5. Juni 2025

#163 | Die unterschätzte Akquisekraft von Design-Wettbewerben

So nutzt du Wettbewerbe für mehr Sichtbarkeit, Selbstvertrauen und Akquise – egal, ob du gewinnst oder nicht

 

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Weitere Informationen

 
Du erfährst:

  • Was wirklich zählt, damit deine Arbeit in Wettbewerben auffällt
  • Wie du Wettbewerbe strategisch nutzt, um bei Wunschkund*innen sichtbar zu werden
  • Die eine Sache, die viele übersehen – und die über Erfolg oder Frust entscheidet
  • Drei konkrete Vorteile, die dir Wettbewerbe bringen, auch ohne Auszeichnung
  • Wann ein Wettbewerb sich lohnt – und wann du lieber Nein sagen solltest

 
Ich hab für meine Arbeiten im Bereich Illustration und Buchgestaltung schon viele Auszeichnungen erhalten. Zwei German Design Awards, den Jospeh-Binder-Award in Gold, eine Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis – um nur einige zu nennen.
 

Aber: Nicht alle Design-Wettbewerbe bringen das Gleiche

Einige vergeben monetäre Preise. Andere bringen Ruhm und Ehre. Und wieder andere kosten sogar Tausende von Euro, wenn du gewinnst.

Unabhängig vom Gewinn können Wettbewerbe auch für deine Akquise relevant sein – in einer Art und Weise, die du leicht übersehen kannst.

Deshalb schauen wir heute genau hin. Auf Design-Wettbewerbe und ihre geheimen Akquise-Kräfte. Du erfährst, wie du genau die Design-Wettbewerbe identifizierst, die für deine Auftragsakquise und für dein Renommee relevant sind – und welche nicht.
 

Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast

Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.

Letzte Woche habe ich mein aktuelles Buchprojekt, das Pony-Buch, zum Comicbuchpreis der Leibinger-Stiftung eingereicht. Der Comicbuchpreis ist einer der wenigen Kreativbranchen-Preise, in denen Kreative nicht nur Ruhm und Ehre gewinnen, sondern auch Geld. Und zwar so viel Geld, dass es wirklich einen Unterschied macht. Beim Comicbuchpreis sind das 25.000€.

Aber ich habe mein Buch nicht eingereicht, weil ich unbedingt gewinnen will. Das wäre natürlich schön – keine Frage. Aber: Ich bin da realistisch. Die Chancen zu gewinnen sind gering.
 

Nicht immer entscheidet nur die Qualität

Ich war selbst schon Jury-Mitglied in diversen Design-Wettbewerben und ich kann dir berichten, dass bei der Auswahl der Gewinner-Arbeiten so viele verschiedene Faktoren mit rein spielen. Viele davon liegen außerhalb deiner Kontrolle – und ganz ehrlich: Viele haben auch mit Glück zu tun.

Welche Personen in der Jury sitzen und ob eine der Personen dich schon kennt, spielt zum Beispiel eine Rolle. Klar. Einige Wettbewerbe anonymisieren die Werke. Aber selbst wenn der Name verdeckt ist, verrät der Stil oft sofort, von wem die Arbeit ist. Und die Kreativbranche ist klein.

Und ja, ich selbst habe in Jurys immer versucht, mich davon frei zu machen, dass ich wusste, von welcher kreativen Person die Arbeit ist. Aber am Ende kann man sich da noch so anstrengen – ob man jemanden kennt oder nicht, beeinflusst definitiv, wie man das Projekt bewertet.
 

Wer, wann und wo – all das entscheidet mit

Aber es gibt noch andere Faktoren, die relevant für den Auswahlprozess sind – und die gar nichts mit der Qualität der Arbeit zu tun haben.

Wann das Werk in der Jurysitzung besprochen wird, macht zum Beispiel auch einen Unterschied. Wird es gleich zu Beginn besprochen? Dann will sich die Jury oft noch Dinge offen lassen.

Oder wird die Arbeit erst kurz vor Schluss von der Jury angesehen, wenn alle schon auf gefühlt 5.735 Arbeiten geschaut haben und die Köpfe visuell zugelaufen sind? Dann hat das Werk nur durch dieses ungünstige Timing weniger Chancen.
 

Viele Faktoren werden vom Zufall bestimmt

Und auch wo die Arbeiten angeschaut werden, spielt eine Rolle. Werden sie zum Beispiel ausgelegt in einem Raum und alle Jurymitglieder laufen rum, schauen sich die Arbeiten an und vergeben Punkte?

