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Weitere InformationenDu bewegst dich, aber die Ergebnisse sind noch nicht da? Aber dafür begleitet dich das Gefühl, im Kreis zu laufen? Das kennen alle Selbstständigen aus dem Positionierungsprozess. Doch was wäre denn, wenn genau das ein sinnvoller Weg ist, um die am besten zu dir passenden Lösungen zu finden und dein Business krisenfest zu machen?
In Teil 2 der Miniserie »Positionierung Live« zeige ich dir, warum die »Was wäre, wenn«-Phase nicht nur normal, sondern essenziell ist. Ich gebe mit dir einen Einblick in meinen eigenen Umpositionierungsprozess und zeige dir, wie ich mit Gedankenexperimenten und klaren Leitlinien (Mehrwert und Vertrauen) meine Angebote schärfe.
In Folge #202 erfährst du:
Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und wie du gleichzeitig dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt. Auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
In den letzten Wochen haben die Menschen in meinem Leben ständig einen Satz von mir gehört: »Ha! Ich habe eine neue Idee!« Nur um dann drei Tage später wieder neben mir zu sitzen, während ich mit wild wedelnden Armen ganz euphorisch von einer komplett anderen Idee erzähle.
Denn aktuell positioniere ich mich um.
Los ging’s damit schon vor ungefähr 10 Wochen. Und seitdem habe ich alle meine Angebote mit einer großen Sherlock-Holmes-Lupe angeschaut, sie untersucht, herumgedreht und von allen Seiten betrachtet.
Und dabei hat mein Kopf wie ein kleines Tischfeuerwerk ständig neue Ideen herausgeballert.
Aktuell begleitet mich deshalb der Satz »Was wäre, wenn …«.
Was wäre, wenn ich die Portfolio-Akademie in drei verschiedene Programme unterteile?
Was wäre, wenn ich mich mehr auf den Bereich Personenmarkenaufbau fokussiere? Personal Branding ist die Zukunft der Kreativwirtschaft – für Selbstständige und für unsere Kund*innen! Das klingt doch sinnvoll …
Aber: Was wäre, wenn mein neues Sachbuch, an dem ich gerade schreibe, thematisch dann gar nicht mehr zu meinem neuen Schwerpunkt passt?
Und was wäre, wenn ich was ganz anderes starten würde?
Ganz, ganz viele Fragen.
Wie gesagt: Vor 10 Wochen habe ich die Entscheidung getroffen, meine Positionierung bis zum Ende des Jahres anzupassen. Und schon seit 10 Wochen befinde ich mich in der ersten Phase der Positionierung: Der »Was wäre wenn«-Phase.
Hier geht’s darum, Ideen zu sammeln. Geschäftsideen. Neue Angebote. Oder Ideen, um bestehende Angebote anzupassen. Mit neuen Zielgruppen. Oder auf neuen Märkten.
Und in dieser Phase geht es auch darum, jede dieser Ideen jedes Mal wirtschaftlich durchzurechnen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, ob sich das wirtschaftlich lohnt.
Diese Positionierungs-Phase fühlt sich schnell an wie Luftschlösser bauen. Unproduktiv. Ohne konkrete Entscheidungen. Wie im Kreis laufen.
Aber sie ist wichtig, um die Scheuklappen des Gewohnten abzunehmen und Veränderung zuzulassen.
Und hier wird’s spannend.
Denn ich merke: In dieser Phase muss ich zwei Dinge gleichzeitig aushalten, die sich erstmal widersprechen.
Einerseits brauche ich die Erlaubnis, groß zu träumen und ausgetretene Pfade zu verlassen – auch wenn der Weg noch nicht klar ist.
Andererseits brauche ich diesen bodenständigen Pragmatismus, der mich daran erinnert: Am Ende muss es sich nicht nur gut anfühlen, sondern auch wirtschaftlich funktionieren.
Und diese Gleichzeitigkeit ist die hohe Kunst in dieser ersten Positionierungsphase. Es geht also darum, beide Seiten als Teamplayer zu sehen und sie nicht gegeneinander auszuspielen.
Zwischen diesen beiden Seiten ist oft ein großer Abstand. Und der füllt sich schnell mal mit Ungeduld.
