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In den letzten Wochen gesellte sich plötzlich einen seltenen Gast an meinem Schreibtisch, den ich in Aufträgen lange vermisst hatte. Diese reine, echte Freude am Machen. Nicht für ein Projekt. Nicht für Instagram. Einfach so – weil es sich gut anfühlt.
Und das hat mich ehrlich gesagt überrascht.
So wie du wahrscheinlich auch habe ich mich für meinen kreativen Beruf entschieden, weil ich Freude daran habe, zu gestalten, zu zeichnen, Ideen zum Leben zu bringen.
Aber dann kommt der Alltag.
Und der besteht zu großen Teilen aus Dingen, die mit dieser ursprünglichen Freude nicht mehr viel zu tun haben – Buchhaltung, Korrekturschleifen, Akquise, Marketing, Kund*innenkommunikation.
Wenn du manchmal das Gefühl hast, deine Freude wäre irgendwo zwischen all diesen To-dos verloren gegangen – dann ist diese Folge für dich.
Wir sprechen heute darüber, warum »Follow your Passion« ein schöner, aber auch gefährlicher Leitsatz ist.
Du erfährst, warum es zwei Arten von Freude gibt – und wie du lernst, sie auseinanderzuhalten – und warum diese Unterscheidung für deinen Erfolg wirklich wichtig ist.
Und ich teile drei Strategien mit dir, die mir helfen, die Freude am Kreativsein wieder wachsen zu lassen. Auch – und gerade – an den Tagen, die nach allem klingen, nur nicht nach Berufung.
Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
Warum hast du dich denn entschieden, Illustrator*in bzw. Designer*in werden zu wollen. Kannst du dich noch erinnern?
Die Frage ist: Warum ist es für dich interessanter, als Illustrator*in oder Designer*in zu arbeiten anstatt als … sagen wir mal … Tierärzt*in? Oder in einem Steuerberatungsbüro? Oder im Bereich Wirtschaftspsychologie? Ist ja auch spannend.
Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass ein wichtiger Grund für deine Entscheidung zu einem kreativen Beruf war, dass du Freude am »Kreativsein« hast. Du hast zum Beispiel Freude am Konzipieren, am Gestalten, am Zeichnen, am Fotografieren und/oder am Schreiben.
Es ist also die Freude am kreativen Ausdruck, die oft dafür sorgt, dass Menschen einen kreativen Beruf ergreifen. Gut so. Freude ist ein guter Kompass.
Bei mir war das auch so.
Ich selbst habe mich ja erst mit 26 entschieden, meine Leidenschaft für Design und Illustration zum Beruf zu machen.
Davor hab ich Architektur studiert. Mit 18 hatte ich mich bewusst gegen die Leidenschaft und für das Architekturstudium entschieden.
Ich kann mich erinnern, dass ich damals dachte, dass ich mir meine Freude am Zeichnen und Malen nicht damit kaputt machen wollte, indem ich damit Geld verdienen muss. Und Architektur erschien mir ein guter Kompromiss zu sein.
Als ich dann mit Mitte Zwanzig und das erste Mal in einem Architekturbüro gearbeitet habe … ich war damals für knapp ein Jahr in China, in Shanghai … da musste ich mir eingestehen, dass ich jede Gelegenheit genutzt habe, nicht Architektur zu machen.
In Shanghai habe ich jedes Mal die Hand gehoben, wenn es darum ging, die gestalterischen Aufgaben zu übernehmen. Wer erstellt das Buch zum Projekt? Ich, ich, ich! Wer gestaltet die Visualisierungen und die Pläne, die wir für die Präsentation brauchen? Ich will das machen.
Die eigentliche Architektur-Arbeit, also das Planen von Gebäuden – davor habe ich mich immer gedrückt.
Mit dieser Beobachtung fiel mir damals auf einmal auch auf, dass ich in meinem gesamten Architekturstudium in den meisten Projekten einen Weg gefunden hatte, kein Gebäude planen zu müssen.
Ich hatte mit Freunden ein Stadtplanungsspiel entwickelt, eine Plakat-Kampagne gegen Leerstand in Städten konzipiert, ein Tourismus-Konzept mit Seilbahn erarbeitet und einen Film gemacht.
Als ich dann, mit 26, endlich ehrlich zu mir war und mir eingestanden habe, dass ich keine Architektin sein wollte – sondern sooo viel lieber Designerin und Illustratorin, war ich unglaublich erleichtert. Und sehr dankbar für diese Entscheidung.
