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Weitere InformationenAllerdings ist die kreative Erschöpfung eine angemessene Reaktion auf Anstrengung – und somit das Normalste der Welt in einer Selbstständigkeit. Denn da wird es nun mal ab und an anstrengend. Deshalb stelle ich dir heute fünf Strategien vor, die dich in Zeiten von kreativer Erschöpfung tragen, bis deine kreative Kraft wieder da ist.
Du erfährst:
Hej hej. Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast.
Diese Woche ist mir nichts eingefallen. In der Regel überlege ich am Montag, was in der aktuellen Podcast-Episode passieren soll. Und oft spreche ich über Themen, die mich gerade beschäftigen. Daraus lässt sich üblicherweise gut ein Podcast-Thema stricken.
Das Script dazu schreibe ich am Montag. Dienstag ist dazu da, Dinge noch mal zu durchdenken und das Script rund zu machen. Und Mittwoch nehme ich den Podcast auf und produziere die Folge.
Diesen Montag fiel mir nichts ein. Gar nichts. Mein Kopf war leer.
Und dafür gibt es einen guten Grund. Der Jahresanfang war voll und aufregend und ich hatte wirklich, wirklich viel zu tun. Über acht Wochen lang musste ich konstant und wie am Fließband schreiben, zeichnen, produzieren, Ideen haben und inspiriert und neugierig ständig um alle Ecke denken.
Warum? Weil die Portfolio-Akademie Anfang März gestartet ist. Und in den acht Wochen, bevor eine neue Runde der Portfolio-Akademie losgeht, steht ganz viel auf meiner Todo-Liste.
Wenn du jetzt denkst: Hä? Was ist denn die Portfolio-Akademie. Das ist mein Onlineprogramm für Designer*innen und Illustrator*innen und darin positionieren sich Menschen, die mit ihrer Kreativität ihr Geld verdienen wollen – und zwar nachhaltig – also sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich. Denn am Ende geht es ja um beides. Darum, dass du mit deiner kreativen Arbeit gut Geld verdienst – aber eben auch darum, mit deinen eigenen Interessen und Stärken etwas in der Welt zu bewirken – damit dein Herz weiterhin für die Sache brennt. Wenn dich das interessiert, dann erfährst du mehr dazu unter www.diegutemappe.de/pa.
Die Zeiten vor dem Portfolio-Akademie-Start sind für mich also recht stressig. Wenn es dann erst mal losgeht und die neuen PAlies ihren Positionierungsprozess beginnen, läuft das wie geschmiert. Denn der Prozess ist vielfach getestet und hat sich bewährt. Und die Live-Termine und die tollen Menschen in der Portfolio-Akademie kreieren in sich wieder neue Inspiration. Trotzdem spüre ich jetzt gerade die Folgen des achtwöchigen Marathons, den ich gerade gelaufen bin. Und die Folgen sehe ich vor allem in meiner Fähigkeit, kreativ zu sein.
Nach acht Wochen Marathon ist die Luft raus. Und diesen Montag hat die Inspiration deshalb zu mir gesagt: Nope. Ich will nicht mehr! Ich streike ... und hat sich sozusagen in den aktuell üblichen Kanon eingereiht 😉
Kreativität ist keine unerschöpfliche Quelle. Manchmal sprudelt es mehr, manchmal weniger – und manchmal kommt nicht mehr raus als ein paar gurgelnde Geräusche.
Deshalb möchte ich heute mit dir teilen, was ich in Situationen von kreativer Erschöpfung mache – damit der Kreativitätsspringbrunnen wieder mit neuer Kraft zu sprudeln beginnt.
Früher hatte ich Angst vor diesen Phasen nach der Anstrengung. Kündigten sich mehrere Wochen intensives Arbeiten an, zum Beispiel durch eine Buchabgabe oder ein komplexes Corporate-Design-Projekt, dann wusste ich schon vorher, was danach kommt. Und ich hatte Angst davor: Denn danach kam ein dunkles schwarzes Loch, in das ich gern mal hinein gefallen bin – und aus dem ich mich dann Wochen lang mit Tränen, Schweiß und Anstrengung wieder herausarbeiten musste.
Die Art und Weise, wie wir Dinge formulieren und benennen, sagt ja viel darüber aus, wie wir fühlen. Ich habe damals meine Erschöpfung als das große schwarze Loch oder auch gern mal als »die Rache danach« bezeichnet.
Die Angst vor dem schwarzen Loch und die Enttäuschung, wenn ich mal wieder reingefallen war, und auch der dringende Gedanke, dass das Loch bitte schnellstmöglich wieder weg gehen soll, haben ganz viel Druck erzeugt. Druck, den ich mir selbst gemacht habe und der durch meine Interpretation vom Loch angefeuert wurde.