Da ich sehr ungeduldig werden kann, fülle ich den Zwischenraum aktuell ganz bewusst mit etwas anderem: Mit »Was wäre, wenn«-Sätzen. Ich gehe also ganz bewusst im Kreis und mache Gedanken-Experimente.
Die helfen mir, durchzurechnen, ob diese verschiedenen Szenarien wirtschaftlich tragfähige Businessmodelle sein können.
Und sie helfen mir auch, zu visualisieren, welche Konsequenzen diese Veränderungen für mich und meine Arbeit hätten.
Heute gebe ich dir Einblick, welche konkreten Fragen ich mir bei diesen Gedankenexperimenten stelle.
Doch bevor wir damit starten können, braucht es einen Blick auf den Status Quo.
Dazu habe ich einen Blick zurückgeworfen und geschaut, was die letzen Monate und Jahre gut funktioniert hat. Und: Was hat nicht funktioniert? Was möchte ich ändern?
Darüber habe ich auch schon in Episode 199 gesprochen.
Neben diesem Blick zurück hab ich aber auch nach vorne geschaut und einen Blick in die Zukunft geworfen.
Hier hab ich mich also gefragt: Was wünsche ich mir – für mich und für mein Business? Wie soll meine Zukunft aussehen? Welche Ziele will ich erreichen?
Erst wenn das konkret formuliert ist, wird es auch möglich sein, später im Prozess zu entscheiden, welches der Gedankenexperimente die beste Wahl für den nächsten Schritt ist.
Das Vision-Board
Bei meinen Zielen und Wünschen musste ich nicht bei Null anfangen. Die habe ich in meinen vorherigen Positionierungsrunden schon konkret benannt und auf einem virtuellen Miro-Whiteboard festgehalten.
Dieses Visionsboard habe ich also schon vor vielen Jahren angelegt. Es beschreibt, wer ich bin, was mir wichtig ist und was ich mir wünsche. In Bildern und Schlagworten.
Hier habe ich also vor 10 Wochen wieder einmal bewusst auf dieses Visionsboard geschaut und ein paar Dinge angepasst und ergänzt.
Und ja, es hat mich froh gemacht, dass ich hier gar nicht so viel ändern musste.
Es kamen eigentlich nur ein paar wenige Dinge dazu, in die ich in den letzten Jahren hineingewachsen bin.
Ich hab zum Beispiel ein Cover vom Podcast und die tolle Maus, also die Bildwelt, die ich in den letzten Jahren für den Podcast entwickelt habe, auf dem Board ergänzt.
Und ein Foto von mir beim morgendlichen Schwimmen gehen ist da jetzt auch drauf. Weil das für mich ganz viel Lebensqualität bedeutet.
Und mit diesem Blick in die Vergangenheit und dem Blick in die Zukunft im Gepäck habe ich dann aufgeschrieben, was sich ändern soll.
Denn Positionierung ist ja ein Veränderungsprozess. Und damit der zielgerichtet ist, braucht es Vorgaben.
Das allererste, was mir klar wurde und was ich aufgeschrieben habe, war: Ich will keine zusätzliche Komplexität. Mein Business soll strukturell so bleiben oder einfacher werden. Aber nicht komplexer.
Wirtschaftlich soll alles einfach nur so bleiben wie es die letzten drei Jahre war. Das erlaubt mir ein gutes, sorgenfreies Leben. Unendliches Wachstum und Skalieren, im Sinne von »mehr, mehr, mehr«, brauche ich nicht.
Was mir aber wichtig ist, ist, dass ich kein Team möchte. Das wurde mir in letzter Zeit oft nahe gelegt, wenn ich mich beschwert habe, dass ich so viel zu tun habe.
Aber ich möchte weiterhin soloselbstständig sein. Denn ein Team bedeutet weniger Flexibilität, zwingend mehr Wachstum, mehr Risiko – und ja, auch mehr Kommunikation.
Ich arbeite gerne alleine und das soll auch so bleiben. Kooperationen und temporäre externe Unterstützung sind ok. Aber keine Mitarbeitenden.
Aber: Eine Sache hätte ich gern auch noch: Mehr Zeit für mich und meine eigenen Bücher. Das ist bei mir ein Dauerwunsch.
Mit diesen Vorsätzen habe ich mir dann meine Angebote angeschaut.
Dazu habe ich alles, was ich mache, auf einen großen Tisch gelegt.
