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10. April 2025

#156 | Copy-Cats & Ideenklau: Wie du dir eine starke Marke aufbaust, die dich schützt (Teil 02)

Kategorie:

Wenn deine Bilder plötzlich woanders auftauchen … und du dich deshalb trotzdem nicht stressen musst

 

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Weitere Informationen

 
Du erfährst:

  • Warum Copy-Cats dich nicht mehr aus der Ruhe bringen müssen
  • Wie dir eine starke Personenmarke echten Schutz bietet
  • Was es wirklich braucht, um eine unverwechselbare Personenmarke aufzubauen
  • Warum der wichtigste Schritt dabei nicht dein Portfolio, sondern dein Inneres ist
  • Und: Wie du deine eigene kreative Stimme findest – und sie zur besten Schutzmauer machst
  • und so viel mehr

 
Jemand klaut eine Idee – und kommt damit auch noch groß raus. – Das passiert in der Illustration und im Design gar nicht so selten.

Mit welchen konkreten Strategien du dich davor schützen kannst – darum ging es schon letzte Woche im ersten Teil dieser Podcast-Folge. Heute im zweiten Teil sprechen wir über eine Sache, die es braucht, damit dir Copy-Cats und Ideendiebe nichts mehr anhaben können – selbst wenn sie dich kopieren.

Deshalb sprechen wir heute darüber, wie du »berühmt« bzw. wiedererkennbar wirst.

Gleichzeitig erfährst du heute auch, wie du dich beschützen kannst, nicht aus Versehen dich selbst zu sehr von der Arbeit anderer kreativer Menschen inspirieren zu lassen. Denn auch das passiert gar nicht mal so selten – und ganz ehrlich: Die wenigsten Menschen wollen freiwillig ein Copy-Cat sein! Und in diesem Sinne …
 

Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast

Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
 

Berühmt = wiedererkennbar

Berühmt – willst du das werden? Hier scheiden sich bestimmt die Geister, weil »berühmt« für jeden Menschen etwas anderes bedeutet. Die einen denken vielleicht bei »berühmt« an TV-Shows wie »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus« und es läuft ihnen kalt den Rücken runter … andere denken an berühmte Kreative wie Janosch, Jutta Bauer oder Stefan Sagmeister, die mit ihren Arbeiten Millionen von Menschen berührt und bewegt haben …

Egal, was da gerade vor deinem geistigen Auge aufgeploppt ist – für eine Sache lege ich meine Hand ins Feuer. Du möchtest ganz bestimmt, dass deine kreative Arbeit von deinen Kund*innen als eigenständig und als besonders wiedererkannt wird. Das wollen alle.

Denn ja, auf eine gewisse Weise ist das »Wiedererkanntwerden« eine essenzielle Sache in der Selbstständigkeit. Nur so bekommst du Aufträge.

Kund*innen sehen deine Arbeit und wenn sie ein Problem haben, bei dem sie Unterstützung brauchen, erinnern sie sich an dich und deine eigenständige und im Vergleich zu anderen klar wiedererkennbare Arbeit.
 

Vorteile von einer wiedererkennbaren Positionierung

Gleichzeitig kommen mit steigender Berühmtheit auch viele Vorteile daher. Bist du für deine Arbeit bekannt und vielleicht auch ein bisschen berühmt, dann öffnen sich bestimmte Türen für dich leichter – dir werden einfach mehr Möglichkeiten angeboten.

Du bekommst zum Beispiel spannendere Auftragsanfragen. Diese kommen vielleicht auch mit besseren Honorarhöhen daher. Kund*innen wollen mit dir zusammen arbeiten – eben weil du berühmt bist.
 

Gut geschützt vor Copy-Cats

Ob das im Detail, zum Beispiel mit den Honorarhöhen, dann immer auch so ist, wage ich zu bezweifeln. Aber es steht außer Frage, dass die Berühmtheit einen klaren Vorteil bringt mit sich: Deine Arbeiten sind dadurch besser geschützt vor Copy-Cats.

