7. März 2024

#104 | Kein Geheimnis! Wenn du das ignorierst, wirst du durch KI ersetzt

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Dieser Ausschnitt aus der Masterclass »KI-Kompass« stellt dir zwei Fragen, die dich für die Zukunft wappnen

 

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Weitere Informationen

 
Heute stelle ich dir zwei wichtige Fragen, die dir helfen, deine kreative Arbeit für die Zukunft zu positionieren, damit deine kreative Arbeit auch weiterhin relevant für deine Kund*innen bleibt.
 
Du erfährst:

  • welche Fragen du dir heute stellen solltest, um in 5 Jahren noch für deine Kund*innen relevant zu sein
  • wann und warum Kund*innen sich für KI-Tools anstatt für dich entscheiden
  • wie du identifizierst, wo du etwas ändern solltest, um für die Zukunft aufgestellt zu sein
  • wie es dann weitergeht, wenn du die zwei Fragen beantwortet hast
  • und so viel mehr.

 
Hej hej. Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast.

Heute habe ich einen Mitschnitt aus der Masterclass »KI-Kompass« für dich mitgebracht. Die Masterclass fand letzte Woche statt – Montag, Dienstag und Mittwoch – und es waren fast 300 Menschen mit dabei. Allerdings habe ich danach trotzdem noch so viele Nachrichten von Menschen bekommen, die die Masterclass verpasst haben. Deshalb habe ich mich entschieden, heute zumindest einen kleinen Ausschnitt davon noch einmal hier zu teilen.

Mit diesem Ausschnitt stelle ich dir (ggf. ja schon ein zweites Mal, falls du in der Masterclass dabei warst) zwei wichtige Fragen, mit denen du dich und deine kreative Arbeit für die Zukunft aufstellt. Es sind zwei ganz einfach klingende Fragen. Aber für viele Kreative wird es gar nicht so einfach sein, diese zu beantworten. Deshalb skizziere ich dir nach dem Audio-Mitschnitt auch noch einmal kurz und knapp einen Lösungsweg auf, wie du mit deinen Antworten deine Zukunft gestaltest.

Also, lass uns gleich mal eintauchen in die Masterclass »KI-Kompass«.
 

Bevor es losgeht noch eine Randnotiz in eigener Sache:

Im Juni 2024 findet ja die »Bunte Hunte« statt. Die Bunte Hunte ist ein Kongress für Kinderbuch-Illustration, der von Patrick Wirbeleit und Dirk Uhlenbrock veranstaltet wird.
 

Der Kinderbuchmarkt in Zeiten von KI

Patrick und Dirk haben mich eingeladen, auf der Bunte Hunte auch noch einmal über Positionierung in Zeiten von generativer KI zu sprechen und dabei insbesondere noch einmal den Fokus auf Strategien zu legen, die für den Kinderbuch-Markt relevant sind. Ich freu mich schon sehr auf diese drei Tage Kongress – und auf die vielen tollen Kolleg*innen, die mit dabei sein werden. Wenn du also noch kein Ticket für die Bunte Hunte hast, dann buch jetzt, die Tickets werden seit letzter Woche verkauft und den Link pack ich dir in die Shownotes.

Übrigens: Das hier ist unbezahlte Werbung. Ich mach das, weil ich das, was Patrick und Dirk auf die Beine stellen, unterstützen möchte – und auch, weil ich mich echt freuen würde, wenn wir uns dort sehen.

So. Jetzt aber los. Let’s go.
 

[...] Es gibt viele gute Gründe, KI-Technologie und die Art und Weise, wie sie eingeführt wurde, zu kritisieren.

Ich fokussiere mich heute hauptsächlich auf die Dinge, die du als Illustrator*in und Designer*in mit deiner Positionierung kontrollieren kannst. Das heißt, ich werde die politischen Aspekte heute mal außen vor lassen.
 

KI-Funktionalitäten = neue Werkzeuge

In diesem Kontext der Positionierung verstehe ich KI-Funktionalitäten als neue Werkzeuge, die unsere Kund*innen auf einmal auch nutzen können.
 

Und unsere Kund*innen nutzen generative KI, wenn sie:

  • schneller als früher
  • günstiger als früher
  • und unkomplizierter als früher

zu Ergebnissen kommen.
 

Wo sind KI-Tools die günstigeren Werkzeuge?

Meine These für heute ist also, dass du als Illustrator*in bzw. Designer*innen vor allem in den Aufträgen von KI ersetzt wirst, in denen deine Kund*innen mit KI schneller, günstiger und unkomplizierter zu Ergebnissen kommen.

Und das geht hauptsächlich bei Aufgaben, bei denen dich deine Kund*innen – zumindest teilweise – als Werkzeug benutzen.
 

Was macht ein Werkzeug?

