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31. Juli 2025

#167 | Ich dachte, ich bin kurz vorm Burnout – dabei war mein Kopf nur zu voll

Wie eine Alltagsgewohnheit meine besten Ideen blockiert hat (und warum weniger Input mehr Kreativität bedeutet)

 

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Weitere Informationen

 
Du erfährst:

  • warum ich trotz normaler Arbeitszeiten völlig erschöpft war
  • die eine Frage meiner Mastermind-Kollegin, die alles verändert hat
  • was Information Overload mit deiner Kreativität macht (Spoiler: nichts Gutes)
  • meine 3 konkreten Schritte für mehr Kopffreiheit, die in wenigen Tagen funktionieren
  • warum gerade jetzt ein aufgeräumter Kopf dein wichtigstes Business-Tool ist

 
Kennst du das? Du sitzt an einem Auftrag und du merkst: Der Kopf ist voll. Aber die Ideen kommen einfach nicht. Oder sie fühlen sich zäh an, wie Kaugummi. Entscheidungen fallen schwerer als sonst. Und irgendwie kostet alles mehr Kraft – das Schreiben, Zeichnen, Konzepte entwickeln. Und auch wenn das schon schlimm genug ist, schwebt über allem auch noch so ein dumpfes Gefühl von Überforderung.

So ging es mir vor der Sommerpause. Ich dachte schon, ich rutsche in ein Burnout. Dabei war das Problem ein ganz anderes – und viel einfacher zu lösen, als ich gedacht hatte.

In dieser Folge erzähle ich dir, was wirklich hinter meiner Erschöpfung steckte. Spoiler: Es hatte nichts mit zu viel Arbeit zu tun, sondern mit etwas, was du wahrscheinlich auch jeden Tag machst, ohne es zu merken.

Und deshalb sprechen wir heute darüber, warum Information Overload deine Kreativität blockiert (und wie du merkst, ob du betroffen bist). Du erfährst auch, mit welchen drei konkreten Schritten du mehr Platz für eigene Ideen schaffst und warum gerade jetzt, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, ein aufgeräumter Kopf dein wichtigstes Tool ist.

Lass uns loslegen.
 

Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast

Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst – und wie du gleichzeitig dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
 

Warum ich dachte, es wäre ein Burnout

Ich bin ja gerade erst vor drei Wochen aus der Sommerpause zurück gekommen und vor der Sommerpause war ich erschöpft. So richtig. Auf eine Art und Weise, die neu war für mich.

Ich hab schon immer viel gearbeitet und kenne auch diese Löcher nach großen Projekten, in die man nach viel Anstrengung mal reinfallen kann.

Aber die Erschöpfung, die sich bei mir im Mai und Juni zeigte, hatte so eine neue Qualität.

Ich hatte sogar ein wenig Angst, dass ich in ein Burnout reinrutsche, weil ich mich dabei beobachtet habe, wie viel weniger Lust ich auf Sachen hatte, die mir eigentlich immer Freude bereiten. Aber die Freude war oft weg.

Und dazu kam auch noch, dass mich alles mehr Kraft gekostet hat. Meine Arbeit. Das Schreiben. Das Zeichnen. Nachdenken. Konzepte entwickeln. Kommunizieren. Alles zog sich wie Kaugummi.

Glücklicherweise bin ich dann in die Sommerpause gegangen – und in der kam auch die Lust wieder. Ein Glück. Also kein Burnout, das sich ja dadurch auszeichnet, dass die Freude weg ist und auch nach einer Regenerationsphase nicht wiederkommt.

Trotzdem hab ich mich gefragt, was da los ist. Und dachte, dass ich vielleicht einfach zu viel arbeite.

Deshalb habe ich schon in der Sommerpause viel darüber nachgedacht, was ich ändern könnte. Mein Plan war, Dinge wegzulassen. Vielleicht Instagram. Oder LinkedIn. Oder bestimmte Aufträge. Vielleicht müsste ich den Podcast oder die Portfolio-Akademie anders strukturieren. Kürzer. Oder weniger.

