9. Januar 2025

#144 | Trendreport 2025 – Wie verändert sich die Kreativbranche und was musst du jetzt tun?

Kategorie:

Fünf Trends – mit konkreten Handlungsempfehlungen, wie du in 2025 erfolgreich wirst

 

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Weitere Informationen

 
Du erfährst:

  • fünf Trends für die Kreativwirtschaft in 2025
  • inklusive konkrete Impulse und Handlungsempfehlungen – passend zu jedem der 5 Trends
  • Trend #1: KI verändert die Landkarte der Kreativwirtschaft
  • Trend #2: Menschliche Beratung wird zu einem Premiumprodukt
  • Trend #3: Eine neue Nische: Data-driven Design. Auf Deutsch: Datenbasierte Design- und Illustrationsleistungen
  • Trend #4: Wichtigster Themen-Trend für 2025 = Sustainability
  • warum Sustainability deine Geheimwaffe gegen KI ist
  • Trend #5: Marketing wird zu einer Kern-Kompetenz, die erfolgreiche Kreative brauchen

 
Knall, bäm – 2025 ist da. Vielleicht hast du ja zum Jahreswechsel große Pläne für 2025 geschmiedet. Groß zu denken ist wichtig und braucht Mut, denn deine Wünsche, Träume und Ziele geben die Richtung für deine kreative Selbstständigkeit vor.

Aber natürlich gibt es auch Entwicklungen im Außen und aktuelle Trends in der Kreativwirtschaft – die gegebenenfalls beeinflussen, wie du dich in den kommenden 12 Monaten positionieren und selbstbestimmt verhalten möchtest.

Deshalb stelle ich dir heute meine Trend-Prognosen für 2025 vor – also die Dinge, von denen ich glaube, dass sie die Kreativwirtschaft und die Arbeitsbedingungen vieler Kreativer beeinflussen werden. Und ich habe für dich auch konkrete Handlungsempfehlungen formuliert, die dich dabei unterstützen, deine kreative Selbstständigkeit mit oder vielleicht auch trotz dieser Trends weiter erfolgreich auszubauen. Die Handlungsempfehlungen sind so konkret, dass du heute sofort damit loslegen kannst. Also: Let’s go!
 

Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast

Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
 

5 Trends für die Kreativwirtschaft in 2025

Und ich beginne mal ganz nach dem Motto: Eat the frog. Das Unangenehmste zuerst …
 

Trend #1: Die Landkarte der Kreativwirtschaft verändert sich nachhaltig – durch KI

Ja, das ist die unbequeme Realität. Dabei hat sich in den letzten Monaten gezeigt, dass die Anzahl von Märkten, auf denen Kreative wirtschaftlich nachhaltig von ihren Dienstleistungen leben können, kleiner wird – weil immer mehr Aufgaben, für die früher regelmäßig Kreative beauftragt wurden, von den Auftraggeber*innen mit Hilfe von KI-Tools selbst und schneller und somit kostengünstiger erledigt werden.

Mich erreichten in 2024 diverse Nachrichten von Kolleg*innen, denen fast das gesamte Auftragsvolumen von Heute auf Morgen weggebrochen ist.
 

Jobs fallen weg – aber nicht überall

Aber: Das passiert nicht überall, sondern aktuell in spezifischen Branchen. So nutzen zum Beispiel viele Werbe- und Designagenturen, die früher für Storyboards, Konzeptvisualisierungen und Characterdesigns Illustrierende beauftragt haben, heute KI-Tools. Das bedeutet konkret, dass die Bilder nicht mehr von Illustrierenden für die Art Director*innen erstellt werden, sondern die Art Director*innen ihre Visualisierungen jetzt selbst erstellen. Denn KI-Tools erlauben es, Ideen in Bilder zu übersetzen, ohne zeichnen zu können.

In Teilen werden hier Illustrierende noch für das finale Artwork beauftragt – aber bekommen dann deutlich weniger Honorar und ein Briefing, das das finale Endergebnis sehr klar beschreibt. Ein bisschen wie Malen nach Zahlen. Der kreative Input der illustrierenden Person wird also nicht mehr abgefragt. Hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Aufgaben auch mit KI-generierten Inhalten ersetzt werden.