Denn ich bekam eine zweite Chance und bin noch einmal zurück an die Uni gegangen, um endlich das zu studieren, was ich eigentlich die ganze Zeit studieren wollte: Visuelle Kommunikation.
In Filmen ist hier das Happy End. Die Protagonistin hat aus ihren Fehlern gelernt, hat eine Entscheidung getroffen, ihr Leben umgekrempelt und lebt jetzt happily ever after … glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Die Berufsrealität ist aber kein Hollywood-Blockbuster. Und hier zeigt sich schnell, dass das »happily ever after« auch schnell mal verloren geht.
Oder anders gesagt: Die Freude und das Glück verändern im Berufsalltag ihre Form. Sie werden leiser, pragmatischer, unaufgeregter.
Das ist mir in den letzten Wochen aufgefallen: es gibt diese zwei Typen von Freude im kreativen Schaffensprozess.
Im April habe ich angefangen, die ersten Doppelseiten meines aktuellen Buchprojektes zu kolorieren. Wenn du den Portfolio-Podcast schon länger hörst, wirst du wissen, dass es sich hier um das das Ponybuch handelt: eine Graphic Novel, die 2027 erscheinen wird.
Das Stresslevel ist hier gerade niedrig. Denn: Ja, ich habe einen tollen Verlag gefunden. Ja, der Buchvertrag ist unterschrieben.
Und ja, der Abgabetermin ist noch ganz weit weg, denn wie gesagt: Das Buch erscheint erst im Herbst 2027. Auch ist das Storyboard so gut wie fertig, die Geschichte steht. Es gilt jetzt also »nur noch«, die 144 Seiten fertig zu machen.
Vor dem Start des Kolorieren habe ich mich allerdings wieder einige Wochen lang gedrückt, denn beim Kolorieren eines Buches gilt es ja, wichtige Entscheidungen zu treffen.
Welche Farbpalette nutze ich? Wie detailliert zeichne ich dir Figuren? Welche Bildsprache nutze ich diesmal? Wie sehen zum Beispiel Kiefern im Winterwald in meinem Buch aus?
Das Treffen dieser Entscheidungen erzeugt bei mir schnell Stress und deshalb hab ich das erst einmal schön vor mich hinprokrastiniert.
Um mir selbst zu helfen, in die Puschen zu kommen, habe ich mich deshalb vor ein paar Wochen ausgetrickst und einen Termin mit meiner Lektorin vereinbart – und siehe da, auf einmal waren zwei Doppelseiten koloriert.
Seitdem geht es mir gut. Ich zeichne und koloriere fröhlich vor mich hin – eine Seite nach der anderen. Siebeneinhalb Seiten sind schon geschafft.
Und letzte Woche fiel mir was auf. Ich habe mit dem Pony-Buch gerade eine Art von Freude an der Arbeit, die ich so in der Form lange in Aufträgen nicht mehr gespürt habe.
Da hab ich mich gefragt, warum?
In Auftragsarbeiten habe ich in den meisten Fällen einen sportlichen Zeitplan. Da ist eigentlich immer Zeitdruck da.
Auch, weil ich oft ganz bewusst entscheide, erst dann mit dem Auftrag zu beginnen, wenn ich nur noch die Zeit zur Verfügung habe, die ich im KV kalkuliert habe.
Das ist meine eingebaute Wirtschaftlicheitssicherung, damit ich nicht aus Versehen mehr Stunden am Auftrag arbeite als ich bezahlt bekomme.
Ich beginne also nicht schon drei Wochen vorher. Und arrangiere mich aus wirtschaftlichen Gründen lieber mit einem sportlichen Zeitplan.
Beim Pony-Buch ist die Situation gerade ganz anders. Ich habe noch zwei Jahre Zeit – und es ist überhaupt kein Druck da.
Und ich habe gerade ganz viel gestalterische Freiheit. Mein Verlag lässt mich machen. Normalerweise quatschen ja viele Menschen in einen Buch mit rein, die wenig Ahnung vom Bücher machen haben: Vertriebspersonen, das Marketing oder die Verlagsvertreter*innen. Das wird schnell stressig.
Mit dem Pony-Buch ist das gerade alles anders. Ich bin hier aktuell in der sehr ungewöhnlichen und priviligierten Situation, dass ich gerade ohne Druck, ohne Stress und ohne viel Input von Außen daran arbeiten kann.