Das war diesmal wirklich mein Küchentisch. Denn obwohl ich meine Positionierungsrunden in der Vergangenheit oft digital auf verschiedenen White-Boards gemacht habe, finde ich aktuell Papier irgendwie greifbarer.
Vielleicht ist das so eine Gegenreaktion gegen KI und die Digitalisierung. Ist ja am Ende auch egal.
Auf meinen Küchentisch liegen jetzt also verschiedene Haufen.
Einmal meine aktuellen Angeboten, also all das, womit ich aktuell Geld verdiene. Meine Beratungsangebote. Meine Designleistungen. Meine Bücher. Mein Podcast.
Daneben gibt es auch einen großen Haufen von Ideen und Projekten. Einige Ideen sind neu. Andere trage ich schon lange mit mir herum.
All diese Haufen stehen gerade zur Diskussion. Alles darf hinterfragt werden. Jede Idee ist erst einmal erlaubt. Und jede Idee darf auch wieder verworfen werden.
Das ist wichtig in der »Was wäre, wenn«-Phase.
Nur, wenn du dir erlaubst, ergebnisoffen zu experimentieren, kannst du wirklich über den Tellerrand deiner bestehenden Positionierung schauen.
Und ja, alles darf, nichts muss. Du darfst ja alles, was sich nicht gut anfühlt, später auch wieder in die Tonne werfen, wenn du möchtest.
Und ja, einige meiner Ideen haben sich beim länger drüber nachdenken nicht gut angefühlt.
Einige von ihnen haben zum Beispiel Tabula Rasa gemacht.
Sie würden für mich in der Konsequenz bedeutet, noch einmal bei Null anzufangen. Mich neu als Expertin zu positionieren, mit einem komplett anderen Thema.
Auch diese Ideen habe ich ein paar Tage mit mir herumgetragen, hab sie wirtschaftlich durchgerechnet, geschaut, was das für mich und meine Arbeit bedeuten würde.
Und dann gemerkt: Halt Stopp! Das fühlt sich gar nicht gut an. Auch wenn die Idee als solche spannend ist. Und einige dieser Ideen trage ich schon lange mit mir rum.
Aber beim Einfühlen ploppte dann der Gedanke in mir auf: Aktuell ist nicht die richtige Zeit dafür, Tabula Rasa zu machen.
Zumindest nicht für mich und nicht für das, was ich mir in den letzten 15 Jahren aufgebaut habe.
Denn hier an dieser Stelle ist es natürlich auch sinnvoll, auf das zu schauen, was im Außen passiert. Was hat sich da verändert und wie will ich damit umgehen?
Und so musste ich meine Ziele-Liste noch einmal erweitern.
Denn: Ja, wie wahrscheinlich alle kreativen Selbstständigen machen mir die aktuellen Entwicklungen mit generativer KI Sorgen und möchte ich meine Selbstständigkeit ki-sicher machen. Das ist ein wichtiges Ziel für die Zukunft.
Und in Anbetracht der weltpolitische Lage habe ich auch gemerkt: Ja, ich möchte die aktuelle wirtschaftliche Krise nutzen, um mein Unternehmen auf wirtschaftlich ganz stabile Füße stellen.
Oder wie ich es für mich übersetze: Krise als Chance für einen Qualitätscheck.
Denn dass hast du bestimmt auch mit deinen Kund*innen in den letzten Monaten erlebt:
In Krisenzeiten wird jedes Budget zweimal umgedreht. Aufträge werden vorsichtiger vergeben. Es wird weniger investiert.
Häufig fließt das Geld dann in Dinge, die kurzfristig einen messbaren Erfolg schaffen.
Und Langzeit-Ziele, wie zum Beispiel langfristige Positionierung, werden in solchen Krisen-Phasen oft erst einmal vertagt.
Denn in der Krise ist das oberste Ziel, das aktuelle Geschäftsjahr gut über die Bühne zu bringen. Das geht unseren Kund*innen genauso wie uns Selbstständigen.
Und nachdem mir das bewusst wurde beim Ziele-schreiben, wurde mir auch klar: Die komplette Umstrukturierung eines Unternehmens inklusive Rebranding und neuer Angebotsstruktur ist ja auch immer ein Risiko.
Immer.
Aber in Krisenzeiten sind Menschen noch kritischer und bauen lieber auf Bewährtes anstatt auf Unbekanntes.