Auch im Editorial-Bereich, also in Magazinen und Zeitschriften, werden KI-generierte Bilder immer normaler. Selbst auf dem Magazin-Cover, traditionell die verkaufsrelevanteste Seite des ganzen Heftes, sind sie zu finden.
 

Liegt es nur am knappen Budget? Kann nicht sein!

Und ja, die letzten Monate haben es gezeigt: Auch in Kampagnen werden KI-generierte Bilder verwendet. Und auf Buchcovern – selbst bei Büchern von renommierten Autor*innen. Am Geld kann es also nicht liegen, denn bei solch renommierten Autor*innen kann man eigentlich davon ausgehen, dass das marktübliche Honorar von 1.500€ für die menschliche Cover-Illustration eigentlich kein Problem darstellen sollte. Die Auflagen der Bücher sind hoch genug.

Und auch Social Media wird überschwemmt mit KI-generierten Inhalten – in Form von Text, Bild, Audio, Musik und Video.
 

Ist der Drops gelutscht?

KI-generierter Content wird in 2025 mehr werden, nicht weniger. Das mag man doof finden oder nicht – aber dieser Trend ist nicht mehr aufzuhalten. Umso üblicher es werden wird, desto normaler wird es auch werden, diese Bilder zu verwenden – selbst, wenn es viele überzeugende, vor allem ethische und ökologische Gründe dagegen gibt.
 

Weniger »gute« Aufträge – mehr Wettbewerb

Das hat zur Folge, dass es weniger »gute« Aufträge und weniger »gute« Kund*innen gibt – und damit einher entsteht mehr Wettbewerb unter Kreativen. Mehr Wettbewerb sorgt dafür, dass es schwieriger wird, gute Honorare durchzusetzen. Denn das Marktgleichgewicht verändert sich hin zu einer geringeren Nachfrage, gekoppelt mit zahlreichen Angeboten. Und das sorgt für niedrigere Honorare.
 

Es gibt auch Erfolgsmeldungen

Aber: In den letzten Monaten habe ich gleichzeitig genauso viele Stories von Kolleg*innen gehört, die in 2024 für großartige Projekte beauftragt wurden, mit den besten Honoraren, die sie jemals verhandelt haben. Der KI-Trend kreiert also eine Schere.
 

Viele Aufträge werden ab 2025 nach anderen Kriterien vergeben

Bei den verbleibenden guten Aufträgen scheinen Auftraggeber*innen jetzt bewusster und auch mit anderen Kriterien auszuwählen. Sie wollen nicht mehr irgend eine professionelle Fachperson buchen, sondern Kreative, die noch etwas anderes außer fachlicher Exzellenz mitbringen: Persönlichkeit und Wiedererkennbarkeit.
 

Niemand will Same-Same-Design

Denn Marken und Unternehmen haben nämlich auch ein Problem mit KI: Der KI-generierte Content sorgt dafür, dass alles immer gleicher wird. Das, womit sich Marken und Unternehmen in Zeiten von KI von ihren Mitbewerber*innen abgrenzen können, sind glaubwürdige Geschichten, wiedererkennbare Stile und echte Menschen mit Charakter.
 

Personenmarken schaffen Wiedererkennbarkeit

Wenn also eine kreative Person gebucht wird, um eine Illustration zu erstellen, eine Marke zu entwickeln oder eine Kampagne zu konzipieren, dann sollte diese Person zusätzlich zu ihrer fachlichen Expertise auch einen wiedererkennbaren Stil, Persönlichkeit, Haltung und eine gewisse Reputation in der Branche mitbringen – und auch die Bereitschaft, das eigene Gesicht und die eigene Geschichte für das Unternehmen zur Verfügung zu stellen.
 

Impuls #1: Positioniere dich als kreative Personenmarke

Wenn du jetzt denkst: Mäh, Franziska. Ich will mich nicht als Personenmarke positionieren, dann keine Sorge. Das ist nicht die einzige Möglichkeit, auf den KI-Trend zu reagieren. Gleich mehr zu weiteren Möglichkeiten. Lass und aber mal mit Impuls #1 beginnen.

