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Geld verdienen – und Bücher machen. Das wollen viele Kreative. Tobi Dahmen teilt in diesem zweiten Teil, wie er das schafft, in dem dir Tobi Einblick in seine Positionierung und seine Akquisekanäle gibt. Denn ich frage ihn, welche Akquise er macht, so dass er noch Zeit für große Buchprojekte hat? Was das ist, wird dich überraschen! Gleichzeitig erfährst du auch, welche Geheimzutat nach Tobis Einschätzung in der Akquise immer wichtiger wird – und ehrlich gesagt, so geheim ist diese nicht, aber viele Menschen unterschätzen ihre Wirkung.
Am Ende des Interviews sprechen Tobi und ich auch noch einmal über »Columbusstraße«, denn ich wollte Tobi unbedingt noch etwas erzählen, was mit seinem Buch zu tun hat – und mit meiner Familie. Dieser letzte Teil des Gesprächs mit Tobi war für mich sehr heilsam – und gleichzeitig bekommst du noch einmal einen tiefen Einblick, was Tobi Dahmen mit seinem Buch »Columbusstraße« in die Welt bringen möchte.
Der letzte Teil des Gespächs mit Tobi hat mich auch danach noch lange beschäftigt – und bewegt. Und ich hoffe, das wird dir auch so gehen. In diesem Sinne ...
Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los mit dem Interview mit dem großartigen Comiczeichner, Comicautor und Illustrator Tobi Dahmen.

[Transkript des Interviews mit Tobi Dahmen]
Tobis Website: www.tobidahmen.de
Tobi auf Instagram: @fahrradmod
Tobi auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/tobidahmen»Columbusstraße« bei Carlsen
»Fahrradmod« bei CarlsenHier kannst du Tobi auf der Frankfurter Buchmesse treffen:
Signierstunde am IO-Stand am Mittwoch, 15 bis 16 Uhr
Signierstunden am Freitag, Samstag und Sonntag bei Carlsen
Lesung auf der OpenBooks am Freitag- - -
Das ist Teil 02 des Interviews. Für Teil 01 klicke hier.
Franziska:
Ja, du hast ja gerade schon gesagt, du machst Auftragsarbeit. Was machst du denn neben Comics? Also was sind denn so deine verschiedenen Standbeine?Tobi:
Ja, ganz unterschiedliche Sachen. Also der einzige Schwerpunkt ist vielleicht, dass die meisten Sachen, die ich mache, durchaus Comic angezogen sind. Also im Comics-Stil gezeichnet sind. Aber das ist natürlich auch noch ein weites Feld. Ich mache beispielsweise schon sehr lange, das ist einer meiner ältesten Kund*innen, für den WWF etwas. Für deren Kinderprogramm mache ich sehr viel.Dann mache ich aber auch, das hat auch mit Corona angefangen, da arbeite ich jetzt auch schon sehr lange dran, also auch sehr kontinuierlich, da kommt eigentlich ständig was. Das heißt Kanya-Training. Das ist ein Lernmodul für die holländischen Schulen hier. Wo es darum geht, gegen Mobbing vorzugehen. Aber auch für Teambildung. Für soziale Werte.
Das sind dann immer so Szenen und Geschichten, die dann eine Botschaft tragen. So was zeichne ich dann viel für die. Also da gibt es Werkbücher Bücher bis hin zu digitalen Lehrstunden.
Für Krombacher arbeite ich. Da mache ich auch jedes Jahr was, für ganz unterschiedliche Sachen. Wie gesagt, von sehr kommerziell bis hin zu durchaus auch gesellschaftlich relevanten Themen ist da eigentlich alles dabei.
Und ich finde es auch immer ganz schön, wie man mit der Illustration tatsächlich auch die Kommunikation unterstützen kann. Und das fiel mir auch dann während Corona extrem auf, wie viel da in der Kommunikation schief ging. Ich habe dann halt auch mit einem befreundeten Kollegen, Jörg Stauffermann, haben wir dann auch überlegt, wie kann man denn über Konzepte nachdenken, dass man das alles ein bisschen charmanter macht.
Das kann die Illustration sehr gut leisten, finde ich. Auch in die Prozesse einzusteigen. Und da dann irgendwie vielleicht eine andere Kommunikationsform anzubieten. So was finde ich auch immer innerhalb von Unternehmen sehr interessant. Sehr interessant und reizvoll.
Franziska:
Ja, das ist halt visuelle Kommunikation.Tobi:
Genau. Aber die ohne weiteres mit unausgesprochenen Hintergründen, also Erfahrungen, auch arbeiten kann, ohne dass man das mit dem Text leisten kann. Ich glaube, das realisieren viele Auftraggeber*innen noch gar nicht so, was da alles möglich ist. Das fiel sehr auf, finde ich in der Corona-Zeit.Franziska:
Ja. Hast du ein anderes Selbstbild, wenn du in Auftragssituationen ... oder ein anderes Rollenbild für dich selbst ... wenn du in Auftragssituationen auftrittst, als wenn du an deinen eigenen Projekten arbeitest?Und wie unterscheidet sich das? Also setzt du dir einen anderen Hut auf oder nimmst du eine andere Rolle ein?
