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Weitere InformationenDenn ich teile mit dir auch eine ganz einfache und schnelle Methode, mit der du dich bewusst für dich und gegen die Blockade entscheidest.
Du erfährst:
Hej hej. Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast.
Letzte Woche habe ich ja schon darüber berichtet … und diesen Montag ist es wieder passiert. Als die Zeit gekommen war, das Script für die dieswöchige Podcast-Episode zu schreiben, wollten die Ideen wieder nicht kommen. Mein Kopf war immer noch leer. Denn ich hänge immer noch ganz schön in den Seilen und bin kreativ erschöpft. The struggle is real!
Wenn du dich fragst, warum, dann hör gern mal in die Podcast-Folge #106 von letzter Woche rein.
Weil ja schon letzte Woche die Inspiration gestreikt hat, habe ich schon seit Freitag Ausschau gehalten nach einer guten Idee. Aber sie kam nicht. Alles, was mir einfiel, erschien mir platt und langweilig und »zu wenig«. Meine Folgen sind ja nicht super lang, aber auch 15 Minuten wollen gefüllt werden.
Am Anfang dachte ich noch: Ja, null problemo. Ich hab ja für diese Fälle von Ideen-Streik eine Themenliste mit möglichen Themen. Da suche ich mir einfach was Passendes raus. Aber diese Woche Montag fühlte sich nichts passend und richtig an.
Vielleicht kennst du das ja auch aus deinem Berufsalltag als illustrator*in und Designer*in. Die Ideen wollen nicht so richtig. Die Deadline rückt näher. Was tun?
Irgendwann habe ich dann widerwillig angefangen, zu schreiben. Montag Nachmittag, einfach weil für meinen Zeitplan die erste Fassung der Podcast-Episode Montag Abend fertig sein muss.
Das Loslaufen passierte mit großem Widerstand und dem konstanten Bedürfnis, alles, was ich gerade aufs Papier gebracht hatte, wieder zu löschen.
Aber eins hab ich gelernt in über zwei Jahren wöchentlicher Content-Produktion: Gerade in Blockaden ist Löschen nicht erlaubt. Also habe ich immer weiter geschrieben und versucht, die weißen Blätter zu füllen.
Alle Ideen, die ich hatte, reichten, um ein halbes A4-Blatt zu füllen, aber eben nicht für diese 4 Seiten, die ich mindestens für eine Episode brauche.
Nach einer Stunde hatte ich 5 verschiedene Themen, alle etwa eine halbe Seite lang – die alle nichts miteinander zu tun hatten. Und ich hatte ziemlich geraufte Haare … ich sage nur Nest-Frisur.
Und das Schreiben lief total holperig. Üblicherweise sieht mein Schreibprozess so aus, egal, ob ich ein Podcast-Script schreibe, eine Pitch-Präsentation oder ein Buch: Der Schreibprozess teilt sich in verschiedene Phasen auf und hört sich in etwa so an: Schreiben, Schreiben, Schreiben, kurze Pause, laut vorlesen … umschreiben, Textteile an eine andere Stelle kopieren, reinstricken, umschreiben, erstmal stehen lassen. Und dann geht das ganze wieder von vorne los.
Diesmal sah das Schreiben eher so aus: Widerwillig schreiben, laut vorlesen, Haare raufen, Thema doof finden, Thema verwerfen … kurz im Studio rumlaufen … neu anfangen. Schreiben … kurz im Internet prokrastinieren … Schreiben, Thema doof finden, Thema verwerfen … Zähne putzen gehen … wieder mit dem Schreiben beginnen … Haare raufen … verwerfen. Es hat sich gezogen wie Kaugummis.
Weil ja Löschen verboten war, wuchs das Dokument trotzdem an. Nach zwei Stunden, die gefühlt der ganze Tage waren, hatte ich etwa drei A4-Seiten mit diversen Text-Fragmenten und separaten Ideen gefüllt. Und ich wusste einfach, dass viele Teile davon am Ende in der Tonne landen würden …
Irgendwann … in der Zahnputz-Pause … wurde es langsam stressig. Ich stand so im Bad, kuckte mich beim Zähneputzen an und dachte: »Oh, mein Gott, was mach ich nur … ich hab jetzt nur noch zwei, drei Stunden Zeit, um noch irgendetwas brauchbares zu produzieren.«
Finde heraus, was bei dir gerade der nächste Schritt ist
Jetzt mal eine kurze Randnotiz in eigener Sache: Wenn du jetzt beim Zuhören merkst, dass du auch ab und an denkst: »Oh mein Gott! Was mach ich nur?« – und nicht so richtig weißt, was der nächste sinnvolle Schritt ist für dich, dann konsultiere doch mal »Deinen Guide für deinen nächsten Schritt«. Ich hab ein Quiz entwickelt, mit dem du mit der Beantwortung einiger weniger Fragen ganz schnell und leicht herausfindest, was bei dir gerade ansteht als nächster Schritt. Und der Knaller ist, dass du mit dem Ergebnis auch noch eine Playlist mit passenden Podcast-Episoden bekommst, die dich bei diesem nächsten Schritt unterstützen.Wenn du Lust darauf hast, dann mach das Quiz, unter www.diegutemappe.de/quiz/
Randnotiz Ende 😉
Und dann war er auf einmal da – tadaa – der Gedanke: Einfach nur weitermachen! Eine Stimme in meinem Kopf sagte: Wenn du heute noch mindestens 2 Stunden schreibst, wird etwas Sinnvolles dabei herauskommen. Trust me! Das Einzige, was du gerade tun kannst, ist weiterzumachen. Und so viel wie möglich zu schreiben.
