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29. Januar 2026

Absagen im kreativen Business verarbeiten: Meine persönliche Strategie aus 20 Jahren Selbstständigkeit

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Wie ich mit Enttäuschung umgehe, Rückschläge konstruktiv nutze und daraus Klarheit für meine kreativen Projekte gewinne

 

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Absagen im kreativen Business gehören zur Selbstständigkeit dazu und trotzdem treffen sie oft tiefer, als wir erwarten. In dieser Podcast-Folge teile ich eine sehr persönliche Erfahrung mit einer aktuellen Absage für ein Herzensprojekt und zeige, warum Rückschläge auch nach 20 Jahren Selbstständigkeit nicht einfach verschwinden.

Du erfährst, wie ich Enttäuschung verarbeite, emotionalen Abstand gewinne und Absagen Schritt für Schritt konstruktiv nutze. Mit meiner »Wanderkarte durchs Tal der Tränen« führe ich dich durch konkrete Phasen, die helfen, Rückschläge realistisch einzuordnen, Klarheit zu finden und wieder ins Handeln zu kommen.

Diese Folge ist für Illustrator*innen und Designer*innen, die selbstständig sind und lernen möchten, mit Absagen souverän umzugehen – damit ihr kreatives Business langfristig wachsen kann.

In dieser Folge erfährst du unter anderem:

  • warum Absagen im kreativen Business auch mit Erfahrung wehtun
  • wie du Enttäuschung zulässt, statt sie wegzudrücken
  • konkrete Schritte, um emotionalen Abstand zu gewinnen
  • wie du Rückschläge konstruktiv für dein Projekt nutzt
  • warum »The Big Picture« hilft, dranzubleiben

 

Portfolio-Akademie: Klar positionieren und gezielt Akquise machen

 

Eine aktuelle Absage – und warum sie mich trotzdem tief getroffen hat

Diese Woche habe ich die zweite Absage in kurzer Zeit für ein Herzensprojekt bekommen. Und obwohl ich seit 20 Jahren selbstständig bin, hat sie mich richtig getroffen.

Viele glauben ja, dass Absagen mit wachsendem Erfolg weniger wehtun. Meiner Erfahrung stimmt das nicht!

In dieser Folge teile ich mit dir die Strategien, die mir helfen, Enttäuschung zu verarbeiten, schnellstmöglich emotional wieder klar zu werden – und aus einer Absage sogar neue Kraft und neue Ideen zu ziehen.

Du erfährst, wie du konstruktiv mit Absagen umgehst, ohne dich selbst infrage zu stellen, und warum du, wenn du das tust, erfolgreicher wirst.

Wenn du im kreativen Business unterwegs bist und du Angst vor Absagen hast, dann ist diese Folge für dich.
 

Herzlich willkommen im Portfolio-Podcast mit Dr. Franziska Walther

Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und wie du gleichzeitig dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt. Auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.
 

Warum Absagen auch mit Erfahrung im kreativen Business wehtun

Am Montag habe ich wie gesagt eine Absage zu meinem Ponybuch bekommen. Es ist schon die zweite Absage in kurzer Zeit zum gleichen Projekt.

In den 20 Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich schon sehr viele Absagen eingesammelt. Und auch einige tolle Zusagen bekommen.

Für das Ponybuch zum Beispiel habe ich ja schon einen großartigen Verlag gefunden und das Buch wird nächstes Jahr im Herbst das Licht der Welt erblicken.

Deshalb hat es mich überrascht, wie weh die Absage diese Woche getan hat.

Bei der ersten Absage vor ein paar Wochen hat es sich angefühlt wie eine Beule, die ich mir geholt habe. Plonk! Ok, kurz schütteln, weiter geht’s.

Die zweite Absage diese Woche hat sich angefühlt wie ein Fußball, der mir in den Bauch geschossen wurde. Die Absagen hatten sich sozusagen aufsummiert.

Gleichzeitig war ich auch überrascht, was für Gedanken die Email in mir ausgelöst hat. Ein Gewitter von irrationalen Gedanken kreiselte da auf einmal durch meinen Kopf.

Zu allererst der Klassiker: Imposter. Dass das jetzt bedeutet, dass ich eh nichts kann. Und dass die Zusagen davor Zufälle waren. Missverständnisse. Verwechslungen.