Heute sehe ich das anders. Heute erlaube ich mir, meine kreative Erschöpfung als Regeneration zu verstehen. Die kreative Erschöpfung ist eine angemessene Reaktion auf Anstrengung. Und darf sein. Und sie geht auch wieder vorüber. Ohne dass ich viel tun muss – ganz im Gegenteil: nichts tun hilft.
Meine Kreativität braucht gerade einfach nur Zeit zum Kräftesammeln und Ressourcen auffüllen.
Der Begriff Regeneration beschreibt ja Prozesse, die zur Wiederherstellung eines Gleichgewichtszustandes führen. Regeneration folgt einer vorausgehenden Belastung und ist der Teil, der nährt, wieder aufbaut und den gesunden Zustand wiederherstellt.
Die Regeneration an sich ist ein ganz natürlicher Prozess. Erst wenn Regeneration nicht sein darf, führt das langfristig zu Problemen. Im Kontext von Kreativität führt das Nicht-sein-Dürfen zu Blockaden, zu Burnout und auch zu Depression. Es lohnt sich also, Regeneration als einen integralen Bestandteil in dein Berufsleben zu integrieren, denn sie hält dich gesund.
Früher hatte ich Angst vor dem Zustand der Regeneration, vor dem schwarzen Loch, weil es für mich immer das Ende von etwas war. Heute sehe ich es als Teil eines Kreislaufes.
Ja, vielleicht habe ich die letzten Wochen auch wirklich mal zu viel gearbeitet. Aber das wird nicht besser, wenn ich mich jetzt noch dafür kritisiere. Das, was ich jetzt brauche, ist Geduld.
Und hier eine wichtige Randnotiz: Zu einer kreativen Selbstständigkeit gehören intensive Arbeitsphasen auch mal dazu. In den sozialen Medien wird ja oft dieses Bild kreiert, dass kreative Selbstständigkeit immer Spaß macht, wenn es richtig läuft. Dass es immer leicht sein muss – weil der Flow mich immerzu trägt, weil ich ja meiner Bestimmung folge. Das ist Bullshit. Es ist das Normalste der Welt, dass es auch mal anstrengend ist, auch mal keinen Spaß macht und am Ende auch mal Erschöpfung da ist.
Und diese Erschöpfung möchte angenommen und zugelassen werden.
Und hier grätscht oft auch ein anderer Social-Media-Mythos rein. Nämlich, dass Regeneration sich anfühlt, wie wenn du in der Hängematte am Strand liegst und Cocktails schlürfst.
Vielleicht ist das ja bei einigen so. Ich bezweifle das … und bei mir fühlt sich Regeneration nicht unbedingt gut an. Die letzten zwei Wochen war ich empfindlicher, emotionaler und ungeduldiger als üblich. Ich hab mich nicht ganz wie ich selbst gefühlt – und allein das, was unkomfortabel. Und dann noch dieses Gefühl von Leere im Kopf. Gar nicht angenehm.
Wenn ich hier nicht achtsam bin, dann neige ich dazu, der Leere mit Geschäftigkeit entgegenzutreten. Das bedeutet bei mir dann oft, meinen Kopf mit Podcasts und Audiobooks füllen oder Netflix bingen.
Aber das, was die Kreativität jetzt braucht, ist eine Pause. Und hier hilft es mir, achtsam und bewusst bestimmte Dinge zu tun.
Und 5 dieser Strategien möchte ich heute mit dir teilen.
In Stress-Phasen ist der Kopf ja die ganze Zeit an und der Körper bekommt zu wenig Input … weil er ja die ganze Zeit am Schreibtisch sitzt.
Was hier hilft, ist die Natur. Also ab in den Wald zum Spazierengehen.
Oder in die Sauna. Einfach mal nur da sitzen und dem Feuer zuhören. Nichts tun, außer schwitzen. Und dann flott ins Eisloch am See und die Bonbonfarben des Sonnenuntergangs bewundern.
Auch Bewegung und Sport helfen mir, wieder mehr im Körper anzukommen.
Oder … aufräumen. Nach einem Arbeitsmarathon räume ich total gerne erst einmal auf, um über die Ordnung im Außen wieder für mehr Ordnung im Innen zu sorgen. Und den ganzen Stress einfach mal wegzuwischen.
Und das Beste ist dann, nach getaner Arbeit auf dem jetzt wieder sauberen Fußboden zu liegen und wie ein Seestern die Decke anzustarren und die Sauberkeit zu genießen. Hach, das ist das Beste.
Alles, was hilft, wieder in deinem Körper anzukommen, deine Grenze zu spüren, also das, wo du anfängst und das Außen aufhört, all das unterstützt deine kreative Regeneration.
Meine zweite Strategie mag etwas kontraproduktiv klingen. Denn sie heißt: Weitermachen. Aber eben auf Sparflamme.