Deshalb ist es jetzt für mich sinnvoll, lieber langfristig zu optimieren anstatt etwas komplett Neues aus dem Boden zu stampfen.
Nach diesem Aha-Moment habe ich mir ein paar Guidelines für meine Gedanken-Experimente gemacht.
Die nutze ich, um mich immer wieder an zwei Dinge zu erinnern, auf die ich mich fokussieren will in der »Was wäre, wenn«-Phase.
Mit meiner neuen Positionierung möchte ich meine bestehenden Angebote schärfen, damit meine Arbeit für die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, ein relevantes, messbares Ergebnis erzeugt.
Dieses Ergebnis muss dabei so wertvoll und signifikant für meine Geschäftspartner*innen sein, dass diese gerne Geld dafür ausgeben. Weil sie einen echten Nutzen davon haben.
Da wir ja alle krisentechnisch im gleichen Boot sitzen, sind hier zwei Fragen besonders wertvoll. Und die stelle ich mir in meinen Gedanken-Experimenten:
Frage #1: Welche Auswirkungen hat die wirtschaftliche Krise auf meine Kund*innen?
Frage #2: Wie kann ich dabei helfen, meine Kund*innen durch die Krise zu begleiten, damit sie auf der anderen Seite wohlbehalten ankommen?
Hast du dich das auch schon mal gefragt?
Gleichzeitig fokussiere ich mich in meinem Positionierungsprozess darauf, bestehendes Vertrauen wachsen zu lassen anstatt es mit zu starken Brüchen kaputt zu machen.
Denn Vertrauen wird in Krisenzeiten zur wichtigsten Währung in der Geschäftswelt.
Deshalb frage ich mich: Wie kann ich in meiner Umpositionierung auf das Vertrauen, das über die letzten 15 Jahre gewachsen ist, aufbauen?
Was brauchen die Menschen, die mit mir zusammenarbeiten, um mir trotz der stattfindenden Veränderung weiterhin zu vertrauen?
Wie kann ich den Veränderungsprozess so gestalten, dass Menschen sich mitgenommen fühlen?
Diese beiden Schwerpunkte, Mehrwert und Vertrauen, sind also die Leitlinien, die entscheiden, welche meiner Ideenhaufen auf meinem Küchentisch weitergedacht werden.
Das ist der aktuelle Stand meiner Umpositionierung. Ich weiß. Das fühlt sich vielleicht alles wenig konkret an. Und das ist es auch. Das braucht die »Was wäre, wenn«-Phase.
In der entsteht ein großer Haufen von Ideen.
Die trage ich gerade alle regelmäßig mit mir herum. Wie Eier. Ab und an setz ich mich wie ein Huhn sozusagen mal auf ein Ei und brüte. Und überprüfe mit meinen zwei Leitlinien, ob die Idee ein für mich passender nächster Schritt ist.
Der nächste Schritt ist dann, eine der Ideen auszuwählen und zu konkretisieren. Um dann damit eine klare Angebotsstruktur zu formulieren, die wirtschaftlich nachhaltig funktioniert: mit konkreten Zielgruppen, Alleinstellungsmerkmalen und wirksamen Akquisestrategien.
Wie es weitergeht, erzähl ich dir hier bald. In der nächsten Folge der Mini-Serie »Positionierung Live«.
Und jetzt habe ich hier noch eine Frage für dich:
Wo in deinem Business hältst du gerade an etwas fest – aus Angst vor Veränderung – obwohl du eigentlich weißt, dass es nicht mehr zu dir passt?
Und was brauchst du, um dich zu trauen, hier mal genau hinzuschauen – und mit einem »was wäre, wenn«-Satz ein Gedankenexperiment zu starten?
Falls dir diese Folge einen Aha-Moment beschert hat – oder einfach nur ein bisschen Mut: Das freut mich riesig. Und ich dank dir sehr, wenn du dem Podcast deshalb eine positive Bewertung schenkst oder die heutige Folge weiter empfiehlst.
Damit unterstützt du meine Arbeit – so viel mehr als du wahrscheinlich denkst. Und ich danke dir von Herzen dafür!
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe. Wir hören uns wieder nächste Woche.
Ich freu mich auf dich.
Bis dahin, tschüss!
Deine Franziska
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Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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