1. Mai 2025

#159 | Positionierung als IllustratorIn: Warum Vorbilder auch eine Gefahr sein können

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Was viele IllustratorInnen bei ihrer Positionierung übersehen, wenn sie sich zu sehr an Vorbildern orientieren

 

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Weitere Informationen

 
Du erfährst:

  • warum Vorbilder dir helfen können, Märkte, Kund*innen und Bedürfnisse besser zu verstehen – aber nur, wenn du hinter die Kulissen schaust.
  • weshalb das blinde Nachmachen von Strategien oft mehr blockiert als hilft – und was du stattdessen brauchst, um von deinen Vorbildern zu lernen.
  • woran du erkennst, ob du »nur« positioniert bist – oder ob du bereits als Personenmarke sichtbar wirst (Spoiler: Man kann es hören).
  • warum eine Personenmarke dir nicht nur Sichtbarkeit bringt, sondern auch Vertrauen, Anziehungskraft und Zukunftsfähigkeit.
  • wie du auch ohne Rampenlicht und Personenmarke »still« erfolgreich sein kannst.
  • was du tun kannst, um den Aufbau deiner Personenmarke schlank, sinnvoll und zeiteffizient anzugehen – ohne dich zu verzetteln.

 

Vielleicht hast du ja große Vorbilder, an denen du dich orientierst.

Illustrator*innen und Designer*innen, die für große internationale Marken arbeiten, für die du auch arbeiten möchtest.

Oder die für Kampagnen gebucht werden, für die du auch gebucht werden möchtest und die Themen sichtbar machen, für die du dich auch einsetzen willst.

Wenn du große Vorbilder hast, dann ist das grundsätzlich etwas Gutes, denn deine Vorbilder zeigen dir, was du dir wünschst und was mehr werden soll in deinem Leben.

Aber Vorbilder bergen auch eine gewisse Gefahr in sich. Denn oftmals orientieren wir uns an ihrem Weg und nicht nur das – oftmals versuchen wir diesem zu folgen. Und landen dabei gar nicht mal so selten auf einem Holzweg.

Der Holzweg passiert, wenn du wichtige Schritte übersiehst, die dein Vorbild gegangen ist, die aber untrennbar mit dem heute sichtbaren Erfolg verbunden sind.

Darum soll es heute gehen. Du erfährst heute, welche essenzielle Aktion du beim Analysieren deiner Vorbilder nicht überspringen darfst, und wie dich diese Aktion vor dem Holzweg beschützt.
 

Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast

Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.

Vielleicht wurde dein großes Vorbild gerade von einem internationalen Magazin an den Nordpol geschickt, um eine Reisereportage zu zeichnen – und du denkst: Das will ich auch.

Vielleicht hat dein Vorbild auch gerade ein Buch zu einem Thema publiziert, zu dem du auch schon immer mal ein Buch machen wolltest.

Oder deine Vorbilder wurden gerade in einem bekannten Magazin interviewt, weil sie das Branding für ein super erfolgreiches Start-Up entwickelt haben.

Und du sitzt jetzt hier und überlegst: Wie haben die das geschafft?
 

Die Vorbild-Funktion

Wie gesagt: Wenn du große Vorbilder hast, dann ist das grundsätzlich etwas Gutes, denn deine Vorbilder zeigen dir, was du dir für deinen Weg wünschst. Vorbilder spiegeln uns unsere eigenen Träume und Ziele – und das ist etwas sehr nützliches.

Aber Vorbilder bringen eben auch ein gewisses Dilemma mit sich. Denn oftmals orientieren wir uns an ihrem Weg und versuchen diesem zu folgen – und dabei passiert es schnell, dass du vielleicht sogar versuchst, diesen Weg eins zu eins nachzubauen.
 

Die Gefahr von Vorbildern

Und in so einem Fall landest du dabei schnell in einer Sackgasse.

Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass du eine wichtige Analyseaktion vergisst – und dadurch falsche Erwartungen entwickelst, schnell frustriert bist und im schlimmsten Fall aufgibst. Und das, obwohl du eigentlich vieles richtig gemacht hast.

