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Herzlich Willkommen zu dieser neuen Episode des Portfolio-Podcasts, diesmal wieder aus meinem Studio im schönen Tampere. Wenn du dich fragst: Was? Wo ist denn Tampere? Tampere ist eine Stadt in Finnland. Dort wohne ich im schönen grünen Stadtteil Pyynikki. Und dort bin ich am Sonntag Abend wieder angekommen, nach zwei Wochen Terminen und Besuchen in Deutschland.
Heute möchte ich mit dir über Geld sprechen. Insbesondere möchte ich mit dir deine Beziehung zu Geld genau unter die Lupe nehmen. Denn diese bestimmt mit, welche Honorarhöhen du verhandelst: also ob du hohe oder eher niedrige Honorare in deinen Auftragsverhandlungen erzielst. Kreative denken ja oft, dass es hauptsächlich die künstlerische Qualität der kreativen Arbeit ist, die bestimmt, wie gut oder eben weniger gut wir bezahlt werden. Das ist aber nicht so.
Natürlich solltest du als Illustrator*in bzw. Designer*in dein Handwerk beherrschen. Ob du aber hohe oder weniger hohe Honorare erzielst, hängt sehr viel mehr von anderen Faktoren ab: zum Beispiel von deiner Positionierung. Denn in dieser entscheidest du, auf welchen Märkten du deine kreative Arbeit anbietest und welchen Kund*innen du ein Angebot zur Zusammenarbeit machst. Und daneben beeinflusst zum Beispiel auch deine Beziehung zu Geld, wie erfolgreich du hohe Honorare verhandelst.
Im Moment geht es in der aktuell laufenden Portfolio Akademie um Wirtschaftlichkeit. Wenn du jetzt denkst: Hä!! Was ist denn die Portfolio-Akademie? Die PA ist mein 12-wöchiges Onlineprogramm für Designer*innen und Illustrator*innen und darin positionierst du dich – und zwar nachhaltig – also sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich. Denn am Ende geht es ja um beides. Darum, dass du mit deiner kreativen Arbeit gut Geld verdienst – aber eben auch darum, mit deinen eigenen Interessen und Stärken etwas in der Welt zu bewirken – damit dein Herz weiterhin für die Sache brennt.
In der Portfolio-Akademie lernst du deine Stärken und Fähigkeiten deshalb besser kennen, du findest heraus, was dich antreibt, aber du machst eben auch eine Marktanalyse und formulierst dann damit ein knackiges Angebot und eine klare Akquise-Strategie. Du machst also den Rundumschlag und bist am Ende nachhaltig positioniert.
Die Teilnehmer*innen der aktuellen Portfolio-Akademie machen gerade genau das. Gerade sind sie in Woche 4 des Prozesses und da beschäftigen sie sich mit der Frage, wie viel sie eigentlich mit ihrer kreativen Arbeit verdienen wollen. Basierend auf dieser Zahl rechnen sie aus, wie das funktionieren kann. Dazu machen sie eine Marktanalyse und überprüfen, welchen Wert ihre kreative Arbeit auf den verschiedenen Design- und Illustration-Märkten hat. Denn kreative Arbeit ist nicht überall das gleiche wert. Je nachdem, auf welchen Märkten du arbeitest, kann es passieren, dass du für ein und dieselbe Arbeit ganz unterschiedliche Honorare verhandeln kannst.
In der letzten Live-Q&A haben wir also auch darüber gesprochen, welche Märkte wirtschaftlich attraktiv sind, welche Märkte schwieriger sind, wenn man mit einer wirtschaftlichen Brille drauf schaut, und welche möglichen Handlungsoptionen die Teilnehmer*innen haben, wenn sie sich wirtschaftlicher aufstellen wollen – also mehr verdienen wollen mit ihrer kreativen Arbeit.
Wenn du dich auch nachhaltig positionieren möchtest, um mit deiner kreativen Arbeit mehr Geld zu verdienen, dann komm in die Portfolio-Akademie. Die nächste Runde der PA startet im Frühling 2024. Trag dich jetzt auf die unverbindliche Warteliste ein und erhalte alle Infos als Erstes, zusammen mit einem Earlybird-Super-Special-Angebot, das nur die Menschen bekommen, die auf der Warteliste stehen. Eintragen kannst du dich unter www.diegutemappe.de/pa.