Dann kam Scham. Nicht gereicht zu haben. Und dabei gleichzeitig geglaubt zu haben, dass es reichen könnte.

Zu guter Letzt: Traurigkeit. Enttäuschung.

Glücklicherweise habe ich mir über die Jahre einige Tools erarbeitet, um mir in solchen Momenten zu helfen.
 

Warum Absagen alle Kolleg*innen betreffen

Und weil alle professionellen Kreativen, die ihre Arbeit aktiv sichtbar machen, mit Absagen zu tun haben, möchte ich heute mit dir meine Strategien teilen.

Damit sie dir das nächste Mal helfen, schnell wieder aus dem Tal der Tränen herauszumaschieren – und auch, um Enttäuschung und Schmerz zu normalisieren. Denn ja, das ist normal, das geht allen so.

Trotzdem merke ich immer wieder, wie vor allem Berufsanfänger*innen glauben, dass mit wachsendem Erfolg die Absagen weniger weh tun werden.

Dass sie weniger relevant werden, weniger Wirkung haben. Denn die erreichten Erfolge geben ja Bestätigung und kreieren Sicherheit.

Natürlich kann ich hier nur für mich selbst sprechen. Ja, klar. Es gibt Strategien, die helfen, einen emotionalen Abstand zur eigenen Arbeit aufzubauen, um das Herz zu beschützen.

Und auch ja: Diese anzuwenden wird mit Erfahrung und Erfolgen im Gepäck einfacher.

Aber die Erfahrung beschützt nicht davor, immer mal wieder überrascht zu werden vom Schmerz der Ablehnung.

Vielleicht passiert es nicht mehr so oft, aber es passiert. Und wenn der Schmerz dann da ist, dann tut der genauso weh wie am Anfang des Weges.
 

Warum kreative Arbeit besonders verletzlich macht

Dafür gibt es einen guten Grund: Wenn wir als Illustrator*innen und Designer*innen mit unserer Arbeit in die Welt hinausgehen, dann machen wir uns verletzlich.

An Design- und Illustrationsleistungen hängt so viel mehr dran als Handwerk und fachliche Expertise. Kreative Arbeit ist immer auch individueller Ausdruck und Persönlichkeit.

Ja, auch Menschen, die klassische Dienstleistungen anbieten, wie Steuerberatung, zahnärztliche Leistungen oder Coaching, bringen Herzblut und Leidenschaft für ihren Job mit.

Aber mit kreativer Arbeit teilen Menschen neben ihrem Herzblut und ihrer Leidenschaft auch ihre ganze Seele mit der Welt.

Wenn ich meine Seele mit der Welt teile und jemand anderes sagt dazu: »Nope! Interessiert mich nicht. Ich finde etwas anderes besser,« dann tut das schnell weh.

Es braucht wirklich viel Übung und manchmal auch etwas Zeit, um das nicht persönlich zu nehmen.

Denn in der kreativen Arbeit steckt dein Herz drin. Und deshalb erzeugen Absagen eben auch mal Herzschmerz.
 

Mein Herzensprojekt und warum Enttäuschung dort am stärksten spürbar ist

Spannend daran ist: Umso wichtiger mir etwas ist, desto schneller und mehr tut es auch weh.

Das Pony-Buch ist ja mein aktuelles Herzensprojekt. Es ist eine Geschichte über Vertrauen und warum Vertrauen immer ein Schritt ins Ungewisse ist.

Ich arbeite seit fast 10 Jahren an diesem Buch. Es ist durch viele verschiedene Phasen gegangen: vom Bilderbuch, zum Erstlesebuch und jetzt zur Coming-of-Age-Graphic Novel.

Über all diese Jahre ist mein Wunsch, diese Geschichte zu erzählen, nicht weggegangen.

Auch wenn ich manchmal zweifle und mich frage, ob in Zeiten von Donald Trump, Klimawandel und gesellschaftlicher Spaltung wirklich jemand eine Geschichte über ein Pferdemädchen braucht.

Mich daran zu erinnern, warum ich das Buch eigentlich machen will, ist einer der Schritte, die ich nutze, wenn ich im Tal der Tränen gerade nass regne.

