18. April 2024

#110 | Ja, ich auch! Eine Mutmach-Geschichte über Selbstständigkeit mit psychischen Problemen

Wie Selbstständige psychische Schwierigkeiten navigieren und erfolgreich ihren Weg gehen

 

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Weitere Informationen

 
Du erfährst:

  • Meine Geschichte und meine Erfahrungen mit psychischen Störungen
  • Warum ist Selbstständigkeit ein Risikofaktor für die mentale Gesundheit?
  • Was mache ich, um meine mentale Gesundheit zu schützen und zu kultivieren?
  • Wo stoßen Routinen und Strategien an ihre Grenzen?
  • Was, wenn es dir gerade nicht gut geht?
  • Wo findest du erste Hilfe?

 
Hallo, hallo! Das wird heute eine besondere Podcast-Episode. Seit vielen Wochen denke ich schon darüber nach, dass es endlich Zeit wird für mich, offen darüber zu sprechen. Gleichzeitig habe ich aber auch ganz schön Muffensausen.
 

Worum geht’s heute?

In letzter Zeit ist es immer wieder passiert, dass ich Nachrichten von Kolleg*innen bekommen habe, in denen sie von psychischen Schwierigkeiten berichteten. Es fielen Begriffe wie Burn Out, Ängste, Depression, Zwänge und Panikattacken. Es ging um dysfunktionale Muster und um Vermeidungsstrategien. Aber es wurde auch von zu viel Arbeit geschrieben – oder alternativ von zu wenig Arbeit – und von dem Stress, der dadurch oft entsteht und dauerhaft belastet.

Heute möchte ich mit dir über mentale Gesundheit in der Solo-Selbstständigkeit sprechen. Am Ende der Folge kennst du fünf Strategien, die ich benutze, um emotional gesund zu bleiben – und du kennst dann auch meine persönliche Geschichte und meine Erfahrungen zu psychischen Störungen. Denn ja, ich auch. Ich bin auch betroffen. Seit meiner Kindheit muss ich mich immer mal wieder mit psychischen Symptomen auseinandersetzen, die mir manchmal das Leben ganz schön schwer machen. Allerdings heute deutlich weniger als früher.
 

Eine Mutmach-Geschichte über Selbstständigkeit mit psychischen Problemen

Deshalb soll die Folge heute auch Mut machen, Hoffnung teilen und Wege aufzeigen, die raus aus der Dunkelheit zurück ins Leben führen. Lass uns mal anfangen!

Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast. Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer Solo-Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther, selbst Illustratorin, Designerin, Autorin – und Expertin für Positionierung und Akquise in der Kreativwirtschaft und ich unterstütze seit über 10 Jahren Menschen dabei, sich nachhaltig zu positionieren und wirksame Akquise zu machen.
 

Los geht’s

Wie gesagt: Ich bekomme immer mal wieder Nachrichten, in denen Kolleg*innen teilen, dass es ihnen gerade phsychisch nicht gut geht. Einige dieser Menschen teilen auch, dass sie sich entschieden haben, sich Hilfe zu suchen – und dass sie deshalb gerade in psychotherapeutischer Behandlung sind. In solchen Momenten fühle ich manchmal, dass es einige Menschen große Überwindung kostet, sich zu trauen, über mentale Struggles und Probleme zu sprechen. Manchmal schwingt auch Angst mit. Angst vor Bewertung. Und häufig höre ich auch Scham.
 

Ja, ich auch – ich bin auch bestroffen

Wenn ich dann zurück schreibe: Ja, I feel you. Ich war selbst viele Jahre in Therapie, ich kenne die Probleme, die du beschreibst. Und du bist nicht allein damit. Wenn ich das sage, dann sind viele überrascht.