Das erste Mal habe ich dieses »Quantität vor Qualität«-Konzept im Buch »The Artist’s Way« von Julia Cameron kennengelernt. Dort sagt die Autorin, dass wir als kreative Menschen nicht für die Qualität unserer kreativen Arbeit verantwortlich sind. Sondern nur für die Quantität.
Julia Cameron geht hier einen spirituellen Weg und gibt die Verantwortung für die Qualität der kreativen Arbeit an eine höhere Macht ab, die sie »the Great Creator« nennt. Diese höhere Macht können wir bitten, uns zu begleiten und zu leiten, aber wir können sie nicht kontrollieren.
Ob dich dieser spirituelle Ansatz unterstützt, kannst nur du entscheiden. Allerdings finde ich Julia Camerons Haltung zu diesem Quantität-versus-Qualität-Konzept hilfreich – ganz ob mit oder ohne höhere kreative Macht.
Das einzige, was wir kontrollieren können, ist die Masse, die wir produzieren. Die Quantität.
Mit diesem Gedanken hatte ich auf einmal wieder Zuversicht, denn auch wenn ich mir nicht sicher war, ob heute irgendetwas brauchbares auf dem Papier landen würde, wusste ich, dass ich es hinbekomme, noch zwei Stunden zumindest mein Bestes zu geben. Das kann ich kontrollieren. Dafür kann ich selbst sorgen.
Aber dazu braucht es Vertrauen – in dich und deinen Weg. Vor allem dann, wenn das, was du gerade überblicken kannst, nicht das ist, was du sehen möchtest.
Bei mir war das das gerade sichtbare Ergebnis auf meinem Blatt - und das entsprach nicht meinen eigenen Qualitätsansprüchen. Ganz im Gegenteil.
Das »Einfach weitermachen« ist ein bisschen so wie mit einer kleinen Taschenlampe durch die stockfinstere Nacht zu laufen. Das Licht reicht, um nur etwa einen Meter weit zu sehen, und danach verschwimmt alles in der Dunkelheit. Ohne eine Portion Mut und eine noch größere Portion Vertrauen, dass du das hinbekommst, klappt das nicht.
Und sogar damit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du dich gegebenenfalls auch mal verläufst und zum Beispiel im Kreis läufst – denn es ist ja stockfinster.
Verlaufen passiert ja nicht nur im Wald, sondern ab und an auch im kreativen Schaffensprozess. Denn kreatives Schaffen ist eben oft auch eine Wanderung durch die stockfinstere Nacht mit einer kleinen Taschenlampe.
Es ist also eben so oft kein direkter Weg von A, der tollen Idee, zu B, der innovativen Lösung. Sondern eine lange Schlangenlinie mit diversen Umwegen.
Die konkrete Idee ist häufig nur der Startpunkt zu einem Ergebnis, das du gar nicht hättest erahnen können beim Loslaufen. Zumindest bei mir ist das so. Ich komme öfters Mal in meiner kreativen Arbeit ganz woanders an, als ich beim Loslaufen gedacht und geplant habe.
Gute Ideen sind trotzdem super und wertvoll. Aber ich glaube, dass viele Kreative, die mit ihrer kreativen Arbeit ihr Geld verdienen, die Rolle, die die gute Idee für das Endergebnis spielt, oft überschätzen. Innovation entsteht erst oft beim Machen. Sie ist in den wenigsten Fällen gleich von Anfang an da.
Deshalb kann die Idee am Anfang sogar mittelmäßig bis schlecht sein. Wenn du weitermachst, kann daraus etwas ganz Großartiges werden. Und ohne Weitermachen bleibt auch die tollste Idee nicht mehr als eine tolle Idee.
Während ich also ganz tapfer meine zwei Stunden mit Schreiben füllte, hab mich dann auch gefragt, was eigentlich so schlimm ist amm »mit der Taschenlampe durch die stockfinstere Nacht zu laufen«?
Ich hatte ja Zeit, genau genommen zwei Stunden, in denen ich einfach nur weitermachen wollte, deshalb dachte ich: »Ok, schreibe ich mal auf, was sich eigentlich daran gerade so unangenehm anfühlt.«
Natürlich kann ich da nur für mich selbst sprechen – und bei mir ist das eine bunte Mischung verschiedener Dinge.