Tobi:
Das ist eine interessante Frage, aber tatsächlich ist es, glaube ich, so. Ich glaube, das merkt man natürlich, wenn man das mal so gegenüberstellt. Wenn ich eine Lesung mache, da kommen Leute, um mich zu sehen und eine Signatur in mein Buch zu bekommen. Und die freuen sich.Ich finde das dann immer ganz ungewohnt, dass sie dann auch ... manche dann auch ein bisschen, ja, die wenigsten aber manche sind tatsächlich auch schüchtern und als wäre ich irgendwer. Ja, also. Aber das ist wirklich eine andere Position, an die ich mich auch noch gewöhnen muss. Während als Zeichner, da ruft mich eine Agentur an, wir müssen das jetzt echt Montag fertig haben, sorry, dass es Freitagnachmittag ist. Da kennt man dann auch seinen Platz.
Ich finde das nicht schlimm, weil ich ja verstehe, wie deren Strukturen aussehen, kann aber trotzdem Nee sagen. Und vielleicht, naja, also, das ist natürlich auch immer eine Frage, wie gut ist gerade das Bankkonto gefüllt, ob man da dann Nee sagt oder nicht. Also, wie gesagt, ich hatte da auch nie ein Problem mit.
Ich habe mich nie so als Künstler gesehen, der jetzt unbedingt sein Ding machen möchte. Ich finde immer ... dass derjenige, der sich die Sache anschaut, den meisten Respekt verdient.
Und ich hatte nie ein Problem damit, wenn meine Mutter früher gesagt hat, der Onkel Karl, der hat, ich sage mal einen fiktiven Namen, der hat jetzt 50. Geburtstag. Kannst du dem nicht etwas Schönes malen? Natürlich hätte ich auch lieber was anderes gemacht, aber ich fand es auch nicht so schlimm. Okay, mache ich das.
Und so gehe ich eigentlich auch an meine Aufträge ran. Und also natürlich will ich schon auch meine eigenen Ansprüche darin sehen. Aber ich finde es, glaube ich, schon wichtiger, dass sowohl der Kunde, die Kundin, als aber auch dann nachher ein Ergebnis rauskommt, was für die Zielgruppe passt.
Und das ist ja nicht zwingend meine. Ich meine, ich habe ja sowieso ... also, meine Interessenfelder sind ja nun mal ganz andere. Und da mit dem Anspruch ranzugehen, so das muss jetzt halt alles meins sein, das habe ich eben nicht.
Wobei ich dann aber auch neidisch bin auf Kollegen. Ich kann mich erinnern da habe ich mal ein Buch gesehen von Ulf K.. Er war schon ein bisschen erfahrener und ich war noch so in den ersten Schritten. Und dann hat er so ein schönes Buch gemacht, nur mit Auftragsarbeiten. Alles war eben in seinem typischen Stil gezeichnet. Alles war durch die Bank schön.
Und ich dachte, oh Gott, manche meiner Layout-Aufträge oder manche Sachen, die ich gemacht habe, die würde ich nie irgendwie im Portfolio stecken. Aber wahrscheinlich hat er auch ausgesiebt natürlich. Aber es war sehr durchgängig und dadurch hätte man als Illustrationsbuch publizieren können. Das ist halt bei mir nicht so.
Aber das, wie gesagt, finde ich auch nicht schlimm. Ich habe auch kein Problem damit, Geld zu verdienen, wie gesagt. Und wenn dann alle zufrieden sind, in dem Sinne, bin ich das auch.
Allerdings, wenn ich meine Kunst mache ... So sehe ich es ... wenn ich dann mein Buch mache, bin ich dann auch nicht so, dass ich sage, das muss vor allen Dingen mir gefallen. Da ist ja auch noch eine Redakteurin, die da drauf guckt. Und dann muss ich mit ihr diskutieren, um ihr verständlich zu machen, warum ich das so gezeichnet habe.
Aber wenn da eine Kritik drin ist, die berechtigt ist, dann freue ich mich darüber. Weil ich es ja dann im Idealfall auch der Leserin wieder leichter mache. Das ist ein ganz wichtiger Punkt in meiner Arbeitsweise. Ich will vor allen Dingen, dass der Leser oder die Leserin da sehr easy reinkommt, dass man das nicht verbaut mit einem schwierigen Lettering oder mit einer Handlung, der man nicht folgen kann.
Also gut. Das ist jetzt bei der Columbusstraße durchaus auch komplex, auf jeden Fall. Das ist mir auch bewusst. Aber wenn es halt wirklich nur so eine Ego-Show ist, finde ich ... darf es geben, gerne ... das geht dann halt aber einfach für mein Empfinden noch mehr Richtung Kunst. Der Achim Schnurrer von U-Comics hat das gesagt, vom Alpha-Verlag: Ein Comic, der nicht gelesen wird, ist keiner.
