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Du wirst es wahrscheinlich in letzter Zeit schon gemerkt haben: Mich beschäftigt gerade die Frage »Social Media: Bleiben oder gehen?« Und ich weiß, dass viele Kolleg*innen auch darüber nachdenken.
Deshalb habe ich vor ein paar Wochen die Umfrage »Akquise in den sozialen Netzwerken in 2025« gestartet. Denn ich wollte wissen: Lohnt es sich heute noch, einen Social-Media-Account als Akquisekanal aufzubauen? Im Sinne von: Bringt das wirklich Aufträge? Wenn ja, was für Aufträge? Und wenn nein, was bringt es dann?
Das Ergebnis der Umfrage teile ich heute mit dir in dieser Folge. Du erfährst, wie viele Aufträge die Kolleg*innen wirklich mit Social Media akquirieren, warum die Anzahl an Aufträgen aber nicht alles ist, worauf du schauen solltest. Wir sprechen auch darüber, ob LinkedIn wirklich mehr Umsatz bringt als Instagram und was du beachten solltest, wenn du nur sporadisch postest.
Let’s go!
Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
»Mir wird immer gesagt, Akquise in den sozialen Netzwerken ist sehr wichtig, aber ich bekomme über diese Kanäle selten direkt Anfragen – und auch keine Anfragen, die darauf Bezug nehmen. Ich denke aber, dass es für die Sichtbarkeit wichtig ist.«
Das hat eine kreative Person geschrieben, die an meiner Umfrage »Akquise in den sozialen Netzwerken in 2025« teilgenommen hat.
Und ja, viele kreative Selbstständige können hier bestimmt zustimmend nicken. Keiner weiß, was Social Media wirklich konkret bringt, aber die meisten Kreativen wissen, dass die Sichtbarkeit auf den Plattformen schon nützlich ist. Nur für was genau, weiß niemand so richtig.
Denn es ist schwer, herauszufinden, wie relevant Social Media-Plattformen wie Instagram und LinkedIn für die eigene Akquise sind und was da wirklich möglich ist — akquisetechnisch?
Deshalb hab ich wie gesagt im Mai eine Umfrage gestartet zur Akquise in den sozialen Netzwerken. 136 Kreative haben mit abgestimmt. Heute teile ich mir dir die Ergebnisse und einige interessante Schlussfolgerungen.
Ziel der Umfrage war, herauszufinden, welche Plattformen sich für die Auftragsakquise lohnen. Denn wenn du schon auf einer Social-Media-Plattform unterwegs bist, wirst du wissen: Social Media kosten viel Zeit.
Und die Frage ist also: Lohnt sich dieser Zeitaufwand? Ist er wirtschaftlich sinnvoll?
Denn die Frage ist ja berechtigt: Du könntest diese Zeit ja auch in andere Formen von Akquise stecken. In aktive Akquise zum Beispiel, wie Messebesuche, Portfolio-Zusendungen, Netzwerk-Pflege oder auch ein persönliches Gespräch mit einer potenziellen Kundin.
Das könnte ggf. deutlich weniger Zeit beanspruchen – und mehr Umsatz bringen.
In der Umfrage gab es zwei große Fragen-Blöcke: einen zu Instagram und einen zu LinkedIn.
88% der Kreativen, die an der Umfrage teilgenommen haben, nutzen aktiv Instagram für ihre Auftragsakquise. LinkedIn wird nur von 63% der Kreativen für die Akquise genutzt.
Das bedeutet, dass heute immer noch 25% weniger Konkurrenz auf LinkedIn unterwegs ist, was es aktuell noch leichter macht, dort sichtbar zu werden.
Ich war allerdings überrascht, denn 25% sind jetzt kein riesengroßer Unterschied mehr.
Es scheint mir, dass die goldenen Zeiten von LinkedIn langsam zu einem Ende kommen – weil mehr Menschen die Plattform für Akquise nutzen und der Wettbewerbsdruck für Sichtbarkeit dort deshalb auch größer wird.