Als Personenmarke wirst du nicht ausschließlich nur für deine fachliche Expertise gebucht, sondern weil Menschen mit dir zusammen arbeiten wollen. Nicht mit irgendeiner kreativen Person. Sondern mit dir.

Dabei ist das Konzept Personal Branding überhaupt nicht neu (ich selbst habe schon vor über zehn Jahren beschlossen, mich als Personenmarke aufzubauen … und vor mir viele weitere Generationen von kreativen Menschen). Aber Personal Branding wird immer wichtiger in Zeiten von mehr Wettbewerb.

Denn als Personenmarke wollen Menschen mit dir zusammen arbeiten – nicht nur, weil du erinnert wirst, sondern weil du dir auch einen gewissen Einfluss und eine Reputation in deiner Branche aufgebaut hast.

Reputationsaufbau gehört zum Personenmarkenaufbau mit dazu. Branding ist also deutlich mehr als die Gestaltungsaufgabe, die richtigen Hausfarben auszusuchen und konsistent zu verwenden. Auch das ist nicht neu. Wird aber in der Zukunft immer wichtiger für dich und deine kreative Arbeit.
 

Was bedeutet das ganz praktisch für dich? (Handlungsempfehlung)

  • Pflege und erweitere dein Netzwerk. Reputation kannst du nur aufbauen, wenn Menschen wissen, was du machst – und dich dafür schätzen.
  • Beziehe Haltung. Kreative, die ausschließlich mit ihrer fachlichen Exzellenz überzeugen wollen, haben es immer schwerer. Indem du deine Gedanken und Ideen teilst, wirst du zu einer Stimme deiner Branche – und baust auch so Reputation auf.
  • Wähle ein Thema, das dich so interessiert, dass du mindestens 3 Jahre dazu regelmäßig deine Gedanken und Ideen teilen kannst. Und dann mache genau das.
  • Gestalte deine Außendarstellung ganzheitlich. Auftraggebende suchen Kreative, die über verschiedene Kanäle (Website, Social Media und Portfolio-Seiten) auffindbar sind – und somit verstanden haben, wie Sichtbarkeit heute funktioniert – nämlich medienübergreifend. Eine konsistente, wiedererkennbare professionelle Online-Präsenz über mehrere Kanäle ist heutzutage deshalb essenziell für deine Akquise.

 

Hier eine kurze Randnotiz:

Wenn du jetzt denkst, ja, klingt gut – aber wie bekomme ich das alles hin? Dann lade ich dich hiermit ganz herzlich in die Portfolio-Akademie ein.

Die Portfolio-Akademie ist mein 14-wöchiges Onlineprogramm für Designer*innen und Illustrator*innen und darin positionierst du dich – und zwar nachhaltig – also sowohl künstlerisch wie auch wirtschaftlich. Denn am Ende geht es ja um beides. Darum, dass du mit deiner kreativen Arbeit gut Geld verdienst – aber eben auch darum, mit deinen eigenen Interessen und Stärken etwas in der Welt zu bewirken – damit dein Herz weiterhin für die Sache brennt.

In der Portfolio-Akademie lernst du, wie du dich ganzheitlich als Personenmarke positionierst … und du gehst diesen Weg nicht allein, sondern mit meiner Unterstützung und zusammen mit gleichgesinnten Kreativen. Denn gemeinsam geht es so viel leichter.

Die nächste Portfolio-Akademie startet am 10. März 2025. Aber du kannst dich aktuell schon unverbindlich und für 0 Euro auf eine Warteliste eintragen. Und das ist auch eine echt gute Idee, denn das letzte Mal, im September 2024, waren die 30 verfügbaren Plätze noch vor der offiziellen Anmeldezeit schon vergeben. Nur die Menschen auf der Warteliste hatten also überhaupt die Möglichkeit, sich anzumelden.

Die unverbindliche Warteliste findest du auf der Seite www.diegutemappe.de/pa. Und dort stehen auch noch ein paar ergänzende Infos dazu.

Ok. Weiter geht’s mit Trend #2.
 

Trend #2: Menschliche Beratung wird zu einem Premiumprodukt.