Aber er ist nicht der erste.

Über die Jahre habe ich gemerkt, dass ich bei Enttäuschungen und Absagen durch eine Abfolge von Phasen gehe, die immer recht ähnlich ist.

Diesen Ablauf bewusst zu erkennen, hilft mir, weil ich weiß, was kommt. Und ich weiß auch, dass am Ende des Weges eine Belohnung wartet, sozusagen: Eine gute Sache, die durch Absagen ziemlich oft entsteht.

Deshalb stelle ich dir meine Phasen heute mal vor. Du hört zusagen heute: Franziskas Wanderkarte durch das Tal der Tränen.
 

Meine Wanderkarte durchs Tal der Tränen: So gehe ich mit Absagen um

 

Etappe #1: Gefühle fühlen und Enttäuschung zulassen

Wenn du im Tal der Tränen ankommst – es ist also gerade eine Absage bei dir ins Postfach reingeflattert – dann gilt es zu allererst, die unangenehmen Gefühle der Ablehnung zu fühlen.

Ja, das fühlt sich kacke an.

Aber: Das erstaunliche ist ja, dass sich Gefühle, wenn sie gefühlt werden, in den meisten Fällen nach kurzer Zeit verflüchtigen.

Physiologisch sind unsere Emotionen ja so gedacht:
Etwas passiert und eine Reaktion ist notwendig. Das Gefühl weist Mensch darauf hin. Mensch nimmt wahr. Reagiert. Die notwendige Reaktion passiert. Somit ist die Gefühlsaufgabe erfüllt. Gefühl darf gehen.
 

Wie fühlst du die Enttäuschung?

Das bedeutet, dass in dieser ersten Phase meine einzige Aufgabe ist, meine Enttäuschung zu spüren und zuzulassen.

Hier kann es helfen, die Gefühle zu benennen. Scham ist ok. Wut ist ok. Traurigkeit ist ok. Enttäuschung ist ok. Alles darf sein.

Und ja, für mich geht das üblicherweise leichter, wenn ich mich bewege.

Wenn ich wütend bin, dann stapfe ich wie ein wildgewordener Elefant durch den Wald. Wenn ich traurig bin, dann schlurfe ich durchs Unterholz und finde Trost, wenn ich ein Eichhörnchen treffe.

Aber auch Stillstand kann hilfreich sein. Zum Beispiel: Auf dem Fußboden liegen und die Zimmerdecke anstarren.

Dazu empfehle ich auch die Verwendung einer Kuscheldecke zum Drunterverstecken.

Das erzeugt ein warmes Höhlengefühl und das hilft, es mir in dieser Unbequemlichkeit der unangenehmen Gefühle so komfortabel wie möglich zu machen.
 

Wie du durch Hinhören deine Muster erkennst

Es kann auch spannend sein, genau hinzuhören. Was sagt die Scham? Die Wut oder die Enttäuschung?

Das ist optional, aber eine gute Möglichkeit, dich selbst und deine typischen Muster, Glaubenssätze und Coping-Mechanisms kennenzulernen.

Denn die Gedanken, die durch die Absage-Gefühle ausgelöst werden, sind oftmals immer wieder ähnliche Gedankenmuster. Das, was du hier hörst, wird dir also mit großer Wahrscheinlichkeit recht bekannt vorkommen.

Eine Sache, die sowohl beim Genau-Hinfühlen wie auch beim Hineinhören gut funktioniert, ist Schreiben.

Denn das »In-Worte-verpacken« ermöglicht einerseits, das Gefühlswirrwarr auseinander zu klamüsern und es schafft auch emotionalen Abstand, weil du es aus deinem Körper auf das Blatt Papier oder ins Text-Dokument transferierst.

Damit kommen wir schon zu Etappe #2.
 

Etappe #2: Schaffe emotionalen Abstand

Das Schreiben schafft emotionalen Abstand. Und nur damit, also mit emotionalen Abstand, ist es dir möglich, konstruktive Wege zu finden, mit der Enttäuschung umzugehen.

Manchmal reicht zum Abstand schaffen ein Spaziergang. An anderen Tagen braucht es mehrere Nächte drüber schlafen.

