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Als Designerin glaube ich an die Kraft von guten Bildern. Bilder sind unmittelbarer als Text. Denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und mit einem Bild kommen die tausend Worte meist auch deutlich schneller an als mit einem Text mit tausend Worten.
Ich habe mich deshalb lange in meiner Akquise auf die Bilder fokussiert. Diese sollten meine Kund*innen überzeugen, dass meine Arbeit das ist, was sie brauchen.
Aber beim Angebot aussprechen stimmt das nur so halb. Damit ein Angebot auch klar als solches erkannt wird, braucht es neben überzeugenden Bildern mehr. Es braucht einen überzeugenden Text, der sagt: Hey! Das hier ist für dich. Das ist ein Angebot, das dich interessieren wird! Der Text wird erst zum Angebot, indem dieser Text den Wert des Angebots vermittelt – und bestenfalls den Wert für dein Gegenüber erlebbar macht. Aber wie machst du das?
In der heutigen Podcast-Folge erfährst du, wie du mit einer ganz simplen Technik deine Texte so umformulierst, dass sie deine Kund*innen emotional abholen, ansprechen und überzeugen.
Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
In der letzten Podcast-Folge #130 fragt ja eine Teilnehmerin der Masterclass »Herz oder Geld?«, ob ich einen Tipp habe, was hilft, die Kund*innen-Perspektive einzunehmen. Und die Empfehlung, die ich ausspreche, ist, das sogenannte »I help«-Statements zu nutzen.
»I help«-Statements folgen einer festen Satzstruktur und sind Sätze wie: Ich helfe [meiner Zielgruppe] [folgendes Ergebnis] zu erzielen. Anstatt »Ich helfe« könntest du auch »Ich unterstütze«, »Ich befähige« oder »Ich begleite« sagen.
»I help«-Statements helfen dir mit zwei konkreten Dingen. Erstens fordern sie dich auf, deine Zielgruppe zu benennen. Und du beschreibst gleichzeitig das Ergebnis, das du für deine Zielgruppe mit deiner kreativen Arbeit erreichst.
Wenn du einmal mit einer »I help«-Statement-Brille durch das Internet streuselst, wird dir auffallen, dass »I help«-Statements überall zu finden sind.
Auch auf vielen Webseiten von kreativen Selbstständigen stehen »I help«-Statements. Wenn du auf mein Web-Portfolio unter der URL www.sehenistgold.de gehst, findest du dort mehrere Versionen solcher Texte.
»Gutes Design unterstützt Sie, gesehen und verstanden zu werden. Als Designerin erfrage und analysiere ich Ihre Informationen, finde heraus, was Ihnen wichtig ist, transferiere das in eine angemessene Gestaltung und helfe Ihnen so, komplexe Inhalte, Ihre Story und Unternehmenswerte präzise an Ihr Publikum zu kommunizieren. Das mache ich mit Bild, Typografie und Farbe, digital und analog, gedruckt, online oder transmedial – und gern mit unkonventionellen, nachhaltigen und auch mal mutigen Strategien.«
Im Text beschreibe ich meine Rolle als Designerin im Prozess und ich beschriebe auch die Ergebnisse meiner Kund*innen. Meine Kund*innen bekommen eine Analyse ihres Status Quos. Diese wird transferiert in ein Konzept und einer darauf aufbauenden angemessenen Gestaltung. Und so können meine Kund*innen komplexe Inhalte an ihr Publikum kommunizieren.
Aber vielleicht hast du es schon beim Zuhören herausgehört. In diesem Text-Beispiel passiert noch etwas anderes. Der erste Satz ist kein klassisches »I help«-Statement, sondern spricht meine Kund*innen direkt an. Wer wird durch gutes Design unterstützt, gesehen und verstanden? Sie bzw. du. Bzw. die Menschen, an die ich mein Design-Angebot richte. Meine Kund*innen.
Warum habe ich das gemacht? Und das auch noch im allerersten Satz des Textes – dem allerwichtigsten Satz? Weil:
Ein Angebot ist ein Vorschlag zur Zusammenarbeit, den du deinen Kund*innen machst. Wenn ich dir vorschlage, nächste Woche zusammen einen Ausflug zu machen, dann spreche ich dich direkt an. Ich sage vielleicht: Hey, hast du Lust, nächste Woche mit mir einen Ausflug zu machen? Das Du und die direkte Ansprache machen meinen Satz zu einem Angebot.
Viele Kreative lassen das Du in ihren Angeboten aber weg. Sie bleiben beim »I help«-Statement oder beschreiben ihre Arbeit. Das wäre wie, wenn ich mit dir einen Ausflug machen möchte, aber sage: Hey, ich mache nächste Woche einen Ausflug … mit so einer Aussage gebe ich dir die Verantwortung zurück, mich zu fragen, ob du mitkommen darfst. Dabei wollte ich dich doch einladen.
Deshalb helfen dir zwar »I help«-Statements dabei, das Ergebnis deiner Arbeit zu beschreiben, aber ein Angebot ist so ein Statement noch lange nicht. In Angeboten braucht es ein Du. Oder ein großes Sie, wenn du deine Kund*innen siezt.
Hier noch einmal ein konkretes Beispiel aus einem anderen Kontext. Nehmen wir mal dich. Du hast dich ja entschieden, diese Podcast-Folge zu hören.
Wenn du dir jetzt noch einmal den Beginn dieser Podcast-Folge anhören würdest, würde dir auffallen, dass ich gleich zu Beginn versucht habe, im Text zu beschreiben, mit welchem Ergebnis du hier am Ende rausgehst, und zwar mit dem Satz: In der heutigen Podcast-Folge erfährst du, wie du mit einer ganz simplen Technik deine Texte so umformulierst, dass sie deine Kund*innen emotional abholen, ansprechen und überzeugen.