0815-Design- und Illustrationslösungen können sich Unternehmen heute mit KI generieren lassen. Das austauschbare Logo mit den 3 Hausfarben. Die dekorative Illustration für den Blog. Die austauschbare Visitenkarte. Geht alles mit KI.

Auffällig gutes Corporate-Design zum Beispiel, das mit dem Unternehmen mitwächst und über Jahre visuell spannend bleibt, kann KI aber nicht.
 

Lösungen für komplexe Probleme sind Premiumpreise wert

Solche komplexen Leistungen brauchen nämlich mehr als eine Lösung. Sie brauchen Beratung und eine Prozessbegleitung. Solche Designaufgaben werden die hochpreisigen Premiumprodukte, für die Unternehmen bereit sind, Geld auszugeben. Denn hier werden sie von Menschen begleitet, die mit Empathie und Erfahrung auf die vorliegenden Probleme schauen und individuell beraten.

Für komplexe Aufgaben, die Prozessbegleitung brauchen, werden kreative Menschen also immer noch gebraucht, denn ChatGPT und Co können zwar Ergebnisse liefern, aber nicht immer geht es nur um die reine Lösung.
 

Die psychologische Komponente von Dienstleistungen

Wenn du krank bist, möchtest du ja auch, dass die medizinische Fachperson dir zuhört, dich begleitet und dir hilft, gute und selbstbestimmte Entscheidungen für dich zu treffen. Natürlich würde es auch reichen, die Symptome in einem Textprompt zu formulieren und der darauf generierten Anleitung zu folgen: viel trinken, Nasentropfen und zweimal am Tag inhalieren. Aber das Gefühl, von einem Menschen gehört und gesehen zu werden mit den eigenen Sorgen, führt oftmals dazu, dass wir schneller gesund werden, weniger Schmerzen haben und uns insgesamt besser fühlen.
 

Menschliche Verbundenheit als Angebot

Deshalb machst du deine kreative Arbeit zukunftssicher, wenn du in deiner Arbeit mehr menschliche Verbundenheit kreierst: sowohl innerhalb deiner Kund*innenbeziehung – durch Beratungsangebote, Prozessbegleitung und einem Fokus auf die Experience, die deine Kund*innen in der Zusammenarbeit mit dir haben. Aber auch für deine Kund*innen. Denn auch für diese wird das Gestalten von menschlicher Verbundenheit mit ihren Zielgruppen wichtiger.
 

Impuls #2: Kreiere mehr menschliche Verbundenheit mit deiner Arbeit

So könntest du als Designer*in mit Fokus auf Markenentwicklung auch die Konzeption von Events mit in deinen Leistungskatalog mit aufnehmen. Oder du bist Buchillustrator*in und bietest auch ein Buchlese-Event an, das sich deutlich von einer üblichen Lesung unterscheidet und für den Verlag ein echtes Marketing-Argument ist. Oder du begleitest deine Kund*innen in interaktiven Workshops, so dass Menschen dich in Echt erleben und mit dir zusammen etwas erschaffen.
 

Impuls #3: Verbinde verschiedene Fähigkeiten

Um komplexe Aufgaben mit Prozessbegleitung zu lösen, brauchst du meistens mehr als nur ein Expertisefeld. Kreative, die mehr als eine Sachen können, sind in Zeiten von KI klar im Vorteil. Das kann bedeuten, dass du neben einer fachlichen Design-Expertise auch Erfahrung in Mediation mitbringst oder eben nicht nur gut gestalten kannst, sondern die Gestaltung auch selbst ins Netz bringen kannst – mit Html- und Css-Wissen. Oder aber du machst eben nicht nur die Animation, sondern bringst auch das Wissen mit, wie der Erklärfilm produziert wird – und kannst die verschiedenen Gewerke entweder selbst übernehmen oder für deine Kund*innen handeln.
 

Impuls #4: Verbinde dich mit Kolleg*innen

Das ist eine gute Überleitung zu Impuls #4. Denn natürlich kannst du nicht alles lernen. Fachliche Expertise zeigt sich auch daran, zu wissen, was man nicht kann – und diese Sachen zu delegieren. Die Zukunft gehört deshalb kleineren Teams, die agil und flexibel passend zum jeweiligen Auftrag zusammenarbeiten. Große Agenturen haben heute zu kämpfen, weil die Bedarfe der Kund*innen sich verändern. Kund*innen wünschen sich oft mehr Flexibilität – und ja, kleinere Teams kosten auch einfach weniger.
 

