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Weitere InformationenHeute erfährst du im Podcast:
Kostenlose Ressource: Die Jahresziele-Liste für 0,00 Euro
Wenn du Lust hast, deine eigene Liste jetzt noch zu schreiben, dann nutze gern eine meiner 0,00€-Ressourcen dazu. Unter www.diegutemappe.de/Jahresziele findest du eine Vorlage und eine Anleitung dazu.
Hej hej, herzlich willkommen zu dieser neuen Portfolio-Podcast-Folge. Als allererstes wünsch ich dir ein ganz großartiges Jahr 2024! Auf dass du alle deine großen Ziele erreichst! Mit dem Portfolio-Podcast unterstütze ich dich dabei von Herzen – und ich danke dir dafür, dass du hier bist.
Letzte Woche habe ich dich ja in der Episode #94 eingeladen, zurück zu blicken auf die letzten 12 Monate – und dir noch einmal bewusst zu machen, was du alles in 2023 geschafft hast.
Nach dem Blick zurück möchte ich dich heute einladen, nach vorne zu schauen – und Pläne zu schmieden und diese zu konkretisieren. Dabei schlage ich dir heute einen 3-Schritte-Plan vor, mit dem du mit ganz viel Momentum in das niegelnagelneue 2024 startest.
Also, lass uns mal loslegen – und wir beginnen mit:
Der Jahresanfang ist ja so ein üblicher Moment, in dem Wünsche für die Zukunft formuliert werden. Deshalb lade ich dich im ersten Schritt ein, genau das zu machen und für das neue Jahr große Ziele auszusprechen. Danach kommt Schritt #2 und da stelle ich dir drei Trends für die Kreativwirtschaft in 2024 vor – zusammen mit 9 Impulsen, wie du auf diese Trends in deiner kreativen Selbstständigkeit reagieren kannst. Und in Schritt #3 bringen wir das Innen und das Außen zusammen.
Groß zu denken braucht Mut. Ist aber auch essenziell, denn natürlich geben deine Wünsche und Träume die Richtung für deine kreative Selbstständigkeit vor.
Deshalb hör als Erstes mal in dich rein und frag dich: Warum bist du Illustrator*in bzw. Designer*in geworden und was möchtest du mit deiner kreativen Arbeit erreichen und bewirken? Worauf arbeitest du hin? Und was motiviert dich, jeden Tag weiter zu machen? Und welchen nächsten großen Schritt möchtest du in den nächsten 12 Monaten gehen? Gibt es Projekte, die du gern umsetzen, oder Ziele, die du gern erreichen möchtest?
Für meine Jahresziele habe ich schon seit über zehn Jahren eine Routine, um meine Ziele für das neue Jahr festzuhalten.
Üblicherweise schreibe ich am Abend des 31. Dezembers, manchmal auch erst in der ersten Januar-Woche, in einer stillen Minute meine Jahresziele-Liste. Die Jahresziele des vergangenen Jahres stehen dabei auf einem sehr großen Blatt, das mich an der Wand meines Studios das ganze vergangene Jahr über begleitet hat. Diese Liste nehme ich jetzt herunter und klebe parallel drei bis vier leere A3-Blätter für die neue Liste zusammen.
Die Liste des alten Jahres lege ich dann neben das neue leere Blatt. Und dann gehe ich jeden Punkt der alten Liste durch. Bei jedem Punkt frage ich mich: Bin ich in den letzten 12 Monaten diesem Ziel näher gekommen? Habe ich dieses Ziel erreicht? Ist es jetzt abgeschlossen oder möchte ich diesen Listenpunkt mit in mein neues Jahr nehmen?
So landen einige alte Listenpunkte auf meiner frischen Liste. Diese schreibe mit einem fetten Pinselstift groß und klar auf das leere Blatt.
Einige Dinge dürfen gehen. Weil sie finalisiert wurden … oder auch, weil sie einfach nicht mehr wichtig für mich sind. Beides ist ok.
Wie gesagt: Dieses Ritual mache ich schon seit über 10 Jahren – und ich war schon immer gut darin, große Ziele auszusprechen. Aber bis vor ein paar Jahren war ich schnell frustriert dabei. Denn am Jahresende war das Ziel oft noch nicht erreicht. Und dadurch fühlte sich die Jahresplanung für mich schnell so an, als ob ich konstant scheitere.
