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Weitere InformationenDie Folge #217 beantwortet diese 3 Fragen:
Produktive Prokrastination bedeutet, dass du dich mit sinnvollen, fleißigen Tätigkeiten beschäftigst, statt die wirklich wichtigen Aufgaben anzugehen – etwa in Onlinekursen, Coachings oder Recherchen. Anders als bei normaler Prokrastination kommt das schlechte Gewissen später, weil du ja fleißig warst. Dahinter steckt meist Angst vor schweren, aber notwendigen Aufgaben.
Du prokrastinierst wahrscheinlich produktiv, wenn du viel arbeitest und trotzdem nicht vorankommst. Typische Anzeichen: Du suchst Hilfe im Außen – bei YouTube, im nächsten Onlinekurs oder Coaching – deine To-do-Liste bleibt voll und die wichtigen Aufgaben wandern von Woche zu Woche nach hinten. Ein dumpfes, schlechtes Gewissen trotz Fleiß ist das deutlichste Signal.
Produktive Prokrastination überwindest du, indem du die Angst benennst, die dahintersteckt, und die wichtigen Aufgaben niedrigschwellig machst. Fünf Strategien von Dr. Franziska Walther: 1. Angst benennen, 2. negativen Input reduzieren, 3. dich an dein Warum erinnern, 4. loslaufen, 5. 5-Minuten-Methode: nur 5 Minuten täglich ins Projekt schauen – daraus wird oft eine halbe Stunde.
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Kennst du das? Du hast dann vielleicht eine lange Todo-Liste. Du arbeitest sie fleißig ab. Und trotzdem fühlt es sich an, als würdest du im Wasser auf der Stelle treten. Dann passiert etwas Merkwürdiges: Du suchst Hilfe im Außen. Bei YouTube, in einem Onlinekurs oder im nächsten Coaching. Eigentlich alles total sinnvolle Sachen. Aber ist es wirklich das, was du gerade brauchst?
Mir ist genau das letzte Woche bei mir aufgefallen. Ich saß mit einer fertigen Bewerbung für ein zwölfwöchiges Mentoring-Programm am Schreibtisch, nur noch ein Klick vom Abschicken entfernt. Und in diesem Moment habe ich verstanden, was bei mir gerade los ist: Ich bin prokrastiniere, aber produktiv. Das heißt, ich bin fleißig – nur nicht an der Stelle, die gerade zählt.
In der heutigen Folge erfährst du, was produktive Prokrastination ist, wie du sie bei dir erkennst und mit welchen fünf Strategien du wieder in die Umsetzung kommst. Und in diesem Sinne …
Hier erfährst du, wie du dich mit deiner kreativen Arbeit als starke Marke positionierst, damit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und mit selbstbestimmten Entscheidungen deine Selbstständigkeit so gestaltest, dass dein Herz auch in Zukunft noch für deine kreative Arbeit brennt.
Mein Name ist Franziska Walther, ich bin selbst Designerin, Illustratorin und Autorin. Und jetzt geht’s los.
Ich befinde mich ja schon seit 5 Monaten in einem Umpositionierungsprozess. Es gibt viel zu erledigen. Meine Todo-Liste ist lang.
Denn ich optimiere meine Angebote, mein Branding, meine Website und meine Akquisestrategien.
Einige Dinge meines Umpositionierungsprozesses kannst du schon von Außen sehen. Der Podcast hat einen neuen Namen bekommen, einige Social Media-Inhalte sehen jetzt anders aus.
Aber ein Großteil der Dinge, die gerade passieren, sind unsichtbar und werden es für die Öffentlichkeit auch bleiben.
Denn meine Umpositionierung bedeutet zum Beispiel auch, dass ich die Portfolio-Akademie, eins meiner Angebote und ein 14-wöchiges Live-Gruppenprogramm, das es jetzt schon seit 5 Jahren gibt, komplett und von Grund auf neu aufbaue.
Die Kreativbranche hat sich in den letzten zwei Jahren massiv verändert und es braucht heute deutlich fokussiertere Strategien, um sich in der Kreativbranche erfolgreich durchzusetzen, als das noch vor 5 Jahren der Fall war.
Diese Strategien baue ich gerade ein, damit meine PAlies, also die Designer*innen und Illustrator*innen, die sich in der Portfolio-Akademie positionieren, auch in dieser veränderten Marktsituation mit ihrer kreativen Arbeit erfolgreich sind.