Oder vielleicht müsste ich auch alles umbauen. Alles anders machen.

Aber ich fand es schwer, zu entscheiden, was gerade wichtig ist und was unwichtig. Irgendwie erschien mir alles wichtig und eigentlich wollte ich auch nichts wirklich weglassen.
 

Starkes Business-Tool: Mastermind-Gruppen

Deshalb habe ich zwei Kolleginnen gefragt. Denn nach der Sommerpause haben wir uns zu unserem monatlichen Mastermind-Termin getroffen.

Wenn du dich jetzt fragst, was Mastermind-Gruppen sind: Das sind Arbeitsgruppen, in denen sich Kolleg*innen in einer fest definierten Struktur und mit der klaren Zielsetzung treffen, sich gegenseitig (im Berufsleben) zu unterstützen und zu fördern. (karrierebibel.de)

Ich selbst habe vier Mastermind-Gruppen – für verschiedene Business-Themen. Und weiß deshalb aus Erfahrung, wie unglaublich hilfreich es ist, so einen Austausch mit gleichgesinnten Kolleg*innen zu haben.

Hier ne kurze Randnotiz in eigener Sache:
 

Einladung in die Portfolio-Akademie

Wenn du dir auch konstruktiven Austausch mit gleichgesinnten Kolleg*innen wünschst, dann überleg doch mal, in die Portfolio-Akademie zu kommen.

Die Portfolio-Akademie ist mein 14-wöchiges Live-Gruppenprogramm für Illustrator*innen und Designer*innen und darin positionierst du dich – das bedeutet, dass du für ausgewählte Angebote eine klare Akquisestrategie entwickelst, damit du mit diesen Angeboten die Kund*innen erreichst, die das Angebot auch brauchen.

Aber in der Portfolio-Akademie kannst du dich eben auch austauschen mit anderen Kreativen, die so wie du erfolgreich Akquise machen wollen – ohne sich zu verbiegen oder ohne ihre kreative Seele zu verlieren.

Und: Am Ende des 14-wöchigen Positionierungsprozesses gibt es in der Portfolio-Akademie auch die Möglichkeit, dich für eine Mastermind-Gruppe anzumelden – um gemeinsam und mit Support und ganz viel Momentum kontinuierlich weiter Akquise zu machen.

Die nächste Portfolio-Akademie startet am 8. September 2025 (ich hab die letzten paar Male immer 9. September gesagt, aber es geht am 8. September los). Und du kannst dich jetzt schon unverbindlich und für 0,00 Euro auf eine Warteliste eintragen.

Und hier noch ein Tipp: Nächste Woche Donnerstag gibt es auch eine kostenlose Live-Q&A, in der ich alle offenen Fragen zur Portfolio-Akademie beantworte. Den Link dazu bekommst du über die kostenlose Wartelisten-Anmeldung.
Weitere Infos dazu findest du unter www.diegutemappe.de/pa.

Ende Randnotiz, weiter geht’s.
 

Die eine Frage, die Licht ins Dunkel bringt

Ich hab also in so einem Mastermind-Meeting meine zwei großartigen Kolleginnen gefragt, wie sie in ihrem Business entscheiden, was wichtig ist und was man weggelassen könnte.

Aber auch die beiden meinten, dass alles, was ich hier bei mir gerade aufliste, ihrer Meinung nach wichtig ist.

Und dann fragte eine der beiden eine wichtige Frage:
Sie fragte, ob es denn sein könnte, dass das Problem gar nicht das Business ist, sondern etwas anderes.

Sie fragte mich, ob ich in meinem Alltag Gewohnheiten habe, die viel Kraft kosten oder die mich vielleicht auch schlecht schlafen lassen. Irgendwas, was ich aktuell anders mache als sonst?

Und bäm … ja, als sie mich das fragte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte dieses Jahr eine Sache definitiv anders gemacht als sonst.
 

Zu viel Information verstopft den Kopf – und die Kreativität

Weil die Welt gerade so verrückt ist, habe ich seit Jahresbeginn immer mehr Nachrichten gekuckt.