Und der Grund dafür, dass das Analysieren von Vorbildern mit gewissen Schwierigkeiten daherkommt, liegt im Personenmarken-Aufbau.

Wenn du nicht verstanden hast, wie dieser funktioniert, dann ist es gefährlich, deinen eigenen Weg nach dem deiner Vorbildern zu gestalten.
 

Der Unterschied zwischen Positionierung und Marke

Also: Lass uns gleich mal mit Kopfsprung ins Thema loslegen und damit beginnen, zu klären, was Personenmarkenaufbau überhaupt bedeutet – und wie sich dieser von deiner Positionierung unterscheidet.

Denn ja, Markenaufbau ist zwar ein Teil deiner Positionierung, aber nur weil du dich klar positionierst, bist du noch lange keine Personenmarke.

Und ich erkläre dir den Unterschied zwischen den beiden anhand von drei Beispielen:

Lass uns mal bei Null anfangen, und schauen, wie das aussieht, wenn Illustrator*innen oder Designer*innen weder positioniert noch eine Personenmarke sind.
 

Beispiel für eine fehlende Positionierung:

Eine kreative Person, die nicht positioniert ist, sagt Sätze wie: »Ich biete ganz besonders exzellente Illustrationen an.« Oder: »Bei mir bekommen Sie hochwertiges Design.«

Das mag in den Ohren von vielen Kreativen nach einem klaren und gut positionierten Angebot klingen, aber für potenzielle Kund*innen ist das kein Angebot, sondern eine Selbstverständlichkeit.

So ein Satz sagt also inhaltlich wenig aus für deine Kund*innen. Denn die buchen dich ja, weil du die Expert*in bist. Kund*innen fehlt oft die Expertise, um einschätzen zu können, was hochwertige Illustration und was exzellentes Design ist und kann.

Und ganz ehrlich, ob gut, hochwertig oder exzellent – das interessiert Kund*innen nicht.

Die wollen hauptsächlich wissen, was deine Arbeit für sie bewirken kann, welche messbaren oder sichtbaren Ergebnisse durch deine Arbeit für sie entstehen und wie sie von deiner kreativen Arbeit profitieren.
 

Was bedeutet es, klar positioniert zu sein?

Und das alles kannst du klar kommunizieren, wenn du eine Positionierung für dich formuliert hast.

Denn um dich auf einem Markt zu positionieren, analysierst du die Bedarfe deiner Zielgruppe branchenspezifisch.

Du kannst deshalb auch gut in Worte fassen, welche Bedarfe du erkennst, welche Lösung du dafür anbietest und was für Ergebnisse deine Kund*innen von dir und deiner Arbeit erwarten können.
 

Beispiel für eine themenspezifische Positionierung:

Eine klare branchen- und themenspezifische Positionierung hört sich dann zum Beispiel so an:

»Hallo, ich bin Illustrator*in und habe mich auf das Thema Mentale Gesundheit spezialisiert.

Mit diesem thematischen Angebot unterstütze ich Verlage und Magazine dabei, komplexe Inhalte zum Thema Mentale Gesundheit nicht nur mit Texten, sondern eben auch mit Bildern zu erklären.

Damit erreichen sie, dass komplexe Inhalte unmittelbar und besser verstanden werden.

Aber nicht nur das: Magazine und Bücher, die bebildert sind, sind mehr als reine Wissensvermittlung, sondern erzeugen auch eine hohe emotionale Bindung und erlauben so, ein klar definiertes Publikum anzusprechen.

So unterstützt meine Arbeit Verlage und Redaktionen dabei, ihr Produkt zielgruppengerecht zu platzieren – und eben auch besser zu verkaufen.«

 

Vorteile einer themenspezifischen Positionierung:

Eine klare Positionierung hilft dir also dabei, genau von den Kund*innen beauftragt zu werden, von denen du auch beauftragt werden möchtest.

Und das Coole daran ist: Eine Positionierung ist immer ein Status Quo, ein Ist-Zustand, der beschreibt, mit welchem Angebot sich eine Person aktuell an welche Zielgruppe auf welchem Markt richtet.
 