So, genug Werbung in eigener Sache, zurück zum Thema: Wie gesagt: Die Teilnehmer*innen der PA haben in den letzten zwei Wochen einen ganz genauen Blick in ihre Finanzen geworfen. Bei dieser wirtschaftlichen Analyse zeigt sich oft, dass hinter den wirtschaftlichen Fragestellungen eben auch emotionale Fragestellungen sitzen. Denn: Geld ist ein unglaublich emotionales Thema.
Die meisten Menschen tragen tief in sich drin Glaubenssätze zu Geld mit sich herum. Diese bestimmen mit, wie du und ich und wir alle mit Geld umgehen. Sie bestimmen eben auch mit, wie wir verhandeln und welchen Wert wir in unserer eigenen Arbeit erkennen.
Und hier gibt es einige Klassiker, die du bestimmt auch kennst. Das sind diese Sätze, die du in deiner Kindheit in deiner Familie und in deinem familiären Umfeld oft gehört hast, zum Beispiel »Über Geld spricht man nicht.« oder »Bei Geld hört die Freundschaft auf.«, »Geld stinkt!« oder »Geld verdirbt den Charakter.«. Diese Geld-Glaubenssätze sind auch kulturell und regional geprägt. Es gibt Regionen, in denen Sparsamkeit als höchstes Gut gehandelt wird und in anderen Regionen dominieren andere Werte.
Durch häufiges Hören oder negative Erfahrungen oder auch nur durch die reine Beobachtung dessen, was um uns herum in der Kindheit passiert ist, werden diese Sätze zu tiefen Überzeugungen. Kinder haben im Rahmen der Sozialisation keine echte Chance, sich dagegen zu entscheiden. Je nachdem, was um uns herum in der Kindheit passiert ist, werden diese Erfahrungen und Beobachtungen verinnerlicht und bestimmen seitdem mit, wie wir uns in Bezug zu Geld verhalten. Und weil viele Menschen eine eher schwierige Beziehung zu Geld haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass dir in deiner Kindheit zumindest einige negative Geld-Glaubenssätze in deinen Rucksack gepackt wurden.
Manche dieser Glaubenssätze drehen sich auch nicht direkt um Geld. Einige beschreiben das Verhältnis von Geld zu Arbeit, also der Art und Weise, wie du zum Beispiel Geld verdienst. Das Sprichwort »Ohne Fleiß keinen Preis« beschreibt zum Beispiel, dass nur die Dinge, die du dir hart erarbeitest und die dich Schweiß und Anstrengung kosten, auch etwas wert sind.
Ich trage diesen Glaubenssatz in meinem Rucksack herum. Und deshalb habe ich mich in Vergangenheit auch oft so verhalten. Weil ich auf eine gewisse Weise erwartet habe, dass nur anstrengende Arbeit etwas wert ist, habe ich immer wieder eine Bestätigung für meine innere Überzeugung geschaffen: eine selbsterfüllende Prophezeiung, die immer wieder Arbeit und gute Honorierung mit Anstrengung und viel Schweiß verbunden hat.
Aber stimmt das wirklich? Beim Sprichwort »Ohne Fleiß keinen Preis« kann ich, wenn ich mit Abstand drauf schaue, ganz klar sagen: Nein, das stimmt nicht immer! Gerade bei kreativen Aufgaben ist es durchaus möglich, dass der Auftrag Spaß macht, dir leicht fällt und auch mal schnell geht, und trotzdem einen hohen Mehrwert für Kund*innen erzeugt. Und deshalb trotzdem auch monetär viel wert ist. Glücklicherweise bin ich meinem negativen Geld-Glaubenssatz auf die Schliche gekommen ... mehr dazu gleich!
