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Repräsentanz – das Zauberwort, bei dem die Augen vieler Kreativer zu leuchten beginnen. Endlich jemand, der die Aufträge ranschafft, während ich mich aufs Kreative konzentriere.
Klingt wie das Paradies, oder?
Luka dachte genauso. Nach 15 Jahren als selbstständige Grafikdesignerin schreibt sie mir: »Ich möchte mich neu orientieren und meine Akquise optimieren. Und dabei hätte ich gern Unterstützung.
Aber: Wäre eine Repräsentanz nicht sinnvoller als Mentoring? Dann könnte ich mich endlich nur um die kreative Arbeit kümmern.«
Hier ist die unbequeme Wahrheit: Dieser Traum ist ein Mythos. Repräsentanzen sind kein Akquise-Allheilmittel – schon gar nicht, wenn du dich neu orientieren willst.
Heute erfährst du, was wirklich passiert, wenn du zu einer Repräsentanz gehst. Warum viele Kreative mit Repräsentanz trotzdem noch eigene Akquise machen müssen. Und vor allem erfährst du auch, welche Alternativen bei einer Neuorientierung tatsächlich funktionieren.
Denn: Heute räume ich mit dem Repräsentanz-Mythos auf. Nicht, weil ich gegen Agenturen bin – Repräsentanzen haben ihre Berechtigung und es gibt viele, die einen guten Job machen – sondern weil ich dir wirksame Alternativen zeigen will, die bei einer Neuorientierung wirklich helfen.
Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst – und wie du gleichzeitig dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt – auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.
Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
Ich lese dir Lukas Email mal vor. Luka schreibt:
»Ich bin seit 2009 selbstständige Grafikdesignerin und bin durch deinen Podcast auf die Idee gekommen, mir bei meiner Neuorientierung und Akquise-Vorbereitung umfassende Unterstützung zu suchen, da es mir unglaublich schwer fällt und ich nicht die Freude an meinem kreativen Beruf verlieren möchte.
Mich würde eine Episode speziell zu dem Thema Mentoring interessieren.
Und ich habe folgende Fragen: Wie und wo kann ich passende, professionelle Mentor*innen finden? Was kann so ein Mentoring-Programm? Was würde so etwas kosten?
Und wann macht eine Repräsentanz mehr Sinn, also eine Agentur, die sich um alles kümmert, so daß man sich auf die kreative Arbeit an sich konzentrieren kann.«
(Luka heißt eigentlich anders ... ich hab ihren Namen anonymisiert) Danke, Luka, für deine Fragen.
Ja, Neuorientierung im Berufsleben ist eine Herausforderung. Insbesondere, wenn man als soloselbstständige Person immer allein am Schreibtisch sitzt. Da passiert es schnell mal, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht – und sich orientierungslos fühlt. Und auch mal vom Weg abkommt, ohne es zu merken.
Aber gleichzeitig ist Neuorientierung auch unvermeidlich. Wenn du als Illustrator*in oder Designer*in selbstständig bist, wird es immer wieder Phasen in deinem Berufsleben geben, in denen sich deine Märkte verändern. Hier gilt es, flexibel auf den Wandel zu reagieren und selbstbestimmt zu adaptieren.
Das kann bedeuten, dass du deine Angebote anpasst oder alternativ neue Angebote entwickelst, um dir neue Märkte und Kund*innen zu erschließen. Manchmal braucht es aber auch nur neue Strategien, zum Beispiel andere Akquiseformen.
Und ja, aktuell ist die wirtschaftliche Situation für Kreative schwierig. Aber – das habe ich ja auch schon in der letzten Podcast-Folge gesagt – ich glaube, dass die Veränderungen durch KI hier nur eine kleine Rolle spielen.
Ja, es gibt Märkte, die durch generative KI-Tools komplett eingebrochen sind, so zum Beispiel Layout-Illustrationen im Bereich Werbung.
Aber es gibt immer noch genügend Kund*innen, die eine individuelle Lösung wollen oder die bei Designproblemen betreut werden wollen anstatt es mit KI mehr schlecht als recht selbst zu machen.
Das, was viele Kreative gerade spüren, ist die wirtschaftliche Rezession, in der wir gerade stecken.