Durch den Podcast habe ich ja eine gewisse Sichtbarkeit aufgebaut. Ich erreiche hier Menschen, indem ich ehrlich meine Erfahrungen teile und andere kreative Menschen in den Podcast einlade, auch ihre Erfahrungen zu teilen. Dabei merke ich allerdings auch, dass dieser Fokus auf Lösungen und hilfreiche Strategien schnell dafür sorgen kann, dass die guten, erfolgreichen Dinge im Außen deutlicher gesehen werden als die Struggles. Vielleicht auch, weil es gut tut, sich auf die positiven Dinge zu fokussieren.

Aber ich möchte heute bewusst von dieser Bühne, auf der ich stehe, herunter treten. Und sagen: Ja, ich auch.
 

Scham macht einsam

Denn wie gesagt. Oftmals schwingt Scham in diesen Nachrichten mit. Und ich verstehe die Scham. Ich kenne die Scham. Mit Anfang 20 war ich das erste Mal in Therapie, für ein paar Monate stationär in einer psychosomatischen Klinik in der Nähe von Dresden. Es war Winter, es lag viel Schnee und ich verbrachte 12 Wochen unter dieser Klinik-Käseglocke.

Als ich zurück in die Welt kam, ging es mir deutlich besser und deshalb lag es mir am Herzen, offen mit meiner Therapie-Erfahrung umzugehen. Ich wollte es nicht verheimlichen, weil Therapie für mich ganz viel positiven Wandel ermöglicht hat. Ich war dankbar für die Unterstützung, die ich bekommen hatte – und ich wollte das auch offen nach Außen kommunizieren.

Trotzdem habe ich mir damals recht schnell abgewöhnt, über meine Therapie-Erfahrung und meine psychischen Probleme offen zu sprechen – weil ich schnell gemerkt habe, dass ich danach oftmals anders behandelt und bewertet wurde.
 

Lass uns das Stigma auflösen – gemeinsam

Doch seitdem hat sich viel getan. Es sind mehr als 20 Jahre vergangen und ich habe das Gefühl, dass sich die Zeiten geändert haben – und das Stigma, das an psychischen Erkrankungen danhängt, sich langsam auflöst. Das ist etwas Gutes. Doch trotz alledem ist da noch ganz viel Luft nach oben.

Und deshalb ist es mir wichtig, heute offen zu sagen: Ja, ich auch! Ja, ich hatte in meinem Leben Situationen, in denen ich Hilfe benötigt habe, um physisch wieder in Balance zu kommen. Ja, ich habe viele Jahre Therapie gemacht. Ja, ich bitte auch heute noch regelmäßig um therapeutische Hilfe, wenn ich merke, dass ich mir Unterstützung wünsche. Und ja, ich gehe auch heute noch jede Woche in eine 12-Schritte-Gruppe, um mich mit Menschen auszutauschen, die die gleichen Schwierigkeiten erleben wie ich.
 

Psychische Probleme sind oft unsichtbar

Mir ist es wichtig, heute laut zu sagen »Ja, ich auch«, weil psychische Störungen so oft unsichtbar sind im gesellschaftlichen Leben. Viele Menschen sind davon betroffen – aber vielen sieht man es auf den ersten Blick nicht an.

Ich war damals, mit Anfang 20, magersüchtig. Das war sichtbar, denn ich sah aus wie ein sehr, sehr dünner Schatten meiner selbst. Aber die Zwänge und die Ängste, die mein Leben damals stark eingeschränkt haben und so quälend waren, waren von Außen nicht sichtbar.

Gleichzeitig gibt es psychische Symptomatiken, die gesellschaftlich positiv besetzt sind. Das westliche Wertesystem belohnt Perfektionismus, Workaholismus und Leistungsdenken, bei dem es ja immer auch darum geht, zu vergleichen, zu bewerten und eine Hierarchie aufzumachen und besser zu sein als andere. Oft versteckt sich dahinter die schmerzliche Angst, nicht gut genug zu sein.

Ich glaube, dass es uns allen als Gesellschaft besser geht, wenn wir bestimmte Werte überdenken, hinterfragen und .. ja, auch verändern.
 