Wie gesagt: In der Portfolio-Akademie begleite und unterstütze ich Illustrator*innen und Designer*innen dabei, sich wirtschaftlich und künstlerisch zu positionieren. Sich wirtschaftlich und künstlerisch zu positionieren heißt, sich auf den verschiedenen kreativen Märkten mit der eigene kreative Arbeit so zu platzieren, dass mittelfristig sowohl deine künstlerischen als auch deine wirtschaftlichen Ziele Realität werden.
Zu so einer Positionierung gehört es, die eigenen Ziele zu formulieren – sowohl die künstlerischen als auch die wirtschaftlichen. Und wenn du das getan hast und deine wirtschaftlichen Ziele für dich formuliert hast, dann gilt, es eine Strategie zu entwickeln und die Märkte auszuwählen, mit denen du diese wirtschaftlichen Ziele auch erreichen kannst.
Denn dafür stehen dir verschiedene Werkzeuge und Strategien zur Verfügung: Dinge, die du lernen kannst. Du kannst zum Beispiel lernen, effektiver zu verhandeln. Das sorgt automatisch dafür, dass du mit großer Wahrscheinlichkeit mittelfristig mehr verdienen wirst. Du kannst auch ganz bewusst die Marktbedingungen deiner Märkte kennenlernen und die Stellen identifizieren, an denen du drehen kannst, um deine Honorare zu vergrößern. Und deshalb gibt es in der Portfolio-Akademie auch Ressourcen, die dich dabei unterstützen, deine Märkte noch besser kennenzulernen und dann damit besser und wirksamer zu verhandeln.
Aber – und hier kommt das große Aber – wenn du in deinem Positionierungsprozess dich ausschließlich auf die rationalen, faktischen und wirtschaftlichen Analysen fokussierst und deine emotionale Beziehung zu Geld dabei übersiehst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sich deine wirtschaftliche Situation nicht nachhaltig verändern wird, selbst wenn deine Positionierung auf dem Papier super funktioniert.
Denn deine emotionale Beziehung zu Geld bestimmt mit, wie du die Welt wahrnimmst und welche wirtschaftlichen Möglichkeiten und Handlungsoptionen du für dich überhaupt sehen kannst. Deine emotionale Beziehung zu Geld bestimmt einfach ganz stark mit, wie viel du mit deiner kreativen Arbeit verdienst.
Bist du dir deiner emotionalen Glaubenssätze nicht bewusst, werden diese in all deinen Verhandlungen unsichtbar mit am Tisch sitzen. Sie bestimmen dein Handeln und limitieren deine Handlungsmöglichkeiten, indem sie wie Scheuklappen deine Sicht auf die Welt einschränken.
Wenn sie unsichtbar mit am Tisch sitzen, sabotieren sie so deine Verhandlungen.
Das klingt jetzt wahrscheinlich ganz schön düster, aber ich habe dir dafür eine Lösung mitgebracht. Und die Lösung klingt fast zu einfach: Mache deine Beziehung zu Geld sichtbar. Schau genau hin und lerne deine Glaubenssätze zu Geld besser kennen. Und dann überprüfe sie und versuche bewusst, die negativen Überzeugungen zu Geld zu widerlegen, in dem du Beweise dafür suchst, dass die nicht stimmen.
Denn sobald du deine Glaubenssätze zu Geld und deine emotionale Beziehung zu Geld bewusst sehen und wahrnehmen kannst, dann kannst du das Steuer wieder übernehmen. Ehrlich hinschauen ist der Weg raus aus der Selbstsabotage.
Hier einmal ein Beispiel, damit es nicht so abstrakt bleibt: Mein eigenes Handeln wurde wie gesagt lange von dem Glaubenssatz »Ohne Fleiß, keinen Preis.« geprägt. Ich habe sehr lange daran geglaubt, dass ich hart und lange und viel arbeiten muss, um gut zu verdienen. Und deshalb habe ich auch hart und lange und viel gearbeitet.
So richtig sichtbar wurde meine bis dahin unsichtbare Überzeugung, als ich ein großes Designprojekt kalkuliert habe und die Summe, die in der Kalkulation herauskam, deutlich außerhalb meiner üblichen Komfortzone lag.
