26. Januar 2023

#50 | Let’s talk money: Wie verdienst du mehr Geld mit kreativer Arbeit? *mit dem Illustrator, Designer und IO-Vorsitzenden Jürgen Gawron

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Meld dich zur Portfolio-Challenge an!
13. bis 15. Februar – für 0,00 Euro!

 
Herzlich Willkommen zur heutigen Podcast-Folge. Mein Name ist Franziska Walther, ich bin Host des Portfolio-Podcasts, und heute spreche ich mit meinem ganz tollen Kollegen Jürgen Gawron über das Thema Geld und worauf Illustrierende und Designer*innen achten sollten, wenn sie mehr Geld verdienen wollen. Jürgen ist seit vielen Jahren Designer und Illustrator und kann uns deshalb einen Einblick in diese beiden Märkte geben und außerdem ist er langjähriges Vorstandsmitglied und aktuell Vorsitzender der Illustratoren Organisation. Das bedeutet, dass er wirklich weiß, wie der Hase läuft!! Gleich geht’s los damit ...

Doch bevor es richtig losgeht, möchte ich dich noch ganz schnell zur diesjährigen Portfolio-Challenge einladen. Das ist eine dreiteilige Webinar-Serie, die vom 13. bis 17. Februar 2023 stattfindet. Nach der Challenge weißt du, warum Kund*innen die eine Person beauftragen und die andere nicht. Du weißt danach auch, wonach deine Kund*innen Ausschau halten, wenn sie Kreative beauftragen und du weißt, welche 5 Portfolio-Fehler du ganz leicht vermeiden kannst in deiner Akquise als Illustrator*in oder Designer*in. Anmelden kannst du dich für 0,00€ unter www.diegutemappe.de/challenge
 

Lass uns über Geld sprechen!

So. Let’s talk money! Heute habe ich Jürgen Gawron in den Podcast eingeladen um über Geld zu sprechen. Denn – dass wissen sicherlich die meisten von uns – es ist nicht unbedingt einfach, mit kreativer Arbeit viel Geld zu verdienen. In manchen Branchen ist es sogar schwer, überhaupt Geld mit kreativer Arbeit zu verdienen. Geld ist irgendwie immer ein Thema und meistens ein, das wenig Spaß macht. Und das ist seltsam, erwirtschaftet die Kreativwirtschaft doch jedes Jahr Milliarden-Umsätze. Das heißt, auf der einen Seite scheint kreative Arbeit monetären Wert zu generieren, aber auf der anderen Seite gibt es viele Solo-Selbstständige, die wenig bis fast nichts verdienen. Was ist da los?

Um Licht auf dieses Missverhältnis zu werfen, ist Jürgen Gawron heute zu Gast. Jürgen und ich kennen uns schon sehr lange. Wir haben viele Jahre im IO-Vorstand zusammen gearbeitet und sind in dieser Zeit auch Freunde geworden. Ich schätze Jürgen für seine pragmatische Gelassenheit, seine Diplomatie und für sein ehrliches und konstruktives Feedback, das mir schon oft auf meinem eigenen Weg sehr geholfen hat. Und: in Jürgens Brust schlagen – wie bei mir auch – zwei Herzen. Er ist von Herzen Illustrator – aber eben auch Designer.

Ich verrate jetzt nicht zu viel – nur so viel: Nach dem Interview habe ich noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Wenn du gerade wenig Zeit hast, dann hüpf gern in die letzten 5 Minuten. Und damit wünsche ich dir ganz viele Aha-Momente und viel Spaß mit dem Interview.

Links
Jürgens Illustrationsportfolio: www.juergengawron.de
Jürgens Gemeinschaftsauftritt zusammen mit seinen Kolleg*innen im Bereich Design: www.grafikcafe.de

Illustratoren Organisation (IO)
Das Honorarwerk der IO
 

Transkript des Interviews:

Franziska
Herzlich willkommen, lieber Jürgen, schön, dass du heute im Portfolio-Podcast zu Gast bist.

Jürgen Gawron
Grüß dich, Franziska.

Franziska
Ich freue mich sehr, dass du da bist. Wir wollen ja heute über Geld reden und zum Einstieg würde ich aber erst mal sehr gerne was über dich erfahren. Wir kennen uns zwar schon total lange, aber vielleicht kennen dich die Hörer*innen ja noch nicht. Du bist ja Illustrator und Designer. Wie ist das denn passiert?

Jürgen Gawron
Das ist so passiert wie bei den allermeisten. In der Schulem war ich im Kunstleistungskurs, und deshalb erschien mir ein kreativer Beruf ziemlich alternativlos. Ich habe in München dann Kommunikationsdesign studiert, mich da allerdings schon tatsächlich auch immer für Illustration interessiert und das gepflegt. Da gab es auch die Möglichkeiten zu. Ich hatte dann direkt nach meinem Abschluss auch die Möglichkeit, in einem Anstellungsverhältnis tatsächlich zu illustrieren und auch Grafik zu machen. Drei Jahre später hatte ich mich selbstständig gemacht und dieses Nebeneinander dieser Tätigkeiten, also Grafikdesign und Illustration, das war letztlich schon meine ganze Positionierung, die ich so vorgenommen hatte.