Und das hat auch einen nachvollziehbaren Grund: Große Ziele dauern eben oft länger als ein Jahr.
Trotzdem hat es mich viele Jahre lang gestört, dass ich einige Projekte wieder und immer wieder mit auf meine neue Liste nehmen musste. Meine Promotion zum Beispiel. Ich habe von 2010 bis 2019 an meiner praxisbasierten Promotion zum Thema Bildautorenschaft in literarischer Buchillustration gearbeitet und deshalb ist dieses Projekt neun mal auf die neue Liste gehüpft.
Es hat eine Weile gedauert, bis ich gemerkt habe: Ok, wenn ich große Dinge vorhabe, dann ist es völlig normal, dass Projekte über mehrere Jahre bei mir bleiben.
Meine Buchprojekte sind üblicherweise auch genauso solche Listenpunkte, die über mehrere Jahre aufgeschrieben werden wollen. Denn Bücher brauchen üblicherweise ein bisschen Zeit, um in die Welt zu kommen. Mein Buch »Die gute Mappe« hat sage und schreibe elf Jahre von der ersten Idee bis zum publizierten Buch gebraucht.
Von außen sehen wir oftmals nur das schöne Ergebnis und die Erfolge der Anderen. Das sorgt schnell dafür, dass sich eine unrealistische Erwartungshaltung breit macht, wie schnell bestimmte Dinge gehen sollen.
Deshalb erlaube ich mir seit einigen jahren, es anders zu bewerten, wenn Projekte wieder auf die neue Jahresliste hüpfen. Es bedeutet, dass mir dieses Ziel immer noch wichtig ist und dass ich es ernst genug nehme, es auf meine Jahresliste zu schreiben.
Das hilft mir, meine großen Ziele mit Demut und Geduld weiterzutragen. Oder eben auch gehen zu lassen. Denn nicht alle Projektideen schaffen es zum Ziel. Bei einigen großen Zielen merke ich nach einiger Zeit, dass sich meine Perspektive darauf verändert hat, dass mir diese Träume nicht mehr wichtig sind oder sie nicht mehr in mein Leben passen. Dann dürfen sie gehen.
Das Jahreslisten-Schreiben schafft einen großen Zeithorizont, in dem große Ideen in einem gesunden und angemessenen Tempo wachsen würfen …
Dieses Jahr stehen bei mir zum Beispiel zwei Buchprojekte auf der Liste, die auch schon letztes Jahr drauf standen: mein Ponybuch und ein neues Sachbuch. Und beim Ponybuch wissen die, die schon länger den Portfolio-Podcast hören, dass das Ponybuch mich schon länger begleitet … Es stand schon 2017 auf der Liste … aber das ist ok …
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Mit deinen aufgeschriebenen großen Jahreszielen geht es dann weiter mit Schritt #2, in dem du das Außen in deine Jahresplanung integrierst.
Du siehst ja, dass ich die persönlichen großen Ziele an den Anfang der Jahresplanung stelle. Das hat einen guten Grund: Du bist ja der Kern deines unternehmerischen Vorhabens. Und somit geben deine Ziele und deine Wünsche die Richtung vor.
Aber natürlich gibt es auch aktuelle Entwicklungen und Trends in der Kreativwirtschaft, die relevant für die Design- und Illustrationsbranche sind – und die gegebenenfalls beeinflussen, wie du dich in den kommenden 12 Monaten positionieren und selbstbestimmt verhalten möchtest.
Deshalb stelle ich dir an dieser Stelle meine Trend-Prognosen für 2024 vor – also die Dinge, von denen ich glaube, dass sie die Kreativwirtschaft und die Arbeitsbedingungen vieler Kreativer beeinflussen werden.
Hier eine wichtige Randnotiz: Die hier beschriebenen Trends sind meine persönlichen Beobachtungen und Interpretationen. Ich habe keine Glaskugel, um in die Zukunft zu schauen. Deshalb nimm meine Gedanken gern als Impuls und Anregung mit … und widerspreche mir auch gern, wenn du anderer Meinung bist.