Du brauchst das Zusammenspiel von Autor und Zeichner und Leser, der nämlich dann die beiden Bilder verbindet. Wenn der das nicht macht und der die beiden Bilder nicht zusammen kriegt, fliegt einem das um die Ohren. Das habe ich immer so im Hinterkopf dabei.
Franziska:
Diese Ego-Sachen haben ja ganz oft so diesen Rattenschwanz dran, dass man was zurückhaben möchte.Tobi:
Man will verstanden werden. Das will ich aber auch, natürlich, aber dafür muss ich es aber auch verständlich machen.Franziska:
Genau, also ich weiß das total zu schätzen, mit einem Gegenüber zusammenzuarbeiten, wo konstruktive Kritik kommt. Weil das macht das Buch auch besser.Tobi:
Natürlich. Warum auch nicht? Weil man hat ja auch Scheuklappen an. Und man ist betriebsblind. Und all diese schönen Worte, die es dafür gibt. Weil man ja viel tiefer im Prozess ist.Aber da ist jemand, der nimmt das Buch auf und denkt, worum dreht sich das? Na ja, mal gucken. Es war schon total schwierig, als wir die Ausstellung für Erlangen gemacht haben, dem Jörg Staufermann, mit dem ich die zusammen gemacht habe, überhaupt das Material zu zeigen. Wo fange ich denn an überhaupt? Was sich bei mir abspielt, das ist so viel mehr als das, was der Leser überhaupt zu sehen kriegt. Aber das muss dann halt wirklich auf dem Punkt sein.
Franziska:
Um noch mal so zu den ganz praktischen Sachen zu kommen. Ich kann mir vorstellen, dass einige, die zuhören, total gern wissen möchten, wie du Akquise machst. Auch so, sozusagen, Akquise machst, dass du auch noch Zeit hast, Bücher mit über 500 Seiten nebenbei zu machen.Tobi:
Die Wahrheit ist, dass ich das nicht so oft mache. Gerade jetzt würde das natürlich durch Google wahrscheinlich viel mehr nach oben gespült werden. De facto ist es mal höchste Zeit, dass ich mal meine Webseite überarbeite.Ich habe immerhin jetzt mal einen Columbusstraße-Teil da noch mit draufgesetzt. Aber all diese ganzen Artikel da reinzusetzen, die da erschienen sind über mein Buch, das müsste ich alles machen.
Aber ich bin auch echt ein zerstreuter Professor, der nicht mit seiner Zeit zurechtkommt. Das ist so eine Sache, da habe ich noch Arbeit vor mir.
Und was ich allerdings mache, ist, jedes Jahr, um immerhin den Stamm, den ich bereits schon habe, irgendwie immer so ein bisschen auf dem Laufenden zu halten, ist, dass ich jedes Jahr so ein Portfolio mache, eigentlich mit den Arbeiten aus dem aktuellen Jahr.
Dann habe ich das einerseits parallel parat für Leute, die mich fragen, können wir mal was Aktuelles sehen? Und dann schicke ich denen das schnell dazu. Ich kann auch Sachen zusammenstellen, zu einer gewissen Thematik. Das macht ja auch Sinn. Wenn jemand Layout-Illustrationen haben will, braucht er ja keine Comic-Zeichnungen zu sehen. Oder Charakter-Design.
Ja, also das mache ich. Und schicke dann immer so einen kleinen Rückblick vom Jahr. Ich finde das aber auch so ein ganz schöner Moment, dann so am Ende eines Jahres auch für mich selber noch mal zurückzublicken, was war denn eigentlich? Und so hält man halt die Leute auch ein bisschen auf dem Laufenden, was so bei einem passiert.
Vielleicht, es gibt ja auch dann durchaus mal, dass sich so die Richtungen ändern und dass auch die potenzielle Kundschaft darüber informiert wird. Naja. Bin mal gespannt, wie das dieses Jahr aussehen wird.
Also ich werde dieses Jahr schon ein paar mehr Newsletter rumschicken müssen. Also auch einerseits auch um auf Veranstaltungen hinzuweisen, aber auch eben natürlich all die Leute zu erreichen, die nicht auf Facebook sind. Denen auch mal zu zeigen, was da hier wahnsinnig los war.
Franziska:
Und ich kann dir noch mal so als Feedback zurückgeben. Ich lese deinen sozusagen Neujahrs- oder Jahreswechsel-Newsletter total gerne. Ich finde das einfach , auch so über die Jahre, einfach immer total spannend zu sehen, was du gemacht hast. Und ich mag den einfach sehr gern. Ich finde das eine total schöne Idee.Tobi:
Ja, das freut mich wirklich sehr zu hören. Weil man kann natürlich gucken, wer es gelesen hat. Und das sind dann halt eben nicht so viele. Das verstehe ich dann auch wieder. Mein E-Mail-Fach läuft ja auch über. Aber es gibt halt eben auch ein paar treue Seelen, die dann auch immer mal ein Feedback geben und so. Das ist schon schön dann auch.Aber es sollte dann eben auch für einen selber ein bisschen sein, weil auch um ein bisschen selber den Überblick zu behalten. Weil man ja auch immer so im Tagesgeschäft drin ist und dann schon auch vergessen hat, was man im Januar noch gemacht hat.
