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Weitere InformationenDie Folge #206 beantwortet diese 3 Fragen:
Weil du ggf. im Teufelskreis der Neuanfänge feststeckst: Ständiges Ausprobieren neuer Strategien bringt kurzfristige Euphorie, aber keine nachhaltigen Ergebnisse. Optimierung – also Wiederholung und beharrliche Anpassungen – führt dich weiter als der nächste große Wurf. Erst durch Wiederholung, Dokumentation und gezielte Verbesserung entfaltet sich echter Fortschritt.
Indem du Optimierung statt Neuanfänge in den Fokus rückst. Setze auf Mehrwert für Kund*innen (z. B. effizientere Prozesse) und Vertrauen (z. B. durch konsistente Positionierung). Reduziere deine Akquise auf die 30 Prozent deiner Aktivitäten, die den größten Impact haben, statt dich in endlosen Experimenten zu verlieren.
Mehrwert und Vertrauen. Optimierung gelingt, wenn du bestehende Angebote so anpasst, dass sie für Kund*innen noch wertvoller werden – und gleichzeitig deren Vertrauen in deine Marke stärkst. Besonders in unsicheren Zeiten ist Kontinuität (z. B. durch klare Guidelines wie diese) entscheidender als radikale Neuerungen.
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Optimieren ist unsexy. Denn während ein Neuanfang nach Abenteuer und großen Träumen schmeckt, fühlt sich Optimieren an wie Gemüse schneiden: nützlich, aber nicht sonderlich aufregend.
Und doch – genau das ist es, was mich in den letzten Jahren weitergebracht hat. Nicht die großen Würfe, sondern die kleinen, beharrlichen Anpassungen. Die, die mich und mein Business langsam, aber sicher wachsen lassen.
In der heutigen Folge zeige ich dir deshalb, warum ich mich in meiner aktuell laufenden Umpositionierung für die langweiligere, aber effektivere Option entschieden habe. Und wie du einen typischen Teufelskreis, nämlich dem aus Neuanfängen, durchbrichst.
Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und wie du gleichzeitig dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt. Auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
Und jetzt kommt’s: Knall. Bumm. Die Entscheidung ist gefallen. Ich erstelle die Portfolio-Akademie noch einmal komplett neu.
Die Portfolio-Akademie ist ja mein 14-wöchiges Live-Gruppenprogramm für Illustrator*innen und Designer*innen und eins meiner Kern-Angebote.
Ehrlich gesagt bekomme ich jetzt schon Herzrasen, wenn ich daran denke, sie neu aufzubauen. Denn eine komplette Von »Grund auf«-Überarbeitung ist wirklich viel Arbeit. Circa 15 Stunden Video-Material. Sichten. Transkribieren. Analysieren. Optimieren. Neu aufnehmen. Schneiden. Und der ganze Rattenschwanz, der danach noch kommt.
Damals, im Jahr 2021, als ich die Video-Lektionen der PA das erste Mal erstellt habe, hat das ganze drei Monate gedauert, in denen ich nicht viel anderes als das gemacht habe.
Seitdem ist die Portfolio-Akademie mit ihrem 14-wöchigen Positionierungsprozess in 5 Jahren 9 Mal erfolgreich abgelaufen. 230 Menschen haben den Prozess mindestens einmal, viele auch mehrmals durchschritten.
Und jetzt ist Zeit, den Prozess noch einmal von Grund auf neu aufzubauen und zu optimieren.
Denn: Im März habe ich eine weitreichende Entscheidung getroffen. Ich habe entschieden, dass ich meine Positionierung überprüfe. Weil sich viele Dinge in meiner Selbstständigkeit über die Zeit geändert haben und sich deshalb nicht mehr ganz passend anfühlen.
Und ja, die Zeit ist reif dafür. Meine letzte große Kurskorrektur bzw. Kursüberprüfung ist schon eine Weile her. Die hat in den Jahren 2020 und 2021 stattgefunden.
In der Zeit habe ich die langjährige Zusammenarbeit mit mehreren großen Branding-Kund*innen beendet, habe auch meine drei Lehraufträge in Hamburg beendet und bin nach Finnland ausgewandert.
Und in diesem Zuge habe ich den Positionierungs-Kurs, den ich davor sechs Jahre lang an den Hochschulen unterrichtet hatte, in meine eigenen Blumentöpfe umgetopft.