2023 war für mich das Jahr, in dem KI-Applikationen in meinem Berufsalltag angekommen sind. 2022 fühlte es sich noch so an wie ein Hauch Raumschiff Enterprise, in 2023 wurde es zur Normalität. ChatGPT nutze ich heute regelmäßig und in meinen Werkzeugen ploppten auf einmal überall KI-Funktionalitäten auf. Zum Beispiel kann Photoshop jetzt KI-basiert Bilder anstricken und mein Email-Marketing-Tool baut Automationen auf Knopfdruck.
Wir sind uns sicherlich alle einig, dass KI-Tools die Art und Weise wie Kreative arbeiten und wie die Kreativbranche funktioniert, nachhaltig verändern werden – und auch schon verändert haben.
Die in den letzten Monaten oft ausgesprochenen Versprechen, dass wir jetzt nicht mehr denken und arbeiten müssen und sich Aufgaben per Mausklick von alleine komplett lösen, halte ich allerdings immer noch für unseriös. Denn die Ergebnisse, die die KI-Tools im Moment ausspucken, können und sollten nicht einfach so eins zu eins übernommen werden. Denn die Ergebnisse sind in den meisten Anwendungsfällen nur Zwischenschritte und eben keine validen Endergebnisse.
Doch so wie ich nutze auch viele andere Kreative heute schon KI-Tools für genau das: für Zwischenschritte und Brainstorming, als Analyse-Unterstützung und als hilfreiche Assistenz, die einige ungeliebte Fleißarbeiten übernimmt.
Innovative Ideen, reflektierte Überlegungen und kreative Konzepte verlieren dadurch aber nicht an Wert. Ganz im Gegenteil: Sie werden noch wichtiger, um sich aus der Masse an generischen Allgemeinplätzen positiv hervorzuheben.
Deine Kreativität und deine individuelle Persönlichkeit und Haltung werden also noch wichtiger – beziehungsweise wird es wichtiger, diese nach Außen klar und deutlich sichtbar zu machen.
Und – hier gilt es auch, ehrlich auf deine Märkte zu schauen – denn: KI-Werkzeuge übernehmen heute schon Aufgaben, für die früher Kreative beauftragt wurden. Aufgabenfelder fallen weg und einige Kreativmärkte werden dadurch in Zukunft kleiner werden. Es wird also weniger Aufträge in einigen Bereichen geben. Diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahren mit großer Wahrscheinlichkeit noch verstärken.
Wenn Gestaltungsaufgaben von KI-Tools übernommen werden können (teilweise oder ganz), dann vergeben Unternehmen kreative Aufträge anders. Sie buchen nicht mehr nur, weil sie eine Gestaltung oder eine Illustration brauchen. Das könnten sie sich auch von der KI stricken lassen. Mit welcher Qualität, das ist eine andere Frage …
Aber dann gibt es eben auch die Fälle, in denen Unternehmen eine kreative Person buchen, weil sie mit genau dieser kreativen Person zusammenarbeiten wollen. Also zum Beispiel mit dir. Und zwar nur mit dir.
Die kreative Person wird sozusagen zur Marke, die eingekauft wird vom Unternehmen.
Das war ehrlich gesagt in vielen Fällen auch schon vor der KI-Revolution so, aber der Trend zur kreativen Personenmarke wird sich durch die KI-Tools verstärken.
Was bedeutet das für dich? Positioniere dich als kreative Personenmarke. Das ist eine kreative Person, die mit der eigenen kreativen Arbeit Haltung bezieht, eine starke und klare Botschaft hat und damit wiedererkennbar auf klar definierten Märkten kontinuierlich sichtbar wird.
Kund*innen wollen mit dieser Person zusammenarbeiten, weil sie an die gleichen Dinge glauben, weil sie von ähnlichen Werten geleitet werden, weil sie das Gefühl haben, die kreativen Person zu kennen und ihr zu vertrauen – und auch, weil sie vom Image der kreativen Person profitieren und daran partizipieren wollen.
Wenn du dich jetzt fragst: Wie positioniere ich mich denn als Personenmarke? Indem du neben deiner Arbeit eben auch dich und das, wofür du stehst, in deiner Akquise und in deinem Marketing sichtbar machst – und das kontinuierlich. Und dabei unterstützt dich Positionierung!