Wenn deine kreative Arbeit vielen Menschen bekannt ist, dann wird es für andere schwerer und unattraktiver, deine Arbeiten zu kopieren. Weil jeder Mensch sofort erkennt: Ha! Das ist doch eine Kopie von deiner Arbeit.

Für die heutige Folge werfen wir deshalb einen Blick darauf, wie du berühmt wirst. Und ich zeige dir den ersten Schritt zum Berühmt-Werden, den du auch gestalten (und deshalb auch kontrollieren) kannst. Denn klar. Zum Berühmtwerden gehört auch eine Portion Glück. Das kann niemand kontrollieren.

Aber wenn wir auf das Berühmt-Werden mit der Perspektive der Wiedererkennbarkeit draufschauen, eröffnen sich klare Gestaltungsmittel, die du nutzen kannst – und solltest, um deine Arbeit vor Copy-Cats und Ideenklau zu schützen.

Die Frage für heute ist also: Was kannst du konkret tun, um dich und deine Arbeit wiedererkennbar zu positionieren. Und ja, es gibt da eine Sache, die das für dich in einem Abwasch erledigt. Und das ist eine starke Personenmarke.
 

Wenn du dich als starke Personenmarke positionierst, dann:

  • ist deine Arbeit in deiner Branche bekannt.
  • Aber nicht nur das – Auch du als Person bist in deiner Branche bekannt.
  • Deine Themen sind bekannt und gehören zu dir.
  • Deine Haltung und Meinung dazu ist bekannt.
  • Deine Expertise in diesen Themenfeldern ist bekannt.
  • Und du hast deshalb eine Reputation, bzw. einen gewissen Status.
  • Du wirst also von deinen Kolleg*innen und deiner Branche respektiert für das, was du tust.

 

Stil versus Personenmarke:

Eigentlich könnte man denken, dass für eine klare Wiedererkennbarkeit deiner Arbeit ein unverwechselbarer formaler Stil reichen würde.

Denn je einzigartiger deine kreative Arbeit stilistisch aussieht, desto leichter ist es für andere, deine Arbeit als deine zu erkennen. Und desto offensichtlicher ist es auch, wenn deine Arbeit kopiert wird.

Deshalb lass uns zuerst mit der Frage beginnen:
 

Was ist Stil?

Mit Stil meine ich hier die formale Bildsprache, die du in deiner Arbeit nutzt.
 

Stil wird von deinen Werkzeugen bestimmt

Diese wird von deinen Werkzeugen und deinen handwerklichen Fähigkeiten kreiert.

Zeichnest du zum Beispiel gern mit Bleistift und mit Buntstiften, sieht dein Stil formal anders aus, als wenn du gerne verktorbasiert, mit 3D-Modellen oder mit Tusche, Gouache oder Aquarell arbeitest.
 

Auch dein Geschmack spielt im Stil eine Rolle

Aber neben dem Handwerk wird dein Stil auch von deinem persönlichen Geschmack und deinen ästhetischen Vorlieben beeinflusst. Denn neben deinen Werkzeugen nutzt du ja auch Kontur, Fläche, Farbe, Typografie und Layout. Und hier macht es einen Unterschied, ob du lieber fette Knallfarben und grobe Formen liebst oder filigrane oder verspielte Formen bevorzugst.
 

Stil ist von Copy-Cats leicht zu kopieren

Dein Stil ist also eine Mixtur aus deinem Handwerk und deinen visuellen Vorlieben und Präferenzen – und er alleine ist von Copy-Cats leicht zu kopieren.

Denn eigentlich müssen sie dazu nur deine typischen Werkzeuge, Techniken und deine bevorzugte Bildsprache benutzen. Und tadaa! Schon sieht die Illustration oder die Gestaltung aus wie von dir.
 