Eine Frage, die dich wahrscheinlich brennend interessiert, ist: Bekommen Kolleg*innen auf LinkedIn deshalb im Moment noch mehr Aufträge? Und wie ist das auf Instagram?
Auf Instagram stellte sich das in der Umfrage so dar: 26% der Menschen, die Instagram auch nutzen (23% gesamt*, *Prozentzahl / Gesamtzahl Teilnehmende der Umfrage), gaben an, 1 bis 2 Aufträge pro Jahr über Instagram zu akquirieren. 26 Prozent. Das ist jede vierte Person.
Wie gesagt, ich schaue hier nur auf die Kolleg*innen, die Instagram auch aktiv nutzen für ihre Akquise. Das waren 88% und 119 Menschen, die an der Umfrage teilgenommen haben.
8% (7% gesamt*) davon können durchschnittlich 3 bis 5 Aufträge pro Jahr auf Instagram generieren. Und nur 3% (2% gesamt*) akquirieren mehr als 5 Aufträge pro Jahr.
Addieren wir das alles zusammen, dann bedeutet das, dass 37%, also mehr als ein Drittel, pro Jahr mindestens einen Auftrag auf Instagram akquiriert, wenn sie Instagram aktiv als Akquisekanal nutzen.
Auf LinkedIn sieht das so aus. Hier sind es 30% (19% gesamt*), die über LinkedIn mindestens einen Auftrag pro Jahr generieren – wenn sie LinkedIn aktiv als Akquisekanal nutzen. Also 4% mehr als auf Instagram.
Und nur 5% (3% gesamt*) davon akquirieren 3 bis 5 Aufträge pro Jahr über LinkedIn, wenn sie aktiv dort Akquise machen. Zum Vergleich: auf Instagram waren es 8%.
Keine der Teilnehmenden generierte mehr als 5 Aufträge auf LinkedIn. Auf Instagram waren es zumindest 3%.
Aber die Anzahl an Aufträgen sagt allerdings noch lange nichts darüber aus, wie wirtschaftlich das Akquise-Ergebnis der Plattform ist.
Wenn du anstatt 5 Aufträgen à 100€ nur einen Auftrag mit einem Honorar von 8.000€ akquirierst, ist dieser eine Auftrag für deine Wirtschaftlichkeit wesentlich relevanter als die 5 kleinen Aufträge.
Deshalb entscheidet nicht die Anzahl an Aufträgen, ob sich eine Plattform als Akquisekanal lohnt, sondern der Umsatz pro Jahr, der durch die Plattform bei dir reinkommt.
Und hier ein wichtiges Framing: Ich gehe davon aus, dass ein Kanal, für den sich die Akquise lohnt, mindestens 5.000€ Umsatz pro Jahr generieren muss.
Meine Überlegung dazu ist folgende: Gemäß meiner eigenen Zeitdokumentation halte ich es für recht wahrscheinlich, dass das regelmäßige Bespielen einer Social-Media-Platform mindestens einen halben Tag pro Woche Zeit beansprucht. Und das ist sehr sportlich gedacht.
Bei mir geht dafür tendenziell auch mal deutlich mehr als 4 Stunden für drauf. Aber wenn ich mich diszipliniere, halte ich 4 Stunden für das absolute Minimum an Zeit, was ich dafür brauche.
Mein Stundensatz liegt zwischen 80 und 175€/Stunde. Mir ist schon klar, dass Akquise keine Schwarz-Weiß-Rechnung ist – im Sinne von: Was ich reinstecke, bekomme ich eins zu eins wieder raus.
Aber wenn ich 4 Stunden pro Woche für die Plattform arbeite, dann sollte die Plattform auch einen gewissen monetären Nutzen für mich haben.
Ansonsten könnte ich diese 4 Stunden Zeit auch in eine andere Akquiseform stecken und Instagram und LinkedIn wie ein weiteres Portfolio im Netz benutzen.
Ehrlich gesagt: Genau das machen viele der Teilnehmenden der Umfrage. Sie posten sporadisch, nutzen die Plattform wie ein Portfolio – und machen über andere Wege Akquise.