Dazu musst du wissen, dass ich vor ganz vielen Jahren, so um 2008 herum, für mich beschlossen habe, nur selten Nachrichten zu schauen. Weil ich weiß, dass viel Nachrichten schauen bei mir schnell zu viel Stress führt.

Aber dieses Jahr passierte in der Welt so viel so schnell und immer wieder, dass ich deutlich mehr Nachrichten geschaut habe als die Jahre davor. Das ging im Januar los mit vielleicht ein-, zweimal am Tag. Aber vor der Sommerpause passierte es gern mal vier-, fünf, sechs Mal am Tag: Ich las oder schaute CNN, MSNBC, Tagesschau, Yle (das ist das finnische ARD).

Und auch gern mal zwischendrin, also zwischen zwei Aufgaben, vor allem, wenn ich mich eh schon erschöpft fühlte. Also in den Arbeitspausen, in denen ich mich eigentlich ausruhen sollte.

Und dann fiel mir auch noch eine weitere Sache auf: parallel dazu habe ich in den letzten Monaten auch immer mehr Podcasts gehört. In jeder freien Minute. Beim Spazieren gehen, beim Abwaschen, beim Zähneputzen, beim Staubsaugen, beim Blumen gießen und Müll wegbringen.

Und als meine tolle Kollegin mich also fragte, ob ich irgendwas in meinem Alltag verändert habe, wusste ich sofort: Ja! Habe ich. Ich habe dieses Jahr so viel mehr externe Informationen in meinen Kopf reingelassen als in den Jahren davor.

Und das hat zu einer Erschöpfung geführt, in der gute Ideen enorm viel Kraft kosten und in der nichts mehr so richtig Spaß macht.

Das ist auch nicht nur so mein Bauchgefühl dazu. Viele wissenschaftliche Studien bestätigen das.
 

Information Overload: Was passiert in deinem Kopf?

Das Ganze hat nämlich einen Namen: Information Overload. Oder auf Deutsch: Informationsüberflutung.

Und in der Wissenschaft beschäftigen sich viele Forscher*innen damit, weil Information Overload in unserer heutigen Zeit immer öfter zu einem Problem für die menschliche Gesundheit wird.
 

Was ist Information Overload? (Definition und Wissenschaft)

Wikipedia beschreibt das so: »Informationsüberflutung (auf englisch auch: information overload) bezeichnet die intellektuelle Belastung einer Person, die zu viele Informationen übermittelt bekommt, um diese zeitnah verarbeiten zu können.« (Wikipedia)

Dabei muss man wissen, dass das menschliche Gehirn nicht unendliche viele Informationen verarbeiten kann. Die Kapazitäten sind begrenzt, weshalb unser Gehirn stark selektiert. So ein bisschen wie bei Aschenputtel, nur mit einem kleinen Unterschied. Unser Gehirn sagt eher: Die Guten ins Köpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.

Viele nicht so wichtige Informationen werden dabei gar nicht bewusst wahrgenommen. Andere werden schnell wieder vergessen. Und wieder andere landen im Langzeitgedächtnis.
 

Symptome: Woran merkst du Informationsüberflutung?

Aber diese Sortierarbeit kostet Kraft und Zeit. Und kommen zu viele Informationen auf einmal an, wenn also eine Informationsüberlastung vorliegt, dann kommt es über kurz oder lang zu einem Aufnahme-Stopp. Das Gehirn ist dann so zugelaufen mit Informationen, dass eine regelrechte Analyselähmung stattfindet.
 

Der Kampf um deine Aufmerksamkeit in Social Media

Und ja, heute passiert das viel schneller als früher, denn wir leben in einem Informationszeitalter. Wir werden täglich und über viele verschiedene Kanäle mit neuen Informationen überschwemmt.

Ich sag nur, Nachrichten-Seiten, die alle 15 Minuten aktualisiert werden. Unendlich lange Social Media-Feeds. Du kannst ja auf Instagram, LinkedIn und YouTube für immer scrollen. Du wirst nie unten am Ende des Feeds ankommen.