Hoffnung teilen – Ja, es gibt einen Weg raus aus der Dunkelheit

Gleichzeitig möchte ich auch heute teilen, dass es besser werden kann. Wenn du jetzt gerade selbst in einem dunklen Tal stehst oder einen lieben Menschen um dich hast, der phsychisch labil ist und der seine Kraft und seine Stärke gerade verloren hat, dann möchte ich mit dir meine Hoffnung teilen.

Mir persönlich geht es heute so viel besser. Viele Dinge, die früher für mich undenkbar gewesen wären, sind heute überhaupt kein Problem mehr. Ganz im Gegenteil: Einige der Schwierigkeiten, die ich damals vor über 20 Jahren hatte, sind heute zu meinen größten Stärken geworden. Das ist ja das Absurde an seelischen Problemen: Hinter den dysfunktionalen Mustern und Symptomen steckt sehr oft ganz viel Kraft und Lebendigkeit, die nur etwas Unterstützung brauchen, um ans Licht zu kommen. Und deshalb bin ich dankbar für meinen Weg, auch für die schwierigen Teile davon. Denn sie haben mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin. Und diesen Menschen mag ich gern.
 

Berufsrisiko: Selbstständigkeit

Gleichzeitig richtet sich der Portfolio-Podcast ja an Menschen, die selbstständig sind. Und eine Solo-Selbstständigkeit birgt in sich Gefahren für die Psyche.

Unabhängig davon, ob Dinge in deinem Leben passiert sind, die dich aus der Balance gebracht haben – oder die dich vulnerabler machen für bestimmte Reize – wenn du solo-selbstständig bist, bist du selbst mit der robustesten Psyche der Welt gefährdet, irgendwann in deiner Karriere an die Grenzen deiner mentalen Ressourcen zu kommen. Warum?
 

Ja! Selbstständigkeit kann krank machen

Selbstständige Menschen müssen sich bestimmten Herausforderungen und Dauerbelastungen stellen, die sozusagen zum Berufsbild mit dazugehören.

Die fehlende zeitliche und wirtschaftliche Planbarkeit, die für viele Selbstständige Realität ist, ist auf Dauer sehr anstrengend und nagt schnell mal an der Substanz.

Auch sind viele Märkte in der Kreativwirtschaft wirtschaftlich schwierig. Reich werden Menschen, die in der Kreativwirtschaft arbeiten, nur selten. Für viele ist allein die wirtschaftliche Planbarkeit schon schwer zu erreichen.

Dazu kommt der Druck der nächsten Deadline. Sich Urlaub zu nehmen und Pause zu machen, kann mit solchen Bedingungen eine Challenge sein. Denn oft ist entweder zu viel Arbeit da, um frei zu machen – und wenn dann mal weniger los ist, regiert die Angst, dass die Aufträge ausbleiben.

Dazu kommt die konstante Konfrontation mit Absagen. Wenn du regelmäßig Akquise machst, ist es das Normalste der Welt, auch Absagen zu bekommen. Aber es macht einfach einen Unterschied, ob ich etwas verkaufe, was mit mir persönlich nichts zu tun hat … Socken zum Beispiel … oder Buchhaltung als Service … oder wenn ich Lebensversicherungen verkaufe … oder ob mein eigener kreativer Ausdruck am Ende das Angebot ist, zu dem potenziellen Kund*innen Ja, aber eben auch oft Nein sagen.

Bin ich selbst mit meiner Persönlichkeit das Produkt, was ich hier versuche zu verkaufen, dann fühlen sich Absagen schnell an wie eine persönliche Ablehnung. Und tut schnell mal weh im Herzen.
 

Selbstständigkeit ist ein Mix an Herausforderungen und Dauerbelastungen

Dieser gefährliche Mix aus Kreativität auf Knopfdruck in Verbindung mit fehlender Planbarkeit, wirtschaftlichem Druck und einer hohen Identifikation mit der ausgeübten Tätigkeit erhöht das Risiko, mental irgendwann zerbeult zu sein – und auch mal krank zu werden.