Eine kreative Person sagte in der Umfrage zum Beispiel: »Erfahrungsgemäß kommt der Erstkontakt meist über ein In-persona-Treffen zustande, zum Beispiel auf Messen, fachlichen oder privaten Events. Über Instagram (und seltener LinkedIn) kontaktieren Kund*innen mich dann auch.«
Und eine zweite Person meinte: »Ich nutze Social Media zwar, um sichtbar zu sein und auf mich neugierig zu machen, aber meine Hauptakquise findet über Empfehlungsmarketing statt.«
Viele Kolleg*innen sind also aktuell in den sozialen Netzwerken unterwegs, aber nutzen die Plattformen nur bedingt als Akquise-Tool. Das ist eine valide Option, die du auch hast – und die entlastet.
Denn dann hast du auch mehr Freiheiten, was du postest und wann du postest – und es ist auch fast egal, wie viele Likes und wie viel Reichweite dein Content hat.
Denn dein Profil ist wie ein Blog auf deiner Website und erlaubt Kund*innen, wenn sie gerade mehr über dich erfahren wollen, zu sehen, was du gerade machst.
Sie können dich so noch einmal anders und besser kennenlernen als nur über deine Website.
Aber wir wollen ja heute auch herausfinden: Kann sich Social Media auch monetär lohnen?
Aber lass uns trotzdem jetzt mal schauen, wie viel Umsatz die 136 Kreativen, die an der Umfrage teilgenommen haben, auf Instagram und LinkedIn machen.
Sowohl auf Instagram als auch auf LinkedIn sagen etwa die Hälfte der Kreativen, dass sie 0€ Umsatz pro Jahr generieren. Auf Instagram sind es 52%. Auf LinkedIn sind es 53%. Also fast gleich.
Und ja klar, auch hier gibt es wieder Personen, die es nicht einschätzen können, ob und wie LinkedIn und Instagram einen Einfluss auf ihren Umsatz hat. Auf Instagram sagen das 16%. Auf LinkedIn 31%.
Aber lass uns mal einen Blick werfen auf die Menschen, die Umsatz machen.
37% (32% gesamt*) der Kreativen, die an der Umfrage teilgenommen haben und aktiv Instagram für Akquise nutzen, haben dort auch Umsatz gemacht. Auf LinkedIn sind das nur 26% (16% gesamt*), also 10% weniger.
24% (20% gesamt*) der Kreativen haben mit den Aufträgen, die sie auf Instagram akquirieren, weniger als 1.000€ pro Jahr eingenommen.
11% (10% gesamt*) generieren Aufträge, die 1.000€ bis 4.999€ pro Jahr Umsatz erzeugen.
Und nur 3% (2% gesamt*) haben Aufträge mit einem Umsatz von über 5.000€ akquiriert. Das sind 3 Personen von insgesamt 119 Menschen, die Instagram aktiv für Akquise nutzen.
Interessanterweise haben aber 2 dieser 3 Personen über 10.000€ Umsatz pro Jahr generiert.
Und wie sieht das auf LinkedIn aus?
Hier haben 14% (9% gesamt*) der Kreativen, die LinkedIn aktiv für Akquise nutzen, einen Umsatz bis 1.000€ pro Jahr gemacht. Das sind 10% weniger als auf Instagram.
Auf Instagram scheint es also leichter zu sein, kleinere Aufträge unter 1.000€ zu akquirieren. Das liegt mit großer Wahrscheinlichkeit am unterschiedlichen Publikum.
8% (5% gesamt*), und somit etwas (3%) weniger als auf Instagram, generieren über LinkedIn Aufträge, die 1.000€ bis 4.999€ pro Jahr Umsatz erzeugen.
Und 4% der Kreativen, die LinkedIn aktiv nutzen, konnten einen Umsatz über 5.000€ pro Jahr über LinkedIn akquirieren. Hier die Erinnerung: Diese 4 Prozent sind 3 echte Menschen der insgesamt 85 Kreativen, die LinkedIn aktiv für die Akquise nutzen.