Früher bin ich gern mal nach einem Marathon wie ein Kartenhaus in mich zusammengefallen und habe erstmal gar nichts mehr gemacht. Für mehrere Tage. Aber das Wiederanfangen war jedes Mal ein Kraftakt. Und zerbrochene Routinen wieder aufzubauen, kostet auch Energie.
Deshalb schaue ich heute lieber, wie ich den Aufwand reduzieren kann. Das bedeutet für mich: lieber eine kurze Podcast-Folge als eine Podcast-Pause oder ein Replay. Weitermachen, aber mit so wenig Aufwand wie möglich. Und dabei unterstützt dich Strategie #3.
In den Phasen von kreativer Erschöpfung bleibt Innovation aus. Das ist ok. Nicht jede neue Aufgabe muss eine weltverändernde Idee sein. Und in Phasen von kreativer Erschöpfung noch so viel weniger als eh schon. Es ist ok, wenn du nicht jedes Mal das Rad neu erfindest.
Eine Sache, die dich dabei unterstützt und die dich durch Zeiten von kreativer Erschöpfung trägt, selbst in Auftragssituationen, ist dein Handwerk.
Darauf kannst du dich verlassen. Handwerk kommt durch Übung und durch Wiederholung und zeichnet sich dadurch aus, dass du es jederzeit abrufen kannst – auch in einem Zustand der kreativen Erschöpfung.
Deshalb baust du dir mit Routinen, mit denen du dein Handwerk trainierst, wie eine tägliche hässliche Zeichnung oder die Schreib-Routine eines wöchentlichen Newsletters, ein Sicherheitsnetz, in das du in Phasen von kreativer Erschöpfung fallen kannst – und aufgefangen wirst.
Und Strategie #3 geht hier Hand in Hand mit Strategie #4.
Denn: Ja, vielleicht zauberst du in einem Moment der kreativen Erschöpfung eine Idee aus dem Zylinder, die du eigentlich schon vor zwei Jahren schon mal hattest. Aber das ist ok.
In Zeiten von kreativer Erschöpfung (und übrigens sonst auch) ist es erlaubt, sich kreativ zu wiederholen. Wie gesagt: Du musst nicht jedes Mal das Rad neu erfinden.
Skizzenbücher sind deshalb echte Schatzkisten in Momenten der kreativen Erschöpfung. Denn hier hast du ja schon Ideen gesammelt, ohne es vielleicht zu merken. Und auf die kannst du jetzt zurückgreifen.
Die Menschen, mit denen ich täglich eine hässliche Zeichnung mache, werden schon gemerkt haben, dass die heutige Illustration zum Podcast eine Zeichnung aus meinem Skizzenbuch ist. Mir ist einfach nichts Neues eingefallen. Und das ist ok.
Und zu guter Letzt kommt Strategie #5. Sei gut zu dir.
Du und deine Kreativität, ihr regeneriert euch gerade, gemeinsam. Erlaube dir diese Zeit des Stillstands. Erlaube dir, viel zu schlafen und gut zu essen! Und umgib dich mit den Menschen, die dir gut tun. Schlaf und gutes Essen und gute Menschen nähren dich.
Und dann, dann dauert es vielleicht etwas länger als du gern hättest, aber dein Kreativitätsspringbrunnen wird wieder loslegen, zu sprudeln. Die Ideen werden wieder kommen. Die Lust wird wiederkommen. Und die Freude auch. Großes Fuchsbären-Ehrenwort!
Nutzt du schon eine der 5 Strategien für deine Regeneration? Nutzt du noch andere Tipps und Tricks? Und was ist deiner Meinung nach die größte Bremse für deine kreative Regeneration?
Finde heraus, was bei dir gerade der nächste Schritt ist
Jetzt hier am Ende noch eine kurze Randnotiz in eigener Sache: Wenn du jetzt beim Zuhören merkst, dass du dir Veränderung wünschst, aber nicht so richtig weißt, was der nächste sinnvolle Schritt ist für dich, dann konsultiere doch mal »Deinen Guide für deinen nächsten Schritt«. Ich hab ein Quiz entwickelt, mit dem du mit der Beantwortung einiger weniger Fragen ganz schnell und leicht herausfindest, was bei dir gerade ansteht als nächster Schritt. Und der Knaller ist, dass du mit dem Ergebnis auch noch eine Playlist mit passenden Podcast-Episoden bekommst, die dich bei diesem nächsten Schritt unterstützen.Wenn du Lust darauf hast, dann mach das Quiz, unter www.diegutemappe.de/quiz/
Randnotiz Ende 😉
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe, ich bin gespannt, was du mit diesen Impulsen machst und würde mich freuen, wenn du mit mir teilst, was dir beim Regenerieren hilft.
Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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