Das Endergebnis dieses Prozesses war mein Buch »Die gute Mappe: Dein Weg zu einem überzeugenden Portfolio und kreativer Selbstbestimmung« und die Portfolio-Akademie.
Da waren also auf einmal 2 Blumentöpfe da, die mir gehörten.
Jetzt, 5 Jahre später, merke ich, dass diese Blumentöpfe wieder etwas zu eng geworden sind. Es kneift und zwickt. Und deshalb habe ich mich im März 2026 entschieden, meine Positionierung zu überarbeiten.
Darüber habe ich schon in der Folge 199 und in Folge 202 ausführlich berichtet. Das heute hier ist ein Update. Ein Teil 3.
Das große Ideenfeuerwerk, von dem ich vor ein paar Wochen berichtet habe, hat sich etwas beruhigt. Das ist auch ok, denn es hat sich im Prozess herauskristallisiert, was genau ich ändern möchte.
Nicht Tabula Rasa, im Sinne von: Alles neu! Alles anders!
Sondern: Aufbauen auf das, was schon da ist. Mit Wertschätzung und Geduld.
Das große Ziel ist also Optimierung. Ich habe mich also entschieden, lieber langfristig zu denken anstatt schnell etwas komplett Neues aus dem Boden zu stampfen.
Nach diesem Entschluss habe ich mit zwei Perspektiven auf alles, was ich für Kund*innen mache, draufgeschaut.
Einmal mit der Perspektive Mehrwert: Wenn ich mit diesem Fokus optimiere, frage ich mich also, wie ich den Mehrwert, den meine Arbeit für meine Kund*innen kreiert, noch vergrößern kann.
Im Kontext der PA bedeutet das dann zum Beispiel: Kann ich den Prozess vielleicht noch effektiver gestalten? Kann ich ihn kürzen, damit nicht 15 Video-Stunden dafür notwendig sind, sondern vielleicht nur 8, aber mit den gleichen Ergebnissen? Oder vielleicht sogar noch besseren Ergebnisse?
Und auch bei meinen Designleistungen ist diese Perspektive natürlich sinnvoll. Da kann ich fragen, wie ich dafür sorgen kann, dass für meine Verlage die Zusammenarbeit mit mir noch mehr Mehrwert erzeugt? Vielleicht über mehr Presse? Oder über mehr Reichweite? Oder über einen noch unkomplizierteren Auftragsablauf?
Alles, was mir hier an Mehrwert eingefallen ist, habe ich erst einmal aufgeschrieben.
Und dann gab es noch eine zweite wichtige Perspektive. Und zwar die Perspektive Vertrauen.
Denn wir leben gerade in aufgewühlten Zeiten.
Eine Umpositionierung inklusive Rebranding, Überarbeitung von Angeboten oder sogar dem Launch neuer Angebote ist immer auch ein Risiko.
Für Kund*innen bedeutet das Veränderung – und das geht immer auch mit einer gewissen Verunsicherung einher.
Das ist in sicheren Zeiten so. Aber in unsicheren Zeiten gilt das noch einmal so viel mehr.
Deshalb habe ich mich auch gefragt, wie ich meinen Veränderungsprozess so gestalten kann, dass das Vertrauen in meine Angebote, das ich über die letzten Jahre mit viel Herzblut und Engagement aufgebaut habe, bleibt und vielleicht sogar wächst.
Mehrwert und Vertrauen sind also meine wichtigsten Guidelines.
Nachdem das feststand, habe ich dann entschieden, was ich alles im Detail optimieren will.
Und ja, die Liste ist lang. Im Moment frage ich mich manchmal, was zur Hölle mich geritten hat, diesen Berg von Aufgaben auf meine To-do-Liste zu schreiben.
Aber da steht unter der Frage »Was werde ich optimieren«?
Und vielleicht fragst du dich jetzt: Ey, Franziska. Das ist eine beachtliche Todo-Liste. Hast du die letzten Jahre einfach immer nur das gleiche gemacht? Ist das sozusagen der Optimierungsstau der letzten 5 Jahre?
Nein. Natürlich habe ich die letzten 5 Jahre immer wieder auch schon optimiert.
In der Portfolio-Akademie habe ich regelmäßig neue Lektionen ergänzt, das Workbook angepasst und Ressourcen zur Unterstützung entwickelt. Eine neue Kursplattform aufgebaut vor zwei Jahren. Live-Formate angepasst. Und Community-Funktionen implementiert.