Und dieses Überangebot an Informationen verändert auch die Art der Kommunikation. Weil klar ist, dass Menschen nicht alle vorhandenen Informationen aufnehmen können – dafür sind es einfach zu viele – findet gerade auch auf diesen Plattformen ein Kampf um deine Aufmerksamkeit und um den Platz in deinem Kopf statt.

Und dabei gilt oft das Motto: Auffallen um jeden Preis – je lauter, desto besser. Denn es gilt eben, sich im Informationswettbewerb durchzusetzen.

Dabei gewinnen oft die Informationen, die besonders viele Emotionen in Menschen hervorrufen. Und bei Algorithmus-getriebenen Kanälen sind das eben oft auch Dinge, die besonders stressen oder Angst machen oder empören. Die also negative Emotionen auslösen.
 

Wie zu viele Informationen deine Kreativität blockieren

Und was macht das mit deinem Kopf? Umso mehr Informationen dort ankommen, desto schlechter können diese in deinem Kopf verarbeitet werden.
 

Warum dein Gehirn keine neuen Ideen entwickeln kann

Dann fällt es dir immer schwerer, Entscheidungen zu treffen. Es treten Konzentrationsstörungen auf. Deine Fähigkeit, zu reflektieren und bewusst zu planen, leiden dann auch … deutlich. Und über kurz oder lang stellt sich eine tiefgreifende Erschöpfung und ein Gefühl der Überforderung ein.

Und das Ganze macht auch was mit deiner Kreativität. Denn umso mehr Informationsstau es in deinem Kopf gibt, desto weniger Raum ist auch da, um deine eigene Gedanken zu durchdenken und eigene Ideen zu entwickeln.

Diese Informationsüberflutung macht also was mit deiner Gesundheit und mit deiner Kreativität.
 

Information Overload im Berufsalltag erkennen

Ist der Information Overload erst einmal in deinem Kopf, dann wird sich das in deinem Berufsalltag zeigen. Zum Beispiel mit Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen.

Dann beobachtest du dich zum Beispiel dabei, wie du Entscheidungen in einem Auftrag hinauszögerst und stundenlang Pixel hin- und her schiebst.

Mit zu vielen Informationen im Kopf fällt es dir auch schwerer, Prioritäten zu setzen und zum Beispiel zu entscheiden, was in deiner Akquise gerade am wichtigsten ist.

Solltest du dich auf diese Zielgruppe fokussieren oder lieber ein ganz neues Angebot entwickeln? Mit Information Overload im Kopf passiert dann oftmals gar nichts.

Und all das wird mit dem unangenehmen Gefühl der Überforderung einhergehen, denn dein Kopf steckt in einer Analyselähmung fest. Und alles fühlt sich zu viel an.
 

2 konkrete Schritte gegen Information Overload

Die gute Nachricht ist: Gegen Information Overload kannst du etwas machen. Und es braucht gar nicht so viel, um im Kopf wieder Platz zu schaffen.

Ich erzähl dir mal, was ich gemacht habe. Nach dem Mastermind-Termin habe ich einige wenige Dinge bewusst verändert.

Und dabei hat sich gezeigt, dass ich auch nicht mein ganzes Business neu erfinden muss, um mich besser zu fühlen. Sondern dass es nur einige wenige Adaptionen in meinem Alltag braucht.

Was genau hab ich anders gemacht?
 

Informations-Konsum bewusst reduzieren

Das heißt für mich zuallererst: Weniger Nachrichten. Ich erlaube mir wieder, maximal einmal am Tag Nachrichten zu sehen. Lieber weniger. Vom vielen Schauen wird es auch nicht besser.

Und dabei schaue ich bestenfalls keine News-Videos auf YouTube, sondern ich schaue die Nachrichten in einem begrenzten Nachrichtenformat, wie der Tagesschau. Denn dort gibt es keinen Algorithmus, der gleich zehn weitere Videos hinterherschiebt.