Ungewissheit ist eines dieser Dinge. Nur etwa einen Meter weit in die dunkle Nacht hinein sehen zu können, fühlt sich gefährlich an. Was ist, wenn ich mit dem nächsten Schritt vom Weg abkomme. Stolpere. In einen Heidelbeerbusch falle. Oder noch schlimmer: Auf eine Schnecke trete.
Aber wahrscheinlich wäre das alles hinnehmbar, wenn das Ende des Weges sichtbar wäre. Ist es aber nicht in der stockfinsteren Nacht.
Die Taschenlampe erlaubt, einigermaßen sicher den nächsten Schritt zu gehen, aber wo der Weg hinführt, ist einfach nicht klar.
Auf den kreativen Prozess übersetzt bedeutet das: Nicht zu wissen, wie das Endergebnis aussehen wird, fühlt sich unangenehm an.
Aber warum eigentlich? Auch hier kann ich nur für mich selbst sprechen, aber ich weiß, dass bei mir eine Erwartungshaltung da ist. Ich habe eine gewisse Erwartung an das Ergebnis meiner Arbeit und das an sich ist nicht das Problem.
Das Problem sind die Zweifel, ob die Erwartungen erfüllt werden. Und die Bedingungen, die da dran hängen. Würde ich davon ausgehen, dass ich, egal was passiert, an einem brauchbaren Punkt ankommen würde und meine Erwartungen erfüllen würde, wäre die Ungewissheit keine große Sache.
Die Zweifel machen die Ungewissheit erst zu etwas Quälendem. Deshalb: Lass uns noch einmal nachschauen, was Zweifel eigentlich im Kern sind. Wikipedia beschreibt Zweifel als einen Zustand der Unentschiedenheit zwischen mehreren möglichen Annahmen.
Im Taschenlampen-Beispiel bedeutet das, dass die gesamte Unternehmung in Frage gestellt wird. Wir haben uns einfach noch nicht 100% entschieden, diesen Weg zu gehen – und hinterfragen, ob es grundsätzlich eine gute Idee ist.
In meinem konkreten Fall ist es die Unentschiedenheit zwischen der Annahme, dass ich es schaffen kann, heute ein interessantes Skript zu schreiben oder der Annahme, dass es wahrscheinlicher ist, dass ich scheitern werde.
Als mir das so bewusst wurde, dachte ich: Was?? Das gilt es zu ändern. Ich will mir doch selbst vertrauen!! Und Vertrauen ist ja immer ein Sprung isn Ungewisse. Hier gilt es ja eigentlich nur, eine Entscheidung zu treffen, um die Unentschiedenheit und somit die Zweifel zu beenden. Denn beide Annahmen sind ja genau das: Annahmen. Weder Fakt noch Realität. Zumindest noch nicht.
In den letzten Jahren habe ich eine gute Übung dazu gefunden, die es deutlich leichter macht, die Zweifel gehen zu lassen – und mit der Taschenlampe durch die stockfinstere Nacht zu laufen. Die Übung heißt: So tun als ob.
Wenn du »so tust, als ob«, dann stellst du dir vor, so bildhaft wie möglich, wie es sich anfühlen würde, wenn du mit vollstem Vertrauen und Zuversicht deine Ziele angehst.
Du nutzt also die Kraft der Visualisierung und programmierst damit – mit Zeit und Wiederholung – dein Nervensystem um. Das unterscheidet die »So tun als ob«-Methode von »Fake it till you make it«, wo ja allein schon durch die Formulierung »Fake« bzw. »Täuschung« das Imposter-Syndrom irgendwie mit rein gestrickt ist.
Bei mir würde das heute bedeuten, dass ich mir vorstelle, wie ich mich verhalten würde, wenn ich Vertrauen in meine Fähigkeiten hätte, dass ich das mit dem Podcast-Skript in der wenigen verbleibenden Zeit wuppe?
Was würde das ändern? Der Druck wäre weg. Ich würde gelassen einfach weiter machen, und wissen, dass alles, was ich hinbekomme, genug sein würde.
Und was bedeutet es beim Taschenlampen-Beispiel im Wald? Wenn du so tust als ob, dann stiefelst du frohen Mutes durch die Nacht, weil du darauf vertrauen wirst, dass du deinen Weg durch den Wald findest.
Durch die »So tun als ob«-Methode fokussierst du dich auf die nächste konkrete Aufgabe – auf den nächsten Schritt um den nächsten Heidelbeerbusch – und nicht auf das Schnecken-Horrorszenario. Dadurch ist mehr Aufmerksamkeit da, denn sich Gruselgeschichten auszumalen kostet Aufmerksamkeit und Energie.
Ich hab noch den ganzen Dienstag und 5 weitere Versionen gebraucht, um das heutige Script zu schreiben. Es mag nicht meine beste Podcast-Folge sein, aber ich hab weitergemacht. Sowohl im Moment als auch langfristig. Denn Quantität sticht Qualität auch, wenn es um Sichtbarkeit und das »Auf die Bühne treten« geht.
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe, ich bin gespannt, was du mit diesen Impulsen machst und was sich für dich verändert, wenn du einfach mal »so tust als ob«.
Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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