Und dann kam das Podcast-Intro. Im Intro kommt vier Mal das Wort »du« vor – und vier Mal das Wort »Dein«. Und kein einziges Mal das Wort »Ich«.
Stell dir mal vor, ich hätte die Podcast-Folge mit folgendem Satz begonnen:
»Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast. Hier zeige ich dir, wie ich mit meiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquiriere – aber eben auch wie ich etwas in der Welt bewirke – damit mein Herz weiterhin für meine kreative Arbeit brennt. Denn ich brauche beides – mein Herz und meine wirtschaftlich nachhaltige Aufstellung.«
Du würdest wahrscheinlich denken: Schön für dich, Franziska. Wenn du ganz viel Wohlwollen für mich hast, würdest du vielleicht auch denken: Ok ok, ich schau mal, was du so für dich herausfindest. Aber du hättest auch alles Recht der Welt, zu denken: Warum zur Hölle, Franziska, soll ich dir dabei zuhören, wie du für dich deinen Weg findest.
Es ist total nachvollziehbar, dass du wissen möchtest, was dir das Hören des Podcasts bringt. Denn du schenkst mir und dem Podcast deine Zeit und deine Aufmerksamkeit.
Deshalb formuliere ich das Intro auch so, wie es ist: In der Du-Form: mit vier Mal Du und vier Mal Dein. Das Podcast-Intro ist ein gutes Beispiel, weil du mit großer Wahrscheinlichkeit viel emotionalen Abstand zum Podcasten und dem Marketing drum herum hast – und so die subtilen Unterschiede mit großer Wahrscheinlichkeit besser und leichter identifizieren kannst.
Bei deinen eigenen Texten – in Angeboten, Emails, den sozialen Medien oder auf deiner Website – wird es deutlich schwerer sein, diesen emotionalen Abstand zu finden. Hier scheint oft alles gleich wichtig zu sein.
Aber ich hoffe, meine Textbeispiele konnten dich von der Kraft von Angebots-Du-Formulierung überzeugen. Deshalb möchte ich dich heute einladen, diesen Perspektivwechsel zu machen und einmal – gern auch erst einmal nur als Experiment – die Texte auf deiner Website (zum Beispiel auf deiner About-Seite) einmal unter die Lupe zu nehmen – und alle »Ich«-Sätze in »Du«-Sätze umzuformulieren.
Dabei wird dir auffallen, dass das an einigen Stellen besser geht als an anderen. Es kann helfen, genau zu überprüfen, ob du hier gerade ein Angebot aussprechen möchtest oder nicht.
Denn das Du ist nicht überall zwingend – und auch nicht überall sinnvoll. Denn nicht überall wirst du Angebote aussprechen.
Ein Problem, was wir als kreative Selbstständige haben, ist, dass wir üblicherweise beides sind: Dienstleister*innen und künstlerische Persönlichkeiten. Kreative Arbeit lebt eben auch von der Persönlichkeit und den Erfahrungen der kreativen Person. Und damit deine Kund*innen dich und deine Persönlichkeit und Geschichte auch kennenlernen können, ist es natürlich auch wichtig, dich zu zeigen. Und in solchen Situationen ist ein Ich auch angemessen.
Deshalb gilt es, genau zu entscheiden, an welcher Stelle du ein Angebot an deine Kund*innen richtest – bestenfalls mit der Du- bzw. Sie-Perspektive. Und dort, wo du Einblick in dein Leben gibst, kannst du natürlich auch Ich verwenden.
Aber Vorsicht: Ich beobachte immer wieder in der Portfolio-Akademie, dass sich viele Kreative winden und unglaublich schwer tun, echte konkrete Angebote auszusprechen. Und viele Gründe finden, warum das hier ja gerade kein Angebot ist.
Deshalb frag dich: Wünschst du dir hier für diese Dinge, die du auf dieser Seite oder in diesem Portfolio zeigst, Kund*innen, die dich buchen und beauftragen? Wenn ja, dann sprich auch ein Angebot aus. Denn du willst ja diese Kund*innen davon überzeugen, dass sie deine Arbeit brauchen. Und dafür brauchst du ein Du oder ein Sie. Erinner dich: Du willst nicht die sein, die sagt: Hey, ich mache nächste Woche einen Ausflug. Und darauf baut, dass die Kund*innen Gedanken lesen können.
Wie viele Ichs kannst du in deinem About-Text entdecken? Und wie klingt dein About-Text, wenn du ihn in der DU-Perspektive für deine Kund*innen schreibst? Was glaubst du? Von welchem dieser beiden Texte fühlen sich deine Kund*innen mehr angesprochen?
0€-Ressource: Dein kreatives Angebot
Und wenn du jetzt Lust bekommen hast, auch noch einmal dein Angebot genauer unter die Lupe zu nehmen, dann nutze gern mein Workbook »Dein kreatives Angebot: Was bietest du an und wer braucht das?«. Das Workbook hilft dir einerseits dabei, dein Angebot präzise zu beschreiben – und auch dabei, herauszufinden, was deine Kund*innen sehen und hören möchten, um dein Angebot als solches zu verstehen.
Das Workbook kannst du dir für 0,00 Euro unter www.diegutemappe.de/angebot herunterladen.
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe, wir hören uns wieder nächste Woche,
ich freu mich auf dich!
Bis dahin,
Franziska

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