Franziska:
Ja, total. Nochmal so rekapitulierend. Wenn du jetzt sagst, dass die meisten Aufträge ja von Bestandskund*innen kommen, wie hast du denn deine ersten Aufträge bekommen? Also das ist ja wahrscheinlich jetzt die Frage, die alle haben.Tobi:
Eine gute Frage. Also ich muss mal gerade zurückdenken, wie war denn das eigentlich? Das ist ja schon so lange her. Ich bin ja schon so lange im Geschäft. Also die ersten Aufträge habe ich während meines Studiums auch schon gemacht. Das waren teilweise dann auch Comics oder Comiczeichnungen.Ich erinnere mich, da gab es, das war echt immer schwierig. Das musste ich mir dann aus dem Kreuz leiern, so Comics für so eine, gab es ja seinerzeit noch so ein Heft in so einer Sparkasse, in Harburg. Wie ich da rangekommen bin, keine Ahnung.
Und dann habe ich recht viele Illustrationen gemacht für eine Agentur in Düsseldorf, die viel für Pharma-Unternehmen gemacht haben. Und die wollten eben auch so ein bisschen witzigeren Zugang. Und das kam tatsächlich über meine Schwester, per Vitamin B, wieder so eine Geschichte.
Die hat ein Praktikum gemacht bei einem Fotograf. Und da war dann eben dieser Agenturchef und meinte: Ach ja, ich muss mich jetzt auch noch um Illustrator kümmern. Und frech, wie die war, hat die gesagt, ja, mein Bruder macht das. Ach ja? Na, dann soll er mir doch mal was zeigen. Und dann habe ich mein krudes Zeug da gezeigt. Und das fand er aber trotzdem ganz gut.
Ja, in Düsseldorf gab es halt viele Agenturen. Und ein großer Vorteil war, als ich dann fertig studiert habe, obwohl wir ja auch bei Erlbruch gelernt haben, hatte Illustration nicht so einen Stellenwert, bei mir an der FH. Und viele meiner Mitspieler, die sind dann in irgendwelche Agenturen gegangen und erinnerten sich aber an diesen schrägen Vogel, der doch immer diese Comics gezeichnet hat.
Also also oft über Vitamin B tatsächlich. Man müsste mal in diesen ganzen Ordnern hier gucken, wie der Verlauf war. Weil man das vergisst ja auch ein bisschen. Aber ich glaube, irgendwann hat man mich irgendwie gut auf Google gefunden. Ich weiß nicht, woanders lag. Aber dann kamen auch Leute, wo ich überhaupt keinerlei Ahnung hatte, wo das herkommt.
Und habe ich auch manchmal gefragt. Das ist eine ganz wichtige Sache. Immer zu fragen, wo habt ihr denn mich entdeckt? Dann kann man diese Felder bespielen. Wobei man bei Google ja nicht so allzu viel Einfluss hat. Naja, und dann wurde gesagt. Ja, ich habe einfach gegoogelt: Comic und Illustrationen. Da haben sie mich gefunden.
Und dann sind natürlich aber auch solche Veröffentlichungen mitunter hilfreich. Also dann kommt dann vielleicht auch eher auch mal was aus einer anderen Ecke. Dann eher von einer Plattenfirma oder sowas. Wobei da jetzt auch nicht viel Geld umgeht. Aber solche Sachen helfen natürlich.
Und natürlich immer seine Sachen zeigen. Also das ist immer ganz wichtig, dass man möglichst viele Felder bespielt.
Franziska:
Und sichtbar wird.Tobi:
Ja, wie gesagt. Ich habe das dann auch, als ich meine Seite überarbeitet habe, habe ich dann auch echt nochmal einen großen Rundumschlag gemacht und alle möglichen Leute angeschrieben. Das kommt dann auch nicht immer direkt zurück. Also das dauert dann durchaus auch mal ein paar Monate.Und dass man auch vielleicht mal Dinge nicht so klassisch angeht. Also wie wir unsere Herren-Sahne-Sachen gemacht haben, das war ja wirklich echt total punkig. Aber dann passiert was in der Stadt. Und dann wird das auf einmal cool. Und dann kommen Leute dahin und sagen, okay, das gucken wir uns mal an. Und das hinterlässt einen Eindruck.
Und dann kommt man irgendwie ins Gespräch oder man trifft sich irgendwo anders und sagt, hast du nicht die Herren-Sahne-Sachen gemacht? Ah, können wir mal über ein Projekt sprechen? So, ne? Da gehen dann manchmal auch die alten Türen auf.
Franziska:
Ja, ist gut, dass du das sagst. So doof das vielleicht oder so unfair das vielleicht auch klingen mag, aber ich glaube, dass Vitamin B und das eigene Netzwerk für gerade so eine Startsituation in ganz vielen Fällen der Startimpuls ist bzw. die Energie, die da rein gegeben wird.Und irgendwann, wenn das einmal läuft, dann läuft es irgendwann noch von alleine. Aber ich kann dir halt auch sagen. Ich habe einen meiner ersten großen Aufträge auch über Vitamin B bekommen.