So lernst du von Vorbildern, ohne zu kopieren

Deshalb kannst du von der Positionierung deiner Vorbilder viel lernen. Du kannst ihre Positionierung analysieren, kannst recherchieren, für welche Art von Kund*innen sie welche Art von kreativer Arbeit erstellen – und dich ähnlich positionieren.

Und wenn jetzt bei dir der Gedanke aufklappt: Ist das nicht kopieren?

Nein, ist es nicht.

Solange du nicht das Angebot eins zu eins kopierst. Aber es ist erlaubt – und auch sinnvoll – anhand deiner Vorbilder zu lernen, wie der Markt funktioniert, was von Kund*innen benötigt wird und wofür Kund*innen bereit sind, Geld auszugeben.

Wenn du Vorbilder hast, dann darfst du, nein, solltest du sogar, deren Positionierung analysieren, um davon zu lernen – um dann mit diesem Marktwissen dein eigenes, individuelles Angebotspaket zu schnüren.

Aber … hier kommt das große Aber: Sobald eine Person sich als Personenmarke positioniert hat, musst du hier sehr genau hinschauen – und einen weiteren Analyseschritt einbauen.
 

Was bedeutet es denn, als Personenmarke positioniert zu sein?

Aber bevor wir dazu kommen, lass uns erst noch einmal schauen, wie sich eine Personenmarke von einer »ganz normalen« Positionierung unterscheidet.

Baust du dich zusätzlich zu deiner klaren Positionierung als Personenmarke auf, sprichst du natürlich auch ein klares Angebot aus. Aber du machst noch mehr.

Denn als Personenmarke gilt es auch, passend zu deinem Angebot und deiner branchen- und themenspezifischen Positionierung Haltung zu beziehen – und diese Haltung regelmäßig öffentlich sichtbar zu machen.

Das machst du, indem du regelmäßig Content publizierst, zum Beispiel in den sozialen Netzwerken, in einem Newsletter, auf einem Blog oder weil du regelmäßig Vorträge zu einem spezifischen Thema hältst oder in Zeitungen dazu interviewt wirst.

Als Personenmarke illustrierst und gestaltest du also nicht nur für deine Kund*innen, sondern du beteiligst dich an einem Diskurs. Oder noch besser: Du initiierst einen Diskurs. Du gibst also Input nach Außen und lädst andere ein, mit dir zu diskutieren.

Viele Kreative, die sich als Personenmarke positionieren, teilen dabei nicht nur ihre Haltung zu einem spezifischen Thema.

Sondern sie erzählen auch ihre eigene Geschichte – da diese oft der Grund dafür ist, warum sie sich so sehr für dieses spezifische Thema interessieren. Das ist kein Muss, aber kommt mit Vorteilen. Mehr dazu gleich.
 

Beispiel für eine Personenmarke:

Wenn du dich als Personenmarke positionierst, sagst du also nicht nur zum Beispiel:

»Ich bin Illustrator*in mit Themenschwerpunkt Mentale Gesundheit und unterstütze Verlage und Magazine, ihre Produkte zu verkaufen.«

Sondern du sagst zusätzlich auch noch:

»Meine kreative Arbeit lädt dich ein, deinen Blick auf das Thema Mentale Gesundheit, im Speziellen auf Ängste, zu verändern.

Der Grund, warum mir das Thema Angsterkrankungen so wichtig ist, ist, dass ich selbst viele Jahre mit Ängsten zu kämpfen hatte.

Aus dem Grund kann ich dir einen Einblick geben, was es bedeutet, mit Ängsten zu leben oder ein Familienmitglied dabei zu begleiten.

Deshalb kann ich das Thema nicht nur theoretisch fundiert in Bildern erklären, sondern auch emotional greifbar machen – weil meine eigenen Erfahrungen in meine Arbeit einfließen.