Los ging es damit im April. Zu Beginn fiel es mir leicht. Denn da galt es vor allem, den Status Quo zu analysieren und eine dazu passende Strategie zu stricken. Ich musste ein paar unbequeme Entscheidungen treffen. Aber die haben dann neue Türen aufgemacht.
Fünf Monate sind seitdem vergangen. Und gerade befinde ich mich in dieser Phase, in der ich vor allem umsetzen muss.
Darüber habe ich auch schon einmal vor fünf Wochen berichtet, in der Folge 211 »Selbstwirksamkeit stärken: So bleibst du in langen Projekten dran – auch ohne sofortige Erfolge«.
Und ja, das Dranbleiben fällt mir immer noch schwer. Ich mache und mache, aber irgendwie komme ich nicht vorwärts.
Natürlich habe ich meine in Folge 211 vorgestellten Strategien eingebaut. Ich hab mir bewusst gemacht, wie sich meine Zukunft positiv verändert, wenn ich weiter mache.
Ich habe den Prozess in kleine, verdauliche Häppchen zerlegt. Und ich hab mir Vorbilder gesucht und mich erinnert, dass ich ein Support-Netzwerk habe, das ich um Hilfe bitten kann.
Trotzdem fühle ich mich aktuell überfordert von all den Aufgaben. Und jetzt ist noch ein Stressfaktor dazu gekommen: Mir rennt die Zeit davon.
Bis zum Ende des Jahres habe ich mir gegeben, um die Inhalte der Portfolio-Akademie komplett neu aufzubauen und zu produzieren. Und das Ende des Jahres ist schon verdammt nah dran.
Deshalb hat sich seit fünf, sechs Wochen so ein dumpfes, seltsames Gefühl eingeschlichen. Das fühlt sich irgendwie pelzig an und ich konnte lange gar nicht so genau sagen, was das eigentlich ist.
Gleichzeitig ist es gerade so, dass ich sehr wohl weiß, was ich tun sollte. Aber ich komme irgendwie nicht dazu.
Immer ist etwas anderes wichtiger. Die Wochen fliegen nur so dahin. Und immer, wenn ich an der neuen Portfolio-Akademie arbeiten könnte, kommt etwas anderes, was auch wichtig ist. Die Buchhaltung. Das Buchmesse-Portfolio. Der nächste Vortrag. Ein Workshop dort. Ein Auftrag da.
Im Moment fühlt es sich so an, als ob ich im Wasser trete und nicht vorwärts komme.
Letzte Woche ist dann was total seltsames passiert. Denn da habe ich mehrere Stunden damit verbracht, mich für ein Mentoring‑Programm zu bewerben.
Das war so ein Peer‑to‑Peer‑Support-Programm, für das ich mich schon seit einigen Jahren interessiere, aber bis jetzt hat es zeitlich nicht so richtig reingepasst.
Letzte Woche war die Bewerbungsfrist für die aktuelle Runde. Und diesmal habe ich gedacht: Okay, jetzt mache ich das. Ich laufe gerade auf der Stelle und dort bekomme ich den Support, den ich brauche, um endlich in die Puschen zu kommen.
Einige Stunden lang habe ich die Bewerbungsunterlagen ausgefüllt und darüber nachgedacht, wie ich mich in das Programm einbringen kann. Da es ein Peer-to-Peer-Programm ist, würde das nämlich auch bedeuten, dass ich auch andere Teilnehmende mit meiner Expertise unterstütze.
Also hab ich überlegt, was das sein könnte. Welche Form von Workshop oder Beratungsformat könnte ich in diesem Peer-to-Peer-Programm anbieten?
Aber als ich vom Prinzip fertig war mit der Bewerbung und nur noch auf den Abschick-Button hätte klicken müssen, habe ich noch einmal kurz inne gehalten.
Da ploppte auf einmal der Gedanke in meinem Kopf auf: »Was mache ich hier eigentlich? Ich habe gerade so viel zu tun, dass jeder zusätzliche Termin in der Woche meine gesamte Zeitplanung durcheinander wirbelt. Und ich bekomme es gerade noch nicht mal hin, die wirklich wichtigen Dinge in meinem Business umzusetzen.
Trotzdem überlege ich gerade, mich für die nächsten zwölf Wochen in ein Programm einzubringen, wo ich total viel zusätzlich machen und rein geben muss. Was ist hier los?«
Und dann musste ich ganz ehrlich hinschauen – an eine Stelle, die wirklich unangenehm war. Da wurde mir bewusst, dass ich gerade Hilfe im Außen suche, anstatt die schweren, anstrengenden, aber notwendigen Sachen zu machen.