Tobi:
Ja. Für Vitamin B ist eben auch noch eine ganz andere Sache wichtig, denke ich. Da haben wir vorhin schon drüber gesprochen. Ich finde es eben auch extrem wichtig, den Kund*innen ernst zu nehmen und zu sagen, nicht hier, ich bin der Künstler. Wer klopft denn da an bei mir? Sondern eher, wie kann ich ihnen behilflich sein? Und da gehört halt auch ein netter Umgangston dazu und freundlich sein. Und ein netter Gruß in der E-Mail. Also solche Dinge werden immer wichtiger, glaube ich.Franziska:
Ja, ich finde es total gut, dass du das sagst. Das ist ja bei Aufträgen und in der Arbeit nicht anders. Wir wollen halt einfach mit netten Menschen uns umgeben. Jeder Mensch möchte gern mit freundlichen, respektvollen anderen Menschen zu tun haben.Tobi:
Meine Kund*innen sind Freunde geworden. Also das ist doch super. Also da kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Da trinkt man nachher noch ein Bier zusammen.Franziska:
Ja, ich glaube, so eine gute Regel, also die Regel, die ich für mich aufgestellt habe, ist: Ich gehe mit meinen Kund*innen so um, wie ich selbst möchte, dass andere Menschen mit mir umgehen. Genau. Das finde ich ein sehr guter Guide oder eine Guideline.Tobi:
Für das ganze Leben. Ja, genau. Letzten Endes geht es um Augenhöhe.Franziska:
Ja, genau. So, als letzte Frage. Wenn du so zurückblickst, was waren denn, als du dich selbstständig gemacht hast, die Dinge, die du damals am Anfang gemacht hast und die, wenn du jetzt zurückblickst, einen besonders großen Einfluss auf dein heutiges Leben haben. Verstehst du, was ich meine? So ein bisschen um die Ecke gedacht.Tobi:
Ich kann mich noch sehr gut erinnern. Ich habe schon zehn Jahre als Illustrator gearbeitet, so mehr schlecht als recht. Und dann war da so eine Veranstaltung in Frankfurt mit der Yo Rühmer, Tim Weiffenbach, und da war noch jemand dabei. Und die haben mal so ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert über den Job als Illustrator. Für Student*innen.Und ich habe da nur in solchen Ohren geschlackert und habe gedacht, hätte ich das mal alles zehn Jahre vorher gewusst. Aber ich hatte schon geschnallt, dass es wichtig ist, sich zu organisieren.
Ich weiß nicht, ich muss das glaube ich mal rausfinden, welche Mitgliedsnummer ich habe in der IO. Ich war, glaube ich, schon, bin nicht sicher, ob ich unter den ersten 100 bin. Aber auf jeden Fall fand das direkt eine gute Idee, sich auszutauschen.
Hatte dann auch so ein Buch von der ICOM vorher gelesen, wo mir auch das eine oder andere dann aufgegangen ist. Ich habe mich wahnsinnig darüber geärgert, wie wenig wir darüber im Studium erfahren haben. Also im Nachhinein eigentlich noch mehr.
Da werden echt Leute so aus dem Studium entlassen und wie wir vorhin auch schon darüber gesprochen haben, das sind ja alles ganz tolle Künstler*innen, aber die können kein Angebot schreiben.
Die wissen überhaupt nicht, wie sie Rechte verkaufen sollen. Der ganze Kram. Null Thema gewesen. Echt also ein Wahnsinn.
Das ist, wie wenn man, ich glaube, das Beispiel ist auch von Tim, wenn du einen Malerlehrling anlehrst und der nicht weiß, wie er eine Wand berechnen soll. Das ist doch Irrsinn. Wir müssen ja auch Geschäftsleute sein.
Das war wirklich ein ganz wichtiger Moment, den ich auch nach wie vor als enorm wichtig finde, sich auszutauschen. Warum macht der eine das so, warum macht der andere das so? Habe ich schon im Studium gedacht, die Cafeteria ist eigentlich ein wichtigerer Lernort als so mancher Vorlesesaal. Weil da sehe ich, kann ich wirklich den Leuten in den Kopf gucken, wenn ich in ihre Skizzenbücher gucke.
Da kann man sich drüber austauschen. Wie viel hast du denn da verlangt und warum. Das war, glaube ich, der wichtigste Moment. Aber ich habe natürlich auch wahnsinnig Fehler gemacht. Mein größtes Manko war, glaube ich damals, dass ich ein Maskottchen verkauft habe. Also für eine Düsseldorfer Agentur gemacht habe. Und die schickten mir dann noch so schnell einen Fax.
Ich hatte das alles auf Entwurfsbasis gemacht. Die schickten mir dann einen Fax. Kannst noch mal kurz bestätigen, dass damit auch alle Rechte an uns übergegangen sind? Ich so, nee. Da wollten wir doch noch drüber sprechen. Und dann ging es echt ziemlich hin und her. Naja, okay, dann geben wir dir noch was für die Rechte.