In Deutschland hat ja gerade das Statistische Bundesamt die Wirtschaftszahlen der letzten Jahre korrigiert – und dabei festgestellt, dass Deutschland im Jahr 2023 und 2024 die längste Rezession seit dem zweiten Weltkrieg erlebt hat. (Quelle Telepolis)
Ich kenne viele Kreative, die in den letzten Jahren so gut wie keine Akquise machen mussten. Die Aufträge kamen von alleine – weil das Netzwerk stark war und ein Auftrag zum nächsten führte.
Und viele von denen merken aber in letzter Zeit, dass das so nicht mehr funktioniert. Denn ja, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es oft notwendig, zielgerichtet aktiv zu werden und strategisch Akquise zu machen.
Wenn es der Wirtschaft nicht gut geht, dann werden die Budgets oft kleiner, die Auftragsvergaben kommen mit mehr Bedenken und Abwägungen daher und Projekte werden auch erst mal vertagt. Weil niemand so richtig weiß, was die Zukunft bringt und alle auf Nummer Sicher gehen.
In so einem Fall hilft es, mit einer ehrlichen, pragmatischen und wirtschaftlichen Brille auf die eigene Selbstständigkeit zu schauen – und sich bewusst zu positionieren – bestenfalls auf Märkten, auf denen deine kreative Arbeit ein dringliches oder wichtiges Problem löst.
Wie gesagt: So eine Neuorientierung kann sich schnell überwältigend anfühlen. Denn es kostet Mut, neue Wege zu beschreiten und sich aus der Komfortzone zu bewegen.
Und ja, so eine Neuorientierung dauert auch meist länger, als wir gern hätten.
Oft ist es auch nötig, etwas Neues zu lernen: neue Strategien, Tools und/oder Fähigkeiten.
Damit dir dabei nicht die Puste ausgeht, kann es auch helfen, eine Prozessbegleitung zu haben, also eine Person oder eine Gruppe von Menschen, die anfeuert, Feedback gibt und mitzieht.
Denn unser Umfeld bestimmt ganz ursächlich mit, was wir tun und wie wir reagieren – und wer wir dadurch werden.
Verbringst du viel Zeit mit Pessimist*innen, ist es deutlich schwerer, optimistisch deinen Weg zu gehen. Umgibst du dich dagegen mit Menschen, die schon dort sind, wo du hin willst, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass du dort auch ankommst.
Denn es gibt einen Weg, dem du folgen kannst und du kennst Menschen, die diesen Weg schon gegangen sind. Das hilft dir dabei, daran zu glauben, dass dieser Weg machbar ist.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du über das Umfeld deine Zukunft mitgestalten kannst.
Doch ein inspirierendes Umfeld entsteht in den meisten Fällen nicht von allein. Deshalb möchte ich dir heute verschiedene Möglichkeiten vorstellen, wie du Unterstützung findest, um über deine eigenen Grenzen hinaus zu wachsen.
Wir sprechen deshalb heute über verschiedene Möglichkeit, mit denen du in Form von Mentoring bzw. Coaching Support bekommst. Und ich stelle dir dabei kostenlose und kostenpflichtige Optionen vor.
Zu allererst möchte ich allerdings den rosa Elefanten ansprechen, der mit Lukas Frage, ob eine Repräsentanz nicht sinnvoller sein könnte, in den Raum getreten ist.
Eine Repräsentanz klingt in den Ohren vieler Kreativer als die Lösung für alle Akquise-Probleme. Ist es aber in den meisten Fällen nicht.
Versteh’ mich nicht falsch. Repräsentanzen haben ihre Berechtigung. Bestimmte Jobs wirst du nur mit einer Repräsentanz bekommen, weil die Agenturen, die die Jobs vergeben nur mit Repräsentanzen zusammen arbeiten.
Aber die positiven Impulse für eine Neuorientierung wirst du da mit großer Wahrscheinlichkeit nicht finden. Aus einem einfachen Grund: Repräsentanzen wollen Geld verdienen.
Deshalb arbeiten sie mit Kreativen zusammen, die gut auf die aktuellen Märkte passen – und dementsprechend schon klar positioniert sind.
Den Job, dich bei einer Neuorientierung zu unterstützen, übernehmen sie in den meisten Fällen nicht. Dafür ist die Auswahl an gut aufgestellten Kreativen, die eine Agentur suchen, zu groß.
Aber ein Schritt nach dem anderen. Vielleicht fragst du dich ja gerade, was eine Repräsentanz ist. Das ist eine Agentur, die die Akquise, Vertragsverhandlung, Auftragsabwicklung und das Rechnungswesen für kreative Selbstständige übernimmt.