Was ist der Unterschied zwischen Stil und Marke

Deshalb gilt es, zwischen Stil und Personenmarke zu unterscheiden.

Ein formaler Stil ist sozusagen wie ein Pullover, den du gern anziehst und über den du wiedererkannt wirst. Eine spezifische Hülle. Eine Form.

Jede andere Person kann sich einen sehr ähnlichen Pullover auch anziehen. Der Pullover-Look kann also schnell geklaut werden.

Aber im Pullover drin steckst ja auch noch du. Und du als Person bist einzigartig auf dieser Welt. Du kannst nicht so leicht kopiert werden.

Deshalb ist es eine gute Idee, auf deine kreative Arbeit nicht ausschließlich mit der formalen Brille draufzuschauen, sondern eine größere Brille aufzusetzen: Die der Personenmarke.
 

Eine Marke ist ganzheitlicher als Stil

Eine Personenmarke ist der Pullover – mit dir drin. Aber nicht nur das. Du stehst gleichzeitig in einem Raum, der für andere Menschen öffentlich zugänglich ist. Und dieser Raum ist Teil der Marke.

Eine Personenmarke ist wie ein Theater, in das du andere Menschen einlädst, mit dir und deiner kreativen Arbeit Zeit zu verbringen.

Damit Menschen sich gern in diesem Theater aufhalten, braucht es aber mehr als Stil, Handwerk, Technik und formale Vorlieben. Es braucht Inhalte und Themen. Und vor allem braucht es auch eine Person, die aktiv ins Theater einlädt, und diese Inhalte und Themen mit Leben füllt.

Der formale Stil wäre in der Theatermetapher das Kostümbild. Das ist wichtig – aber ohne das Theaterstück und die Geschichte, die erzählt wird, recht langweilig.
 

Was dir dabei hilft ist Markenaufbau

Wenn du dich als Personenmarke positionierst, dann definierst du dich deshalb nicht nur über deinen formalen Stil, sondern du zeigst dich als der Mensch, der du bist. Und du sprichst regelmäßig auf deinen Kanälen über deine Inhalte, Themen und Expertisefelder, die dich interessieren.

Du bist also nicht nur der Pullover, die reine Form. Aber du bist auch nicht nur das Wissen zum Thema X, also ein wandelndes Lexikon. Sondern du bist ein Mensch, der zu diesem Thema Haltung bezieht, der mit anderen Menschen dazu in den Austausch geht und so in Beziehung tritt.

Denn – Kund*innen buchen dich nicht für deinen Stil, sondern für das Gefühl, dass sie haben, wenn sie sich deine Angebote anschauen. Und dieses Gefühl entsteht nicht durch den Pullover, den du anhast, sondern durch dich und dein Theaterprogramm.
 

Du bist der Kern deiner kreativen Arbeit.

Und ja, jetzt fragst du dich bestimmt: Wie baust du dir eine Marke auf, die diesen Kern repräsentiert?

Um den zeitlichen Rahmen dieser Podcast-Folge nicht zu sprengen, fokussiere ich mich heute auf den ersten Schritt im Personenmarken-Aufbau: der Erforschung des Kerns. Dieser erste Schritt ist der wichtigste, denn er legt das Fundament für alles, was danach kommt.

Bist du diesen ersten Schritt gegangen, dann geht es danach mit Positionierung, Akquise und strategischem Personenmarkenaufbau weiter.

Diese Sachen helfen dir dabei, aus der Wiedererkennbarkeit eine wirtschaftlich und künstlerisch ganzheitliche und nachhaltige Strategie zu stricken, mit der du eben nicht nur wiedererkannt wirst, sondern auch Aufträge generierst.

Denn am Ende willst du mit deiner kreativen Arbeit und deiner Personenmarke ja dein Geld verdienen.
 