Und bist du solo unterwegs, bist du ja die einzige Person in deinem Unternehmen, die sich um all diese Aufgaben im Berufsalltag kümmern muss.

Zusammengefasst können wir also sagen: Eine Solo-Selbstständigkeit kommt mit Herausforderungen daher, die schnell mal an der Psyche kratzen.
 

Was also tun?

Natürlich gibt es Dinge, die helfen, mit den Herausforderungen der Solo-Selbstständigkeit besser umzugehen.

Hier kann ich nur für mich persönlich sprechen, aber sehr gern teile ich mir dir die Strategien, die ich priorisiere.
 

Strategie #1: Ich achte auf die Basics, denn die bilden das Fundament.

Für die mentale Gesundheit sind die ganz elementaren, einfachen Dinge essenziell. Guter Schlaf. Gesundes, frisches Essen. Raum und Zeit für Reflexion. Frische Luft. Genug Sonnenlicht. Zeit in der Natur. Wenn das mehr da ist, geht es mir besser. Egal, was im Außen passiert.
 

Strategie #2: Wissen ist Macht. Deshalb bilde ich mich weiter.

Je besser du deine Märkte und die Regel und Konditionen deiner Märkte kennst, desto besser kannst du entscheiden, wie du mit diesen Bedingungen umgehen möchtest.
 

Strategie #3: Ich nehme meine Wirtschaftlichkeit ernst.

Auch wenn Kreativität und künstlerischer Ausdruck im Mittelpunkt deines kreativen Berufes stehen, ist dein Beruf immer noch dein Beruf. Das bedeutet, du willst damit deinen Lebensunterhalt verdienen. Und nicht nur du – ich auch. 😉

Und dazu braucht es einen ehrlichen Blick auf den wirtschaftlichen Teil deiner Selbstständigkeit. Und ja, bestimmte Märkte sind schwierig. Aber es hilft nichts, sich darüber aufzuregen. Ich fokussiere mich hier lieber auf die Dinge, die ich kontrollieren und verändern kann und überlege, wie ich die Sachen, die mir wichtig sind, trotzdem hinbekomme.
 

Strategie #4: Ich baue mir stabile Routinen auf – insbesondere in Zeiten, in denen es mir gut geht.

Indem du Dinge in deinen Tag integrierst, die für Entspannung sorgen, die dich erden und dein Nervensystem beruhigen, sorgst du für die Zukunft vor. Denn wenn diese Dinge fester Bestandteil deines Tages sind, dann schützen sie dich in stressigen Phasen. Wenn es anstrengend wird, gehen Routinen nämlich schnell mal verloren. Aber gerade da brauchst du sie am dringensten.

Deshalb meine Empfehlung: Räume deinen Routinen vor allem in Zeiten, in denen es dir gut geht, eine hohe Priorität ein. Damit sie dich auffangen können, wenn es stressig wird. Und hier ist alles erlaubt: barfuß im Gras laufen, auf dem Boden liegen und die Decke anstarren oder die Katze kuscheln.
 

Strategie #5: Mein Handwerk ist mein Sicherheitsnetz.

Sind deine handwerklichen Fähigkeiten so gut trainiert, dass du sie im Schlaf abrufen kannst, dann klappt das auch in Krisensituationen. Deshalb priorisiere ich heute mehr als früher meine regelmäßige kreative Praxis, wie zum Beispiel das tägliche Zeichnen, um mein Handwerk auszubauen und es so zu einem noch stabileren und noch zuverlässigeren Sicherheitsnetz zu machen.

Das sind meine fünf Strategien, ...
 

Allerdings: Manchmal braucht es mehr.

Was mir heute hier sehr am Herzen liegt, ist der Hinweis, dass es Krisensituationen und psychische Probleme gibt, bei denen diese praktischen Tipps und Tricks einfach nicht reichen, um die psychischen Probleme zu lösen bzw. die Beulen zu heilen.