Diese Bewerbung für das Mentoring‑Programm ist genau so was. Es ist ein Greifen nach einem einfachen Strohhalm, um die unbequemen Dinge, die auf meiner Todo-Liste stehen, nicht machen zu müssen.
Denn die sind herausfordernd.
Um diese Angst nicht spüren zu müssen, bewerbe ich mich lieber für ein Programm, in dem ich die nächsten 12 Wochen ganz viel andere Sachen mache – nur nicht das, was eigentlich gerade wichtig ist in meinem Business.
Und als mir das erst einmal aufgefallen war, habe ich mich umgeschaut und festgestellt, dass ich auch andere Sachen mache, die alle in dieses Nach-dem-einfachen-Strohhalm-greifen-Muster passen.
Ich schaue mir viele YouTube-Videos an – zu aktuellen Marketing-Strategien und der Lage der Kreativwirtschaft … was funktioniert gerade und was nicht. Ich konsumiere also viel Content.
Aber auch dieser ganze Input ändert nichts daran, dass ich das machen muss, was ich gerade machen muss, nämlich in die Umsetzung gehen und konkret Dinge umsetzen.
Mit der Erkenntnis habe ich erst einmal eine Sache gemacht – ich habe meine Bewerbung für das Mentoringprogramm in die Tonne gehauen, also das Dokument gelöscht und mich nicht beworben.
Gleichzeitig ist mir auch bewusst geworden: Mein »nach dem Strohhalm greifen« ist ein Zeichen, dass ich gerade etwas ändern muss. Denn dieses unangenehme Gefühl, dass sich da seit fünf, sechs Wochen eingeschlichen hat, ist keine Blockade – sondern hat eine sinnvolle und wichtige Aufgabe.
Es ist mein schlechtes Gewissen, weil ich tief im Inneren weiß, dass ich gerade prokrastiniere und mich geschäftig halte, aber die wirklich notwendigen Dinge nicht angehe. Und das pelzige Gefühl sagt deshalb: Hallo Franziska! Wenn du nicht zu Potte kommst, dann läufst du gerade schnurstracks in dein Unglück.
Die Stimme ist hier mal ausnahmsweise nicht der innere Kritiker, sondern die weise Stimme meiner Erfahrung. Die ist mir zwar sehr wohl gesonnen, aber sie findet trotzdem nicht alles gut, was ich mache. Und gerade möchte sie, dass ich ehrlich hinschaue und in die Puschen komme.
Wie gesagt: Das ehrliche Hinschauen war nicht angenehm. Weil: Das, was ich hier gerade mache, ist Prokrastination.
Ich flüchte mich in den Konsum von Wissen (in dem ich zum Beispiel YouTube-Videos schaue) oder suche Hilfe im Außen (mit zum Beispiel Bewerbungen für zeitintensive Peer-to-Peer-Programme), um die eigentliche Umsetzung hinauszuzögern.
Die Erkenntnis, dass ich gerade prokrastiniere, hat mich zu erst einmal überrascht.
Denn es hat sich gar nicht so angefühlt wie die in Anführungszeichen »normale« Prokrastination.
Die kenne ich auch, vor allem von früher. Und da habe ich üblicherweise komplett sinnlose Sachen gemacht, wie trotz stressiger Deadline erst einmal Wäsche zu waschen oder mein Bücherregal zu sortieren.
Da kommt das schlechte Gewissen ganz schnell. Sobald ich aufhöre, die Prokrastinations-Tätigkeit aktiv zu machen.
Das, was ich die letzten Wochen gemacht habe, war etwas anderes: das war die sogenannte produktive Prokrastination.
Da kommt das schlechte Gewissen später – oder wie bei mir mit einem dumpfen, pelzigen Gefühl – weil ich doch eigentlich die ganze Zeit fleißig bin und sinnvolle Sachen mache. Nur eben nicht das, was gerade wichtig ist.
Dieses Peer-to-Peer-Programm ist ja eigentlich eine total sinnvolle Sache. Nur für mich ist es das komplette Gegenteil von dem, was ich gerade brauche.
Denn ganz ehrlich: Ich habe ja schon drei Mastermind-Gruppen mit großartigen Kolleg*innen, die ich jederzeit um Rat bitten darf. Und das ohne mich für die nächsten 12 Wochen zu verpflichten, regelmäßig an diversen Terminen pro Woche teilzunehmen.
In diesem Moment der Wahrheit hat das an meinem Selbstbild gerüttelt. Ich? Prokrastinieren? Was?