Und jetzt, wo der Stress ausnahmsweise mal abwesend ist, hat sich auf einmal wieder jemand zu mir an den Schreibtisch gesellt. Ein Gast, der viel seltener vorbeikommt als ich gern hätte: die intrinsische Freude!
Ich habe gerade viel Freude daran, am Pony-Buch zu arbeiten. So sehr, dass ich mich die ganze Woche über auf Freitag und Samstag freue, denn das sind aktuell meine Haupt-Pony-Buch-Tage. Ich beobachte mich gerade dabei, wie ich jede freie Minute am Pony-Buch arbeiten möchte.
Warum erzähle ich dir das? Weil mir wieder einmal bewusst geworden ist, was für ein seltener Gast diese Art von Freude im Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit ist.
Natürlich hab ich auch an Aufträgen Freude. Auch mein Marketing und meine Akquiseaktionen machen Spaß. Ich bin dankbar für die Selbstbestimmung, die meine Selbstständigkeit für mich erzeugt. Ich freue mich, wenn meine Arbeit etwas Positives in der Welt bewirkt.
Und selbst meine Buchhaltung mache ich eigentlich ganz gerne, denn danach fühle ich mich innerlich immer so schön aufgeräumt – und es fühlt sich toll an, Schwarz auf Weiß zu sehen, was ich alles wirtschaftlich geschafft habe.
Aber diese Pony-Buch-Freude ist etwas anderes – und etwas besonderes. Sie ist anders als die Berufsalltags-Ergebnisfreude.
Es ist die gleiche Freude, die dafür gesorgt hat, dass ich unbedingt Design studieren wollte: die reine Freude am machen und am Prozess.
Wie wahrscheinliche viele andere Menschen habe ich damals mit 26 Jahren gedacht, dass wenn ich das, was mir Freude macht, das Illustrieren und Gestalten und Konzipieren, zu meinem Beruf mache, ich automatisch mehr Freude haben werde in meinen beruflichen Alltag.
Im Vergleich zu meiner Arbeit im Architekturbüro kann ich ganz klar sagen: ja, das stimmt auch.
Aber mit dem beruflichen Alltag einer Selbstständigkeit kommen eben auch Verantwortlichkeiten, Deadlines, wirtschaftliche Notwendigkeiten, Akquise, Buchhaltung, Honorarverhandlungen und Korrekturschleifen.
Diese Aufgaben erzeugen Druck: Zeitdruck, Leistungsdruck, Druck, der mit der Erwartungshaltungen daherkommt und der Druck, aushalten zu müssen, wenn die Erwartungen sich ggf. auch nicht erfüllen.
Wenn du deine Freude zum Beruf machst, wird auch nicht jeder Auftrag ein Traumjob sein. Ganz im Gegenteil.
Viele Aufträge sind so aufregend wie Mischbrot. Nämlich gar nicht. Deshalb heißen sie auch Brotjobs. Die sind wichtig, um mit der kreativen Arbeit den Lebensunterhalt zu verdienen.
Aber sie sind eben auch genau das. Ein Job. Arbeit.
Es wird heute ja oft versprochen, dass, wenn man der Freude folgt und einen Beruf wählt, in dem man seine Leidenschaft ausleben kann … ganz gemäß »Follow your Passion« … das man dann Erfüllung im Beruf findet.
Jeden Tag Rainbows and Butterflies, Sonnenschein und Freude, und wenn sie nicht gestorben sind, dann arbeiten sie noch heute mit ganz viel Freude und Spaß.
Aber die Berufsrealität sieht oft anders aus. Erfüllung und Freude werden da sein. Klar. Aber viel weniger als man gerne hätte. Es wird sich recht oft wie Arbeit anfühlen. Weil es das ist.
Der Ratschlag »Follow your Passion« hilft dir vielleicht, deine Berufung zu finden. Aber er hilft dir nicht dabei, die alltäglichen Herausforderungen einer kreativen Selbstständigkeit zu meistern UND dabei deine intrinsische Freude zu kultivieren.
Ganz im Gegenteil: Der Ratschlag »Follow your Passion« suggeriert sogar zwei gefährliche Botschaften.
Erstens, dass sich eine erfolgreiche Selbstständigkeit durch ein kontinuierliches Feuerwerk aus Erfüllung, Freude und Leidenschaft auszeichnet. Und nein. Das ist nicht so.