Aber auch bei meinem Podcast-Konsum entscheide ich bewusster, ob ich diese Information gerade wirklich brauche – oder ob ich damit die Stille fülle, die für mich eigentlich so viel wichtiger wäre.
 

Mehr Stille in den Alltag integrieren

Und zusätzlich dann habe ich Stille-Zeiten eingeführt. Auf meinen Spaziergängen und in den eineinhalb Stunden vor dem Schlafengehen höre ich nichts: keine Podcasts, keine Audiobooks, maximal Musik, aber nur unaufgeregte.

Das fällt mir ehrlich gesagt ziemlich schwer. Aber es macht einen großen Unterschied.

Erstens kann ich deutlich besser schlafen.

Und zweitens ist auf einmal in meinem Kopf wieder Platz, um meine eigenen Gedanke und Fragestellungen zu durchdenken. Ich hatte so viele gute Ideen auf meinen letzten Spaziergängen.

Es hat sich angefühlt, als ob die dort schon eine Weile herumgesessen und darauf gewartet haben, endlich mal gedacht zu werden. Aber da war so viel los in meinem Kopf, dass kein Platz für sie war.

Gedanken brauchen also Raum und Zeit, in deinem Kopf um auch mal ein bisschen hin- und her streuseln zu dürfen. Dann fügen sie sich zu guten Ideen zusammen. Oder sie finden Lösungen für Fragen, die dich beschäftigen.

Und das geht nur, wenn im Kopf genug Platz zum Streuseln ist.
 

Warum aufräumen im Kopf gerade jetzt so wichtig ist

Warum erzähle ich dir das?

Im Moment höre ich von vielen Kolleg*innen, dass es aktuell wirtschaftlich schwierig ist. Und ja, das ist auch so. Wobei ich persönlich glaube, dass das gar nicht am KI-Paradigmenwechsel liegt, der gerade stattfindet – und so vielen Angst macht.

Sondern dass es der Wirtschaft gerade nicht gut geht. Lange waren in Deutschland durch die Neuwahlen die Haushalte nicht beschlossen, weshalb kommunale Einrichtungen keine Aufträge vergeben durften.

Auch fehlen die Gelder, die gerade in Aufrüstung gesteckt werden, an vielen anderen Stellen.

Trumps Zollpolitik hat die Aktienmärkte in eine Achterbahn verwandelt und bei Auftraggeber*innen herrscht eine große Verunsicherung, was die Zukunft bringt.

Das sorgt dafür, dass Budgets mit mehr Vorsicht geplant, Gelder lieber mal nicht ausgegeben und Projekte erst einmal auf Eis gelegt werden.
 

Wirtschaftliche Unsicherheit braucht einen klaren Kopf

In solch wirtschaftlich schwierigen Zeiten brauchen Selbstständige alle ihre kognitiven Fähigkeiten, um selbstbestimmt zu adaptieren. Wir brauchen unsere Kreativität und den Platz im Kopf, um bewusst zu reflektieren und zu planen.
 

3 konkrete Schritte gegen Information Overload

Deshalb möchte ich dich heute einladen, in deinem Kopf etwas aufzuräumen. Ich möchte heute die unterstützende Stimme sein, die meine Kollegin für mich war – mit der einen wichtigen Frage:

Gibt es gegebenenfalls in deinem Alltag Gewohnheiten, die dir Kraft rauben?

Dabei geht es gar nicht darum, alle externen Informationen aus deinem Kopf rauszuschmeißen. Es geht um eine gute Balance und um eine bewusste Auswahl.

Wem hörst du zu? Was für Informationen lässt du in deinen Kopf? Und bei welchen Informationen machst du die Tür zu?

Und dafür habe ich dir drei Fragen mitgebracht.
 

Frage #1: Was kannst du in deinen täglichen Gewohnheiten ausmisten?

Schau mal, welche tagtäglichen Angewohnheiten deinen Kopf mit Informationen füllen, für die aktuell kein Platz ist. Vielleicht interessieren sie dich sogar, aber sie lenken dich ab.