Komm in die Portfolio-Akademie

Kurze Randnotiz in eigener Sache:
Wenn du so eine wirtschaftlich und künstlerisch ganzheitliche Strategie mit der Unterstützung von mir aufbauen willst, dann komm in die Portfolio-Akademie.

Die Portfolio-Akademie ist ein 14-wöchiges Live-Gruppen-Programm für Illustrator*innen und Designer*innen und darin positionierst du dich als Marke und entwickelst dafür eine ganzheitliche Akquise-Strategie, mit der du deine kreative Arbeit sichtbar machst – und zielgerichtet Aufträge akquirierst.

Und das mit meiner Unterstützung und im Austausch mit gleichgesinnten Kreativen. Denn gemeinsam geht einfach mal alles leichter.

Die nächste Portfolio-Akademie startet am 8. September 2025. Aber du kannst dich aktuell schon unverbindlich und für 0 Euro auf eine Warteliste eintragen. Und das ist auch eine echt gute Idee, denn das letzte Mal, im Februar 2025, waren die 30 verfügbaren Plätze noch vor der offiziellen Anmeldezeit schon vergeben. Nur die Menschen auf der Warteliste hatten also überhaupt die Möglichkeit, sich anzumelden.

Die unverbindliche Warteliste findest du auf der Seite www.diegutemappe.de/pa. Und dort findest du auch noch ein paar ergänzende Infos dazu.

Randnotiz Ende. 😉

 

Marke aufbauen als Kreative: Wie baust du das Fundament?

Also. Wie baust du das Fundament für deine Personenmarke auf?

Bevor du mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen, Markt- und Zielgruppenanalysen und passgenauen Angeboten überhaupt anfangen kannst, gilt es, den Kern deiner Marke zu erforschen. Und das bist du.

Denn am Ende bist du es, die festlegt, was in deinem Theater auf der Bühne stattfinden soll. Nur wenn du dich selbst gut kennst, kannst du gute Entscheidungen für dich und deine kreative Arbeit treffen.

Viele starten ihren Markenaufbau ja gleich mit der Überlegung, welche Farben, Schriften und welches Logo sie für ihre Marke nutzen werden. Sie gestalten hier wieder nur einen Pullover. Damit satteln sie das Pferd aber von ganz weit hinten auf. Und vergessen das Wichtigste.
 

Unterschied zwischen Marke und Corporate Design

Denn ja, Gestaltungsregeln sind für deine Marke wichtig. Aber: Viel wichtiger ist noch, wie und mit welchen Inhalten und Themen du als Mensch sichtbar werden willst. Denn das entscheidest du.

Und um diese Entscheidung kommst du nicht herum. Denn klar, eine Marke spiegelt dich als Person wider. Aber sie kann trotzdem immer nur einen Teil von dir repräsentieren. Eine Marke ist immer auch eine bewusste Entscheidung für bestimmte Inhalte, Themen und Expertisefelder.
 

Eine Marke ist immer auch eine Entscheidung für einen Fokus

Deshalb hat eine Marke auch gar nicht den Anspruch, dich in deiner ganzen Komplexität, mit all deinen Facetten, Interessen und vielleicht auch Ambivalenzen darzustellen. Du darfst entscheiden, was du von dir zeigen willst und was du auf deiner Theaterbühne aufführen möchtest.

Erst dann kannst du überlegen, welche Gestaltungsregeln diese Inhalte gut repräsentieren. Und ja, dann hilft dir ein Corporate Design dabei, deine Inhalte »berühmt«, also wiedererkennbar zu machen.

Die wichtige Frage am Anfang ist also: Wie findest du heraus, wer du bist, was deine kreative Arbeit ausmacht und welche Themen du sichtbar machen möchtest?
 