Was bedeutet das für dich ganz praktisch? (Handlungsempfehlung)

  • Zeige nicht nur die Endergebnisse in deinem Portfolio, sondern mache auch die Geschichte hinter deinen Projekten sichtbar. Gib deinen Kund*innen die Möglichkeit, schon in deinem Portfolio einen Eindruck zu bekommen, was sie in der Zusammenarbeit mit dir erleben werden.
  • Bilde dich weiter. Eigne dir Fähigkeiten an, die eine gute Ergänzung zu deiner schon vorhandenen Expertise sind, um komplexere Aufgaben übernehmen zu können.
  • Baue dein Netzwerk aus, so dass du Kolleg*innen um dich hast, mit denen du dich für ein geeignetes Projekt zu einem kleinen Team zusammenschließen kannst. Probiert vielleicht auch erst einmal mit einem freien Projekt aus, ob ihr als Team harmoniert.
  • Schenke dem Beratungsanteil deiner Arbeit große Aufmerksamkeit. Lerne, klar und gewaltfrei zu kommunizieren. Bilde dich weiter, wie du Menschen beraten kannst, ohne Ratschläge zu geben. Dazu musst du nicht extra eine Coaching-Ausbildung machen. Ein gutes Buch und regelmäßiges Üben, gern auch außerhalb deines Berufes, wirken hier Wunder.

Ok. Weiter geht’s mit Trend #3.
 

Trend #3: Eine neue Nische: Data-driven Design.

Auf Deutsch: Datenbasierte Design- und Illustrationsleistungen

Kreative, die jetzt starten, ihre Arbeit mit Hilfe von Daten zu evaluieren, zu optimieren und diese Datenanalysen für ihre Kund*innen greifbar und sichtbar machen, investieren in eine erfolgreiche Zukunft.
 

Was bedeutet Data-driven Design?

Im Marketing ist das ja schon Gang und Gebe, dass Daten als messbare Grundlage für Entscheidungen genutzt werden. Zum Beispiel werden Email- und Website-Designs mit A/B-Texts getestet. Hier gibt es also eigentlich zwei Webpages mit den gleichen Inhalten, aber unterschiedlichen Designs. Ein Tool verteilt die Website-Besucher*innen dann per Zufall auf die beiden Varianten und dann wird überprüft, welche der beiden Seiten erfolgreicher ist. Je nachdem, was das Ziel der Seite ist, kann man nach einer bestimmten Zeit dann also datenbasiert feststellen, welche Seite zum Beispiel die Besucher erfolgreicher überzeugt, sich für den Newsletter anzumelden, ein Produkt zu kaufen oder eine Bewertung zu hinterlassen.

Bei datenbasierten Designlösungen ist es deutlich leichter für dich, den Mehrwert deiner Arbeit an deine Kund*innen zu kommunizieren, denn du kannst mit messbaren Ergebnissen argumentieren. Dann geht es auf einmal nicht mehr um Geschmack, sondern um harte Fakten.
 

Impuls #5: Nutze Daten in deiner Arbeit.

Um datenbasiert im Design und in der Illustration zu arbeiten, brauchst du vor allem erst einmal den Willen, das zu tun – und dann helfen dir Werkzeuge und Tools dabei, die Datenanalyse für deine Kund*innen zu erstellen und auszuwerten.
 

Was bedeutet das ganz praktisch? (Handlungsempfehlungen)

  • Adaptiere dazu zum Beispiel Daten aus anderen Quellen: Nutze branchenspezifische Studien oder öffentliche Statistiken, die auf die Zielgruppe deiner Kund*innen anwendbar sind, und bringe diese als Input in den kreativen Prozess ein. So publiziert zum Beispiel Pinterest jedes Jahr einen Trendreport, der stilistische und ästhetische Trends beschreibt.