Gleichzeitig setze ich mich für mehr Sichtbarkeit von Angsterkrankungen ein – denn ich möchte, dass diese psychische Symptomatik kein Tabu mehr ist und dass Menschen sich trauen, offen und ohne Scham darüber zu sprechen.«

 

Vorteile einer Personenmarke:

Du siehst, eine Personenmarke ist ein ganzes thematisches Universum – mit einer persönlichen Geschichte, mit Erfahrungen und mit Kontaktpunkten, mit denen sich Menschen verbinden können, aber an denen sich andere Menschen auch reiben dürfen.

Denn das kommt mit der Personenmarke mit. Wenn du Haltung beziehst, lädt du Menschen in dein Universum ein, aber du bietest auch einen Raum für Diskurs und gegebenenfalls auch für Widerspruch und Kritik.

Das ist normal. Du kannst es als Personenmarke nicht allen recht machen.
 

Konkrete Beispiele für eine Personenmarke:

Wenn du jetzt denkst: Franziska, das ist doch alles ganz schön abstrakt.

Dann schau dir gern mal Comic-Artist Gemma Correll oder die Illustrator*innen Marloes de Vries, Lisa Congdon oder Andy J. Pizza an. Alle vier haben sich thematisch recht ähnlich und vergleichbar als Personenmarke positioniert.
 

Musst du dich als Personenmarke sehen?

Und vielleicht fragest du dich jetzt auch, ob du dich zwingend als Personenmarke positionieren musst. Denn nicht jeder Mensch möchte sich selbst und die eigene Haltung öffentlich sichtbar machen.

Vielleicht möchtest du ja lieber »still« erfolgreich sein.

Und ja, klar. Das geht. An der Notwendigkeit, dich klar auf einem Markt zu positionieren, kommst du allerdings nicht drum herum.

Ob es für dich sinnvoll ist, dich zusätzlich als Personenmarke zu positionieren, ist allerdings eine persönliche Entscheidung. Aber es gibt gute Gründe dafür.
 

Grund #1 für eine Personenmarke: Menschen lernen dich schneller kennen

Menschen arbeiten gerne mit anderen Menschen zusammen, die ihnen ähnlich sind.

Und als Personenmarke bietest du deinen potenziellen Kund*innen die Möglichkeit an, bevor sie dich buchen, in deine Welt zu kommen – um herauszufinden, ob ihr gut zusammen passt.

Klar kannst du das auch mit reiner Akquise erreichen, aber weil du als Marke regelmäßig und öffentlich Haltung beziehst, ist es für deine Kund*innen deutlich leichter, unverbindlich Zeit mit dir zu verbringen.
 

Grund #2 für eine Personenmarke: Du positionierst dich als Expert*in

Expert*in wirst du nicht über deine fachliche Expertise, sondern darüber, dass Menschen, wenn sie an dein Thema denken, auch an dich denken. Zur Expert*in wirst du also über Sichtbarkeit – nicht über Wissen.

Um sichtbar zu werden, brauchst du regelmäßig die Möglichkeit, über dein Thema öffentlich zu sprechen. Die Publikationskanäle, die du beim Personenmarkenaufbau einrichtest, ermöglichen dir genau das.

Und es gibt noch einen dritten guten Grund für Personenmarken, der in den letzten Jahren immer relevanter geworden ist in der Kreativwirtschaft.
 

Grund #3 für eine Personenmarke: Sie hilft bei viel Konkurrenz

Arbeitest du auf einem vollen Markt, also auf einem Markt mit vielen Kolleg*innen, vielen recht ähnlichen Angeboten und deutlich weniger Nachfrage als es Angebote gibt, dann ist eine Personenmarke hilfreich: aus Grund #1 und Grund #2.
 

Komm in die Portfolio-Akademie

Wenn du jetzt merkst: Ja, ich will mich klar und nachhaltig positionieren und dann vielleicht auch Schritt für Schritt eine Personenmarke aufbauen, dann hier eine Einladung an dich: komm in die Portfolio-Akademie.

Die Portfolio-Akademie ist mein 14-wöchiges Live-Gruppenprogramm für Illustrator*innen und Designer*innen und darin machst du 14 Wochen lang genau das – mit meiner Unterstützung und zusammen mit anderen gleichgesinnten Kreativen.