Und durch diese Tätigkeiten ergeben sich quasi auch so meine Märkte, auf denen ich arbeite. Das eine ist eben, ich arbeite im Grafikcafe in München Neuhausen zusammen mit drei Kolleg*innen im Schwerpunkt Corporate Design. Da kreieren und pflegen wir Erscheinungsbilder von Unternehmen. Und als Illustrator trete ich mehr oder weniger alleine auf, bin aber echt breit aufgestellt: also ich visualisiere Szenen für Agenturen oder TV-Produktionen, das sind im weitesten Sinne klassische Layout Illustrationen. Ich habe früher viele Buchtitel gestaltet und arbeite für App-Entwickler. Und was immer wieder vorkommt und auch immer mehr, ist tatsächlich die Verknüpfung dieser zwei Gewerke Grafikdesign und Illustration. Wenn ich zum Beispiel bei Apps mich auch um User Interfaces kümmere oder bei Layout-Illustrationen auch die Gestaltung der gesamten Präsentationen übernehme oder ähnliches, dadurch ergeben sich auch immer wieder neue Betätigungsfelder und neue Aufträge.

Franziska
Und was hat es damit auf sich, dass du sowohl in der Illustration als auch im Design arbeitest? Du hast gesagt, das hat sich so ergeben, aber gibt es auch so ein paar handfeste Gründe dafür.

Jürgen Gawron
Es hat sich so ergeben und ich habe es jetzt in den letzten 20 Jahren oft genug hinterfragt, weil natürlich eine Spezialisierung im Design zum Beispiel oftmals wirtschaftlicher oder sinnvoller sein kann. Tatsächlich aber liegt mir beides sehr am Herzen und ich wollte einfach nichts davon aufgeben und habe es immer als große Freude empfunden, immer wieder vor andere Aufgaben gestellt zu werden, die auch andere Anforderungen mit sich bringen. Was auch noch praktisch ist – natürlich – ist diese Vielseitigkeit, die fand ich wirtschaftlich einfach interessant. Ich habe einen größeren Teich, in dem ich fischen kann, sozusagen.

Franziska
Du bist ja auch Vorstandsvorsitzender der Illustratoren Organisation. Und wir kennen uns ja auch daher. Wir haben da viele Jahre zusammen im Vorstand gearbeitet und du bist ja auch schon wirklich lange in der IO ehrenamtlich tätig – und aktuell auch Vorstandsvorsitzender, also Chef. Was bedeutet das denn? Und warum hast du dich entschieden, dich auf diese Art und Weise ehrenamtlich für den Beruf Illustrator*in zu engagieren?

Jürgen Gawron
Also in erster Linie bedeutet es Verantwortung, finde ich. Ich habe ja große Fußstapfen auszufüllen, nicht? Die Illustratoren Organisation ist eine Gemeinschaft von knapp 2700 Illustratoren und Illustratoren, die sich zusammentun, um die Rahmenbedingungen dieses Berufs zu verbessern. Und was ich so daran mag: Es ist ein quicklebendiger Verband mit super vielen engagierten und echt tollen Kolleg*innen und zusammen können wir wirklich einiges bewegen. Was aber eben auch so istdie, Arbeit geht uns noch ganz lange nicht aus an dieser Geschichte. Und meine persönliche Motivation, mich da zu engagieren, liegt tatsächlich in dieser Selbstständigkeit begründet.

Ich habe mich zwar gern selbstständig gemacht und bin es auch noch tatsächlich gerne, aber es war mir immer bewusst, dass ich so einige Aspekte oder Anforderungen, die das mit sich bringt, dass mir das nicht in die Wiege gelegt wurde. Also Netzwerken, verhandeln, verkaufen. Da hatte ich immer das Gefühl, ich kann echt jede Hilfe brauchen, die ich kriegen kann. Und von dieser Hilfe habe ich eben in der IO sehr, sehr viel gefunden. Und weil ich mich da so gut aufgehoben gefühlt habe und weil mich das tatsächlich auch ein paar Schritte vorangebracht hat, will ich da einfach gern was zurückgeben. Wir Illustrator*innen, wir sind ja fast zwangsläufig selbstständig. Es gibt nicht viele Bereiche, in denen Anstellungsverhältnisse üblich sind, und das stellt uns vor so viele Herausforderungen, die weit über die normale Qualifikation, die wir ja eigentlich haben – Bilder zu gestalten, Kommunikation zu gestalten – die ja darüber hinausgehen, dass es einfach nur folgerichtig ist, dass wir uns da gegenseitig helfen müssen.