    Apropos: Im Newsletter zur Podcast-Folge habe ich diverse Trendreports verlinkt, zum Themen wie Stil, Themen und Design-Trends. Wenn du meinen Newsletter noch nicht abonniert hast, dann mach das noch schnell bis einschließlich dem 15. Januar 2025 – und dann sende ich dir die Linksammlung noch hinterher. Meld dich an unter www.diegutemappe.de/newsletter

  • Nutze Umfragen als ein mögliches Tool in deinem Prozess. Auch 20 Antworten können schon interessante Insights in die Perspektive der Zielgruppe schaffen. Das Cover meines Buches »Die gute Mappe« habe ich zum Beispiel an meine Testleser*innen geschickt (das waren eine Handvoll Freunde und Kolleg*innen, die ich für ihre Meinung schätze). Ohne das Feedback meiner Testleser*innen hätte es das rosa Cover nie geschafft. Der Verlag wollte nämlich sehr lange ein deutlich kinderbuchigeres Cover.
  • Analysiere die Social Media Profile deiner Kund*innen, um Vorlieben und Trends zu erkennen. Viele Daten sind ja öffentlich einsehbar, zum Beispiel Likes, die Anzahl an Kommentaren und wie oft ein Post geteilt wurde.

Und jetzt sind wir schon bei Trend #4.
 

Trend #4: Wichtigster Themen-Trend für 2025 ist »Sustainability«, also Nachhaltigkeit

Umweltbewusstsein und Klimaschutz ist eines der Trend-Themen des Jahres. Naja, also nicht des Jahres 2025, sondern in Anbetracht der spürbaren Folgen des Klimawandels wird das Thema einfach Pflicht.

In den letzten Jahren haben viele Verbraucher*innen die Erfahrung gemacht, dass nicht alles, was von Außen grün aussieht bzw. grün gestaltet wurde, auch innen drin grün ist. Greenwashing ist weit verbreitet. Gleichzeitig verstehen viele Marken, dass für die Menschen, die ihre Produkte kaufen, Nachhaltigkeit ein Kaufkriterium ist.

Designer*innen und Illustrator*innen können sich deshalb als Expert*innen für nachhaltige Designlösungen positionieren. Denn Beratung und Unterstützung wird dringend gebraucht. Auch hier gilt: Mehrere verbundene Expertisefelder sind hilfreich. Um Kund*innen zu Nachhaltigkeitsaspekten zu beraten, brauchst du mehr als gestalterische Kompetenz, sondern auch Wissen zu Herstellung, Material, Vertrieb, Ökobilanz und Co.
 

Ist Nachhaltigkeit die Geheimwaffe gegen KI-Anwendungen?

Eine Sache bringt dieser Themen-Trend mit sich. KI-Anwendungen kommen mit einem sehr schlechten ökologischen Fußabdruck daher. Die gigantischen Servermengen, die zur Verarbeitung der gigantischen Datenmengen gebraucht wird, verursachen Treibhausgase, verbrauchen Wasser und binden Ressourcen wie landwirtschaftliche Flächen. Umso leistungsstärker KI-Tools werden, desto mehr Energie verbrauchen diese auch.
 

Impuls #6: Positioniere dich Lowtech anstatt Hightech

Unternehmen, die Umweltbewusstsein und Klimaschutz in ihren Zielen verbinden, können eigentlich nicht KI-Tools nutzen, ohne in eine moralische Bredouille zu kommen. Denn KI ist nicht umweltfreundlich.

Es gibt Schätzungen, dass die CO2-Emissionen von KI-Bots, wie zum Beispiel ChatGPT, 50 bis 90 Mal höher ist als die einer gewöhnlichen Google-Suche. Berechnungen zeigen, dass ChatGPT allein für die Beantwortung von Fragen über 220 Millionen Kilowattstunden pro Jahr verbraucht.

Kreative sind hier also auch in der Position, Kund*innen zu informieren und zu beraten – und eben explizit auch Lösungen anzubieten, die ohne KI funktionieren. Ganz gemäß des Mottos: Lowtech anstatt Hightech.

Deine Aufgabe ist hier, die Unternehmen zu identifizieren, die wirklich bereit sind, klimaneutral und ökologisch verantwortlich zu handeln. Und diesen dann mit wirksamer Akquise ein überzeugendes Angebot zu machen.