Die nächste Portfolio-Akademie startet im September 2025, aber du kannst dich jetzt schon unverbindlich und für 0,00 Euro auf eine Warteliste eintragen.

Und das ist auch eine ziemlich gute Idee, denn die letzten Male waren die 30 verfügbaren Plätze schon allesamt vergeben, bevor die offizielle Anmeldezeit überhaupt los ging.

Das heißt, nur die Menschen auf der Warteliste hatten überhaupt die Möglichkeit, ihre Teilnahme zu buchen.

Die Warteliste und weitere Infos dazu findest du unter www.diegutemappe.de/pa.
 

Der Holzweg, der nicht zur Personenmarke führt

So, jetzt kennst du den Unterschied zwischen Personenmarke und klarer Positionierung.

Lass uns jetzt zum Holzweg kommen, also zur Sackgasse, die es zu vermeiden gilt und die ich vorhin angekündigt habe. Lass uns darüber sprechen, wie du diesen Holzweg vermeidest.

Wie gesagt: Wenn du an deiner Positionierung arbeitest, ist es eine gute Idee, die Positionierung von erfolgreichen Kolleg*innen zu analysieren, um die Märkte und Bedarfe deiner Kund*innen besser zu verstehen.
 

Aber … hier kommt das große Aber.

Wenn du dich an einer kreativen Person orientierst, die es geschafft hat, sich als Personenmarke zu positionieren, dann ist es wichtig, dass du nicht nur analysierst, was die Person heute macht.

Sondern es gilt, den gesamtem Weg der Person zu analysieren.

Es gilt also auch, zu schauen, wann und wo dein Vorbild losgestiefelt ist.

Und es gilt zu überprüfen, wann und wo die Person in der Vergangenheit überall schon Haltung gezeigt hat. Wo hat sie eigene Publikationskanäle aufgebaut?

Hat dein Vorbild vielleicht auch Events und Diskursmöglichkeiten selbst initiiert? Und durch welche Kanäle ist dein Vorbild über die Jahre sichtbar geworden?
 

Der Ist-Zustand sagt wenig aus

Es reicht also nicht, den heutigen Ist-Zustand zu analysieren – und zu imitieren.

Es gilt viel mehr, den gesamtem Weg deines Vorbildes zu analysieren und zu verstehen, wie sich diese Person über Zeit und über verschiedene Zwischenstationen und Kanäle Sichtbarkeit, Reputation und Respekt aufgebaut hat.

Und bei erfolgreichen Kolleg*innen wird dir auffallen, dass der Weg oftmals schon vor 10, 15, manchmal 20 Jahren begonnen hat – und dass es Zwischenstationen gab, die essenziell waren für den heutigen Status-Quo.

Das heißt übrigens nicht, dass du jetzt selbst auch erst einmal zehn Jahre Haltung beziehen musst. Ganz und gar nicht.

Aber wenn du einfach nur den heutigen Status Quo deines Vorbildes imitierst, dann wird dich das nicht zu deinem gewünschten Ziel bringen. Denn die heutige Positionierung und der heutige Status Quo ist nicht der Grund, warum dein Vorbild da ist, wo es heute ist.
 

Der Weg ist nicht kopierbar

Oftmals wird dir in der Analyse auch auffallen, dass dein Vorbild mit großer Wahrscheinlichkeit auch über Kanäle erfolgreich geworden ist, die es so in der Form wie damals heute gar nicht mehr gibt.

Wenn dein Vorbild vor zehn Jahren auf Tumblr Haltung bezogen hat, dann hatte das damals so viel mehr Impact als heute. Das gleiche gilt für Instagram.

Wenn du jetzt einfach nur die Instagram-Strategien deines Vorbildes eins zu eins übernimmst, dann bringt dir das mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich weniger als deinem Vorbild.

Es ist also keine gute Idee, den Weg deines Vorbildes eins zu eins nachzubauen.

Denn es ist viel sinnvoller, die Strategien dahinter zu verstehen – und diese passend zu deinem eigenen Weg und deiner heutigen Situation und gemäß der dir heute zugänglichen Möglichkeiten zu nutzen.