Deshalb hier eine Einladung an dich: Wenn du dich nachhaltig positionieren und als kreative Personenmarke aufbauen möchtest, dann komm in die Portfolio-Akademie. Das ist mein Onlineprogramm, indem sich lllustrator*innen und Designer*innen nachhaltig positionieren – und zwar sowohl künstlerisch wie auch wirtschaftlich – und mit einer intensiven Live-Betreuung … in 2024 werde ich die Betreuungszeit verlängern, so dass du über ein ganzes Jahr in 26 Live-Q&As deine Portfolios zeigen und deine Fragen stellen kannst. Die nächste PA startet im März 2024. Trag dich gern unverbindlich auf die Warteliste ein, unter www.diegutemappe.de/pa.
In der Portfolio-Akademie beobachte ich immer wieder, dass Kreative sich hauptsächlich über die Medien definieren, die sie gestalten oder illustrieren. Ganz im Sinne von: Ich illustriere Bücher. Ich gestalte Poster. Ich baue Websites.
In Zeiten von KI wird es immer wichtiger, dass du den Wert, den deine Arbeit kreiert, klar und spezifisch erkennst und kommunizierst, damit deine Kund*innen verstehen, dass du nicht nur etwas hübsch machst, sondern dass deine Design- und Illustrationsleistungen echte, relevante Probleme lösen.
Denn ja: Mit KI-Tools können sich Kund*innen ein hübsches, generisches Logo oder eine hübsche allgemeingültige Illustration mit ein paar Prompts einfach selbst bauen.
Aber: Designer*innen und Illustrator*innen machen so viel mehr als nur hübsch. Deine Aufgabe ist jetzt, deinen Kund*innen verständlich zu zeigen, dass du echte, relevante Probleme für sie löst – und dass das hübsche Ergebnis nur ein kleiner Teil des Gesamtpakets ist.
Deshalb: Zeige in deiner Akquise, dass du das Problem, dass deine Kund*innen haben, verstanden hast – und zeige, welche Problemlösung du ihnen anbietest.
Und sortiere auch Kund*innen aus, die nur hübsch und generisch wollen. Denn ja, die gibt es auch. Und die werden über kurz oder lang ihre Lösungen KI-basiert generieren lassen.
Bei dieser Strategie hilft dir dieser Mindset-Switch: weg vom Medium hin zur Problemlösung.
Also weg von: Ich mache Corporate Design.
Hin zu: Ich gestalte Ihren Geschäftsauftritt so, dass er auch von Ihren Mitarbeitenden, die keine Gestaltungsexpertise haben, gerne und korrekt angewendet wird. So wird das Corporate Design in Ihrem Unternehmen gelebt – und gleichzeitig spart Ihnen das Zeit, Geld und Nerven.
Damit kommunizierst du also nicht das Medium (Geschäftsausstattung), sondern die sichtbaren Ergebnisse, die deine Kund*innen durch deine kreative Arbeit erzielen.
Warum hilft dir das, weiterhin trotz KI-Tools relevant zu bleiben? Wenn du klar benennen kannst, was deine kreative Arbeit für deine Kund*innen macht, dann erlaubt dir das, zu überprüfen, wie ersetzbar dein Angebot durch KI-Tools ist und welche Leistungen davon eben auch nicht ersetzbar sind.
Und gleichzeitig kannst du den Wert deiner Arbeit klar und verständlich an deine Kund*innen kommunizieren. Sie verstehen also, dass sie von dir mehr bekommen als vom KI-Tool.
Einladung in die Portfolio-Akademie
Und wie gesagt: In der Portfolio-Akademie lernst du, wie du das machst … und wir machen in der PA auch eine Marktanalyse, mit der du den Wert deiner Arbeit auf den verschiedenen kreativen Märkten bestimmst. Und du formulierst auch ein Angebot, das genau das macht: es bietet eine Problemlösung an. Den Link zur unverbindlichen Warteliste der Portfolio-Akademie findest du in den Shownotes: hier.
Hier ne kurze Randnotiz: Und wenn dir die Folge bis hierhin gefallen hat, dann schenk ihr doch bitte 5 Sterne, auf Apple Podcast oder Spotify. Das geht ruckzuck und das ist ein wirklich wirksamer und einfacher Weg, wie du meine Arbeit und den Portfolio-Podcast unterstützen kannst – und ja, deine 5 Sterne machen wirklich einen großen Unterschied. Danke dafür!