Dafür bekommen sie einen prozentuellen Anteil vom Honorar. Üblich sind hier 10 bis 40 Prozent.
Eine gute Repräsentanz verhandelt so gut, dass sie die Kommission bestenfalls mit reinverhandelt und du, wenn alles gut läuft, annähernd genauso viel Geld am Ende raus hast wie ohne Agentur. Bestenfalls sogar mehr.
Das hört sich schnell so an wie das Paradies. Man hat da jemanden, der holt die Aufträge ran, löscht die Feuer und führt die unangenehmen Gespräche über nicht bezahlte Rechnungen.
Und ich muss nichts weiter machen als meine kreative Arbeit, was ja eh das ist, was ich am allerliebsten mache.
Das klingt toll, oder? Ich leg meine Hand dafür ins Feuer, dass fast alle Menschen, die in der Illustration und im Design selbstständig sind, gern so eine Person mit im Boot hätten.
Aber ganz so rosig ist die Realität nicht. Für die meisten Kreativen, die von einer Repräsentanz vertreten werden, reichen die Jobs, die allein über die Repräsentanz reinkommen, nicht.
Deshalb ist es für die meisten Kreativen auch mit einer Repräsentanz notwendig, neben den Aufträgen über die Agentur auch eigene Aufträge mit eigener Akquise an Land zu ziehen.
Was bedeutet das? Das bedeutet, dass auch die Kreativen mit einer Agentur nicht an einem Positionierunsgprozess vorbeikommen, wenn sie sich umorientieren wollen.
Aber wenn Agent*innen also nicht die unterstützende Stimmen in einer Neupositionierung sein können, wer denn dann?
Denn es ist ja so: Wenn dein Berufsalltag wie der von den meisten kreativen Selbstständigen ist, dann verbringst du einen Großteil deiner Zeit alleine.
Dabei ist vor allem in Transformationsprozessen Austausch und konstruktives Feedback essenziell.
Das Gute ist: Es gibt viele Möglichkeit, sich als selbstständige Person in der Kreativwirtschaft Beratung, Orientierung und Unterstützung zu suchen: in Form von Mentoring bzw. Coaching.
Der Begriff Mentoring beschreibt dabei eher eine beziehungsorientierte, langfristige Zusammenarbeit, während in einem Coaching für einen fest definierten Zeitrahmen ein klares Ziel formuliert wird, das auf die Entwicklung spezifischer Fähigkeiten und Ziele ausgerichtet ist.
Beides hilft in einer Phase der Neuorientierung – und die Grenzen sind oft fließend.
Beide Begriffe – Mentoring und Coaching – kommen eigentlich aus der Personalentwicklung und werden in Unternehmen eingesetzt.
Beim Mentoring unterstützt eine ältere Person mit beruflicher Erfahrung eine unerfahrenere Person. Hier findet ein Wissens- und Erfahrungstransfer statt, der allerdings nicht zwingend eine Einbahnstraße sein muss.
Mentor*innen vermitteln auch ihre Kontakte an unerfahrene Kolleg*innen und führen sie so in Netzwerke ein. So wächst über die Zeit ein starkes Netzwerk, von dem alle profitieren.
Dabei gibt es drei verschiedene Formen von Mentoring- bzw. Coaching-Optionen, die für Soloselbstständige in der Kreativwirtschaft relevant sind.
Einmal gibt es strukturierte Programme, die ein Framework mitbringen, in dem das Mentoring oder Coaching stattfindet. Das bedeutet, es gibt feste Termine, einen spezifischen Ablauf und bestimmte Formate, über die die Beratung und der Support gegeben werden.
Hier gibt es kostenlose und kostenpflichtige Angebote.
Ein Beispiel für ein kostenloses Programm ist das Mentoring-Programm des Projektbüros »Frauen in Kultur & Medien« des Deutschen Kulturrates.
Ein Beispiel für ein kostenpflichtiges strukturiertes Professionalisierung-Programm ist mein Live-Gruppen-Programm: die Portfolio-Akademie.
Hier eine kurze Randnotiz in eigener Sache:
Einladung in die Portfolio-Akademie
Wenn du dich auch beruflich neu orientieren oder umpositionieren möchtest, dann überleg doch mal, in die Portfolio-Akademie zu kommen.