Wenn deine Arbeit in so einem Szenario durch Zufall in einer schattigen Ecke gelandet ist, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie weniger gesehen wird. Oder liegt sie neben einer Arbeit, die superkreischige Knallfarben verwendet. Dann wird deine Arbeit automatisch leiser und unauffälliger wirken – und weniger Aufmerksamkeit bekommen.

Also: Ob du bei einem Designwettbewerb gewinnst, hängt in Teilen auch von einer großen Portion Glück ab. Aber das soll uns ja nicht aufhalten. 😉
 

Vorteile von Preisen und Wettbewerben: Wenn du gewinnst

Denn ja, klar. Wenn deine Arbeit gewinnt, bringt das oft viele Vorteile mit sich.

Wenn du jetzt denkst: Jaaaa! Geld!!
 

Preisgeld? Nicht immer.

Manchmal gewinnst du Geld. Aber nicht immer. Also eigentlich eher selten. Es gibt nur eine Handvoll von Wettbewerben und Awards, die Geldpreise vergeben.

Aber es gibt gar nicht mal so wenige Design-Wettbewerbe, bei denen das andersrum ist und du ein vierstelliges Honorar zahlen musst, wenn du gewinnst: Der Red Dot Award oder auch der German Design Award zum Beispiel.

Hier ist es also sinnvoll, ausschließlich Auftragsarbeiten einzureichen und bestenfalls sollte die Teilnahme auch vom Unternehmen, das dich beauftragt hat, finanziert werden.

Das machen Auftraggeber*innen aber nur, wenn sie einen echten Marketing-Vorteil von einer Auszeichnung haben.

Lies’ dir also die Teilnahmebedingungen gut durch, bevor du deine Arbeit einreichst – und spreche transparent mit deinen Kund*innen darüber.
 

Wenn du gewinnst, bekommst du Social Proof

Ein Vorteil, der sich durch einen Award unabhängig vom Preisgeld ergibt, ist, dass eine Fachjury bestätigt, dass deine Arbeit auszeichnungswürdig ist. Und das beeindruckt Menschen.

Schreibst du das auf deine Website, dann erzeugt das etwas, was Marketingmenschen Social Proof nennen. Ich nenne das lose übersetzt gern den »Prädikat Wertvoll-Stempel«.

Menschen funktionieren ja so. Wenn eine Fachjury sagt, dass dieses Werk toll ist, fällt es gleich allen anderen auch leichter, dass Projekt toll zu finden. Das kann man doof finden oder nicht. So funktionieren Menschen oft.
 

Warum werden immer wieder die gleichen Arbeiten ausgezeichnet?

Dieses Verhalten führt zu einem Phänomen, das du bei vielen Design-, Illustrations- und Literatur-Wettbewerben immer wieder beobachten kannst.

Wurde eine Arbeit einmal ausgezeichnet, wird sie regelmäßig auch in anderen Wettbewerben noch einmal ausgezeichnet. Weil es so viel leichter ist, zu etwas Ja zu sagen, von dem man weiß, dass andere auch schon einmal Ja dazu gesagt haben.
 

Nutze Social Proof auf deiner Website

Aber das Ganze hat auch etwas Gutes: Du kannst es für dich nutzen. Denn auch Kund*innen sind beeindruckt vom »Prädikat Wertvoll-Stempel«.

Deshalb: Wenn du schon einmal eine Auszeichnung erhalten hast, dann solltest du das auf jeden Fall auf deine Website und in dein Portfolio klar und gut sichtbar platzieren. Das ist kein Angeben – das ist Akquise.

Kurze Randnotiz in eigener Sache:
 

Komm in das nächste Portfolio-Live

Am 12. Juni findet das erste Portfolio-Live statt, eine kostenlose Portfolio-Besprechung, zu der wir in 45 Minuten gemeinsam auf ein Portfolio schauen. Du kannst dazu kommen, mithören, mit fragen – und wenn du magst, kannst du sogar dein Portfolio einreichen, um es zu besprechen. Ich wähle ein Portfolio pro Termin aus. Es gibt KEINE Video-Aufzeichnung, damit es ein echter menschlicher Austausch ist und ein sicherer Raum für alle. Das Ganze kostet 0,00€. Melde dich jetzt an unter www.diegutemappe.de/live.

Ok. Wenn du deine Auszeichnungen im Portfolio und auf der Website deutlich zeigst, ist das also Akquise.