Und auch hier generieren wie auf Instagram auch 2 der 3 Personen sogar über 10.000€ Umsatz pro Jahr.
Es scheint also aktuell ein Mü einfacher zu sein, auf LinkedIn Aufträge mit Honoraren von über 5.000€ zu akquirieren. Aber der Unterschied sind 2%. Es ist also also wirklich nur ein Mini-Mü.
Und wenn wir die These annehmen, dass ein Akquisekanal mindestens 5.000€ Umsatz pro Jahr generieren muss, um den Zeitaufwand zu rechtfertigen, dann funktioniert das aktuell auf Instagram für nur 2% und auf LinkedIn für 4% der Kreativen. Das ist erschreckend wenig.
Als ich die Ergebnisse gesehen habe, habe ich mich allerdings auch gefragt, ob das vielleicht die gleichen zwei Menschen sind, die auf Instagram und LinkedIn über 10.000€ Umsatz pro Jahr erzeugen.
Und deshalb hab ich nachgeschaut: Und dabei herausgefunden: Nein, die zwei Personen, die auf Instagram erfolgreich Akquise gemacht haben (mit Aufträgen über 10.000€), sind andere Personen als die, die das gleiche auf LinkedIn schaffen.
Der Akquiseerfolg auf einer Plattform überträgt sich also nicht auf die andere. Und es scheint sinnvoll zu sein, sich auf eine der beiden Plattformen zu fokussieren.
Aber eine zusätzliche Sache ist mir beim Genau-Hinschauen auch noch aufgefallen:
Die Branche bzw. der Markt ist wirklich entscheidet. Zwei der drei Personen, die auf Instagram Aufträge über 5.000€ akquiriert haben, arbeiten nicht in klassischen Design- und Illustrationsbranchen, sondern im Bereich Fotografie und im Bereich Onlinekurse.
Auch haben einige Kreative in der Umfrage explizit darauf hingewiesen, dass die Branche wirklich mitentscheidet, ob eine Social-Media-Plattform Umsatz generiert oder nicht.
Eine teilnehmende Person sagte zum Beispiel:
»Es kommt enorm auf die Branche an, in der man sich bewegt. Ich bin in der Hochzeits- und Eventbranche unterwegs – hier leben quasi alle relevanten Geschäftspartner*innen auf Instagram.«
Eine andere Person schrieb:
»Ich wünschte, es wäre möglich, ohne Social Media auszukommen – also ganz ohne diese Plattformen. Doch meine Zielgruppe (Procreate-Nutzer*innen) ist auf Instagram aktiv.«
Und das ist eine wichtige Schlussfolgerung für dich: Denn nur wenn du auf der Plattform potenzielle Kund*innen triffst, kannst du dort auch Aufträge generieren. Überprüfe deshalb, wer in deinem Publikum sitzt bzw. wähle die Plattform, wo du Auftrags-Entscheider*innen treffen kannst.
Und ja, klar: Wir haben es ja eben schon gehört.
Manchmal sind deine potenziellen Kund*innen vielleicht gar nicht regelmäßig auf der Platform aktiv, aber sie nutzen die Plattform zum Recherchieren und Nachschauen. Dann folgen sie dir vielleicht auch nicht – und sitzen demnach auch nicht in deinem Publikum.
Was dann?
In so einem Fall ist es sinnvoller, die Plattform als zweites Portfolio im Netz zu nutzen. Und in dem Fall reicht es auch aus, zwei- bis drei Mal im Monat zu posten, um das Profil aktuell zu halten.