Aber ich habe eigentlich immer nur angestrickt. Mehr gemacht. Die PA größer gemacht.
Das gleiche gilt für meine Website zum Beispiel. Die wurde immer größer. Ich hab neue Seiten ergänzt. Neue Leistungen. Und über die Zeit ist so die Stringenz vom Anfang verloren gegangen.
Und auch in der Akquise und im Marketing habe ich viel ausprobiert. Viel gemacht. Immer wieder neue Dinge ergänzt. Und jetzt ist Zeit, hier mal aufzuräumen.
Gezielt zu reduzieren. Fokus zu finden. Sozusagen die Wollmäuse, die sich über die letzten Jahre in den Ecken so angehäuft haben, wegzustaubsaugen.
Also: Zu optimieren.
Und eine Sache fällt mir beim Optimieren immer wieder auf. Optimieren ist so viel weniger sexy als ein Neustart.
Mit etwas Neuem zu beginnen, hat diese Magie des Neuanfangs. Alles ist neu und aufregend. Und das bedeutet auch, dass noch alles möglich ist. Das setzt viel Energie frei. Schafft Raum für Träume und Wünsche.
Optimieren dagegen bedeutet, das, was schon da ist, besser zu machen. Es bedeutet, Angebote zu überarbeiten, damit sie bessere Ergebnisse erzielen.
Und ja, das bedeutet eben auch, Prozesse zu wiederholen. Feedback zu sammeln. Empirische Daten zu dokumentieren. Denn nur dann kann ich herausfinden, wo es im Prozess hakt und wo ich ansetzen kann.
In der Akquise sieht das zum Beispiel so aus: Hier schreibe ich auf, was ich wann wie und mit welchen Ergebnissen gemacht habe. Ich dokumentiere also. Und dann wiederhole ich. Immer und immer wieder. Um dann, nach genügend Wiederholungen, so viele Daten zu haben, dass ich damit optimieren kann.
Und ja, das ist anstrengend. Und oftmals auch deutlich mühsamer und auch langweiliger als ein Neuanfang. Das ist zäh wie Kaugummi sozusagen.
Aber genau hier lauert eine Gefahr: Dass wir aufhören. Dass wir das Handtuch werfen – und lieber wieder etwas Neues anfangen. Denn das wäre so viel leichter als die zähe Optimierung.
Aber gleichzeitig kann ich dir versprechen, mit großem Fuchsbären-Ehrenwort, dass auch bei dem neuen Abenteuer irgendwann der Moment kommen wird, an dem wir optimieren müssen, damit es erfolgreich weitergeht.
Und wenn wir dann wieder aufhören und mit etwas Neuem beginnen, entsteht ein Teufelskreis aus Neuanfängen.
Der sorgt dafür, dass wir genau dann aufhören, wenn es eigentlich erst richtig losgeht.
Dieser Teufelskreis fühlt sich so an, als ob ich ganz viel mache. Aber die Ergebnisse nicht kommen. Weil ich immer nur Neues ausprobiere anstatt in der Tiefe zu optimieren.
Davor wollte ich mich die letzten Jahre beschützen. Denn ich hatte immer wieder das Bedürfnis, etwas ganz Neues zu machen. Und deshalb war das Motto meiner letzten Jahre: Einfach weitermachen. Wiederholen. Lernen. Üben. Daten und Erfahrungen sammeln.
Aber jetzt habe ich genug Wiederholungen, genug Daten, genug Erfahrung. Deshalb ist jetzt Zeit für eine grundlegende und in die Tiefe gehende Optimierung.
Und ja, du kannst dir bestimmt vorstellen, anhand der langen Todo-Liste, dass das ein ganz schöner Kraftakt werden wird.
Im Moment bin ich guter Dinge, weil ich im Herzen das Gefühl habe, dass das jetzt gerade dran ist. Es fühlt sich richtig an.
Und ich weiß, dass, wenn die Richtung stimmt, ich Berge versetzen kann. Das hab ich in meinem Leben schon mehrfach bewiesen.
Aber natürlich passiert der ganze normale Wahnsinn des Alltags daneben ja auch noch.
Das ist auch die Herausforderung eines solchen Positionierungs-Optimierungs-Prozesses. Es ist ein bisschen so wie Operieren am offenen Herzen.
Denn die Aufträge und Verpflichtungen laufen ja weiter.