Gleichzeitig musste ich aber auch etwas schmunzeln. Denn ja, klar: Meine innere Perfektionistin prokrastiniert lieber produktiv als normal.
Sie tut lieber so, wie ein fleißiges Bienchen alles richtig zu machen, anstatt sich einzugestehen, dass ich gerade richtig Muffensausen habe und schon seit 5 bis 6 Wochen vor lauter Angst im Prozess feststecke.
Mit der Perspektive hatte ich auch auf einmal Mitgefühl für sie. Sie strengt sich so an. Und will eigentlich nur alles richtig machen.
Gleichzeitig hat das ehrliche Hinschauen eine wichtige Tür aufgemacht.
Mir wurde bewusst: Ich möchte aktiv etwas an meinen Arbeitsroutinen ändern und kann nicht länger vor meiner Angst wegrennen.
Aber auch: Die Zeit des Machens ist JETZT.
Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass ich die letzten Tage jeden Tag am neuen Prozess der Portfolio-Akademie gearbeitet habe. Und siehe da, das pelzige Gefühl wurde weniger.
Gleichzeitig habe ich mir auch noch fünf Dinge eingerichtet, die ich heute gern auch mit dir teile – damit du auch in die Umsetzung kommst.
Ich nenne das heute meinen Fahrplan raus aus der Angst. Und der geht los mit Strategie #1 und die heißt:
Das hab ich jetzt hiermit einmal öffentlich gemacht: Ja, meine Name ist Franziska und ich hab Angst, dass meine Umpositionierungs-Strategie am Ende nicht aufgeht.
Angst ist ja grundsätzlich erst einmal nur ein Gefühl, das auf etwas hinweisen will.
Meine Angst zeigt mir gerade, dass ich mit meinen Umbaumaßnahmen an den Fundamenten meines Business ruckele und dass das gefährlich ist.
Das ist grundsätzlich erst einmal ein sinnvoller Hinweis.
Und damit möchte die Angst gesehen werden.
Wenn die Angst erst einmal da sein darf, dann ist das zwar unangenehm, aber wenigstens sucht sie sich dann nicht andere Ventile wie eine Bewerbung für ein Programm, das meine Situation gerade noch schlimmer machen würde.
Als mir bewusst wurde, dass ich gerade so feststecke, weil ich Angst habe, war auch eine zweite Sache schnell klar. Ich hab mir vorgenommen, sehr genau zu entscheiden, wem ich in den kommenden Monaten zuhöre.
Damit sind wir bei Strategie #2.
Denn in den Medien ist ja gerade so eine Weltuntergangsstimmung. Und häufig wird die Angst, die viele gerade haben, auch genutzt, um Aufmerksamkeit zu bekommen, Reichweite zu erzeugen oder etwas zu verkaufen. Die Angst wird also noch geschürt.
Und ja, es ist gerade eine schwierige Zeit.
Aber ich brauche meinen Optimismus, um ins Tun zu kommen. Denn wenn ich pessimistisch denke, dass das eh alles gar nichts bringt – warum soll ich dann überhaupt erst loslaufen?
Deshalb habe ich meinen Angstmach- und Pessimismus-Radar angemacht und werde in den kommenden Monaten bestimmte Stimmen in den Medien radikal abschalten.
Nicht, weil ich die Augen vor der Welt verschließen will. Sondern weil ich Hoffnung und Optimismus brauche, um etwas Positives in die Welt zu bringen.
Das ist eine gute Überleitung zu Strategie #3 und die heißt:
Das hab ich ja auch schon in Folge 211 als Strategie aufgelistet. Aber ich merke, dass mir mein Warum schnell verloren geht.
Einmal 15 Minuten zu lang in den sozialen Netzwerken verbracht und schon ist die Angst wieder größer als mein Warum.
Deshalb habe ich mein Warum jetzt noch einmal klar formuliert und es mir deutlich sichtbar an eine Stelle in mein Büro gehängt, an der ich mein Warum jeden Tag sehen kann.
Warum hab ich meine Umpositionierung angestoßen?
Der Pullover passte nicht mehr. Ich bin aus meiner aktuellen Positionierung rausgewachsen.
Aber eben auch: Die Kreativbranche verändert sich gerade massiv. Und ich reagiere mit der Umpositionierung meiner Angebote, zum Beispiel der Portfolio-Akademie, darauf.
Ich nutze die aktuell schwierigen Zeiten als Chance, um die Portfolio-Akademie noch besser zu machen.