Franziska
Wenn wir jetzt gleich mal mit Kopfsprung in dieses wirtschaftliche Thema einsteigen: Die IO weiß ja erstaunlich gut, was Illustrierende im deutschsprachigen Raum so verdienen. Und wir wollen ja heute über Geld sprechen und vielleicht auch, worauf es zu achten gilt, um mehr Geld mit kreativer Arbeit zu verdienen. Aber vielleicht kannst du uns ja erst mal mitnehmen und uns mal kurz erzählen, woher die IO überhaupt weiß, was Illustrierende wirtschaftlich verdienen, also erwirtschaften.

Jürgen Gawron
Also einerseits ist die IO ein riesengroßes Netzwerk, in der Kolleg*innen miteinander sprechen und sich austauschen über diese Dinge, wo natürlich auch Honorare, Gehälter, Verhandlungen immer ein Thema sind. Ganz konkrete Daten bekommen wir allerdings aus unserer Umfrage, die wir im Zweijahresrhythmus abhalten, wo wir alle unsere Mitglieder und auch Nichtmitglieder befragen, zu allen möglichen Bedingungen ihres Berufes. Und auch der Verdienst ist natürlich ein Thema dabei.

Ganz kurz und knapp: Das lässt sich leider sehr schnell zusammenfassen. Die finanzielle Lage von Illustrator*innen ist nicht gut. Als Berufsgruppe verdienen wir wenig. Das ist der Strich unter dem Ganzen. Ich habe mir so ein paar Daten rausgesucht aus dieser Umfrage. Bei 65% der Befragten – wir haben eine so große Menge an Befragten, dass das durchaus aussagekräftig und wahrscheinlich repräsentativ istlso – also bei 65% aller Befragten liegt der Jahresumsatz unter 24.000€. Zum Vergleich: Das Durchschnittseinkommen in Deutschland liegt bei knapp 50.000€ brutto. Also da sind wir weit entfernt davon. 70%, knapp 70% sichern mit ihrem Einkommen nicht den Lebensunterhalt ihres Haushalts oder ihrer Familie.

Das heißt im Umkehrschluss: nur 31% aller Illustrator*innen sind überhaupt in der Lage dazu, ihren Haushalt alleine zu finanzieren. Im Detail: 60% von denen, die das nicht können, die sind auf das Einkommen zum Beispiel meines Partners angewiesen. Knapp 30% haben ein zweites Standbein, irgendeinen Nebenjob, der dazu beiträgt. Was dabei zu denken gibt, ist, dass 3/4 aller Befragten über ein abgeschlossenes, überwiegend fachspezifisches Hochschulstudium verfügen. Also wenn man den Jahresumsatz, also das Gehalt von Illustrator*innen, dem gegenüber setzt, dann ist das Urteil schon erlaubt, dass es ein sehr anspruchsvoller Job ist, in dem es nicht einfach ist, Fuß zu fassen und in dem es auch tatsächlich eine Aufgabe ist, langjährig wirtschaftlich arbeiten zu können.

Franziska
Wenn du sagst, dass ein Großteil der Illustrierenden nicht ausschließlich mit Illustration ihr Geld verdient und eine zweite Tätigkeit hat, heißt das, dass das auch ein zweites Standbein sein kann, so wie bei dir das Design, oder? Ist das dann wirklich ein Nebenjob?

Jürgen Gawron
Hmmm, da haben wir leider keine Daten zu. Ich würde mal sagen: sehr gemischt und heterogen. Es ist auffällig, dass natürlich viele Illustrator*innen auch fach-ähnliche Nebentätigkeiten haben. Ich denke mal, diese Kombination Grafikdesign und Illustration ist tatsächlich häufiger anzutreffen. Allerdings gerade zum Start und gerade bei Einsteigern scheint mir tatsächlich auch wirklich völlig fachfremde Nebentätigkeiten auch ein gerne genommenes Mittel zu sein, um zumindest den Lebensunterhalt halbwegs sichern zu können.

Franziska
Hmm, ja, aber das heißt, in der Umfrage wird das gar nicht so direkt unterschieden, sondern es wird ausschließlich abgefragt: hast du noch irgendwas anderes, was du tust?

Jürgen Gawron
Ja.

Franziska
Ich finde es spannend. So wie du es beschreibst entspricht das auch dem, was ich so beobachtet habe während meiner Zeit an der HW in Hamburg: Viele Berufseinsteiger*innernviele und viele Studierende haben am Anfang einen Nebenjob. Aber – das wissen wir ja beide total gut – dass es total viele alte Hasen und Häsinnen gibt, die einfach verschiedene Standbeine haben. Du, ich ja auch. Wir arbeiten ja beide in verschiedenen Bereichen und das persönlich finde ich zum Beispiel auch was total toll ist. Also das würde ich gar nicht missen wollen. Hast du auch gesagt.