Und vielleicht denkst du ja jetzt: Mäh, Franziska. Du hast leicht reden. Ich hab aber noch keine Auszeichnung bekommen. Keine Sorge! Auch in dem Fall sind Wettbewerbe nützlich für deine Akquise.
 

Vorteile von Preisen und Wettbewerben: Wenn du nicht gewinnst

Denn auch ohne Auszeichnung verbirgt sich in Wettbewerben eine oftmals übersehene Akquise-Kraft.
 

Denn dein Werk wird gesehen, wenn du es einreichst

Reichst du dein Projekt zu einem Wettbewerb ein, dann wird es sichtbar – vor einer Jury, deren Mitglieder meistens wichtige Entscheider*innen der Branche sind: Art Direktor*innen, Fachjournalist*innen, Literaturkritiker*innen oder auch Art Buyer.

Im Falle des Comicbuchpreises der Leibinger-Stiftung sitzen Comic-Expert*innen in der Jury.

Zum Beispiel Andreas Platthaus, Chef-Redakteur für das Ressort »Literatur« in der FAZ – und ein großer Comic-Fan.

Wenn du möchtest, dass dein neues Comic-Projekt in der Frankfurter Allgemeinen besprochen wird, dann sollte dieses Buch auf dem Schreibtisch von Andreas Platthaus landen.

Oder auf dem Schreibtisch von der Journalistin Barbara Buchholz, die unter anderem für den Berliner Tagesspiegel oder Deutschlandfunk Kultur Comics und Graphic Novels rezensiert und deren Autor*innen interviewt – und die auch Jury-Mitglied vom Comicbuchpreis ist.
 

Wettbewerbe sind wie Pressearbeit

Das bedeutet: Auch wenn mein Pony-Buch nicht gewinnt – was recht wahrscheinlich ist – so ist die Teilnahme am Wettbewerb eine sinnvolle Akquiseaktion, denn mein Buch ist so schon einmal vor den Augen von wichtigen Journalist*innen und Comic-Expert*innen aufgetaucht.

Und wenn es dann in zwei Jahren herauskommt und die Pressepakete zum Buch rausgehen, dann haben diese Jury-Mitglieder es schon einmal gesehen. Es ist ihnen bekannt und sie erinnern sich.

Und ich hab es dir ja eben schon beschrieben – ob jemand das Buch schon kennt, macht einen großen Unterschied. Nicht immer. Aber öfter als du denkst.
 

Nicht vergessen! Checke die Jury-Besetzung

Deshalb gilt es bei Wettbewerben, die Liste der Jury-Mitglieder zu checken. Denn sitzen dort für dich und deine Akquise wichtige Kontakte, dann kannst du mit einer Teilnahme nicht nur möglicherweise gewinnen – sondern unabhängig vom Gewinnen oder Nicht-Gewinnen deine Arbeit vor diesen Entscheider*innen sichtbar machen.
 

Wer sitzt in der Jury?

Wenn du zum Beispiel auf dem amerikanischen Markt Fuß fassen möchtest, dann können Wettbewerbe wie American Illustration oder 3×3 oder der britische World Illustration Award gute Türöffner sein. Denn dort sitzen oftmals renommierte, englischsprachige Art Direktor*innen in der Jury.

In den letzten Jurys von American Illustration und 3×3 saßen u.a. Art Direktor*innen von HarperCollins, der Washington Post, von Chronicle Books, vom Wall Street Journal und von der New York Times.
 

Wettbewerbsteilnahmen sind Akquise

Klar. Das bedeutet nicht, dass du danach automatisch von diesen Menschen beauftragt wirst.

Aber diese Form von Sichtbarkeit hat einen Wert. Gerade in Zeiten, in denen es immer schwerer wird, über bestimmte Branchen-Einstiegshürden zu kommen.

Wenn du der New York Times heute ein Portfolio zuschickst, ist es recht wahrscheinlich, dass es unter einem Berg von anderen Portfolios liegt und nie gesehen wird. In einem Wettbewerb müssen sich die Jury-Mitglieder ja alle Arbeiten ansehen.
 

Passive Akquise wirkt!

Klar kann das keine aktive Akquise ersetzen. Aber es ist eine Form von passiver Akquise, die selbst dann Wirkung zeigt, wenn du im Wettbewerb nicht gewinnst.

Und bei zumindest einem Teil der Wettbewerbe hast du ja nichts zu verlieren – du kannst nur gewinnen! Weil sie nichts kosten.
 