Außerdem: Ohne Etappe 1 keine Etappe 2. Wenn der emotionale Abstand sich nicht einstellen will, nimm dir mehr Zeit für den ersten Schritt.

Sei geduldig mir dir: Nimm dir wirklich Zeit fürs Fühlen. Wenn du den Prozess beschleunigen willst, dann schreibe deine Gefühle auf oder sprich mit einer guten Freundin.

Was ich gern mache: Ich nehme mir selbst eine Audio-Nachricht auf, in der ich erzähle, wie es mir geht. Und dann höre ich mir das danach an.

Das klingt seltsam, ist aber eine gute Möglichkeit, deine Gefühle wahr- und ernst zu nehmen und das kreiert über die Zeit emotionalen Abstand.

Wenn du jetzt langsam merkst, dass die unangenehmen Gefühle an Intensität verlieren, dann ist die Zeit reif für Etappe 3, in der du mit dem geschaffenen emotionalen Abstand auf die Situation schaust.
 

Etappe #3: Der Realitätscheck nach einer Absage

Hier schätzt du zu allererst die Gesamtsituation ein. Du könntest dich zum Beispiel fragen, ob deine Erwartungen realistisch waren.

Ich hab das auch gemacht: Und war erst einmal überrascht. Denn bei meiner Absage diese Woche darf ich ehrlich sagen, dass ich gute Gründe hatte, optimistisch zu sein.

Trotzdem kam die Absage. Das so anzuerkennen, hat mich entlastest. Denn zeitweilig und in Etappe 1 hab ich wirklich an meiner Zurechnungsfähigkeit gezweifelt.

Klar ändert das nichts an der Absage. Aber es hilft, meine Enttäuschung besser zu verstehen.
 

Checke, ob deine Gedanken wahr sind

Dann mach auch in deinem Kopf einen Realitätscheck: Frag dich also auch, ob das, was die Stimmen in deinem Kopf so sagen, wirklich wahr ist.

Bei mir zum Beispiel sagten die Stimmen: »So, Franziska! Die Absage beweist das ja. Die Idee zum Buch ist einfach nicht gut genug.«

Hmm … vielleicht, wer weiß. Aber eins ist klar – das ist kein Fakt, sondern eine Vermutung. Das ist ein Gedanke, der beschützen will vor weiterer Enttäuschung. Im Sinne von: Höre jetzt lieber auf, bevor du dir weitere Beulen holst.

Aber noch spannender ist die Angst dahinter. Denn wenn ich hier ehrlich bin, dann habe ich natürlich Angst, so viele Jahre in ein Buch gesteckt zu haben, das am Ende vielleicht niemanden interessieren wird.

Diese Angst ist menschlich. Aber erst wenn ich sie hier in Phase 3 offen vor mir ausgebreitet sehen kann, kann ich mich entscheiden, ob ich mich davon leiten lassen möchte. Oder eben nicht.

Und nein, möchte ich nicht. Die Angst, dass das Buch ein Flop wird, gehört zum Bücherschreiben dazu. Das ist eine gute Überleitung zu Etappe #4.

Denn wenn ich die ersten drei Phasen durchlaufe, lande ich so gut wie immer irgendwann bei einer Kernfrage. Deshalb heißt der nächste Schritt …
 

Etappe #4: The Big Picture sehen und Rückschläge einordnen

Ich hab es ja vorhin schon erwähnt. Gerade bei den Dingen, die uns besonders wichtig sind, schmerzen Absagen ja besonders doll.

Die Gefahr ist also groß, gerade bei den Herzensangelegenheiten den Schmerz lieber zu vermeiden. Aber das wäre so schade – und macht auf Dauer sehr traurig, weil die Dinge, die wirklich wichtig sind, nicht passieren.

Deshalb stelle ich mir hier in Phase 4 regelmäßig genau diese Frage: Warum ist mir das wichtig?

In meinem Fall steckt da ja die Frage drin, warum ich das Ponybuch mache. Warum will ich diese Geschichte denn so dringlich erzählen? Würde ich sie auch erzählen wollen, wenn niemand sie hören will?

So fühlt sich die Absage ja an: Als ob die Geschichte wenig Relevanz hat.