Eine Person schreibt in der Umfrage zum Beispiel:
»Auch wenn sich bisher nicht unmittelbar Aufträge direkt durch Instagram ergeben haben, erkenne ich den großen Wert der Vernetzung. Mit der Zeit folgen mir mehr und mehr berufsrelevante Menschen und man trifft sich auch im echten Leben. Dort ergeben sich dann die Aufträge. Diese Verzahnung ist schon interessant. Man bleibt in Verbindung und stärkt diese, auch wenn man wenig postet.«
Und eine andere Person sagt:
»Ich bekomme Aufträge nicht direkt über Instagram, bin aber dort mit Kund*innen vernetzt und werde dort von ihnen gesehen und somit erinnert. Indirekt wirkt Instagram so auf meine Aufträge ein.«
Und eine dritte Person sagte:
»Ich nutze Instagram nur noch deshalb, weil potenzielle Kund*innen oft sagen: ›Ich schau mir Ihr Instagramprofil an.‹ Ich nutze es sozusagen als kleines, erstes Portfolio. Und gehe auf Messen und spreche gezielt mögliche Kund*innen an.«
Hier dient Instagram also als Portfolio – und die aktive Akquise passiert dazu parallel.
Wenn du die Wirksamkeit deiner Social Media Profile bewertest, reicht es nicht aus, auf den Umsatz zu schauen. Es braucht auch eine qualitative Perspektive darauf.
Gewöhne dir deshalb an, bei neuen Auftragsanfragen nachzufragen, wo dich die Kund*innen gefunden haben. Auf Instagram? Auf LinkedIn? Über deine Website? Oder über eine Empfehlung?
Manchmal kannst du es auch ableiten. Friederike Ablang hat ja im Portfolio-Podcast #162 beschrieben, dass ihre Verlagskontakte öfters mal Screenshots von Rikes Instagram-Posts schicken.
Da ist also klar ersichtlich, dass die potenziellen Kund*innen über die Plattform gekommen sind – bzw. sie zumindest für ihre Recherche-Zwecke genutzt haben.
Dieses Wissen macht es für dich so viel leichter, entscheiden zu können, auf welche Akquisekanäle du dich fokussieren solltest. Nämlich auf die, die entweder Aufträge bringen – oder alternativ – die von deinen Kund*innen genutzt werden, um dich kennenzulernen.
Jetzt möchte ich gern mit dir noch einige interessante Schlussfolgerungen aus der Umfrage teilen und eine Frage beantworten, die mir oft gestellt wird: Wie oft soll ich posten?
Hier habe ich mir die Ergebnisse der Personen angeschaut, die erfolgreich auf Instagram und LinkedIn Umsatz über 5.000€ Umsatz generieren – und nachgeschaut: Wie oft posten die?
Auf Instagram posten diese Menschen ein- bis dreimal pro Woche. Auf LinkedIn posten sie ein- bis zweimal pro Woche.
Hier also große Erleichterung: Du musst nicht täglich posten, um erfolgreich zu sein! Wöchentlich reicht vollkommen.
Aber wenn du jetzt denkst: Ah, ich muss also nur regelmäßig posten, dann bekomme ich Aufträge … dieser Zusammenhang besteht nicht.
Es gibt diverse Menschen, die an der Umfrage teilgenommen haben, die regelmäßig ein- bis zweimal posten (oder auch mehr) – und keinen oder nur wenig Umsatz machen. Das gilt für Instagram und für LinkedIn.
Die Post-Frequenz ist also kein Garant für Aufträge und Umsatz.
In der Umfrage zeigte sich sogar, dass in der Honorargruppe 1.000 bis 4.999€/Umsatz pro Jahr die Mehrheit der Kreativen sporadisch alle paar Wochen postet, also weniger als einmal in der Woche.
Umsatz ist also sogar mit sporadischem Posten möglich. Auch das gilt für Instagram und LinkedIn.
Und wie ist das auf anderen Social-Media-Plattformen? In der Umfrage habe ich ja auch gefragt: Über welche weiteren sozialen Netzwerke (neben Instagram und LinkedIn) bekommst du Aufträge?
Und das Ergebnis hat mich überrascht.
Grundsätzlich scheint es so, dass aktuell Instagram und LinkedIn die Haupt-Plattformen sind, über die Aufträge möglich sind. 89% sagen in der Umfrage, dass sie über keine weiteren Plattformen Aufträge bekommen.
TikTok, YouTube, Mastodon und Threads gingen dabei komplett leer aus. Niemand bekam Aufträge darüber.