Und welcher zweite Trend wird in 2024 relevant sein für Kreative, die im Illustrations- und im Design-Bereich arbeiten?
Es ging schon vor vielen Jahren los und es hört auch in 2024 nicht auf. Die Medien- und Verlagsbranche unterläuft einem weitreichenden Strukturwandel.
Viele Kreative, darunter Illustrator*innen, Designer*innen, Art Byer*innen und Journalist*innen, sind involviert in die Herstellung von Verlagsprodukten und werden dementsprechend davon tangiert, wenn sich die Branche strukturell umwälzt.
Gründe für die Marktveränderungen gibt es viele: Immer weniger Menschen kaufen Bücher und Magazine … das liegt am Internet und an der Digitalisierung. Gleichzeitig hat die Branche auch viele Trends verpennt und Streamingdienste haben auch ihren Teil dazu beigetragen. Auch sind die Papierpreise in den letzten Jahren massiv gestiegen, weshalb es schwieriger wird, Printprodukte wirtschaftlich zu kalkulieren.
Und gleichzeitig leben wir in einer globalisierten Welt. Das zeigt sich zum Beispiel, wenn mal wieder ein unabhängiger Verlag von einem internationalen Mega-Medienkonzern aufgekauft wird, weil er bei drei nicht auf den Bäumen war.
In 2023 gab es wieder einmal einen gefühlten Bergrutsch in der Branche, als klar wurde, dass viele Magazine, die beim Traditions-Verlagshaus Gruner + Jahr erschienen, eingestellt oder verkauft werden sollten. Gruner + Jahr war bzw. ist auch noch das Zuhause vieler bekannter Zeitschriften, zum Beispiel der GEO, der Brigitte, des Sterns, der Capital, des Walden Magazins oder der deutschen Ausgabe des Flow Magazines. 23 Magazine sollten eingestellt werden. Am Ende wurde etwas hin- und hergeschoben und einige Magazine wurden auch verkauft, wie die Elf Freunde oder die Business Punk,. Das war insgesamt ein großer Basar. Aber lange Rede, kurzer Sinn: Viele der eingestellten Magazine waren eben auch Auftraggeber*innen für Kreative. Und mit dem Ende dieser Magazine fallen Aufträge weg.
G+J ist dabei nur ein Beispiel für viele. Die möglichen Märkte im Verlagswesen, auf denen Designer*innen und Illustrator*innen Aufträge akquirieren können, werden tendenziell kleiner.
Das sorgt dafür, dass es auf vielen Märkten viel mehr Angebote als Nachfrage gibt und sich die Arbeitsbedingungen für Illustrator*innen und Designer*innen verändern. Gleichzeitig wollen gefühlt auch immer mehr Kreative in der Buch- und Verlagsbranche arbeiten. Und all das zusammen sorgt für schwierigere wirtschaftliche Bedingungen auf diesen Märkten.
Was bedeutet das für dich? (4 Impulse für dich)
Bau dir mehrere wirtschaftliche Standbeine auf, um diversifizierter aufgestellt zu sein. Dann treffen dich Marktveränderungen nicht so stark, weil du eben nicht nur von diesem einen Markt abhängig bist, sondern auf mehreren Beinen sicher stehst.
Gerade wenn du als Berufseinsteiger*in oder Quereinsteiger*in anfängst: Kenne deine Märkte. Mach eine Marktanalyse, kenne die Geschäftsmodelle deiner Märkte und habe ein Grundverständnis für das, was du mit deiner kreativen Arbeit dort bewirkst und was diese Ergebnisse wert sind. Und entscheide selbstbestimmt und bewusst, auf welchen Märkten du arbeiten möchtest.
Wenn es viele Angebote gibt und wenig Nachfrage, dann zählt Professionalität noch einmal so viel mehr. Deine Akquise muss einfach überzeugen.
Formuliere deshalb passgenaue Angebote. Verpacke sie in professionelle Portfolios. Und werde sichtbar mit einer durchdachten, langfristig angelegten Akquisestrategie.
All das ist heute einfach essenziell. Es ist zwar kein Garant für einen schnellen Erfolg, aber es ist das, was es braucht, um durchzuhalten und den Fuß in die Tür zu bekommen und bestehende Geschäftsbeziehungen wachsen zu lassen nund zu pflegen.