Deshalb ist es total valide und in vielen Fällen auch notwendig, sich externe Unterstützung über zum Beispiel eine psychotherapeutische Therapie zu suchen. Denn bestimmte Probleme können Menschen nur mit der Hilfe anderer Menschen lösen.
 

Denn: Wir können uns nicht selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen.

Heutzutage wird ja oft die Botschaft vermittelt, dass wir alles schaffen können, wenn wir uns nur genug anstrengen. Aber dieses Konzept stimmt so nicht. Denn es tut so, als ob alle Menschen mit den gleichen Startbedingungen starten – was nicht stimmt. Und es vermittelt auch die Botschaft, dass wir uns nur noch nicht genug angestrengen und also selbst schuld sind an unserem Scheitern, wenn wir unsere Ziele nicht erreichen.

In einer seelischen Krise kann sich die betroffene Person anstrengen wie sie will. Sie wird vielleicht einen Weg finden, zu existieren, aber für den Weg zurück in die Lebendigkeit brauchen wir Hilfe – von anderen Menschen, die uns mit fachlicher Kompetenz begleiten und uns mit Geduld und Wohlwollen so akzeptieren, wie wir sind.
 

Strategie #6: Ich erlaube mir, Hilfe zu brauchen.

Deshalb ergänze ich noch eine sechste Strategie, die für mich die wichtigste Strategie ist: Ich erlaube mir, Hilfe zu brauchen – und suche sie mir, wenn ich Unterstützung brauche. Nach vielen Jahren Therapie kann ich heute besser als früher einschätzen, ob gerade etwas unrund läuft oder nicht. Und merke ich das, dann greife ich auf meinen Werkzeugkoffer an Strategien zurück, die ich in über 7 Jahren Therapie, 100ten von Sessions von Verhaltenstherapie, tiefenpsychologischer Therapie und Körpertherapie und in über 7 Jahren 12-Schritte-Programm gelernt habe. Und gar nicht mal so selten komme ich damit allein nicht weiter. In solchen Momenten hole mir dann bewusst Unterstützung. Coaching, Therapie, Selbsthilfegruppen. Es gibt viele Möglichkeiten, wie diese Unterstützung aussehen kann.
 

Wo findest du Unterstützung bei mentalen Problemen?

Wenn du jetzt denkst: Ja, ich auch. Ja, ich wünsche mir Unterstützung, dann findest du in den Shownotes weiterführende Informationen, wie und wo du eine ambulante Psychotherapie machen kannst, welche Selbsthilfe-Möglichkeiten es gibt und welche weiterführenden Informationsangebote die Berufsverbände anbieten.
 

Gemeinsam können wir Perspektiven verändern

So. Das war meine Geschichte. Ich danke dir, dass ich sie hier und heute mit dir teilen durfte und du mir zugehört hast.

Ich hoffe, dass die heutige Podcast-Episode einen kleinen Teil dazu beiträgt, das Stigma, das psychischen Störungen immer noch anhaftet, aufzulösen. Und ich wünsche mir, dass diejenigen, die jetzt gerade zuhören und aktuell mit ihren inneren Dämonen kämpfen, sich weniger alleine fühlen.

Ich schicke dir ganz viel Kraft und Hoffnung!

Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe, ich bin gespannt, was du mit diesen Impulsen machst und ich würde mich freuen, wenn wir gemeinsam die Perspektive auf psychische Erkrankungen verändern.

Und hier noch eine kirze Randnnotiz: Wenn du hier im Portfolio-Podcast schon einmal etwas Nützliches mitnehmen konntest, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast ein paar Sterne schenkst, auf Apple Podcast eine Rezension schreibst oder – am allerbesten – den Podcast weiter empfiehlst. Dann unterstützt du damit deine Freund*innen – und den Podcast. Danke dafür.

Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska

 

An wen wenden?