Denn ich möchte, dass kreative Selbstständige mit der neuen Portfolio-Akademie befähigt werden, trotz dieser massiven Veränderungen weiterhin wirtschaftlich erfolgreich und selbstbestimmt ihre kreative Selbstständigkeit zu leben, zu lieben und wachsen zu lassen.
Das steht jetzt auf einem Zettel, der so groß ist, dass ich ihn wirklich nicht übersehen kann, wenn ich an meinem Schreibtisch ankomme. Damit ich mein Warum nicht vergesse.
Mit diesem Zettel im Gepäck komme ich dann zu Strategie #4 und die heißt:
Denn ich weiß aus Erfahrung, dass die schlimmste Angst die ist, bevor es losgeht. Bevor es losgeht, mache ich mir Sorgen, male mir die fürchterlichsten Horrorszenarien aus und friere innerlich ein.
Wenn ich aber erst einmal laufe, wird es üblicherweise besser. Erstens, weil ich dann damit beschäftigt bin, einen Fuß vor den anderen zu setzen und in meinem Kopf dadurch gar nicht mehr so viel Platz für Grusel ist. Und auch, weil ich beim Loslaufen ins Handeln komme, also aus der passiven Angst ins aktive Tun komme.
Aber wie geht das Loslaufen? Damit sind wir schon bei Strategie #5.
Hier hab ich überlegt, wie ich es mir so einfach wie möglich machen kann. Es ist ja nicht so, dass ich gerade nicht will. Ich will ja ins Tun kommen. Aber es fühlt sich fürchterlich schwer an.
Aber dann habe ich mich an eine Strategie erinnert, mit der ich schon viele andere große Projekte, die sich unmöglich angefühlt haben, am Ende umgesetzt habe. Mit der 5-Minuten-Methode.
Damit habe ich schon mein Bilderbuch »Hoch hinaus« fertig gezeichnet. Und auch mein aktuelles freies Buch-Projekt, das Pony-Buch, habe ich so wieder auf die Spur gebracht, nachdem es jahrelang in der Schublade lag.
Jetzt benutze ich diese Methode für meinen Umpositionierungsprozess.
Mit der 5-Minuten-Methode widme ich meinen Umpositionierungsaufgaben mindestens 5 Minuten am Tag. Denn 5 Minuten gehen immer. Ich brauche auch nichts weiter tun, als mein Dokument zu öffnen und 5 Minuten reinzukucken.
Und wenn ich erst einmal dort angekommen bin, dann weiß ich aus Erfahrung, dass aus den 5 Minuten auf das leere Blatt starren schnell mal eine halbe Stunde wird, in der ich produktiv etwas schaffe. In fünf halben Stunden in der Woche kann ich viel erreichen.
Wie gesagt: Der Schlüssel ist hier, die Aufgabe so niedrigschwellig wie möglich zu halten. Auch für 5 Minuten ins Dokument Starren darf ich einen schönen großen Haken auf meiner täglichen Todo-Liste machen.
Auch für 5 Tage starren darf ich mich feiern. So entspannt sich mit jedem Häkchen das Nervenkostüm ein bisschen mehr und ich werde wieder handlungsfähig und ich komme auch wieder in eine Routine.
Gleichzeitig habe ich mir auch den gesamten Dezember freigeräumt, um mal einen großen Zeitblock zu haben, um nur an der neuen PA zu arbeiten. Aber dazu erzähle ich in einer späteren Folge mal was.
Heute geht es erst einmal darum, wieder ins Tun zu kommen.
So, das ist mein Fahrplan »Raus aus der Angst«.
Passend dazu habe ich noch die heutigen Reflexionsfragen für dich: Gibt es bei dir gerade Aufgaben, wo du vielleicht »normal« mit Wäsche waschen und Staubsaugen, oder eben auch produktiv prokrastinierst – mit Geschäftigkeit und fleißigem Bienchen-Herumgedüse?
Welche Angst steckt bei dir dahinter? Und was will dir die sagen?
Wenn du zum Start der nächsten Portfolio-Akademie mit dabei sein willst, weil auch du die Herausforderung annehmen möchtest, auch in diesen schwierigen Zeiten weiterhin deine kreative Selbstständigkeit als Beruf zu lieben – und damit erfolgreich zu sein, auch wirtschaftlich, dann trag dich gern unverbindlich und kostenlos auf die Warteliste ein.
Los geht’s im Frühling 2027. Hier geht’s zur Warteliste.
Damit wünsche ich dir für heute alles Liebe. Wir hören uns wieder nächste Woche.
Ich freu mich auf dich.
Bis dahin, tschüss!
Deine Franziska

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