Jürgen Gawron
Definitiv. Das haben wir uns als Aufgabe gestellt, auch da mehr Daten zu generieren. Und zwar nach der Frage, inwieweit zum Beispiel die Wochenstunden freiwillig gewählt sind, also ob jemand zum Beispiel freiwillig nur 20 Stunden die Woche arbeitet oder ob da tatsächlich eine Zielsetzung von Vollzeitarbeit dahintersteht, die aber halt aufgrund Auftragslage oder anderer Bedingungen aktuell nicht umsetzbar ist. Da verfügen wir aktuell über keine Daten, wollen die aber erheben, weil das noch mal großen Aufschluss geben kann, wie die Lage tatsächlich ist. In meinem Fall ist es wirklich selbst gewählt. Und wie bei dir ja auch. Ich empfinde es immer wieder als Privileg, zwei Berufe ausüben zu dürfen und profitiere natürlich auch immer wieder von den Verknüpfungen und den Synergieeffekten, die beide Berufe so mit sich bringen.

Franziska
Das ist bei mir ganz genauso. Also ich erinnere mich noch, als ich angefangen habe. In den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich immer gedacht, das ist doch so eine Qualität, wenn man verschiedene Sachen kann. Und ich weiß noch, dass ich in den ersten Jahren echt Probleme hatte, dass mein Auftraggeber*innen so als eine Qualität zu vermitteln. Ich weiß, dass ganz viele ganz irritiert waren und gesagt haben: »Was sind Sie denn jetzt? Nun Illustratorin oder Grafikdesignerin?« Und es hat ein bisschen gedauert, bis das irgendwann angekommen ist. Aber ich empfinde das auch als eine ganz große Qualität. Und beide Seiten profitieren halt ganz oft von der anderen. Ich habe auch das Gefühl, dass ich die Grenzen dazwischen irgendwie auch immer mehr vermischen, oder dass sie auch immer mehr verschwimmen. Das war, glaube ich, vor zehn Jahren noch ein bisschen anders. Aber es gibt ja zum Beispiel auch heute viele Artdirektor*innen, die gleichzeitig Illustrator*innen sind. Und das ergänzt sich total gut.

Jürgen Gawron
Ganz sicher. Da glaube ich aber auch, dass die Selbstständigkeit eben ein Schlüssel dazu ist. Das ist eine der sehr positiven Eigenschaften daran. Ich kann mir meinen Arbeitsalltag gestalten, wie ich das möchte und kann auch meine Tätigkeitsfelder quasi selbst suchen. Das ist in Anstellungsverhältnissen und in Agenturen, die sich zwangsläufig spezialisieren müssen, um eine gewisse Planungssicherheit zu haben, einfach nicht möglich. Da fallen gewisse Jobs nun mal nicht an – und insofern bekommt man die auch nicht auf den Tisch, selbst wenn man die Qualifikation dafür hätte.

Franziska
Wie ist es denn in der IO-Umfrage? Gibt es denn da auch Illustrierende, die gut verdienen? So was wie ein Jahresgewinn von 60.000€? Gibt es die denn?

Jürgen Gawron
Die gibt es natürlich auch. Also grundsätzlich gilt – auch zu allen Daten, die ich hier referiere – die Szene ist extrem heterogen. Aber was man auch sagen muss: Wir haben in unserer Umfrage Illustrator*innen, die einen Umsatz von mehr als 60.000 im Jahr generieren, ich spreche von Umsatz und nicht Gewinn, da muss man also immer noch etwas abziehen. Und das sind bloß 4% aller berufstätigen Illustrator*innen. Das sind tatsächlich nicht sehr viele – aber es gibt sie.

Franziska
Als Vorsitzender hast du ja einen Blick hinter die politischen und wirtschaftlichen Kulissen. Gibt es denn deiner Meinung nach Märkte und Berufsbilder, die wirtschaftlich besser aufgestellt sind? Also wo es irgendwie, wenn man jetzt am Anfang steht und überlegt, okay, wo will ich denn eigentlich hin? Und ich möchte gern einfach gut Geld verdienen, wo es einfach viel sinnvoller ist, in diese Richtung zu laufen als in die andere.

Jürgen Gawron
Gibt es also grundsätzlich, wie es gerade schon gesagt habe, Es ist alles ziemlich heterogen. Es lässt sich eigentlich in jedem Bereich Erfolg haben. Das gibt’s. Aber manche sind schwieriger. Manchmal ist es einfacher – einfacher ist vielleicht das falsche Wort – aber die Voraussetzungen sind in anderen günstiger. Wenn man das stark verallgemeinern will, dann lassen sich zur Orientierung schon so ein paar Schubladen identifizieren. Zum Beispiel: fast schon klassisch anspruchsvoll ist der Fantasy Bereich, der gesamte Buchbereich und Comics ... Und ein höheres Honorar-Niveau sagt man zum Beispiel dem Werbebereich nach, also der Unternehmenskommunikation im weitesten Sinne. Oder zum Beispiel Graphic Recordingas – das ist so ein relativ neuer Bereich, wo noch relativ hohe Honorare üblich sind.

Franziska
Und woran liegt das?