Und wenn du jetzt denkst:
 

Franziska, ist der Aufbau einer Personenmarke nicht unglaublich zeitaufwändig? Lohnt sich das überhaupt?

Ja, Personenmarkenaufbau braucht Zeit. Und ja, lohnen tut es sich trotzdem. Siehe Grund #1 , #2 und #3, die ich vorhin erwähnt habe.

Trotzdem: Viele Kreative haben Angst, sich durch die regelmäßige und ... ja, hier muss man ehrlich sein ... auch unbezahlte Contentproduktion zu übernehmen und nicht mehr genug Zeit zu haben für die eigentliche Arbeit.

Die Angst ist berechtigt. Aber es gibt eine Strategie, die dich davor beschützt und die gleich drei Fliegen mit einem Glas fängt.

  • Du baust dich als Personenmarke auf, indem du regelmäßig Haltung beziehst.
  • Du entwickelst Sicherheit in deinem kreativen Ausdruck.
  • Und du erstellst freie Arbeiten, die dein Portfolio kontinuierlich erweitern.

 

Wie geht das?

Und das alles geht, wenn deine regelmäßigen Beiträge aus dir und deiner kreativen Praxis heraus entstehen. Wenn du zu einem Thema schreibst, dass dich eh beschäftigt und interessiert.

Dann wird es deutlich leichter, dazu jede Woche einen Blog-Beitrag zu schreiben oder regelmäßig Vorträge dazu zu halten.

Das Thema sollte also etwas mit dir selbst zu tun haben. Es sollte ein Thema sein, das dich bestenfalls schon lange begleitet. Oftmals gibt es ja so rote Fäden, also Themen, die immer wieder im Leben eines Menschen aufploppen.

Am besten ist es, wenn du diese roten Fäden auch gleich in deine Positionierung mit einweben kannst. Denn optimalerweise macht dein Thema auch deine Angebote für Kund*innen spannender und wertvoller.

Denn ja, am Ende baust du dich ja als Personenmarke auf, um von Kund*innen beauftragt zu werden. Du willst ja Geld mit deiner kreativen Arbeit verdienen. Deshalb sollte dein Thema für deine Kund*innen nützlich sein.

Und wenn du dann noch mit deinem Thema deine eigene Geschichte erzählen kannst – und zwar auf eine Weise, die deine potenziellen Auftraggeber*innen anspricht und mitnimmt, dann hast du dein TOP-Personenmarken-Thema gefunden.

Wenn du jetzt denkst: Ja, ich will meinen roten Faden entdecken, mich dazu passend klar positionieren und dann vielleicht auch Schritt für Schritt eine Personenmarke aufbauen, dann hier noch einmal die Erinnerung.

Du bist herzlich eingeladen, das in der der Portfolio-Akademie zu machen. Denn gemeinsam geht einfach mal alles so viel leichter – und macht mehr Spaß!

Die Warteliste und weitere Infos dazu findest du unter www.diegutemappe.de/pa.
 

Deshalb jetzt mal die Frage an dich:

Wenn du auf dein Leben schaust: Gibt es Themen oder Fragestellungen, die dich schon lange und auch außerhalb deines Berufsalltags begleiten?

Was haben diese Themen mit dir zu tun? Welche Rolle spielen diese Themen in deiner eigenen Geschichte? Und wie könnten deine Kund*innen von deiner Geschichte und deinem Thema profitieren? Also: Was ist dein TOP-Personenmarken-Thema?

Ich bin gespannt, was du mit diesen Fragen für dich herausfindest. Teile deine Gedanken gerne auf Instagram unter @diegutemappe oder auf LinkedIn. Dort findest du mich unter Dr. Franziska Walther.

Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe,
wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,

bis dahin, Franziska
 

Du willst Danke sagen?

Wenn du hier im Portfolio-Podcast schon einmal etwas Nützliches mitnehmen konntest, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast ein paar Sterne schenkst, auf Apple Podcast eine Rezension schreibst oder – am allerbesten – den Podcast weiter empfiehlst. Dann unterstützt du damit deine Freund*innen – und den Podcast. Danke dafür.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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