Finde heraus, wo du herkommst

Das, was deine Arbeit einzigartig macht, ist deine Perspektive auf die Welt. Und diese wurde von deinem Weg geprägt. Es gilt also, zu allererst in die Vergangenheit zu reisen – und dabei zu verstehen, wie dich diese geprägt hat. All das Licht und die Schatten, die Erfolge und die Krisen haben dich zu dem Menschen gemacht, der du heute bist.
 

Welche roten Fäden kannst du erkennen?

Häufig zeigt sich bei dieser Reise in die Vergangenheit, dass es rote Fäden gibt, also Themen und Fragestellungen, die dich schon immer begleitet haben.

Oft ist es auch so, dass die roten Fäden nicht nur in deiner kreativen Arbeit auftauchen, sondern auch in anderen Bereichen deines Lebens eingewoben sind.

Das ist ein gutes Zeichen. Denn das zeigt, dass der rote Faden intrinsisch, also schon immer, zu dir gehört hat.
 

Markenaufbau ist Soulsearching

Und ja, wenn du jetzt denkst, dass das ganz schön nach Soulsearching klingt – ist es auch.

Weil die Persönlichkeit von Illustrator*innen und Designer*innen so stark mit der eigenen Arbeit verbunden ist, ist es für Kreative wirklich essenziell, sich ehrlich kennenzulernen. Das macht langfristig nicht nur deine Personenmarke stark, sondern auch deine kreative Arbeit besser – und wiedererkennbarer.

Und wenn du dich jetzt fragst, wie du so eine Zeitreise machen kannst, hier ein paar Vorschläge.
 

Besuche dich in der Vergangenheit

Schau dir alte Fotos von dir an. Verbinde dich mit dir als Kleinkind, als Schulkind, als junge erwachsene Person. Was hat dich damals beschäftigt und bewegt? Welche Tätigkeiten hast du damals gern gemacht – und warum?

Es hilft auch, deinen Lebensweg aufzuzeichnen oder dafür eine Collage anzulegen. Trau dich, hier alle kleinen und großen Erfolge, aber eben auch die Brüche und Krisen einzuzeichnen.

Vor allem die Krisen werden spannend sein, denn hier passiert das meiste Wachstum.

Eine weitere Möglichkeit ist auch, mit Menschen, die dich schon lange kennen, zu sprechen. Erinnerungen sind flüchtig. Lass dir erzählen, wie diese Menschen dich früher wahrgenommen und was sie an dir beobachtet haben.
 

Sei dir klar, was dich interessiert und inspiriert

Auch andere Weggefährten gilt es zu befragen. Denn viele haben Spuren hinterlassen und deine Interessen und Fähigkeiten geprägt.

Kinderbücher sind zum Beispiel solche Wegbegleiter. Sie legen oft visuelle Präferenzen fest. Das heißt nicht, dass jede kreative Person ihre früheren Lieblingsbücher kopiert, aber oftmals finden sich subtile formale Ähnlichkeiten.

Eine bevorzugte Stilistik zum Beispiel: grafisch oder malerisch. Bunt oder monochrom. Oder auch ähnliche Bewegungen in den Figuren. Jemand, der früher die Digedags, die Abrafaxe oder Micky Mouse gelesen hat, zeichnet Figuren mit großer Wahrscheinlichkeit heute anders als eine Person, die größtenteils mit den Mumins von Tove Jansson aufgewachsen ist. Oder mit Mila Superstar.
 

Steal like an artist

Um deinen eigenen kreativen Kern zu erforschen, hilft es auch, zu schauen, was du an der Arbeit anderer Kreativer magst. Deshalb nimm dir hier gern Zeit, dir die Arbeit anderer Kreativer anzuschauen und dabei in dich hineinzufühlen, wo du in Resonanz trittst – und wo nicht.

Aber: Hier versteckt sich natürlich auch die Gefahr, selbst zum Copy-Cat zu werden. Du könntest dich fragen: Wie viele Inspirationsquellen sind denn »gesund«, um sicherzugehen, dass mein Stil eigenständig bleibt?
 