Die Portfolio-Akademie ist mein 14-wöchiges Live-Gruppenprogramm für Illustrator*innen und Designer*innen und darin positionierst du dich – das bedeutet, dass du für ausgewählte Angebote eine klare Akquisestrategie entwickelst, damit du mit diesen Angeboten die Kund*innen erreichst, die das Angebot auch brauchen.
Aber in der Portfolio-Akademie kannst du dich eben auch austauschen mit anderen Kreativen, die so wie du erfolgreich Akquise machen wollen – ohne sich zu verbiegen oder ohne ihre kreative Seele zu verlieren.
Die nächste Portfolio-Akademie startet am 8. September 2025 (ich hab die letzten paar Male immer 9. September gesagt, aber es geht am 8. September los).
Du kannst dich jetzt schon unverbindlich und für 0,00 Euro auf eine Warteliste eintragen, auf der schon knapp 270 Menschen mit den Hufen scharren, weil es bald losgeht.
Weitere Infos dazu findest du unter www.diegutemappe.de/pa.
Ende Randnotiz, weiter geht’s.
Neben den strukturierten Programmen gibt es Peer-to-Peer-Angebote, in denen sich Kolleg*innen mit vergleichbaren Erfahrungsniveau zusammen tun, um sich gegenseitig zu unterstützen.
Das kann über Coworking geschehen oder informelle Stammtische. Oder über Mastermind-Gruppen.
Das Mastermind-Konzept basiert auf Napoleon Hill, dem Urvater der Selbsthilfe-Literatur und dem Autoren des Longsellers »Think and Grow Rich« aus dem Jahr 1937.
In seinem Buch formulierte Hill die Prinzipien einer Mastermind-Gruppe, in der mindestens zwei Personen zusammenkommen, um lösungsorientiert und im konstruktiven Austausch ein konkretes Problem zu besprechen und Lösungen zu finden.
Der Schlüssel zum Erfolg solcher Arbeitsgruppen liegt – wie so oft – in der Kontinuität. Die Treffen sollten regelmäßig und in übersichtlichen Zeiträumen stattfinden. Sind die Abstände länger als einmal im Monat, ist es schwer, das Momentum in der Gruppe aufrecht zu erhalten.
Außerdem ist es sinnvoll, dass die Mitglieder der Gruppe ähnliche Ziele haben. Dabei ist es nicht zwingend notwendig, im gleichen Bereich zu arbeiten. Viel wichtiger ist das gleiche Level an Commitment.
Das Tolle an Peer-to-Peer-Gruppen ist, dass du diese selbst initiieren kannst. Du kannst selbst auf Kolleg*innen zugehen. Und dann kostet dich die Mastermind-Gruppe nur deine Zeit – und ist kostenlos.
Alternativ gibt es auch kostenpflichtige Angebote. Wenn du in der Portfolio-Akademie mitmachst, gibt es da die Möglichkeit, dich am Ende des Prozesses für eine Mastermind anzumelden. Diese läuft dann selbstorganisiert weiter, ist also vom Prinzip kostenlos, aber um rein zu kommen, hast du vorher das Geld für die Portfolio-Akademie investiert.
Aber das Ganze kommt mit einem großen Vorteil. In der Portfolio-Akademie sind Kolleg*innen mit den gleichen Zielen und einem ähnlichen Mindset.
Und ich gebe mir immer viel Mühe beim Zusammenstellen der Gruppen, damit diese durch einen thematischen Schwerpunkt zusammen gehalten werden. Damit die PAlies darin gemeinsam viel erreichen.
Zu guter Letzt gibt es noch das Format 1:1-Beratung, also ein Austausch zwischen zwei Menschen. Da drunter fällt das klassische Business-Coaching oder auch das Mentoring, wenn eine erfolgreiche Kolleg*in eine jüngere Person unter ihre Fittiche nimmt und fördert.
Ein Beispiel für ein kostenloses 1:1-Mentoring ist das Mentoring-Programm der Illustratoren Organisation.
Und ja klar, auch hier gibt es kostenpflichtige Angebote, vor allem im Bereich Business-Coaching.
Vielleicht fragst du dich jetzt, ob das wirklich was bringt …
Was Mentoring leisten kann ... mit dieser Frage beschäftigen sich auch viele wissenschaftliche Studien – und die zeigen: Mentoring und Coaching bringt was.