  • ein Werkzeug ist ein Hilfsmittel
  • ein Werkzeug macht etwas leichter, schneller und unkomplizierter. Mit einem Hammer ist es leicht einen Nagel in die Wand zu schlagen. Mit einem Rasenmäher ist es leicht, eine Wiese zu mähen.
  • Werkzeuge funktionieren umso besser, desto leichter, schneller und unkomplizierter sie die Aufgabe machen: ein Rasenmäher wird üblicherweise als besseres Werkzeug angesehen als eine Sense, mit der man ja auch eine Wiese mähen könnte. Aber es dauert eben mit der Sense länger und ist anstrengender.
  • Ein Werkzeug macht, was man ihm sagt – ein Werkzeug kann man steuern, siehe Rasenmäher
  • ein Werkzeug hat keine persönliche Meinung

Allerdings nützt mir ein Werkzeug nur etwas, wenn ich weiß, wie das Ergebnis aussieht.

Beispiel Bohrmaschine:
Wenn ich weiß, dass ich ein Loch in der Wand brauche, weil ich ein Bild aufhängen will, dann hilft mir eine Bohrmaschine.

Hier mal drei Beispiele für Werkzeug-Aufgaben im Design und der Illustration.
 

Werkzeug-Aufgaben sind z.B.:

»Ich, die Kundin, brauche ein Foto in Froschperspektive von einer Astronautin, die sportlich und dynamisch auf dem Mond Richtung Kamera läuft. Ich weiß ziemlich genau, wie das Bild aussehen soll ... bin aber auch flexibel, was Stil und konkrete Details angeht … ich brauche nur eine Person, die das handwerklich umsetzt.«

Diese Werkzeug-Aufgabe wurde in der Cosmopolitain schon mit KI umgesetzt. Das hier ist das erste KI generierte Cover der Cosmo, umgesetzt von: digital artist Karen X. Cheng in Kooperation mit OpenAI in 2022.

Ein weiteres Beispiel könnte sein:
»Ich, die Kundin, brauche ein Logo. Eigentlich habe ich konkrete Vorstellungen, wie das ungefähr aussehen soll, nämlich so ungefähr wie das von meiner Konkurrenz … halt nur anders … «

Oder zu guter Letzt – Beispiel #3:
»Ich, die Kundin, habe hier einen Text und brauche Bilder dazu und einen traditionellen Buchsatz. Was in den Bildern vorkommt, steht meiner Meinung nach eins zu eins im Text. Der Buchsatz soll so aussehen, wie vergleichbare Bücher in diesem Genre.«

Weil hier relativ konkret schon klar ist, was das Endergebnis ist, sind das Werkzeug-Aufgaben. Ich brauche nur das passende Werkzeug dazu, um das umzusetzen.

Die erste Frage, die ich dir heute stellen möchte, ist:

Welche deiner Aufträge (oder auch potenziellen Aufträge) beinhalten überwiegend Werkzeug-Aufgaben?

Diese gilt es heute zu identifizieren – denn diese sind gefährdet, durch KI ersetzt zu werden.
 

Frage: Wo bist du kein Werkzeug?

Aber es gibt eben auch Situationen, in denen die Bohrmaschine oder der Rasenmäher allein mein Problem nicht lösen, nämlich wenn ich ein Problem habe, aber nicht weiß, was ich genau brauche, um mein Problem zu lösen.

In dieser Situation kann ich nicht das geeignete Werkzeug wählen – weil ich nicht weiß, was ich brauche.

Hier drei Beispiele:
»Ich, die Kundin, habe hier diesen komplexen Sachverhalt und niemand versteht ihn. Was kann ich tun, damit Menschen ihn besser verstehen? – hier ist einfach nicht klar, wie das Endergebnis aussieht, deshalb ist es schwer, das Werkzeug zu wählen.«

Oder Beispiel #2 ...
»Ich, die Kundin, brauche ein visuelles Erscheinungsbild, das gleichzeitig unsere Unternehmenskultur visualisiert und stärkt. Und vorher brauche ich jemanden, der mir hilft, die Unternehmenskultur überhaupt zu erkennen und in Worte und Bilder zu fassen. Denn es gibt gerade keinen Konsens im Unternehmen, wer wir sind und warum wir machen, was wir machen.«

Oder Beispiel #3 ...
»Ich, die Kundin, habe hier einen Text und brauche Bilder dazu, aber ich möchte, dass die Bilder mehr machen als das zu wiederholen, was im Text beschrieben ist.«

Und auch hier gilt es, genau hinzuschauen, welche deiner Aufträge lösungsoffen sind.

Es gilt also die Aufträge zu identifizieren, wo die Werkzeuge noch nicht ganz klar sind – denn bei diesen Fragestellungen und Aufgaben brauchen deine Kund*innen immer noch dich zur Lösung ihres Problems. [...]