Wenn du mit dieser unrealistischen Erwartungshaltung auf deine Selbstständigkeit schaust, wirst du ständig das Gefühl haben, etwas falsch zu machen – obwohl du eigentlich vieles richtig machst.
Die zweite gefährliche Botschaft ist, dass Leidenschaft alles ist, was es braucht, um erfolgreich in der Kreativwirtschaft selbstständig zu sein.
Das sehe ich ganz anders. Denn Leidenschaft für gute Gestaltung ist das, was die meisten Illustrator*innen und Designer*innen haben. Wenn das das entscheidende Kriterium wäre, wären die meisten Illustrator*innen und Designer*innen erfolgreich. Die Realität sieht aber ganz anders aus.
Das liegt daran, dass Leidenschaft wenig dabei hilft, eine Selbstständigkeitkeit auf erfolgreiche, also wirtschaftlich stabile Beine zu stellen. Da sind ein gesunder Pragmatismus, Branchenwissen und eine wirtschaftlich sinnvolle Positionierung so viel hilfreicher als Leidenschaft.
Natürlich soll für deine Freude auch Raum da sein – und wie du dir diesen Raum schaffst, dazu kommen wir gleich. Aber vorher eine kurze Randnotiz in eigener Sache.
In Vorbereitung auf eine Podcast-Folge zum Akquise-Nutzen von Instagram, LinkedIn und Co möchte ich dich heute um einen Gefallen bitten.
Könntest du bitte an meiner Umfrage teilnehmen und damit teilen, was dir die sozialen Netzwerke für deine Akquise aktuell bringen? Das Beantworten der Fragen dauert nur ein paar Minuten.
Die Ergebnisse teile ich dann in einer kommenden Podcast-Folge – so dass das Ergebnis dir und allen anderen Zuhörenden hilft, besser einschätzen können, bei welchen Plattformen es sich lohnt, Arbeit und Zeit zu investieren – und wo die Aufträge warten.
Die Umfrage findest du unter www.diegutemappe.de/umfrage. Den Link findest du auch in den Shownotes.
Ok. Lass uns jetzt mal schauen, wie du deiner inneren, intrinsischen Freude Raum gibst und diese wachsen lässt.
Denn ja, ich merke gerade mit dem Pony-Buch, wie schön das ist, wieder diese junge, frische Freude von früher mit am Schreibtisch sitzen zu haben.
Ich glaube auch, dass diese Freude meine Arbeit besser macht – und dass es möglich ist, sich diese Freude im Berufsalltag auch zu erhalten.
Aber: Das passiert nicht automatisch. Dazu braucht es eine Portion Aufmerksamkeit und ein paar bewusste Entscheidungen.
Dazu habe ich dir heute 3 Strategien mitgebracht, die dir genau dabei helfen.
Mach es dir zu Routine, dich regelmäßig, bestenfalls täglich, zweckfrei und ohne Erwartungshaltung an das Ergebnis künstlerisch auszudrücken.
Das bedeutet, dass du dir einen Rahmen schaffst, in dem du ohne Druck experimentieren und ausprobieren und einfach mal nur machen darfst. Das bedeutet: Es darf also keine Auftragsarbeit sein, denn diese ist immer an einen Zweck und an ein Ergebnis gebunden.
Achte auch darauf, dass du diese Routine nur für dich machst. Achtung: Das bedeutet auch: Nicht zeigen! Zum Beispiel auf Instagram.
Denn die Bestätigung von Außen erzeugt den Druck, positives Feedback zu bekommen. Hast du positives Feedback bekommen, dann tritt schnell die Erwartungshaltung auf die Bühne, dass das nächste Mal wieder Bestätigung soll. Und dann wieder und wieder.
Das ist ja dieses typische Instagram-Phänomen: Die Anzahl an Likes und Reichweite wird nie reichen. Es wird nie genug sein. Du wirst immer mehr wollen.
Intrinsische Freude dagegen kommt aus dir selbst heraus. Sie ist auch da, wenn niemand dein Ergebnis sieht. Und wenn dich niemand anfeuert.
Übst du das, dann kommt auch die innere Freude von früher wieder öfters vorbei.
Ich selbst zeichne ja schon seit einigen Jahren Tagebuch – und erlaube mir hier – gerade weil diese Zeichnungen nicht für das Portfolio oder einen Auftrag gedacht sind – auch mal so richtig schnell und gern auch mal hässlich zu zeichnen.