Und ja, ich glaube daran, dass meine Pony-Geschichte es wert ist, erzählt zu werden. Selbst, wenn am Ende nur 5 Leute andocken können, möchte ich sie erzählen.

Hier in dieser Phase betrachtest du also dieses eine Ereignis – die Absage – in einem größeren Kontext: the Big Picture. Das hilft, der Absage eine angemessene Bedeutung zuzuordnen.

Denn die Absage bedeutet nicht, dass Alls schlecht ist. Sie ist ein kleiner Stolperstein auf einem wichtigen Weg.

Damit können wir jetzt ins Handeln kommen. In Etappe #5.
 

Deine nachhaltige Positionierung in der Portfolio-Akademie

Aber bevor wir das machen, hier noch eine kurze Randnotiz in eigener Sache:

Wenn du jetzt denkst: Ja, das klingt sinnvoll. Aber ich kann gar nicht sagen, was mein Big Picture so konkret eigentlich ist, dann fühl dich ganz herzlich eingeladen in die Portfolio-Akademie.

Die Portfolio-Akademie ist mein 14-wöchige Live-Gruppen-Programm für Designer*innen und Illustrator*innen.

Und darin positionierst du dich nachhaltig, also sowohl künstlerisch wie auch wirtschaftlich. Das bedeutet auch, dass du deine Vision beschreibst, damit diese dann dein Kompass ist.

So kannst du ganz gezielt Akquise machen, damit du auch langfristig dort hinkommst, wo du hinwillst – dich nicht von kleinen Stolpersteinen abhalten lässt.
 

Die nächste Portfolio-Akademie startet am 2. März 2026 und du kannst dich jetzt schon unverbindlich und für 0 € auf eine Warteliste eintragen.

Und ja, es lohnt sich auf der Warteliste zu stehen, denn die letzten Male waren die 30 verfügbaren Plätze innerhalb weniger Tage vergeben.

Die unverbindliche Warteliste findest du auf der Seite www.diegutemappe.de/pa. P wie Portfolio und A wie Akademie. Hier kannst du dich anmelden.

So, Ende Randnotiz.


Weiter geht’s. Mit Etappe #5. Und dort kommen wir ins Handeln.
 

Etappe #5: Absagen konstruktiv für dein kreatives Business nutzen

Hier in fünften Phase geht es also darum, aktiv zu werden und die unangenehme Erfahrung der Absage konstruktiv für dich zu nutzen.

Das hat nichts mit Schönreden oder »Toxic Positivity« zu tun. Zumindest dann nicht, wenn du dich hier mutig und klar ausschließlich auf die Dinge fokussierst, die du ändern kann.

Als ich hier in Phase #5 angekommen bin, hab ich mich zum Beispiel gefragt, ob es sein könnte, dass die Jury nicht verstanden hat, dass das Thema des Buches relevant ist?

Vielleicht denken sie ja, dass das so ne typische Pferdemädchen-Story ist, von denen es schon genug gibt.

Diese Frage war für mich eine emotionale Gratwanderung, weil sie ja nah dran ist an meiner eigentlichen Angst, dass sich niemand für das Thema interessiert.

Aber die Frage, was ich ändern könnte, damit Menschen die Relevanz des Themas besser verstehen, hat mir auf einmal Handlungsoptionen gegeben.

Und hier wurde es spannend. Denn mit dieser Perspektive fiel mir auf einmal auf, dass ich eine wirklich ganz wichtige Sache in der Geschichte bis jetzt nicht erzählt habe.

Ich weiß: Das klingt total unglaubwürdig. Wahrscheinlich denkst du jetzt: Franziska, du arbeitest seit so vielen Jahren an diesem Buch und das ist dir bis jetzt nicht aufgefallen? Ja, ich weiß … verrückt … aber manche Sachen brauchen Zeit.

Das war mein großer Aha-Moment. Der leitet bequem über in die Etappe #6 der Wanderkarte durch das Tal der Tränen.
 

Etappe #6: Sinn in Enttäuschungen finden

Mir wurde durch den Aha-Moment auf einmal bewusst, dass diese zwei Absagen für mich ein wichtiger Impuls waren, das Buch und die Geschichte noch einmal mit offenen Augen ganz genau und kritisch, aber konstruktiv anzuschauen.