Und dann gab es ein paar tausend Euro dafür. Aber diese Figur, die habe ich später in jedem Urlaub habe ich die gesehen. Die war im Fernsehen und sonst wo. Und die haben mich halt damals so, nimm mal. Also naja, aber die Erfahrung muss man halt erst mal machen.
Aber ich habe eben auch Kund*innen gehabt, die wussten ganz genau, so viel haben. Wir haben Summe X zur Verfügung, dann kriegst du das auch. Wo ich mit den Ohren geschlackert habe. Was, so viel? Und ja, geht klar.
Das mache ich halt eigentlich immer, dass ich so sage, lass uns doch mit offenen Karten spielen. Ja, wenn das so Augenhöhe ist, dann kann man ja so darüber reden. Kann aber auch natürlich sein, dass der Kunde das nicht darf. Okay, dann nicht. Dann schreibe ich euch jetzt erst mal, was ich denke, was ein vernünftiger Preis ist. Und dann kann man ja dann noch mal drüber reden.Aber man kann sich auch viel Stress nehmen, wenn man einfach sagt, wie sieht es denn aus? Und wenn es dann zu wenig ist, dann sagt man, ja, dann kann ich aber auch hier ein bisschen meine Möglichkeiten schrauben. Also dann gibt es eine Skizzenphase weniger oder nicht vollfarbig oder so was.
Franziska:
Ja, das ist ja das Ding. Es gibt ja nicht diese eine perfekte, passende Lösung, sondern vom Prinzip her gibt es ja tausend Varianten. Und man kann das Budget ja auch vom Prinzip her an jede Variante anpassen. Also günstiger ist halt weniger komplex, ziemlich einfach und simpel, wenig Phasen. Und umso komplexer es wird, umso teurer muss es halt auch sein.Aber das finde ich halt schön, weil eigentlich haben wir ja als Gestalter*innen da, wenn es auf Augenhöhe ist, relativ viele Möglichkeiten, um eine gute, passende Lösung für unser Gegenüber zu finden.
Tobi:
Da muss ich auch immer daran erinnern, dass die Leute ja in dem Thema nicht so drin sind meistens oder nicht genau wissen, wie entsteht so was. Darum ist es halt auch extrem wichtig, über diesen Prozess zu unterrichten. Erst mal so grobe Idee, erste Skizzen zeigen und dann die Ausarbeitung.Und dann, ah ja, dann verstehen die das. Und dann verstehen die auch, warum das so viel kostet und das so viel. Und Nutzungsrecht ist dann immer noch mal ein besonderer Diskussionspunkt, aber am Ende verstehen sie das auch. Weil man findet ja immer Beispiele, wie man das erklären kann. Also dass mit einem Kinoticket irgendjemand nicht der Film gehört oder so.
Franziska:
Ja, und voll gut. Das heißt, ich fasse nochmal zusammen, dass eine der wichtigsten Sachen war, dein Eintritt in die IO?Tobi:
Auch. Ja, sicher.Franziska:
Oder? Also habe ich das jetzt gerade missverstanden?Tobi:
Das hast du richtig verstanden. Also Austausch mit Kolleg*innen vor Ort natürlich. Ich kann mich erinnern, dass mich früher auch total viele Leute angerufen haben, weil ich dann schon so ein bisschen Erfahrung hatte. Aber das sind halt auch viele Sachen, die ich in der IO gelernt habe.Das Forum, das war ja ... gerade in seinen Anfangszeiten, also jetzt gucke ich da nur noch selten rein, weil ich auch nicht Zeit habe, aber ... Das Forum damals war ja Gold wert. Also sich dann mit ein paar Klicks mit so alten Hasen zu unterhalten, das ist ja auch so wertvoll.
Dass es da dieses Konkurrenzdenken nicht gibt, sondern dass wir alle dafür arbeiten, dass unser Job angesehen ist und respektiert wird, aber dass wir da auch alle was dafür tun müssen. Und das funktioniert dann eben durch den Austausch.
Franziska:
Genau, die IO ist halt eine Möglichkeit, sich auszutauschen.Tobi:
Genau, der Austausch ist das Wichtigste. Aber man kann ja auch wissen, was richtig läuft, aber dann muss noch dafür gearbeitet werden, dass diese Grundsätze eingehalten werden.Und dafür ist es halt eben auch wichtig, das hat man jetzt beispielsweise bei der Sache für die Bildkunst gesehen, da ist es halt auch wichtig, dass die IO unseren Standpunkt einnimmt und den auch vertritt und die Ärmel hochkrempelt, weil jeder Einzelne kann das ja eben nicht machen.