Jürgen Gawron
Also vorweg: Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Die Bereiche selbst sind auch in sich super heterogen und in jedem Genre finden sich erfolgreiche Kolleg*innen. Aber die Rahmenbedingungen sind einfach unterschiedlich. Ich würde da gerne zwei Aspekte trennen wollen. Das eine sind äußere Einflüsse. Das ist die Wettbewerbssituation zum Beispiel. Wie viel Konkurrenz habe ich. Mit wie vielen Kolleg*innen muss ich mich um einen Auftrag streiten? Da erleben wir ja durchaus Unterschiede. Der Buchbereich ist zum Beispiel hoch frequentiert, da wollen viele arbeiten. Ist natürlich super attraktiv, ist auch nachvollziehbar. Aber man setzt sich natürlich auch einem größeren Wettbewerb aus. Dann: wie ist die wirtschaftliche Lage der Branche, in der man arbeiten will? Jetzt wissen wir von der Verlagsbranche, die in sich wieder sehr heterogen ist, das die tatsächlich die letzten Jahre zu kämpfen hat mit Digitalisierung und Medienvielfalt. Dass es sehr vielen kleineren Verlagen wirtschaftlich gar nicht so richtig gut geht.

Für andere Bereiche, ich hatte vorhin Comic genannt, ist Deutschland einfach ein schlechter Markt. Die Deutschen kaufen offenbar nicht so viele Comics wie zum Beispiel die Franzosen oder Belgier, wo es eine ganz tolle Kultur und Szene gibt. Das sind Voraussetzungen, die man betrachten kann.

Und die allgemeine wirtschaftliche Lage ist natürlich auch wichtig. Am deutlichsten wir das zum Beispiel: Wir hatten zwei Jahre Pandemie, die hat auf bestimmte Bereiche sehr, sehr großen Einfluss. Die vormals genannten Graphic Recorder zum Beispiel hatten mit bis zu 100% Verdienstausfall zu kämpfen, weil alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt wurden. Diese ganzen Einflüsse, die können natürlich in beide Richtungen wirken. Wenn in einem Feld viele Mitbewerber*innen sind, dann sind in einem anderen vielleicht weniger.

Allerdings erfordert das natürlich das Wissen um diese jeweiligen Märkte und dass man sich da informiert und versucht, diese Daten zu bekommen. Und natürlich auch die Bereitschaft, sich gegebenenfalls umzuorientieren. Heißt: Vielleicht andere Dinge zu zeichnen oder andere bewusste Entscheidungen zu treffen, die sich dann nach wirtschaftlichen Kriterien richten. Der andere Aspekt sind strukturelle Herausforderungen.

Wir Illustrator*innen – habe ich ja vorhin schon gesagt – wir sind solo-selbstständig in den allermeisten Fällen. Und in unserem Berufsalltag verhandeln wir aber Projekte meist mit Unternehmen, also mit Angestellten in Unternehmen, die oft viel größer sind als wir. Und während wir jetzt unseren Stolz daraus beziehen, dass wir gerade Striche zeichnen können oder wissen, warum dieses Rot so oder so wirken kann, haben unsere Gegenüber ihre Expertise eben in der Verhandlung von Projekten.

Und unterm Strich kann man schon sagen, dass ein Profi-Verhandler*in bessere Ergebnisse im Verhandeln erzielt oder erfolgreicher darin ist – oft noch mehr, wenn sie auf die Ressourcen zurückgreifen kann, die sie hat in großen Unternehmen. Da gibt es dann Rechtsabteilungen, Kolleg*innen, Hierarchieebenen, auf die man verweisen kann. Das Ganze sorgt dafür, dass unsere Gegenüber oftmals am längeren Hebel sitzen in Verhandlungen. Das ist fast unumgänglich, solange wir Einzelunternehmer*innen sind. Es lässt sich trotzdem relativ viel wettmachen, wenn man sich eine selbstbewusste Einstellung und eine positive Einstellung vor allen Dingen aneignet. Und mit Wissen und Erfahrung lässt sich auch deutlich mehr eine Augenhöhe erreichen, die von Haus aus eigentlich nicht gegeben ist.

Franziska
Hast du so ein paar Geheim-Tricks, die du aus deinem Ärmel schütteln kannst? Also Dinge, die du benutzt, um in Verhandlungen mehr auf Augenhöhe aufzutreten?

Jürgen Gawron
Also bewusst benutzen könnte ich jetzt tatsächlich nicht behaupten. Ich habe mir mal die Regel gemacht, dass ich Geld tatsächlich nicht live verhandle, sondern grundsätzlich mir vorbehalte, mich noch mal zurückzuziehen und mich später wieder zu melden, weil ich nicht spontan gut rechnen kann. Das ist mir auch zu aufregend und es ist auch gar nicht nötig. Das wird allgemein akzeptiert. Eine andere Sache ist, dass – ich vermute, dass ein selbstbewusstes, selbstverständliches Auftreten oftmals dabei hilft, dass es gar nicht erst zu Verhandlungen kommt. Wenn ich meinem Gegenüber suggeriere, dass ich weiß, von was ich spreche, dass ich große Sicherheit darin besitze, dass das so viel kostet oder auch so viel wert ist, ergibt sich manchmal gar nicht erst die Notwendigkeit zu einer Verhandlung.