Gutes Kopieren vs. schlechtes Kopieren: Eine einfache Regel

Hier gibt es eine einfache Regel: Umso mehr Inspirationen du nutzt, desto einfacher wird es, eben nicht zu kopieren.

Diese Regel habe ich mir nicht ausgedacht. Viele kunstschaffende Menschen haben sie aufgeschrieben und verbreitet. Einer davon ist Austin Kleon. Er unterscheidet in seinem Buch »Steal like an Artist« zwischen gutem und schlechten Bild- und Ideenklau.

Gutes Klauen zeichnet sich dadurch aus, dass du dich von ganz vielen verschiedenen Quellen inspirieren lässt – und dann diese wilde Mixtur aus Input transformierst.

Schlechtes Klauen ist imitieren, ohne etwas neues und eigenständiges zu erschaffen.
 

Sich inspirieren lassen ist nichts Schlimmes

Ich hab es ja letzte Woche in Teil 01 schon gesagt. Dass du inspiriert werden wirst von anderen, ist unvermeidlich.

Kreative nehmen oft alles, was sie visuell umgibt, auf wie ein Schwamm. Und solange du deinen Schwamm sozusagen in einem Meer von Inspiration badest, dich also mit ganz vielen verschiedenen Dingen umgibst, sorgst du dafür, dass in dir drin etwas Neues entsteht.

Das, was aus der Inspiration etwas Neues macht, ist dein Kern, deine Geschichte, deine Persönlichkeit und deine Haltung.

Das, was du schon über dich gelernt hast, kannst du hier auch gleich anwenden.
 

Wie spiegelt sich deine Persönlichkeit in deiner Arbeit?

Finde zum Beispiel deine Charaktereigenschaften in deiner Arbeit wieder. Ich selbst bin zum Beispiel ungeduldig. Das ist eine Charaktereigenschaft, die ich an mir nicht sonderlich mag, aber in meinen Zeichnungen kann man sie gut erkennen. Ich würde nie auf die Idee kommen, mit einem 6H-Bleistift superdetailliert etwas korrekt dreidimensional und realistisch zu zeichnen.

Das macht mir wenig Freude, weil es wirklich lange dauert. Das, was mir Freude macht, ist die Idee und das Konzept. Wenn diese knackig und unmittelbar lesbar sind, gern auch doppeldeutig und mit Humor, dann freu ich mich. Und das hat viel mit meiner Persönlichkeit zu tun.

Um deine Arbeiten wiedererkennbarer zu machen, gilt also auch: Folge der Freude! Denn die ist ein guter Kompass.

Wiedererkennbarkeit entsteht also, wenn deine Persönlichkeit, deine Werte und deine Haltung in deiner Arbeit drin stecken – und so stark eingebettet sind, dass andere Menschen dich in deiner Arbeit spüren und erkennen können.

Und das braucht auch den Mut, dich ehrlich zu zeigen.
 

Und deshalb für heute mal die Frage an dich:

Gibt es Arbeiten in deinem Portfolio, in denen du dich mit deinem Licht und deinen Schatten wiedererkennst? Kannst du inhaltlich rote Fäden sehen, die fest mit deinem Leben verwoben sind? Und wenn du deine kreative Stimme, deine Haltung – oder auch dein Theaterbühnenprogramm – in zwei Sätzen beschreiben solltest: Was würdest du sagen?

Teile deine Gedanken dazu gerne auf Instagram unter @diegutemappe oder auf LinkedIn. Dort findest du mich unter Dr. Franziska Walther.

Ein großes Dankeschön an alle, die den Podcast schon mit ihren Freund*innen und Kolleg*innen geteilt haben oder dem Podcast eine Bewertung oder 5 Sterne geschenkt haben – ihr seid toll. Eure Unterstützung bedeutet mir sehr viel – und sie hilft dem Podcast sehr.

Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe,
wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,

bis dahin, Franziska
 

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Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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