Kosten abwägen

Klar. Bei den Wettbewerben, die etwas kosten, gilt es abzuwägen. Aber solange die Kosten sich im zwei- bis niedrigstellig dreistelligen Bereich bewegen, lohnt sich die Teilnahme in vielen Fällen trotzdem – meiner Meinung nach.

Eine Einreichung zum Comicbuchpreis der Leibinger Stiftung kostet nichts. Nur Zeit und Aufmerksamkeit – und eine Portion Mut.
 

Wettbewerbe bringen Schwung ins Projekt

Und hier zeigt sich ein dritter Vorteil, den Wettbewerbe mit sich bringen – selbst, wenn du nicht gewinnst.

Ich hab mich lange gewunden und geziert – bevor ich mich entschieden habe, das Pony-Buch einzureichen.

Denn auch wie in der klassischen Akquise ist ja eine Wettbewerbsteilnahme eine Form von Sichtbarkeit. Ich reiche das Buch ein, damit andere es bewerten. Das hat Ängste in mir ausgelöst.

Mit der Einreichung sieht ja die Welt, was ich hier so an meinem Schreibtisch fabriziere … naja, also nicht die ganze Welt, aber die Fach-Jury. Und was, wenn die das Buch total doof finden?
 

Ein weiterer Vorteil: Mut-Training

Eine Wettbewerbsteilnahme ist also auch eine gute Übung, sich dieser Angst zu stellen. Und das hilft dir auch in der Akquise, denn dort wirst du dich der gleichen Angst stellen müssen.
 

Ein weiterer Vorteil: In die Puschen kommen.

Aber es gibt sogar noch einen vierten Vorteil. Mit so einer Teilnahme kommst du in die Puschen.

Mein Pony-Buch hat ja schon ein Verlagszuhause gefunden, aber es wird voraussichtlich erst in zwei Jahren, im Oktober 2027, erscheinen.

So eine lange Vorlaufzeit ist eine große Herausforderung, die typisch ist für solche langfristigen Projekte.
 

Prokrastination ist weit verbreitet

Früher habe ich in meinen eigen-initiierten Buchprojekten ziemlich lange vor mich hinprokrastiniert und dann das Buch in einer schmerzhaften Hauruck-Aktion in wenigen Monaten aus mir herausgepresst.

Bei meiner ersten Graphic Novel »Werther reloaded« war das zum Beispiel so. »Werther reloaded« ist im März 2016 erschienen. Im Januar 2016 musste alles in Druck gehen. Drei Monate davor, zur Buchmesse im Oktober 2015, waren nur 15 der 60 Doppelseiten gezeichnet. Das bedeutet, dass Dreiviertel der Illustrationen innerhalb der letzten 3 Monate entstanden sind.

Das war ein Höllenritt. Aber bei mir ging das früher nicht anders. Ich bin damals erst richtig in die Puschen gekommen, wenn der Druck groß genug war. Also so richtig groß. Davor haben mich meine inneren Blockaden ausgebremst.
 

So überwindest du Prokrastination

Heute ist das glücklicherweise anders. Ich bin besser darin geworden, mit niedrigschwelligen Routinen ins Tun zu kommen. Und ich bin besser darin geworden, Verbindlichkeiten zu schaffen.

Denn das ist es ja, was das Arbeiten an langfristigen Projekten so schwer macht: das weit entfernte Ziel und eine Deadline, die nicht nur gefühlt, sondern auch real noch Jahre entfernt liegt.
 

Wettbewerbe schaffen Verbindlichkeit

Mit der Comicbuchpreis-Bewerbung hatte ich jetzt eine kleine Mini-Deadline, die Schwung in das Projekt gebracht hat.

Denn um das Buch einreichen zu dürfen, sollte im Exposé gezeigt werden, wie das Buch aussehen wird. Deshalb musste ich zwingend einige Doppelseiten fertig zeichnen und auch schon kolorieren.

Das hatte ich schon wieder Wochen vor mir hergeschoben, aber die kleine Zwischen-Deadline hat mich über den Berg geschupst, den ich mit all dem Prokrastinieren schon wieder vor mir zusammengeschoben hatte.
 

Wettbewerbe laden dich ein, konkret zu werden

Gleichzeitig hat das Exposé mich gezwungen, in einem kurzen Text zu erklären, warum die Welt ein weiteres Pferdebuch braucht und was mein Pony-Buch von den anderen Pferdebüchern positiv unterscheidet.