Aber über Pinterest und Bluesky haben jeweils 2% auch schon Aufträge akquiriert. Behance kommt mit 1,5% knapp dahinter.
Mit von 0,7% wurden auch noch Nebenan.de und WhatsApp genannt. Instagram und LinkedIn sind also schon die zwei Hauptplattformen aktuell.
Eine Sache war allerdings auffällig. Denn in der Umfrage wurden auch immer wieder die gleichen Akquisestrategien genannt, die für viele funktionieren – außerhalb von Social Media.
Eine Person sagt zum Beispiel:
»Für mich ist nach wie vor die direkte Akquise am wichtigsten und erfolgversprechendsten.«
Es scheint also eine gute Idee zu sein, Social Media mit direkten Akquisestrategien zu verbinden – also mit Strategien, mit denen du deine potenziellen Kund*innen persönlich triffst.
Eine kreative Person fasst das gut zusammen:
»Ich habe mich gerade bei meinen sozialen Netzwerken abgemeldet, da ich das Gefühl hatte, dass letztendlich 99,9% meiner Aufträge über persönliche Kontakte, Bewerbungen für Ausschreibungen oder direktes Klinkenputzen entstanden sind.«
Deshalb schlussfolgere ich mal: Social Media kann deine Akquise positiv unterstützen, aber kann in 2025 keine aktive Akquise ersetzen.
Und das ist, finde ich, eine schönen Abschluss:
Eine Person fasst das schön zusammen:
»Über Instagram kommen Erstkontakte zu Stande, die ich dann durch reale Treffen (Netzwerkveranstaltungen, konkrete direkte Einladungen) verfestige. Diese Kombination führt meistens zu späteren Aufträgen, auch wenn dazwischen 1 bis 5 Jahre liegen können.«
So: Ich fasse mal zusammen und habe dazu 7 Learnings formuliert, die ich aus der Umfrage herausgezogen habe:
Machst du neben Social Media auch aktive Akquise? Ja? Wie toll!! Feiere dich! Du machst das ganz großartig.
Und wenn nicht, wie wäre es denn, wenn du heute eine mini-kleine aktive Akquiseaktion planst und in deinem Kalender terminierst.
Wenn du dir bei dem Aufbau einer aktiven Akquisestrategie Unterstützung wünschst, dann möchte ich dich jetzt noch ganz flott, aber dafür besonders herzlich in die Portfolio-Akademie einladen.
Die Portfolio-Akademie ist mein 14-wöchiges Live-Gruppenprogramm für Illustrator*innen und Designer*innen und darin positionierst du dich – mit meiner Unterstützung und zusammen mit anderen gleichgesinnten Kreativen – um dann gut positioniert strategische und somit wirksame aktive Akquise zu machen.
Die nächste Portfolio-Akademie startet am 9. September 2025, aber du kannst dich jetzt schon unverbindlich und für 0,00 Euro auf eine Warteliste eintragen.
Und das ist auch eine ziemlich gute Idee, denn die letzten Male waren die 30 verfügbaren Plätze schon allesamt vergeben, bevor die offizielle Anmeldezeit überhaupt los ging. Das heißt, nur die Menschen auf der Warteliste hatten die Möglichkeit, ihre Teilnahme zu buchen.
Die Warteliste und weitere Infos dazu findest du unter www.diegutemappe.de/pa.
Ende Randnotiz.
So. Und ich bin jetzt sehr gespannt, was die heutige Podcastfolge mit dir macht.
Teile deine Gedanken gerne auf Instagram unter @diegutemappe oder auf LinkedIn und Bluesky. Dort findest du mich unter Dr. Franziska Walther.
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe,
wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Du willst Danke sagen?
Wenn du hier im Portfolio-Podcast schon einmal etwas Nützliches mitnehmen konntest, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast ein paar Sterne schenkst, auf Apple Podcast eine Rezension schreibst oder – am allerbesten – den Podcast weiter empfiehlst. Dann unterstützt du damit deine Freund*innen – und den Podcast. Danke dafür.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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