Franziska
Hmm, das deckt sich auch total mit meiner Erfahrung. Ich glaube auch, dass wenn man ganz selbstverständlich in sich ganz gelassen weiß, dass die Arbeit das und das wert ist, dann hinterfragt das ganz oft auch niemand.

Jürgen Gawron
Und was ich noch ergänzen möchte – das ist aber natürlich sehr schwierig umzusetzen und auch oftmals gar nicht einfach. Aber der ultimative Trumpf, den man haben kann, ist der, auf einen Auftrag verzichten zu können. Also wenn man selbst auch verinnerlicht hat, nein zu sagen, wenn eine Verhandlung nicht in die gewünschte Richtung läuft oder bestimmte Ziele sich nicht erreichen lassen, dann strahlt das auf die ganze Verhandlung aus. Oder im Umkehrschluss: Wenn ein Gegenüber spürt, dass da eine gewisse wirtschaftliche Notsituation, Druck oder sonst in irgendeiner Form Abhängigkeit besteht, dann wird das ausgenutzt werden. Das ist einfach nicht glücklich. Aber natürlich, klar. Ich habe geschildert, unter welchen wirtschaftlichen Bedingungen wir größtenteils arbeiten. Das ist nicht immer ganz einfach zu leisten.

Franziska
So, das heißt zusammengefasst wäre dein Trick, den eigenen Wert der Arbeit gut zu kennen. Um sich denn da auch nicht verunsichern zu lassen in so einer Verhandlung. Wenn einem dann zum Beispiel zwölf Rechtsanwält*innen gegenübersitzen – in einem großen Verlag kann es ja schon mal passieren, dass das so eine Rechtsabteilung mit über zehn Personen sitzt. Das heißt, die Idee ist, den eigenen Wert gut zu kennen, damit man da einfach standfest bleibt?

Jürgen Gawron
Ganz genau. Und sich auch nicht einschüchtern lässt von gewissen Verhandlungstaktiken, von denen wir einfach sehr oft hören. Fast schon Klassiker ist der Verweis auf »Das ist üblich. Das bieten wir Ihren Kolleg*innen auch an«. Ja, das mag sein. Aber was wir verstehen müssen: wir sind ja Einzelunternehmer*innen. Wir sind nur für uns selbst verantwortlich. Und deswegen kann es mir völlig gleichgültig sein, was meine liebe Kolleg*in vorher vielleicht für Bedingungen akzeptiert hat. Das ist ihr Geschäft. Sie hat ihre eigenen Lebens und Arbeitsbedingungen. Ich habe meine. Es muss mir zwangsläufig egal sein, was üblich ist. Ich muss meine Bedingungen im Auge behalten. Und das ist auch völlig legitim.

Abgesehen davon, dass ich unterstelle, dass der Verweis auf Üblichkeiten oftmals ein bisschen geschwindelt ist, weil wir einfach wissen, dass Kolleg*innen höchst unterschiedlich verdienen. Superstars der Branche kriegen selbstverständlich ganz andere Honorare und andere Bedingungen als Einsteiger*innen. Und das ist ein Weg, sich davon nicht einschüchtern zu lassen. Der andere ist zum Beispiel der Verwies auf Rechtsabteilungen, wie du das gerade angesprochen hast. Da kann man zur Not auch mal drauf bestehen. Dann darf man ruhig selbstbewusst auch mal pokern. Oder eben auf die Dinge, die einem wichtig sind, die man für sich festgestellt hat, bestehen.

Franziska
Ich habe ja gerade gesagt Zusammengefasst bedeutet das, den Wert der eigenen Arbeit zu kennen. Wie erkennt man den denn? Das ist ja gar nicht so einfach.

Jürgen Gawron
Das ist nicht so einfach. Da gibt es verschiedene Herangehensweisen. Da muss jetzt ein bisschen in der Erinnerungskiste kramen. Als ich mich selbstständig gemacht hatte, habe ich einen Businessplan schreiben müssen. Das war damals Notwendigkeit für eine Existenzgründerförderung. Und tatsächlich habe ich da aber sehr, sehr viel gelernt dabei, diesen Plan zu schreiben, weil darin muss man sich mal Gedanken machen, welche Umsätze man erzielen muss, um ein gewisses Ziel zu erreichen. Allein dadurch ergibt sich zum Beispiel ein Wert.

Wir haben von der EU auch natürlich eine Empfehlung, wie man sich den eigenen Stundensatz errechnen kann. Der begründet sich hauptsächlich darin: ich muss meine Lebenshaltungskosten kennen und dann muss ich auch wissen, was ich verdienen muss, um diese refinanzieren zu können. Ganz einfach. Allein dadurch ergibt sich eine feste Grenze von dem, was ich eigentlich verdienen muss. Theoretisch darf man da nicht druntergehen, weil sonst funktioniert das Unternehmen nicht, das man gestartet hat.