Franziska:
Genau, die politische Kraft hinter so einem Berufsverband ist einfach auch total viel wert.Tobi:
Also eine Ateliergemeinschaft hat ja auch durchaus einen Nutzen, dass man da sich auch austauscht. Und dann auch mal vielleicht einen Job abgibt. Aber das ist ja im Endeffekt ... die IO ist das in riesig groß. Also insofern macht das schon Sinn, da den Karren zusammenzuziehen. Es wird ja auch bei dem ganzen kreativen Anteil unseres Jobs vergessen, dass wir eigentlich auch knallharte Geschäftsleute sein müssen.Franziska:
Genau, das ist wahrscheinlich die noch bessere Übersetzung oder besser gesagt die noch bessere Zusammenfassung. Vielen, vielen Dank, Tobi.Tobi:
Sehr gerne.Franziska:
Und ich wollte dir noch eine Sache erzählen. Das wollte ich vorhin nicht so reinstricken. Aber ich hatte vor kurzem so einen ganz absurden Moment mit meinem Großvater, also mein Vater hat mir das erzählt. Oder ich sage, mein Vater hat was erlebt, wo ich dann auf einmal so genau. Verrückt.Mein Großvater war nämlich auch an der Ostfront. Deswegen, ich habe Columbusstraße noch nicht gelesen, aber ich werde das auf jeden Fall tun. Weil , wie gesagt, mein Großvater war an der Ostfront, ist mehrfach verwundet worden.
Und mein Vater hat vor kurzem von seinem Cousin ein Bild geschenkt bekommen, so ein Ölbild, was mein Großvater gemalt hat, in der Zeit, als er an der Ostfront war. Also er muss irgendwann mal nach Hause gekommen sein.
Tobi:
Ja ja, die sind ja in den Urlaub gefahren, klar. Ansonsten wären sie alle durchgedreht. Da gibt es ja auch interessante Bücher, die dann Leute in diesem Heimaturlaub geschrieben haben, beispielsweise.Also nicht, dass sie sich da erholt hätten, sondern sie haben versucht, das, was sie erlebt haben, irgendwie zu verarbeiten. Die einen sind dann halt auch, wie mein Onkel, noch zu allen möglichen Verwandten gefahren in ihrem Heimaturlaub. Und andere haben vielleicht ein Ölbild gemalt. Also das gab es natürlich, klar.
Franziska:
Ja. Mein Großvater scheint halt irgendwie so eine Art Malkurs gemacht zu haben, hat halt so ein Ölbild von so einer Berglandschaft gemalt.Ich hatte ein ganz schlechtes Verhältnis zu meinem Großvater. Ich musste dann aber schon zugeben, dass man schon sieht dass er auch echt Talent hatte. Aber ich fand es so absurd. Weißt du, so diese Gleichzeitigkeit von totaler Normalität und dem absoluten Grauen.
Tobi:
Ja, die haben sich ja in die Normalität dann geflüchtet weil das, was sie da gesehen haben, war der Schrecken. Das muss ich auch immer sagen, dass, obwohl ich jetzt so ein ganzes Buch gemacht habe. Ich kann das tatsächliche Grauen niemals abbilden. Das würde sich auch nie jemand anschauen. Wenn ich da irgendwie eine Doppelseite mit Eingeweiden zeige, ja warum? Also die Abstraktion ist nötig, um das irgendwie auch wieder zu sich nehmen zu können. Weil die Realität ist einfach viel zu grausig.Und ich kann deinen Großvater sehr verstehen, dass er dann lieber Bob Ross-mäßig irgendwie eine Gebirgslandschaft malt. Weil das beschreibt mein Onkel ja auch. Er schreibt ja: Gerade beginnt der Frühling wieder. Es ist gerade wieder wunderschön. Viel zu schön eigentlich, für uns unverständliche Menschen.
Also ich glaube, das ist so ein Moment, also gerade so Naturbeschreibung, finden sich bei meinem Onkel auch mehrfach. Aber es ist so ein Trost daraus zu gewinnen, dass da etwas gibt, was sich immer weiter dreht, unabhängig von dem, was all diese Idioten machen. Das habe ich selber auch beim Arbeiten. Wenn ich da irgendwie in meiner Hütte im Wald sitze und versuche, da irgendwie den Horror da aufs Papier zu bringen, und draußen springt ein Rohlkehlchen rum. Dann denke ich, das gibt es auch noch.
Franziska:
Ja, du hast recht. Jetzt, wo du das so sagst, merke ich halt so, auf eine gewisse Art und Weise macht das meinen Großvater menschlicher oder es ist auf eine gewisse Art und Weise sogar ganz komisch heilsam das jetzt zu hören.Tobi:
Ich hatte große Angst davor, dass mein Buch als entschuldigend wahrgenommen wird. Ich will überhaupt nichts entschuldigen, ich will es aber beständig machen. Wir müssen es uns bewusst machen. Ich weiß nicht, welcher Jahrgang ist dein Opa, weißt du das?Franziska:
Ziemlich ähnlich wie dein Onkel. Ich glaube, er war 16, als er eingezogen wurde.Tobi:
Ja, nochmal eine Spur jünger. Echt Wahnsinn. Der hat überhaupt nichts entschieden. Der musste.Das ändert nichts daran, dass er wahrscheinlich da auch ideologisch versaut in diesen Krieg gezogen ist und Hurra gerufen hat. Sein Umfeld vom Elternhaus spielt natürlich auch eine Rolle. Aber ich erzähl mal das Beispiel von meinem Onkel, der Jahrgang 21 war. Der ist also mit 20 eingezogen wurden ... relativ spät. Er hat schon studiert, wollte Rechtsanwalt werden und hat sich sicherlich was anderes von seinem Leben erhofft.