Ich hab zum Beispiel meinen Konsum an Podcasts zum Thema Sekten und Kulte reduziert.

Diese Form von True Crime Storytelling habe ich in letzter Zeit echt viel gehört, aber diese Geschichten, die ich da höre sind zwar spannend, aber verstopfen meinen Kopf.

Und außerdem erzeugen sie in mir so ein bedrückendes Gefühl, weil es immer darum geht, wie Menschen manipuliert und missbraucht werden. Das tut mir gerade nicht gut.

Was hörst oder liest oder siehst du gerade, was dir nicht gut tut?

Zu den täglichen Gewohnheiten gehört auch die Nutzung von Apps. Hier kannst du bestimmte Apps aussortieren oder zeitlich limitieren. Frag dich dazu: Wie viel Zeit willst du in welchen Apps verbringen?

Dein Smartphone kann die Zeit tracken und dich dann darauf hinweisen, wenn dein Zeitlimit abgelaufen ist.
 

Frage #2: Welche Emails und Newsletter liest du wirklich?

Heutzutage bekommen die meisten Menschen viele, viele Newsletter. Newsletter von Onlineshops, auf denen du vor kurzem etwas bestellt hast. Notification von Instagram und LinkedIn. Newsletter von der Software, die du nutzt.

Wenn du wie ich bist, dann ignorierst du vielleicht viele Emails, die dich nur so halb interessieren.

Aber hier sammelt sich schnell viel Information in deinem Postfach und in deinem Kopf an – die du gar nicht brauchst und willst. Denn sogar das Ignorieren kostest dein Gehirn Kraft.

Deshalb nimm dir 5 Minuten Zeit und unsubscribe die Newsletter, die du nicht mehr lesen willst.

Und mach dir keine Sorgen. Für die Absender ist es besser, wenn du in so einem Fall unsubscribst.

Denn wenn Newsletter konstant nicht gelesen und ignoriert werden, werden sie von den Emailplattformen über kurz oder lang als Spam klassifiziert. Und vorher leidet auch schon die Emailreputation der Absendersadresse, wenn Emails ständig ignoriert werden.

Und dann sind wir schon bei Frage #3.
 

Frage #3: Wo kannst du Stille zum Denken für dich schaffen?

Das geht dadurch, dass du dich in bestimmten Momenten bewusst gegen den Input entscheidest. Gegen die Information. Und für die Stille.

Indem du zum Beispiel ohne Kopfhörer in den Ohren spazieren gehst. Oder so wie ich jetzt ohne Zusatz-Audio-Entertainment Zähne putzt.

Dabei ist es auch gar nicht notwendig, alles in Stille zu machen. In manchen Zeiten wirst du weniger Stille brauchen und in stressigen Zeiten vielleicht mehr. Und ein guter Anfang ist, wenn du dir mindestens einmal am Tag bewusst Stille in deinem Kopf erlaubst – und schaust, was das mit dir macht.

So. Das sind meine drei Fragen für dich heute:
Frage #1: Was kannst du in deinen täglichen Gewohnheiten ausmisten?
Frage #2: Mit welchen Unsubscribes kannst du dein Postfach aufräumen?
Frage #3: Wo kannst du Stille zum Denken für dich schaffen?
 

Wie geht es dir denn jetzt damit?

Ich hatte ja, nachdem meine kluge Kollegin mir die Frage gestellt hatte, sofort eine Idee davon, was mir Kraft raubt. Wie ist das denn bei dir? Hattest du auch so einen Aha-Moment? Oder glaubst du, dass das alles bei dir gar nicht zutrifft?

Wenn dir die heutige Folge einen wertvollen Impuls gegeben hat, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast eine positive Bewertung schenkst. Auf Apple Podcast geht das zum Beispiel oder auf Spotify oder YouTube. Das dauert 3 Sekunden und hilft dem Podcast wirklich sehr. Ganz herzlichen Dank dafür!

Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe,

wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,



bis dahin, Franziska
 

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Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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