Beim ehrlichen Hinsehen konnte ich entdecken, dass ich auf einmal Angst vor diesem ungewöhnlich hohen, fünfstelligen Betrag bekam. Wovor hatte ich Angst? Beim ehrlich Hinschauen wurde sichtbar, dass ein Teil in mir Angst davor hatte, dass ich mich mit diesem großen Auftrag völlig verausgaben könnte, dass ich nur noch arbeiten müsste für die nächsten Monate und dass ich keine Pausen und keine Freude mehr in meinem Alltag haben würde – weil ich noch härter und noch länger und noch mehr arbeiten müsste. Weil ich ja auch so viel mehr Honorar bekommen würde.
Es gab also tief in mir drin auch einen Teil, der glaubte, die Honorarhöhe und die damit verbundene Arbeitszeit sind untrennbar miteinander verbunden. Und dieser Teil war nicht bereit, noch mehr zu arbeiten – weil: ganz ehrlich – ich hab doch schon gearbeitet wie ein Pferd. Und dieser Teil hat dann auf die Bremse getreten und gesagt: Hej, Franziska, vielleicht machen wir diesen Auftrag lieber nicht.
Glücklicherweise hat mich damals jemand gefragt, warum ich Angst habe. Und als ich dann beschrieben habe, was für Ängste in mir aufsteigen, wenn ich über dieses große Honorar nachdenke und mir vorstelle, was passiert, wenn ich diesen Auftrag wirklich bekomme, kam die zweite Frage: Muss das denn so sein? Könnte es nicht auch sein, dass ich für meine Arbeit eine hohe 5-stellige Summe bezahlt bekomme und trotzdem Pausen mache, trotzdem Freude in meinen Alltag einplanen darf und trotzdem meine eigenen Bedürfnisse nach einer gesunden Work-Life-Balance ernst nehmen und respektieren darf?
Und ja, das könnte sein.
Nachdem meine Ängste nicht mehr unsichtbar in mir herumgeisterten, sondern ich sie sehen konnte, war es leichter, mich diesen Ängsten zu stellen und durch sie hindurchzugehen.
Das war nicht unbedingt komfortabel. Es war beängstigend, das Angebot abzuschicken. Und es hat ambivalente Gefühle ausgelöst, als ich auf einmal den Brief mit der Zusage und mit dem Vertrag zugeschickt bekam. Aber Ängste werden nur kleiner, wenn wir uns ihnen stellen – und auf diese Weise die Erfahrung machen, dass sich die Angst nicht bewahrheitet. Angst und Mut gehören zusammen. Mutig zu sein, bedeutet einfach nur, durch die Angst durchzugehen, anstatt davor stehen zu bleiben.
Heute möchte ich dieser Mensch für dich sein, der dich einlädt, durch die Angst hindurch zu gehen. Und deshalb frage ich dich: Welche Gefühle löst es in dir aus, wenn du dir vorstellst, so richtig reich zu werden mit deiner kreativen Arbeit – was immer »richtig reich« für dich bedeutet. Beschreibe die Bilder, die sich auf einmal in deinem Kopf auftun. Und dann schau dich mit einem neugierigen Blick um und erforsche, ob auch Ängste und Sorgen in dir auftauchen. Was sagen diese Ängste? Schreib sie auf.
Und dann frag dich: Wo blockieren und bremsen dich diese Ängste in deinem Berufsalltag? Versuche konkrete Stellen zu identifizieren, wo diese Ängste dein Handeln unbewusst beeinflussen. Wovor beschützen sie dich? Und was wäre, wenn diese Ängste nicht automatisch die Realität sind? Kennst du Menschen, die mit ihrem Handeln beweisen, dass es auch anders geht? Und was würde passieren, wenn du dich traust, durch die Angst hindurchzugehen?
Wie gesagt: Wenn du Lust hast, diesen Fragen in einem 12-wöchigen Positionierungsprozess angemessen Raum, Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken, um deine wirtschaftliche und deine künstlerische Positionierung nachhaltig und selbstbestimmt zu gestalten, dann trag dich jetzt in die unverbindliche Warteliste für die nächste Portfolio-Akademie ein, unter www.diegutemappe.de/pa.
Und damit wünsche ich dir alles Liebe.
Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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