Ein anderer Aspekt ist aber natürlich der gesellschaftliche oder unternehmerische Wert von Illustration oder Design. Das lässt sich schwerlich fassen oder beziffern. Aber wenn wir jetzt im Buchbereich gucken, da ist die Illustration und die darin liegende Geschichte – in einem Bilderbuch zum Beispiel – die ist das Produkt. Kein Mensch kauft ein Buch wegen der Seitenzahl, weil es zehn Seiten mehr hat, als das andere oder kauft es als Dekoobjekt. Vielleicht manche. Aber in den allermeisten Fällen kaufen wir doch den Inhalt. Wir kaufen die Inspiration und die Unterhaltung und das Wissen, das in diesem Buch steckt. Und all das wird durch die Illustration geleistet. Da haben Drucker, Vertrieb und Verlag alle was damit zu tun, dass das Buch zum Konsumenten kommt. Aber faktisch liegt der Wert, den das Buch ausmacht, in unserer Leistung. Und imUnternehmensbereichda – das gibt es auch gewisse Studien – da gestaltet Illustration, oder Design im weitesten Sinne, die Kommunikation und damit hat sie erheblichen Anteil am Unternehmenserfolg. Also einerseits nach innen: da werden Prozesse optimiert oder bessere, zielgenaue Lösungen gefunden. Infografiken können gut dazu beitragen, dass gewisse Sachverhalte besser kommuniziert werden können. Oder es werden zum Beispiel Kosten eingespart für ein Unternehmen. Aber Design und Illustration prägt die Marke auch nach außen und dadurch hat es Einfluss auf Marktanteil, Absatz, Positionierung und damit kann es den Gewinn des Unternehmens steigern.

Insofern lohnt es sich schon auch immer zu überlegen, welchen Wert kann mein Beitrag zu dem Zweck haben, zu dem die Illustration zum Beispiel eingesetzt werden soll? Die Wertschöpfung für eine Werbe-Illustration für Coca Cola, die in ganz Europa plakatiert wird, ist eine ganz andere, als wenn ich sie für den Dönerladen um die Ecke mache. Das sehen nur 100 Leute. Die Illu für Coca Cola sehen Millionen Menschen – und hat deshalb entsprechenden Einfluss auf das Unternehmen und dessen Wirtschaftlichkeit.

Franziska
Und muss deshalb teurer sein.

Jürgen Gawron
Richtig! Und es ist auch mehr wert, weil es mehr Umsatz generiert.

Franziska
Ja, das macht total Sinn. Eine Frage zum Schluss: Wenn du deinem früheren Selbst heute einen Rat geben könntest, also ganz im Sinne von »Das hätte ich total gerne früher gewusst«, was würdest du denn dem jüngeren Jürgen raten?

Jürgen Gawron
Dem würde ich raten, früher in den Berufsverband einzutreten. Ich saß tatsächlich die ersten Jahre meiner Selbstständigkeit alleine in meinem Homeoffice und habe so vor mich hin gearbeitet. Tag und Nacht. Und im Glauben, dass ich ja schon viel über den Beruf weiß und das und das Buch gelesen hatte und so ... und gedacht, ich weiß ja alles, wie das funktioniert. Deshalb habe ich diesen Schritt erst relativ spät gemacht. 2009, glaube ich. Und das hat mir die Augen geöffnet, dass es da noch so viel mehr gibt und ich tatsächlich so viele Hilfestellungen bekommen habe und in kürzester Zeit Erfahrung, Wissen und Einblick in gewisse Szenen bekommen habe, die mir sehr viel weiter geholfen haben. Hätte ich das früher gemacht, wäre das schon deutlich günstiger gewesen. Es gab da einfach keinen Grund, so lange damit zu zögern. Und was auch damit einhergeht und was mir sehr lieb und teuer ist, ist das einhergehende Netzwerk. Der Zusammenschluss mit Kolleg*innen ist einfach in jeder Hinsicht bereichernd. Ich glaube, dass wir Kreativen es einfach dringend benötigen, uns gegenseitig und miteinander auszutauschen.

Franziska
Ja, und auch wirtschaftlich finde ich das total hilfreich. Ich erinnere mich noch: von meinen Kommiliton*innen, mit denen ich zusammen Design in Weimar studiert habe, hat eine von denen irgendwann einen gigantischen Auftrag bekommen. Und ich fand das so gut, einfach zu sehen, dass das geht. Es war eine sechsstellige Summe und ich fand es total gut zu sehen, dass das geht. Und das ist ja auch was, was man nur erfahren kann, wenn man sich mit anderen zusammen tut.

Jürgen Gawron
Ganz genau. Die Unsicherheit beim Kalkulieren, die kennen wir alle, weil der ganze Illustrationsbereich super heterogen ist und die Honorarniveaus sind tatsächlich so unterschiedlich, dass es gar nicht so leicht ist, da zu agieren. Man braucht da sehr viel Wissen und die Erfahrung von Kolleg*innen ist einfach super wertvoll, weil man deutlich besser einschätzen kann, wie man da erfolgreich agiert. Jetzt muss ich wieder ein bisschen Werbung machen: Wir vertreiben ja das Honorarwerk in der IO, wo tatsächlich Honorarhöhen und Bandbreiten von Honoraren, die tatsächlich im Markt gezahlt wurden, genannt werden. Und das Wissen lässt einen deutlich selbstbewusster verhandeln.