Glücklicherweise hat der Zufall dafür gesorgt, dass zwei Wochen vor der Wettbewerbs-Deadline einer meiner Lieblings-Podcasts eine Folge über den Kult von Pferdemädchen gemacht hat.

Und beim Hören dieser Folge wurde mir klar, dass ich bestimmte Themen im Buch noch deutlicher sichtbar machen muss. Damit klar ersichtlich ist, dass mein Buch sich als Gegenposition zu den typischen Kitsch-Narrativen von Pferdebüchern positioniert.

Denn auch das passiert ja schnell bei langfristigen Projekten. Schnell sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, weil man durch das Ständig-Damit-Beschäftigen irgendwann Scheuklappen auf hat.

Also noch einmal das Exposé umschreiben und 5 Doppelseiten umzeichnen.
 

Wettbewerbe bringen dich in Bewegung

Hätte nicht das Damoklesschwert Wettbewerbs-Deadline über mir gehangen, dann hätte ich mir wahrscheinlich die Augen und Ohren zugehalten, laut gesungen und diese neuen Impulse, die das Leben da gerade vor meine Füße gepustet hat, wahrscheinlich ignoriert.
 

Fazit:

Also: Ich fasse mal zusammen. Wettbewerbe in der Kreativbranche können richtig gut für deine Sichtbarkeit und deine Akquise sein. Wenn du gewinnst – und wenn du nicht gewinnst.

Und sie können ein gutes Mittel sein, dir eigene Deadlines in langfristigen Projekten zu schaffen.
 

Schwarze Schafe unter den Designwettbewerbe

Aber jetzt kommen wir noch einmal kurz zur dunklen Seite von Wettbewerben.

Denn ja, es gibt auch viele unseriöse Design- und Illustrationswettbewerbe, die den ausschreibenden Unternehmen viel – aber dir gar nichts bringen.
 

Achte auf die Teilnahmebedingungen

Sobald du mit deiner Teilnahme Nutzungsrechte für eine umfängliche kommerzielle Nutzung abgibst, ohne dafür angemessen honoriert zu werden, gilt es, laut und klar Nein zu sagen – und hier eben nicht mitzumachen.
 

Sage Nein zu den schwarzen Schafen

Denn es gibt gar nicht mal wenige Wettbewerbe, die eigentlich nur eine kostenlose Crowdsourcing-Quelle sind für etwas, was eigentlich ein Auftrag hätte sein sollte.

Und diese schwarzen Schafe unter den Wettbewerben und Awards gilt es zu ignorieren – oder noch besser: zu melden. Am besten bei einen Berufsverband wie der IO. Damit dieser dann öffentlich dazu Stellung nimmt und andere Kolleg*innen von der Teilnahme warnt.

Also: Bei Wettbewerben gilt es, genau hinzuschauen: vor allen Dingen in die Teilnahmebedingungen.
 

Bekomme eine Liste mit 10 »guten« Wettbewerben

In meinem Newsletter diese Woche habe ich dir eine Liste mit 10 für die Kreativbranche relevanten Wettbewerben aufgelistet. Inklusive Preisgeld und den üblichen Deadlines.

Wenn du diese Email noch bekommen willst, dann meld dich noch bis einschließlich 11. Juni 2025 für meinen Newsletter an. Dann schicke ich dir die Email noch flott hinter. Anmelden kannst du dich für 0,00€ unter www.diegutemappe.de/newsletter.
 

So. Und jetzt mal die Frage für dich:

Hast du schon einmal mit dieser Akquise-Brille auf Wettbewerbe geschaut? Was würde sich für dich dadurch verändern?

Würde vielleicht etwas mehr emotionaler Abstand entstehen, der es leichter macht, sich dieser Wettbewerbssituation und der damit einhergehenden Bewertung zu stellen?

Ich weiß … das ist eine Suggestivfrage 😉

Ich bin gespannt, was die heutige Podcastfolge mit dir macht. Teile deine Gedanken gerne auf Instagram unter @diegutemappe oder auf LinkedIn und Bluesky. Dort findest du mich unter Dr. Franziska Walther.

Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe,
wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,

bis dahin, Franziska
 

Du willst Danke sagen?

Wenn du hier im Portfolio-Podcast schon einmal etwas Nützliches mitnehmen konntest, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast ein paar Sterne schenkst, auf Apple Podcast eine Rezension schreibst oder – am allerbesten – den Podcast weiter empfiehlst. Dann unterstützt du damit deine Freund*innen – und den Podcast. Danke dafür.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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