Aber als da die Weichen gestellt worden sind, das war 1933, da war der 12. Und kurz danach hat Hitler gesagt, sie werden nie wieder frei sein, ihr Leben lang. Das können wir uns auch mit unserer ... wo wir so freiheitlich aufgewachsen sind, jeder machen kann, was er will, letzten Endes, überhaupt nicht vorstellen.
Aber der Weg war halt vorgezeichnet. Schule, Hitlerjugend, dann Reichsarbeitsdienst, dann Wehrmacht. Und da kam keiner raus. Und wer sich da widersetzt hat, hatte mit großen Repressalien zu tun. Man musste nicht in die Hitlerjugend aber wenn du studieren wolltest, ja, kriegst natürlich auch nicht so schnell einen Platz, wie wenn du Parteimitglied bist.
All solche Sachen haben eine Rolle gespielt. Das ist letzten Endes das Entsetzliche an dieser Zeit. Heute schwingen sich alle zu solchen Aussagen hin, so, ich wäre in Widerstand gegangen. Das kannst du ja für dich selber entscheiden. Wenn man nur sein eigenes Leben für wichtig nimmt, dann kann man sagen, okay, meinetwegen gehe ich da auch drauf für.
Aber wenn du eine Frau hast, wenn du Kinder hast. Und so funktionieren diese Scheißsysteme halt. Dass sofort jeder mit in Sittenhaft genommen wird. Und das gilt für den NS-Staaten. Das gilt für Syrien. Und das gilt heute für Russland. Ein einziger Dreck. Und die wissen, dass das so gut funktioniert. Und dadurch haben alle einfach nur Schiss.
Franziska:
Ja.Tobi:
Und noch mal, ich will es nicht entschuldigen, überhaupt nicht. Aber wenn der Nachbar abgeholt wird, dann sieht man, wie die Barbara Yelin das so schön gezeichnet hat, die Vorhänge zu, weil ... Man ist ja selber damit beschäftigt, sein Kind zu ernähren. Weil das ist ja schon schwierig genug.Franziska:
Ja, ich glaube ja, Heilung entsteht ja auch durch das Aushalten dieser kompletten Ambivalenzen, glaube ich.Tobi:
Ja hoffentlich, ja. Es verständlich machen. Letzten Endes. Also diese Systeme zu verstehen. Die Handlungsspielräume zu verstehen. Da kann man ja trotzdem immer noch, also man kann ihnen zumindest vorwerfen, wenn sie nach dem Krieg nichts gelernt haben.Und wenn dann all dieses Wissen aufgetaucht ist und die Dimension auch klar wurde, dass sich das nicht nur in so einem kleinen Umfeld abgespielt hat, sondern überall.
Mal ganz abgesehen davon, dass in Düsseldorf alle von den Pogromen wussten. Die waren viel zu heftig und zu überall. Und Konzentrationslager waren auch bekannt. 1933 standen die in der Zeitung. Aber man wollte halt nicht da landen.
Franziska:
Ja. Ja, ich finde es echt ganz, ganz toll und wichtig, dass du dieses Buch gemacht hast.
Und danke, Tobi, dass du dein Wissen mit uns geteilt hast. Das war ein großartiges Gespräch Ich danke dir von Herzen.Tobi:
Sehr gerne. Also hat es großen Spaß gemacht. Und wir sehen uns ja dann in Frankfurt mal wieder vis-à-vis. Das ist auch schön.Franziska:
Ja da freue ich mich schon sehr.
So, das war das Interview mit dem großartigen Comiczeichner, Comicautor und Illustrator Tobi Dahmen. Was hast du mitgenommen? Wie geht es dir denn damit, zu sehen, wie wichtig das persönliche Netzwerk ist? Und pflegst du dein Netzwerk auch mit der entsprechenden Aufmerksamkeit? Und wie kannst du deinen Kund*innen und Kolleg*innen mit Freundlichkeit und Wohlwollen begegnen – damit sie dich so behandeln, wie du behandelt werden möchtest? Kannst du heute etwas Kleines, Konkretes dazu beitragen?
Lass es mich wissen, wie es dir mit den Impulsen geht. Ich bin gespannt und neugierig. Schreib mir gern auf Instagram unter @diegutemappe oder auf Linkedin. Dort findest du mich unter Dr. Franziska Walther. Und wenn du danke sagen möchtest für den Podcast, dann schenk dem Podcast eine positive Bewertung. Das dauert 2 Sekunden. Oder leite die Episode an eine befreundete Person weiter, die sich auch für Comics interessieren. Dann unterstützt du deine Freund*innen – und den Podcast. Ganz lieben Dank dafür.
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe, wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Du willst Danke sagen?
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