Aber natürlich ist es spannender, einen persönlichen Erfahrungsbericht zu höre. Und deshalb habe ich hier mal die Illustratorin Lissy Markmiller gefragt, wie das denn für sie war: denn sie war Mentee im Mentoring-Programm der Illustratoren Organisation.
Lissy sagt:
»Während Corona habe ich mich gefragt: Was willst du in diesem Leben noch umsetzen? Die Antwort war, ich will beruflich in Richtung Illustration gehen.Aber wie fängt man das an? Bei der Recherche bin ich über die Illustratoren Organisation gestolpert und die legten gerade ihr MentorInnen-Programm wieder neu auf.
Die wunderbare Heike Haas hat im Erstgespräch dann erstmal abgeklopft, welche Ausrichtung in Frage kommt. Sie so, willst du ins Kinderbuch? Ich so, nö. Sie so, okay, super, dafür haben wir nämlich gerade nicht so viele Mentor*innen.
Interessiert dich Editorial? Ich verknüpfe dich mit der großartigen Nadja Zinnecker. Das könnte super passen für dich.
Die Chemie hat gleich total gepasst und Nadja hat das Mentoring nach dem SMART-Prinzip strukturiert, sodass wir einen konkreten Fahrplan für das Programm hatten.
Das Thema Editorial hat meinen Neigungen auch sehr entsprochen.
Und doch nistete sich langsam ein anderer Gedanke ein. Irgendwann bin ich dann damit rausgerückt, daß ich ja eigentlich .. hüstel krächs ... phantasievolle Geschichten erzählen möchte. Geschöpfe entwickeln und ganze Welten, in denen die dann kleine Abenteuer erleben könnten.
Und ob ich damit nicht ins Kinderbuch passen könnte. Das war ja exakt der Bereich, den ich erst kategorisch ausgeschlossen hatte.
Nadja hat mich enorm ermuntert, die Idee ernst zu nehmen. Sie war auch die Erste, die mir von der Bologna-Kinderbuchmesse erzählt hat und mich mit ersten Illustrator*innen in diesem Bereich vernetzt hat.
Das Tolle am Mentoring ist ja, dass es eine Art Geburtshilfe ist für das, was von selber aus einem heraus will.
Bevor es mich also dahin rafft, will ich vorher noch ein Bilderbuch illustriert haben.
Die Zeichen stehen gut. Gerade habe ich meinen ersten Vertrag mit einem Verlag unterzeichnet und stecke schon knietief im Storyboard für ein charmantes Manuskript.«
Lissy hat es eben ja schon erwähnt: Damit durch Mentoring sichtbare Ergebnisse entstehen, müssen bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt sein.
Mentoring bringt bessere Ergebnisse, wenn das Programm einem klaren Prozess folgt und mit einer regelmäßigen Betreuung verbunden ist. Es braucht also einen verbindlichen Zeitplan und regelmäßige Treffen.
Auch zeigen Studien, dass langfristige Programme mehr bringen. Hier ist länger also wirklich mal besser. (Quelle)
Auch klar definierte Kommunikationswege (zum Beispiel wöchentliche Calls oder eine Online-Plattform für den Austausch) helfen, um dran zu bleiben.
Das bedeutet: Verbindlichkeit über einen längeren Zeitraum ist der Schlüssel zum Erfolg.
Und das ist eine Herausforderung in Transformationsprozessen, denn Wachstum und Neuorientierung bedeutet ja eben auch Veränderung.
Die ist anstrengend und unkomfortabel. Da sabotieren Menschen sich schnell mal selbst, um ganz flott wieder in die Komfortzone zu kommen. Indem sie einfach aufhören und nicht mehr zu den Terminen kommen.
Deshalb kann es sinnvoll sein, nicht nur guten Willen in das Mentoring zu investieren, sondern auch Geld.
Die Tatsache, dass du für deine berufliche Weiterentwicklung Geld bezahlst, mag im ersten Moment komisch klingen, birgt allerdings einen großen Vorteil.
Indem du in dieses Programm und damit in dich selbst investierst, wird es oftmals leichter, dranzubleiben. Es ist ein bisschen so wie im Fitnessstudio. Wenn du dafür bezahlst, gehst du auch hin.
Außerdem kommt mit der Investition in das eigene Unternehmen häufig auch mehr Verbindlichkeit für das eigene Vorhaben. Die finanzielle Verpflichtung hilft, sich selbst ernster zu nehmen. Und das ist eine gute Sache.