Meine Beobachtung ist, dass viele Verlage und Magazine noch mehr auf bestehende Geschäftsbeziehungen setzen: also auf Kreative, die sich schon bewährt haben.
Das bedeutet für junge Kreative oder Menschen, die sich neu auf diesen Märkten positionieren wollen, dass die Startbedingungen schwerer werden. Es ist einfach schwieriger geworden, den Fuß in die Tür zu bekommen, einfach weil es weniger Aufträge gibt und die Verlage und Agenturen überschwemmt werden mit Angeboten – und dann oft auf Bewährtes zurückgreifen.
Netzwerke und Empfehlungen werden deshalb wichtiger. Gerade wenn es viele Menschen gibt, die ähnliche Dinge anbieten, ist eine Empfehlung oft das, was den entscheidenden Unterschied bei der Auftragsvergabe macht.
Einladung in die Portfolio-Akademie
Und wie gesagt: Wenn du all das angehen möchtest in 2024, dann komm in die Portfolio-Akademie. Dort machst du genau das. Du lernst deine Märkte kennen, professionalisiert deine Akquise, baust dir deine Standbeine gemäß deiner Stärken und wirtschaftlichen Ziele auf – und wirst gleichzeitig Teil eines starken Netzwerks von gleichgesinnten Kreativen, die alle viel vor und große Ziele haben. Den Link zur unverbindlichen Warteliste findest du in den Shownotes und unter www.diegutemappe.de/pa.
Und zu guter Letzt. Lass uns einen Blick auf den dritten Trend für 2024 werfen.
Dieser Trend ist nicht neu. Und er wird auch nicht so schnell verschwinden. Denn dieser Trend ist eine Reaktion auf Trend #2. Die traditionellen Design- und Illustrationsmärkte, die noch vor 20 Jahren die Haupt-Auftraggeber*innen für Designer*innen und Illustrator*innen waren, werden unattraktiver für viele Kreative. Gleichzeitig ist es für Kreative heute so viel leichter, selbst unternehmerisch tätig zu werden. Eigene analoge oder digitale Produkte entwickeln und vertreiben? Easy-peasy. Einen eigenen Onlinekurs oder Workshop anbieten? Null Problemo. Wir sind nicht mehr abhängig von Verlagen und Agenturen, uns zu beauftragen – wir können selbst das Ruder in die Hand nehmen und unsere eigene kreative Arbeit in Produkten verpacken.
Ich hab ja vom Prinzip nichts anderes gemacht – mit der Portfolio-Akademie. Nachdem ich von 2012 bis 2020 an diversen deutschen Hochschulen über 8 Jahre lang, davon 11 Semester an der HAW in Hamburg, einen Kurs zur Positionierung, Akquise und den Start ins Berufsleben gegeben habe, kam irgendwann der Moment, wo ich gemerkt habe, dass ich mehr möchte. Ich wollte aus meiner Expertise etwas kreieren, was mir gehört, was bei mir bleibt und das ich gestalten kann, so wie ich möchte – und für das ich auch monetär besser vergütet werde wie als Lehrbeauftragte, die gemäß Tarifvertrag honoriert wird.
Dafür war ich auch bereit, neue Wege zu gehen, Arbeit und Zeit zu investieren und ein Risiko einzugehen.
Was bedeutet dieser Trend für dich? (3 Impulse)
Der erste Schritt zu mehr Entrepreneurship ist ein besseres wirtschaftliches Grundwissen. Gehörst du zu den Kreativen, die gern einen Bogen um alle Zahlen machen? Damit bist du nicht alleine … aber: Das Wegschauen erzeugt auf Dauer nur noch mehr Stress – und sorgt gleichzeitig dafür, dass du Chancen, wie du dich wirtschaftlich besser aufstellen könntest, übersiehst. Deshalb: Trau dich! Beginn mit einem Buch, hör in einen Finanz-Podcast rein oder komm in die Portfolio-Akademie. Dort machst du eine Wirtschaftlichkeitsberechnung und lernst die verschiedenen Geschäftsmodelle der Kreativ-Märkte kennen – um dann damit eloquent zu jonglieren.