Franziska
Den Link zum Honorarwerk, den packe ich dann auch gleich mal in die Shownotes, damit die Leute, die sich dafür interessieren, auch gleich mal nachschauen können. Und ich danke dir ganz doll, Jürgen, für dieses total gute Gespräch und dass du hier warst und dein Wissen geteilt hast mit uns. Vielen Dank.

Jürgen Gawron
Ich danke dir sehr für die Einladung.

Franziska
Sehr, sehr gerne. Dann hoffe ich, dass wir uns bald wiedersehen. Tun wir ganz bestimmt. Und dann bis dann. Danke, Jürgen.

Jürgen Gawron
Bis dann, tschühüß!

 

Die wichtigesten Geld-Punkte

Na? Hattest du ein paar Aha-Momente? Wie geht's dir jetzt?

Wenn du dich für Jürgens Arbeiten interessierst, ahbe ich dir seine Portfolios verlinkt.

Hier wie versprochen noch einmal die wichtigsten Punkte kurz zusammengefasst.
 

#1: Kalkuliere, was du verdienen musst!

Hast du schon einmal eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gemacht? Weißt du, was du im Monat verdienen musst, damit dein Unternehmen funktioniert? Wenn nicht, ist das ein erster sehr wichtiger Schritt, um wirtschaftlich selbstbewusster aufzutreten.

Hier eine Randnnotiz:
In meinem Onlineprogramm Portfolio-Akademie machen wir in Lektion 3 und 4 genau das: eine Wirtschaftlichkeitsberechnung und eine Marktanalyse. Und wir machen das zusammen in einer Gruppe von Gleichgesinnten. Das hilft, weil du offene Fragen stellen kannst und dir auch Feedback abholen kannst, wenn du dir unsicher bist. Die nächste Portfolio-Akademie startet am 27. Februar. Aktuell kannst du dich noch auf die Warteliste eintragen und bekommst damit ein Special-Angebot. Die offiziellen Türen öffnen sich am 13. Februar.
 

#2: Kenne den Wert, den deine Arbeit für deine Kund*innen erzeugt!

Dabei hilft dir eine Marktanalyse und das Grundverständnis, wie dein Markt funktioniert. Auch hier gilt: Wenn du dir hier Unterstützung wünschst, meld dich zur Portfolio-Akademie an.

Alternativ findest du auch auf den Webseiten der Berufsverbände, wie der IO oder dem BDG, komprimiertes Fachwissen zu deinen Märkten.
 

#3: Selbstbewusstsein hilft!

In Verhandlungen ist ein selbstbewusstes Auftreten oftmals die Nadel am Kompass, wo die Reise hingeht. Und wenn du dich gar nicht sicher fühlst: Fake it, till you make it! Nutze psychologische Tricks, um dein Selbstbewusstsein vor dem Verhandlungsgespräch etwas aufzupumpen. Singe! Achte auf deine Körperhaltung und high-five dich selbst im Spiegel.
 

#4: Vernetze dich! Gemeinsam sind wir stärker und wissen mehr!

Wenn wir uns gegenseitig unterstützen und unser Wissen und unsere Erfahrung teilen, gewinnen wir alle. Vernetzen kannst du dich besonders gut in Berufsverbänden wie der Illustratoren Organsiation. Die IO ist für mich eine große Illustrator*innen-Familie und eine echte Kraftquelle und Ressource. Ich bin seit 2009 Mitglied. Und mag vor allem die Idee, dass wir hier alle zusammen für unsere Rechte und die Wertschätzung unserer kreativen Arbeit eintreten und die Illustrationswelt damit jeden Tag ein bisschen besser machen.

Und auch hier die Randnotiz: In der Portfolio-Akademie findest du ein auch ein Netzwerk von Kreativen. Das ist kleiner und kann andere Sachen als das der IO. Weil hier alle im gleichen Boot sitzen und ale gemeinsam durch den Positionierungsprozess der Portfolio-Akademie durchgehen, werden die anderen Teilnehmer*innen schnell zu Freund*innen und bleiben auch nach den 12 Wochen des Programms als Support-Netzwerk erhalten.

Deshalb jetzt mal die Frage an dich: Wie sind deine Erfahrungen mit Geld in der Kreativwirtschaft? Und mit welchem kleinen Schritt beginnst du heute deinen Weg zu einer besseren wirtschaftlichen Aufstellung? Teile deine Erkenntnisse und Erfahrungen gern unter dem Podcast, hier direkt unter dem Blogartikel oder auf Instagram.

Und damit wünsche ich dir alles Liebe.
Wir hören uns wieder nächste Woche, bis dahin, Franziska
 

Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?

Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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