Und jetzt sind wir schon bei Trend #5. Und dieser ist eine Zusammenfassung von allem, was du bis jetzt gehört hast. Denn das bedeutet im Umkehrschluss:
 

Trend #5: Marketing wird zu einer Kern-Kompetenz, die Kreative brauchen

Marketing wird wichtiger für Kreative. Einfach nur gut zu sein, reicht heute nicht mehr!

Egal, ob du dich als Personenmarke aufbaust oder Design-Leistungen anbietest, die klare Vorteile im Vergleich zu KI-generierten Lösungen mit sich bringen – 2025 kommst du nicht mehr daran vorbei, dich selbst und deine kreative Arbeit strategisch vor deiner Zielgruppe sichtbar zu machen. Deine Marketing-Fähigkeiten werden den Unterschied machen, ob deine Kund*innen verstehen, dass deine Arbeit ihr Geld wert ist oder nicht.
 

Was bedeutet das für dich konkret? (Handlungsempfehlung)

  • Du brauchst eine Akquise- bzw. Marketing-Strategie, die sicher stellt, dass deine Botschaft deine Wunsch-Kund*innen auch erreicht. Einfach nur ab und an in den sozialen Medien zu posten reicht als Akquise heute nicht mehr aus.
  • Um diese Strategie zu stricken, brauchst du aber auch ein stabiles Fundament: ein Grundverständnis, was deine Arbeit wert ist, welchen Mehrwert deine Arbeit für deine Kund*innen kreiert und – ja, auch das – warum du das alles eigentlich machst und welche Motivation bzw. welche Werte dein Handeln bestimmen. Denn am Ende bist du ja der Kern deines Unternehmens. Du brauchst also eine nachhaltige Positionierung, die sowohl die wirtschaftlichen Aspekte deiner Selbstständigkeit wie auch deine künstlerischen Ziele zusammen bringt.

 

Hier noch einmal die Erinnerung:

Wenn du gerade merkst, dass du das zwar machen möchtest, aber nicht weiß, wie du das hinbekommst, dann bist du ganz herzlich eingeladen, dich in der Portfolio-Akademie 14 Wochen lang mit meiner Unterstützung und zusammen mit anderen gleichgesinnten und großartigen Kreativen zu positionieren. Denn das Endergebnis einer Positionierung ist genau das: eine klare, zielgerichtete Akquisestrategie, die dafür sorgt, dass deine Arbeit vor den Menschen sichtbar wird, die diese auch brauchen.

Trag dich unverbindlich und für 0 Euro auf die Warteliste ein unter www.diegutemappe.de/pa.
 

So. Und damit mal die Frage an dich:

Wie verhältst du dich zu diesen Trends in der Kreativbranche im Jahr 2025? Oder siehst du das ganz anders als ich? Wenn ja, welche Trends erkennst du?

Ich bin sehr neugierig, wie es dir mit dieser Podcast-Episode geht! Teile deine Gedanken dazu gerne auf Instagram unter @diegutemappe oder auf LinkedIn. Dort findest du mich unter Dr. Franziska Walther. Oder schick mir gern deine Haltung dazu als Kommentar auf Spotify oder per Bewertung!

Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe, wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
 

Du willst Danke sagen?

Wenn du hier im Portfolio-Podcast schon einmal etwas Nützliches mitnehmen konntest, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast ein paar Sterne schenkst, auf Apple Podcast eine Rezension schreibst oder – am allerbesten – den Podcast weiter empfiehlst. Dann unterstützt du damit deine Freund*innen – und den Podcast. Danke dafür.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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Disclaimer: Der Blog und der Podcast wollen und können eine rechtssichere, psychotherapeutische oder medizinische Beratung nicht ersetzen. Die hier geteilten Inhalte basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind konkrete Einzelfall-Beschreibungen. Deshalb hafte ich nicht für die hier geäußerten Inhalte. Die zur Verfügung gestellten Informationen begründen auch kein Beratungsverhältnis. Bitte triff deine Entscheidungen für dich selbst und hole dir im Zweifelsfall rechtliche oder andersweitige Unterstützung. Die gesammelten Informationen spiegeln den Stand des Veröffentlichungsdatums wider.
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