Vielleicht machst du ja schon einen Workshop, der regelmäßig ausgebucht ist, oder du wirst immer wieder von Kund*innen für eine klar abgegrenzte Aufgabe beauftragt, die leicht in ein Produkt-Paket verpackt werden könnte.
Bei mir war es auch so, dass ich meinen HAW-Kurs über die Jahre immer weiter optimiert hatte – und einfach wusste, dass dieser Kurs mit dieser Struktur und mit den von mir entwickelten Methoden Illustrator*innen und Designer*innen nachhaltig unterstützt, sich selbstbestimmt zu positionieren. Ich wusste, dass das, was da ist, Ergebnisse bringt und dass es Menschen gibt, die diese Ergebnisse brauchen – und haben wollen.
Deshalb die Frage an dich: Gibt es etwas, was schon da ist und von dir nur ausgebaut werden möchte?
Oftmals fällt das »neue Wege gehen« so schwer, weil wir ganz große Erwartungshaltungen haben. Deshalb erlaube dir, klein anzufangen. Du musst ja nicht gleich dein Papeterie-Imperium starten. Es reicht als erster Schritt, in einem lokalen Geschäft anzufragen, ob sie deine Karten auf Kommission verkaufen würden. So kannst du testen, was gut funktioniert und du bist schon einen wichtigen ersten Schritt in die Richtung zu mehr Unternehmertum gegangen.
So. Wenn du jetzt in Schritt 1 deine großen Ziele formuliert hast und in Schritt 2 einen ehrlichen Blick auf dein Außen geworfen hast, dann gilt es jetzt, beide Schritte zusammenzubringen.
Jetzt, nachdem du die Trends für das neue Jahr gehört hast, überlege, ob du mit deiner Selbstständigkeit auf bestimmte Entwicklungen reagieren möchtest.
Möchtest du zum Beispiel deine wirtschaftliche Situation verbessern, indem du mehrere Standbeine aufbaust und somit langfristig diversifizierter und somit unabhängiger vom einzelnen Markt aufgestellt bist?
Oder möchtest du deine Angebote optimieren, um einfach deinen Kund*innen Ergebnisse anzubieten, die mehr können als KI-Tools?
Und natürlich geht es hier auch um die Frage, wie das alles mit deinen großen Plänen zusammenpasst.
Werden vielleicht einige deiner Ziele von diesen Veränderungen im Außen beeinflusst?
Für meine Buchprojekte habe ich zum Beispiel überlegt, ob und in welchen Konstellationen es für mich heute überhaupt noch sinnvoll ist, mit einem traditionellen Verlag zusammenzuarbeiten … und ich habe auch einmal recherchiert und kalkuliert, ab wann es sich für mich lohnen könnte, mein neues Sachbuch einfach selbst und per Print on Demand herauszubringen.
In diesem Schritt geht es also nicht darum, dir deine großen Ziele madig zu reden oder als unmöglich abzutun, sondern es geht darum, ganz bewusst zu überlegen, was es braucht, um diese großen Ziele Realität werden zu lassen.
Ich glaube an die Kraft von Selbstbestimmung. Wenn du ehrlich hinschaust und deine Märkte und deren Entwicklung kennst, dann hast du die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie du damit umgehen möchtest. Und du hast auch die Möglichkeit, deinen Weg zu gestalten. Weil du kein vom Wind getragenes Blatt bist, sondern weil du auf der Welle surfst.
Was braucht es, damit deine großen Ziele Realität werden? Welchen ersten Schritt kannst du heute dazu machen? Und braucht es vielleicht noch einen weiteren Punkt auf deiner Jahresziele-Liste, damit du deine Ziele auch erreichst?
Ich bin gespannt, was auf deiner Jahresliste steht – und was du vielelicht auch jetzt noch ergänzt – und ich wünsche dir ganz viel Erfolg beim Ziele umsetzen und Realität werden lassen.
Und wie gesagt, wenn dir die heutige Folge geholfen hat, dann schenk ihr doch bitte 5 Sterne, auf Apple Podcast oder Spotify. Das hilft dem Podcast wirklich sehr, mehr kreative Menschen zu erreichen. Danke dafür.
Und damit wünsche ich dir alles Liebe.
Wir hören uns wieder nächste Woche. Ich freu mich auf dich.
Bis dahin, tschüss!
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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