Wenn du mehr dazu erfahren willst, hör gern mal in die Portfolio-Podcast-Folge »#42 | Täglich Zeichnen!!« rein, in der meine gute Freundin Tine Anas und ich über unsere »Hässliche Zeichnungen«-Routine sprechen.
Die »hässlichen« Tagebuchzeichnungen sind für mich eine gute Übung, besser darin zu werden, Fehler auszuhalten. Das fällt meiner inneren Perfektionistin nämlich sehr, sehr schwer. Aber regelmäßigs Training hilft hier.
Deshalb nutze ich einen großen fetten Tuschestift und ich mache keine Vorzeichnungen. Und ich vergurke meine Figuren auch regelmäßig. Macht aber nichts. Ist ja nur für mich und diese Zeichnungen sehen nur ganz wenige, ausgewählte Menschen. Wenn überhaupt.
Spielen zeichnet sich ja dadurch aus, dass man es zum Vergnügen, als Zeitvertreib und allein aus der Freude an der Sache macht. Beim Spielen kultivierst du also diese intrinsische, innere Prozessfreude, die dafür gesorgt hat, dass du einen kreativen Beruf gewählt hast.
Was für Kinder das einfachste der Welt ist, fällt vielen Erwachsenen allerdings sehr schwer.
Vielleicht fällt dir im ersten Moment erst einmal nichts ein, wie du Raum für Spielen in dein Leben holen kannst. In dem Fall mach gern mal eine Zeitreise in die Vergangenheit und überlege, welche Tätigkeiten dich als Kind schon glücklich gemacht haben.
Hast du vielleicht früher ganze Nachmittage gefüllt mit Basteln, mit Rätseln, mit Höhlen bauen oder mit Figuren aus Knete? Hast du gepuzzelt? Bist du in Bäume geklettert? Oder hast du Malblöcke mit Zeichnungen von Schuhen oder mit Collagen gefüllt?
Wie wäre es denn, wenn du dir eine halbe Stunde in der Woche Zeit nimmst, genau das wieder zu machen?
Und dann kommen wir schon zu Strategie #3.
Um deine innere Freude wiederzuentdecken, hilft es auch, etwas Neues zu lernen – und zwar ohne Leistungsdruck und Ergebnisfokus.
Am besten also etwas, was gar nichts mit deinem Beruf zu tun hat, sondern etwas, was du für dich machst. Weil du Lust darauf hast.
Ich hab zum Beispiel mit 35 mit klassischem Ballett angefangen. Ballett macht mir sehr viel Freude, auch wenn ich heute und nach 10 Jahren Ballett-Training wirklich, wirklich nicht gut darin bin. Und nie sein werde.
Weil ich einfach viel zu spät damit angefangen habe. Der Primaballerina-Zug ist schon vor 40 Jahren für mich abgefahren.
Trotzdem mache ich weiter – weil es mir Freude macht. Vielleicht sogar gerade deshalb: weil es hier um nichts geht – und sich deshalb selbst meine innere Perfektionistin mal ganz entspannt zurücklehnt.
Worauf hast du denn Lust? Willst du vielleicht Gitarre spielen? Oder eine neue Sprache lernen? Oder Basketball spielen? Oder Mützen stricken? Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Und ps: Heute kannst du fast alles auf YouTube lernen. Es geht also auch ohne Geldausgeben und Haus verlassen.
Wie geht es deiner inneren Freude? Braucht die vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit? Und wenn ja, welche der drei Strategien willst du heute mal ausprobieren?
Ich bin gespannt, was du mit diesen Fragen für dich herausfindest. Teile deine Gedanken gerne auf Instagram unter @diegutemappe oder auf LinkedIn und Bluesky. Dort findest du mich unter Dr. Franziska Walther.
Nicht vergessen: Bitte nimm an der Umfrage teil, damit wir auf aussagekräftige Zahlen schauen können. Die Umfrage findest du unter www.diegutemappe.de/umfrage. Ein großes Dankeschön an alle, die teilnehmen.
Ein großes Dankeschön an alle, die den Podcast schon mit ihren Freund*innen und Kolleg*innen geteilt haben oder dem Podcast eine Bewertung oder 5 Sterne geschenkt haben – ihr seid toll. Eure Unterstützung bedeutet mir sehr viel – und sie hilft dem Podcast sehr.
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe,
wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
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Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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