehen, sollen so viel Zeit wie möglich dort verbringen.
Deshalb wird dir die Plattform viele Vorschläge machen, was du nativ auf der Plattform benutzen kannst, um sichtbar zu werden. Die Plattform wird dich auch dafür belohnen, wenn du Content erstellst, der Menschen dazu bringt, schön viel Zeit dort zu verbringen. Sie belohnt dich mit Likes und mit Reichweite und mit neuen Follower*innen und damit, dass dich die Plattform vor bestimmten Menschen sichtbar macht.
Dein Warum geht in diesem Konstrukt schnell verloren. Denn die Erfolgsmarker, die dir die Plattform gibt und mit denen sie dich belohnt, spiegeln die Interessen der Plattform wider – und nicht deine.
Das bedeutet, dass es sehr wohl sein kann, dass ein erfolgreicher Instagram-Post zwar von ganz vielen Menschen gesehen wird, aber nicht von denen, die für deine Ziele relevant sind.
Deshalb ist es wichtig, dass du weißt, warum du sichtbar werden möchtest. Beantwortest du dein Warum, dann kannst du dich frei machen von den Erfolgsindikatoren der Plattform. Die Anzahl an Likes, Follower*innen und Reichweite sind dann nicht mehr die relevanten Indikatoren, an denen du dich messen musst.
Nehmen wir mal an, dein Post wurde zwar nur von einer Handvoll von Leuten mit ’nem Herz belohnt. Du weißt aber, dass du das ganze hier machst, um deine bestehenden Verlagskontakte zu pflegen – und die drei Lektor*innen, die dir auf Instagram folgen, haben den Beitrag geliket – und dementsprechend gesehen. Der Post hat also genau die Personen erreicht, die du erreichen wolltest, selbst wenn die üblichen Plattform-Erfolgsindikatoren etwas anderes sagen. Weil du dein Warum kennst, kannst du deinen Erfolg an deinen eigenen Maßstäben messen.
Und gleichzeitig hört es hier nicht auf. Denn weil du dein Warum kennst, kannst du jetzt auch überlegen, was du noch tun kannst, um vor genau den Menschen sichtbar zu werden, die du erreichen möchtest.
Kurze Randnnotiz:
In meinem kostenlosen Newsletter, der immer parallel zur Podcast-Folge am Donnerstag erscheint, teile ich jede Woche weitere exklusive Tipps, wie du dich nachhaltig positionierst, deine Akquise professionalisiert – und deine Kreativität wachsen lässt. Und du bekommst auch Einblick in das, was gerade bei mir auf meinem Schreibtisch liegt. Anmelden kannst du dich für 0,00 Euro unter www.diegutemappe.de/newsletter. Aktuell bekommst du noch als Dankeschön eine Ressourcen-Bibliothek zugeschickt. Diese wird es in dieser Form nicht mehr lange geben. Deshalb: Wenn du diese gern haben möchtest, meld dich gern jetzt zum Newsletter an.
Du kannst also einen Schritt weiter gehen und dich fragen: Wie gehe ich in die Sichtbarkeit. Und welche Kanäle nutze ich dazu? Hier geht’s um das Wie und das Wo der Sichtbarkeit.
An dieser Stelle greift die Frage nach dem Publikum, denn das wird durch die Wahl deines Kanals bestimmt. Auf Instagram triffst du einfach andere Menschen als mit deinem Newsletter oder mit gezielten Akquise-Postkarten. Und alle diese Kanäle sorgen für mehr Sichtbarkeit. Nur die Ergebnisse, die du damit erzielst, werden sich unterscheiden.
Das bedeutet, dass du mit der Wahl deiner Kanäle ganz stark mitbestimmst, wie sinnvoll und wirksam die Sichtbarkeit für dich ist, die du generierst.
Wenn dich das interessiert, hör mal in Podcast-Folge #90 rein, also die Folge der letzten Woche. Da geht’s ganz konkret um den Unterschied von Instagram und LinkedIn und das ist genau das Thema. Wo erreichst du was und wo erreichst du wen?
Denn am Ende machst du das mit der Sichtbarkeit ja nicht der guten Sache wegen, sondern weil du Ziele hast, die du erreichen möchtest: dein Warum.
Ok, du kennst also jetzt dein Warum (deine Ziele) und du hast entschieden, wie bzw. wo du dein Publikum erreichst (deine Kanäle) … jetzt gilt es also nur noch die Frage zu beantworten, mit was du sichtbar werden möchtest.
Sagen wir mal, du machst das ganze Sichtbarkeits-Brimbamborium, weil du Aufträge generieren möchtest – in einer spezifischen Branche und zu einem spezifischen Thema. Nehmen wir mal die Beispiele von vorhin: Nachhaltigkeit in der Baubranche oder experimentelles Lettering.
Um das zu erreichen, brauchst du neben dem passenden Publikum auch das passende Programm, das du vorträgst auf genau der Bühne, vor der dein bevorzugtes Publikum sitzt.