Und im Fall des Ponybuches war das genau das, was es gerade gebraucht hat.

Stell dir vor, mir wäre erst kurz vor Abgabe aufgefallen, dass da in der Mitte noch 5 Doppelseiten fehlen. Oder stell dir vor, es wäre mir gar nicht aufgefallen.

Die Enttäuschung der zwei Absagen hat so für mich auf einmal einen Sinn bekommen: mehr noch. Es ist, so schmerzhaft wie es war, sogar etwas Gutes dadurch entstanden.

Sinn hilft, Enttäuschungen besser zu integrieren. Das bestätigen auch Psycholog*innen, die in therapeutischen Settings genau das machen: Sie laden ihre Patient*innen ein, Sinn in der Enttäuschung zu suchen.

Damit könnten wir jetzt eine Schleife drum binden. Aber es gibt noch eine optionale Etappe, die dafür sorgt, dass du schneller wieder in eine emotionale Balance kommst.
 

Bonus-Etappe: Den Negativity Bias ausgleichen

Unser Gehirn neigt ja dazu, den negativen Dingen so viel mehr Bedeutung einzuräumen als den Positiven. Das liegt am sogenannten Negativity Bias, einer Überlebensstrategie des menschlichen Gehirns.

Durch den Negativity Bias neigt das menschliche Gehirn dazu, negative Sachen intensiver und länger wahrzunehmen als positive Dinge.

Denn Kritik ist zwar schmerzhaft, aber eben gleichzeitig auch eine große Motivation für Veränderung und Wachstum.

Dein Gehirn will also nur dein Bestes. Auch wenn es sich nicht so anfühlt. Aber wenn du das weißt, kannst du bewusst etwas dafür tun, dass es dir besser geht.

In der Psychologie wird empfohlen, sich für jede negative Nachricht mindestens 4 positive Ereignisse bewusst ins Gedächtnis zu rufen. So kannst du also aktiv wieder ein Gleichgewicht herstellen.

Das hab ich dann auch gemacht. Und beim Ponybuch hört sich das so an:

  • einen tollen Verlag, der das Buch gut und wichtig findet, habe ich schon
  • das Buch wird 2027 herauskommen
  • ich habe für das Buch schon einmal ein Stipendium bekommen
  • es macht mir Freude, wenn ich daran arbeite

 
Mit diesen 4 Positiv-Punkten habe ich mich also nicht nur mit letzter Kraft aus dem Tal der Tränen herausgerobbt, sondern konnte gleich noch auf den nächsten kleinen Hügel hochklettern.
 

Warum Absagen ein Teil von Wachstum und Erfolg im kreativen Business sind

Damit habe ich meinen Frieden mit den zwei Absagen gefunden. Klar, traurig bin ich immer noch. Aber ich kann ehrlich und ohne Groll sagen: Es ist ok.

Über die positive Entwicklung, die das Ganze für das Ponybuch mitgebracht hat, freu ich mich sogar – sehr.
 

Wie Positionierung hilft, langfristig mit Rückschlägen umzugehen

Die Erfahrung diese Woche war auch eine gute Erinnerung an etwas ganz wichtiges: Misserfolge und Absagen sind ein Teil des Weges, nicht das Ende.

Deshalb jetzt mal die Frage an dich:
Gibt es eine Erfahrung in deiner Vergangenheit, die sich im Moment total kacke angefühlt hat, aber jetzt, wenn du Jahre später zurückblickst, dann merkst du, dass gerade dadurch damals richtig viel positive Veränderung möglich war?

Ich hoffe, du findest beim Zurückschauen ganz viele solche Ereignisse. Denn das hilft, Absagen und Misserfolge anders zu bewerten: als etwas, was zum Erfolg integral dazu gehört.

Damit wünsche ich dir für heute alles Liebe.

Hier noch einmal die Erinnerung:
Schreib dich gern unverbindlich auf die Warteliste der Portfolio-Akademie ein, um zum Start alle Infos als Erstes zu bekommen. Hier kannst du dich anmelden.


Wir hören uns wieder nächste Woche. Ich freue mich auf dich.
Bis dahin, tschüss!

 Deine Franziska
 

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Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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