Hier habe ich noch einmal eine tolle Kollegin gefragt: Radunkel. Denn Radunkel hat Geld in die Hand genommen, um im Jahr 2021 an der Portfolio-Akademie teilzunehmen. Und das hat sie gesagt:
Radunkel sagt:
»Hallo Franzi, also eigentlich ist die Portfolio-Akademie mir damals in die Arme gelaufen. Es war Corona und ich war zu dem Zeitpunkt ziemlich aktiv auf der Suche nach Plattformen, die mir erklären, wie ich gute Portfolios mache.Und wie es der Zufall so will, ist die PA aufgeploppt. Ich habe mir dann damals das Buch bestellt und gesehen, dass es ein Seminar dazu gibt. Und dann weiß ich nur, ich habe das gebucht und habe dann gesehen, dass es so eine kleine Extra-Bonus-Coaching-Runde gibt.
Und ich glaube, das war wirklich das Beste, was ich gemacht habe. Denn daraus ist eine kleine Online-Community von sieben Frauen entstanden, die sich bis heute zu einem wöchentlichen Meeting regelmäßig trifft.
Und ich muss wirklich sagen, ich verdanke dieser kleinen Truppe einen sehr, sehr nachhaltigen Austausch. Und wir haben untereinander sogar wöchentlich Coworking-Treffen, denn manchmal wird man ja ziemlich schnell von der eigenen Disziplin überlistet. Deshalb sind solche Treffen für mich ziemlich essenziell.
Was ich neben meiner kleinen Illu-Community aber auch ganz klar mitgenommen habe, ist, dass ich jetzt weiß, wie ich an meine Traumkund*innen komme.
Und ich weiß aber auch, dass ich viel Geduld, Fleiß und Durchhaltevermögen brauche und mich jedes Jahr immer wieder neu reflektieren muss, um zu wissen, wo ich stehe und wo meine Reise hingehen soll.
Aber ich glaube, das Allerwichtigste, was ich aus dem Seminar mitnehme, ist, dass ich neben den wegweisenden Aussichten und all den Struggles nicht alleine bin.«
Oh, danke, Radunkel 🙂
Aber – das haben wir ja eben gehört – kostenlos geht auch.
Bei den kostenloses Varianten muss man sich oftmals einen Bewerbungsprozess stellen, denn diese werden zu großen Teilen über Förderungen oder Stipendien finanziert. Oder eben über Ehrenamt, wie im Beispiel der IO.
So. Hier mache ich mal einen Punkt. Wie ist das denn bei dir? Wünschst du dir auch Unterstützung, Orientierung oder vielleicht auch Feedback und Austausch?
Du wünschst dir vielleicht so einen Gandalf? Also eine Person, die den Weg durch die dunklen Tiefen von Moria kennt – und dir hilft, dich in deiner Selbstständigkeit neu zu orientieren?
Wenn ja, dann überlege, welche Kolleg*innen schon dort sind, wo du auch gern sein möchtest, und wie du dich mehr mit solchen Menschen umgeben kannst.
Dabei ist es empfehlenswert, Wege zu suchen, mit denen du ganz natürlich in ein inspirierendes Umfeld hineinwächst.
Indem du zum Beispiel einen Arbeitsplatz in einem Atelier mit etablierten Kolleg*innen anmietest – oder alternativ Angebote schaffst, die deine »Vorbilder« in dein Umfeld einladen (zum Beispiel über die Organisation eines Stammtisches).
Oder investiere in dich und deine Selbstständigkeit über ein kostenpflichtiges Programm.
Hier solltest du darauf achten, dass die Rahmenbedingungen stimmen.
So. Ich hoffe, das hilft dir, Luka, und auch dir, wenn du gerade zuhörst.
Wenn dir die heutige Folge einen wertvollen Impuls gegeben hat, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast eine positive Bewertung schenkst. Auf Apple Podcast geht das zum Beispiel oder auf Spotify oder YouTube. Das dauert 3 Sekunden und hilft dem Podcast wirklich sehr. Ganz herzlichen Dank dafür!
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe,
wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Du willst Danke sagen?
Wenn du hier im Portfolio-Podcast schon einmal etwas Nützliches mitnehmen konntest, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast ein paar Sterne schenkst, auf Apple Podcast eine Rezension schreibst oder – am allerbesten – den Podcast weiter empfiehlst. Dann unterstützt du damit deine Freund*innen – und den Podcast. Danke dafür.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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