Warum brauchst du das? Du brauchst das, damit deine potenziellen Kund*innen dich als Mensch kennenlernen und Vertrauen entwickeln – in deine Expertise und in dich als Person und als potenzielle Geschäftspartner*in. Denn Menschen wollen mit Menschen zusammenarbeiten, bestenfalls mit denen, die sie spannend finden, mit denen sie Werte und Visionen teilen und Menschen, die ihnen … ja, ich spreche hier die unbequeme Realität aus … die ihnen schlicht und ergreifend sympathisch sind.
Ob du Aufträge bekommst oder nicht, hat auch damit zu tun, ob Menschen dich mögen und das Gefühl haben, dass du gut zu dem passt, was sie in der Welt bewirken wollen. Damit sie entscheiden können, ob sie dich sympathisch finden, müssen sie das Gefühl haben, dich gut genug zu kennen.
Dabei kannst du sie unterstützen, indem du nicht nur deine kreativen Arbeiten für dich sprechen lässt, sondern auch selbst das Wort ergreifst. Es geht dabei also nur bedingt ums Gesehen werden bei diesem Teil der Sichtbarkeit, sondern vielmehr ums Verbinden und um den Aufbau einer Beziehung: Das machst du, indem du zum Beispiel Haltung beziehst, deine Meinung kundtust oder eine Erfahrung bzw. Perspektive teilst.
Es ist wie mit Freundschaften. Da willst du ja auch wissen, wer dir gegenüber steht. Oder beim Dating. Hier geht’s ja auch darum, die andere Person schnell besser kennenzulernen. Geschäftsbeziehungen sind Beziehungen – und die funktionieren wie alle anderen Beziehungen auch.
Wie machst du das jetzt konkret: Nehmen wir mal das Beispiel von eben. Du willst mit dem Thema Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft oder alternativ mit experimentellem Lettering gesehen werden. Bevor du überhaupt darüber nachdenken kannst, wie du mit diesem Themen sichtbar wirst, brauchst du eine Haltung. Und du brauchst Erfahrung und eine Praxis – um überhaupt etwas Substanzielles sagen zu können.
Denn glaubwürdig und nachvollziehbar wird das, was du teilst, erst, wenn du das, was du da teilst, auch wirklich tust und lebst. Ganz gemäß des Sprichwortes: »Actions speak louder than words.« (Auf Deutsch: Taten sprechen lauter als Worte.)
Das bedeutet: vor der Sichtbarkeit braucht es Aktion. In unserer heutigen Zeit, in der wir alle mit Reels und Posts und Videos und Beiträgen überschwemmt werden, tritt das Tun schnell in den Hintergrund. Denn in den sozialen Netzwerken ist das Zeigen und das Sagen üblicherweise wichtiger als das Tun. Das liegt an der Plattform, denn sie hat ja andere Ziele als du. Die Plattform profitiert davon, wenn du auf der Plattform viel sagst – und sie hat wenig Interesse daran, dass du viel tust in deinem echten Leben. Denn dann verbringst du ja weniger Zeit in der App.
Die sozialen Netzwerke verleiten dazu, viel zu reden und am Ende zwar auch viel zu tun. Aber nicht das, was wir eigentlich machen wollen. Wir investieren Zeit in die Produktion von Reels und Posts – und haben zum Schluss keine Zeit mehr für das, was uns wirklich wichtig ist. Unsere kreative Arbeit und unsere Themen und das, was wir in der Welt bewirken.
Und für eine nachhaltige Sichtbarkeit sind deine kreative Arbeit und deine Haltung so viel wichtiger als das Reel, das du letzte Woche gepostet hast. Deshalb schließe ich heute mit einem Zitat des guten alten Johann Wolfgang von Goethe – der sich nicht mit Instagram und Co herumschlagen musste – und der sagt: »Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!«
Mit welchen Themen willst du sichtbar werden und warum? Welcher Kanal ist der passende dafür? Und was hast du zu diesen Themen zu sagen?
Und hier kommen die wichtigen Fragen für die nachhaltige Sichtbarkeit: Mit welchen konkreten Projekten und Aktionen kannst du diese Themen leben? Kannst du regelmäßig Arbeiten dazu produzieren? Könntest du auf Konferenzen fahren, um dich mit anderen Menschen, die auch für diese Themen brennen, zu verbinden? Oder willst du eine Challenge ankurbeln, um mit anderen Menschen, die diese Themen lieben, zu kooperieren? Was kannst du außerhalb der virtuellen Social Media Welt aktiv machen, um das, was du sagst, auch zu tun?
Und hier noch eine Bitte: Wenn dir die heutige Folge geholfen hat, dann schenk ihr bitte 5 Sterne. Das geht ruckzuck und du hilft meiner Arbeit und mir damit wirklich sehr.
Damit wünsche ich dir alles Liebe.
Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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