 
So, das war der Ausschnitt aus der Masterclass »KI-Kompass«. Hast du schon Antworten gefunden auf die beiden Fragen? Ich bin gespannt, was passiert, wenn du mit dieser Werkzeug-Perspektive auf deine Arbeit schaust.

Vielleicht denkst du ja: Hey, Franziska. Was mach ich denn, wenn ich jetzt feststelle, dass ich sehr viele Werkzeug-Aufgaben übernehme? Gute Frage.

Grundsätzlich gibt es auch Wege, auf denen du auch als Werkzeug für deine Kund*innen immer noch schnellere und komfortablere Lösungen erstellen kannst – auch in Zeiten von KI. Indem du zum Beispiel KI-Tools einfach effizienter beherrschst als deine Kund*innen.

Und wenn du dich als Personenmarke aufstellst, kannst du trotzdem weiterhin Werkzeug-Aufgaben übernehmen – und KI-Tools, wenn du möchtest, ignorieren. Weil du neben deiner kreativen Arbeit noch KI-unabhängigen Mehrwert generierst: zum Beispiel Reichweite und Einfluss und Sichtbarkeit.

Aber es gibt eben auch die Möglichkeit, dich eher auf lösungsoffene Prozesse und Beratung zu spezialisieren, denn dort bist du eben kein Werkzeug, sondern die Person, die den Prozess gestaltet.
 

Du entscheidest!

Du siehst also, dir stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wie du mit den Veränderungen in der Kreativwirtschaft durch generative KI umgehen kannst. Und das ist ein wichtiger Hinweis: Es ist deine Entscheidung. Du entscheidest, wie du damit umgehen möchtest. Was dich bei diesen Entscheidung unterstützt, ist Positionierung.

Ich verstehe unter Positionierung einen bewussten Entscheidungsprozess, in dem du beschließt, auf welchen Märkten du deine verschiedenen Angebote platzierst. Damit entwickelst du dann eine Strategie, wie du deine Angebote auf deinen Märkten sichtbar machst – damit du beauftragt wirst – bestenfalls von genau den Kund*innen, für die du arbeiten möchtest.

Wenn du dich positionierst, triffst du also informierte und bewusste Entscheidungen – und du gestaltest deinen Weg selbstbestimmt.
 

Mal so als Gegencheck: 
Woran erkennst du, dass du schwammig positioniert bist?

Wenn du schwammig positioniert bist, verschickst du zum Beispiel ein und dasselbe Portfolio an alle deine Kund*innen.

Oder du versendest vielleicht ab und an Portfolios, es kommt allerdings wenig Resonanz zurück – und du weißt nicht, warum und wie du das ändern kannst.

Und ein klarer weiterer Indikator ist, dass du Muffensausen vor Akquise hast, weil die Angst vor einer Absage sehr groß ist.

Klar ist Akquise immer mit etwas Herzklopfen verbunden, aber wenn du klar positioniert bist, ist es einfach, die Absage nicht persönlich zu nehmen – weil du weißt, dass es hier nicht darum geht, ob du gut genug bist, sondern darum, ob das Angebot zu deinem Gegenüber passt oder nicht.

Klingt gut? Ist es auch.
Wenn du jetzt denkst: »Jaa! Das will ich!«, dann lade ich dich ganz herzlich in die Portfolio-Akademie ein.

Die PA ist mein 12-wöchiges Onlineprogramm für Designer*innen und Illustrator*innen und darin positionierst du dich – und zwar nachhaltig – also sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich. Denn am Ende geht es ja um beides. Darum, dass du mit deiner kreativen Arbeit gut Geld verdienst – aber eben auch darum, mit deinen eigenen Interessen und Stärken etwas in der Welt zu bewirken – damit dein Herz weiterhin für die Sache brennt.

Die nächste Portfolio-Akademie öffnet im September 2024 ihre Türen. Und diese öffnen sich nur für eine Woche. Das heißt, nur in dieser einen Woche kannst du deine Teilnahme buchen. Danach schließen sich die Türen und öffnen sich erst wieder in 2025. In der aktuellen Runde der PA, die im März 2024 gestartet ist, waren schon nach drei Tagen der offiziellen Anmeldezeit alle 35 Plätze vergeben.

Deshalb: Trag dich gern ganz unverbindlich in die Warteliste ein, dann bekommst du alle Infos zur PA und du bekommst sogar noch ein Special-Wartelisten-Angebot, bevor die Türen sich offiziell öffnen. Eintragen kannst du dich unter www.diegutemappe.de/pa.

Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe. Ich bin gespannt, was du für dich mit diesen zwei wichtigen Fragen herausfindest – und welche Schlußfolgerungen du für dich daraus ziehst.

Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
 

Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?

Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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