Klar würde ich mir gerade gern ein Jahr frei nehmen, um das alles in Ruhe zu erledigen. Aber das geht leider nicht. Und bei dir und den meisten kreativen Selbstständigen wird das wahrscheinlich auch nicht möglich sein.
Deshalb habe ich auch überlegt, was ich weglassen kann, um mir mehr Zeit für meine umfängliche Optimierung zu schaffen.
Eine Sache ist dir bestimmt schon aufgefallen. Gerade mache ich kein Instagram. Weil mir das mehrere Stunden in der Woche spart. Ob ich später im Jahr wieder anfange oder nicht habe ich noch nicht entschieden.
Gleichzeitig habe ich einige Auftragsanfragen abgesagt und fokussiere mich gerade auf die Projekte, die genau das sind, was ich machen will, langfristig. Alles andere sage ich ab.
Und ja, das ist natürlich auch ein großes Privileg, dass ich das gerade kann. Und über den monetären Puffer, den ich mir dafür über die letzten Jahre aufgebaut habe und den ich dafür benutze, bin ich sehr dankbar.
Klar! Das weckt natürlich auch Existenzängste. Gleichzeitig merke ich, dass ich fest daran glaube, dass dieser Optimierungsprozess für meinen Weg essenziell ist. Und deshalb investiere ich das Geld in mich. Und schaffe mir so mehr Zeit.
Und deshalb erlaube ich mir auch, dass die Portfolio-Akademie im Herbst 2026 zwar stattfinden wird, aber die Türen bleiben zu.
Warum? Ich hab ein Versprechen gegeben und das halte ich. Ich hab meinen PAlies versprochen, das sie den aktuellen Prozess mindestens zweimal mitmachen können. Die aktuelle Runde ist gerade durch die Ziellinie gelaufen – und deshalb machen wir im Herbst noch einmal wie gehabt eine zweite Runde.
Aber ich werde die Türen nicht öffnen für neue Menschen. Und die Zeit, die dadurch frei wird, werde ich nutzen, um das Programm parallel neu aufzubauen.
Nächstes Jahr im Frühjahr lade ich dann auch wieder neue Menschen in die PA ein. Und ja, das Programm wird dann anders heißen, aber im Kern noch das gleiche Programm sein, nur besser.
Falls du also gerade auf der Warteliste der Portfolio-Akademie stehst, dann freu ich mich sehr, wenn du im Frühling 2027 immer noch Interesse hast.
Und ja, wenn du noch nicht auf der kostenlosen und unverbindlichen Warteliste stehst, aber zu den allerersten gehören möchtest, die Einblick in die neue PA bekommen, dann schreib dich doch jetzt kostenlos und unverbindlich auf die Warteliste ein, aktuell noch unter der URL www.diegutemappe.de/pa. P wie Portfolio und A wie Akademie.
So, das ist der Status Quo. So sieht’s bei mir gerade aus.
Wie es weitergeht, erzähl ich dir hier bald. In der nächsten Folge der Mini-Serie »Positionierung Live«.
Und jetzt bin ich neugierig: Hast du beim Zuhören vielleicht mal gedacht: Ah, ja, das kenne ich!
Vielleicht kennst du ja diese Situation, dass du ganz viel ausprobierst, zum Beispiel in deiner Akquise – und damit aber nicht so viel erreichst?
Und hier wäre ja die Frage: Woran liegt das? Hast du genug Wiederholungen gemacht? Genug Daten gesammelt? Und nutzt du das auch, um zu optimieren?
Oder sitzt dann dein Unterbewusstsein am Steuer und biegt lieber ab zum neuen Abenteuer, um das zähe Kaugummi der Optimierung zu umfahren?
Die Frage ist also: Hast du schon einmal etwas nicht zu Ende geführt, weil es sich nicht mehr »neu und aufregend« angefühlt hat? Und wie kannst du dafür sorgen, dass dir das das nächste Mal bei den Sachen, die dir wirklich wichtig sind, nicht passiert?
Hast du Ideen? Erzähl’s mir. Ich bin neugierig.
Und keine Sorge: Wenn du jetzt denkst: Muah! Ja, hab ich. Haben wir alle schon mal gemacht. Ist ganz menschlich. Aber wenn du hier ehrlich hinschaust, kannst du bei den Sachen, die dir wirklich wichtig sind, ab heute anders abbiegen.
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe. Wir hören uns wieder nächste Woche. Ich freu mich auf dich.
Bis dahin, tschüss!
Deine Franziska
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Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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