In vielen Fällen können Hausärzt*innen als erste Anlaufstelle beraten, wie du eine psychologische Psychotherapie beginnst.

Wie unterscheiden sich Psycholog*innen, psychologische Psychotherapeut*innen und Psychiater*innen?

Überprüfe, bevor du dich für ein Angebot entscheidest, welche fachliche Qualifikation dein Gegenüber hat. Coaching ist für gesunde Menschen geeignet. Sobald psychische Störungen vorliegen, ist eine psychotherapeutische Behandlung das Mittel der Wahl. Der Begriff Coach ist übrigens nicht geschützt.

Was ist der Unterschied zwischen Beratung und Psychotherapie?
 

Wie und wo kannst du eine ambulante Psychotherapie machen?

Meine persönlichen Erfahrungen beziehen sich hauptsächlich auf Deutschland und das deutsche Gesundheitssystem. Hier findest du weiterführende Informationen, was du tun kannst, wenn du dich dafür interessiert, eine Therapie zu beginnen.

Therapie in Deutschland
Mehr Informationen findest du auf www.therapie.de

Therapie in Österreich
Mehr Informationen findest du auf www.psychotherapie.at

Therapie in der Schweiz
Mehr Informationen findest du auf www.psychologie.ch
 

Sind Selbsthilfe-Gruppen eine Option? Ja!

Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, neben der Therapie, Unterstützung zu finden. Es gibt zahlreiche Selbsthilfeangebote für verschiedene emotionale Problembereiche mit den unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen und Methoden. Viele Gruppen sind offen und anonym und werden von ihren Mitgliedern selbst geleitet und verwaltet.

Eines der bekanntesten Selbsthilfe-Konzepte weltweit ist das 12-Schritte-Programm. Neben der wohl bekanntesten 12-Schritte-Organisation AA (Anonymous Alcoholics) gibt es weltweit noch viele andere Gruppen, zum Beispiel Emotions Anonymous (EA), einer Selbsthilfe-Organisation für Menschen mit emotionalen, psychischen und sozialen Störungen.

12-Schritte-Programme werden teilweise kritisiert, weil in den Programm-Texten von einer höheren Macht und/oder Gott gesprochen wird. Auch wenn die Mitgliedschaft in einem 12-Schritte-Programm allen Menschen, mit oder ohne religiösen Background, offen steht, kann dieses Wording irritieren. Eine gute Alternative zu 12-Schritte-Programmen kann deshalb die Organisation SMART Recovery sein, die ohne höhere Macht auskommt und sich auf Self-Empowerment und Resilienz fokussiert. Die schwedische Fraktion von Smart Recovery bietet ein englisch-sprachiges Online-Meeting an.

Und nach Corona bieten auch viele weitere Selbsthilfegruppen Online-Meetings an, so dass es leichter ist, eine passende Gruppe zu finden.
 

Weiterführende Informationen von Berufsverbänden

Und zu guter Letzt: Die IO hat eine Broschüre herausgebracht, die kostenlos verfügbar ist, sowohl als digitales Dokument als auch als gedrucktes Dokument. Diese heißt »Mentales Wohlbefinden für Kreativschaffende« und dort sind diverse Tipps und Tricks gesammelt, wie kreative Menschen mit bestimmten Herausforderungen leichter umgehen können.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Podcast-Episoden auf. Liebe Grüße, Franziska

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Disclaimer: Der Blog und der Podcast wollen und können eine rechtssichere, psychotherapeutische oder medizinische Beratung nicht ersetzen. Die hier geteilten Inhalte basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind konkrete Einzelfall-Beschreibungen. Deshalb hafte ich nicht für die hier geäußerten Inhalte. Die zur Verfügung gestellten Informationen begründen auch kein Beratungsverhältnis. Bitte triff deine Entscheidungen für dich selbst und hole dir im Zweifelsfall rechtliche oder andersweitige Unterstützung. Die gesammelten Informationen spiegeln den Stand des Veröffentlichungsdatums wider.
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