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12. Februar 2026

Akquise ohne Social Media: Wie Designer*innen und Illustrator*innen heute sichtbar bleiben

Kategorie:

Warum Instagram und Co für viele Kreative an Wirkung verlieren – und welche Alternativen funktionieren

 

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Sichtbarkeit fühlt sich für viele Designer*innen und Illustrator*innen gerade deutlich anstrengender an als noch vor ein paar Jahren. Nicht, weil die eigene Arbeit schlechter geworden ist – sondern weil Social Media voller wird. Mehr Content, mehr Tempo, mehr KI-generierter Lärm.

In dieser Podcast-Folge spreche ich darüber, warum Akquise über Instagram und Co für viele Kreative zunehmend an Wirkung verliert und wie Akquise auch ohne Social Media funktionieren kann. Es geht um eigene Bühnen, um Nähe statt Reichweite und um die Frage, wie du sichtbar bleibst, ohne lauter schreien zu müssen.

Der Beitrag richtet sich an solo-selbstständige Illustrator*innen und Designer*innen, die Kund*innen gewinnen wollen, die wirklich zu ihrer Arbeit passen – auch jenseits von Algorithmen.

In Folge #191 sprechen darüber:

  • warum Sichtbarkeit heute eine knappe Ressource ist
  • was KI-Slop mit Reichweite und Wahrnehmung macht
  • weshalb Akquise ohne Social Media nicht nur möglich, sondern oft sinnvoll ist
  • wie eigene Bühnen entstehen: jenseits von Instagram und Co
  • welche Rolle Netzwerk, Vertrauen und persönliche Beziehungen spielen
  • warum Reichweite nicht gleich Wirkung ist

 

Kostenloser Akquise-Workshop »Mut zur Brücke«

 

Warum Sichtbarkeit für Designer*innen gerade so anstrengend geworden ist

Sichtbarkeit fühlt sich gerade für viele Designer*innen und Illustrator*innen anstrengender an als je zuvor.

Nicht, weil dein Content schlecht ist – sondern weil die Plattformen voller werden.
Immer mehr Content. Immer mehr Tempo. Und immer öfter auch KI-Slop.

In dieser Folge spreche ich darüber, warum Social Media als Akquisekanal für viele Kreative an Wirkung verliert – und was du stattdessen tun kannst, um gesehen zu werden. Und das, ohne lauter zu schreien oder mehr zu posten.

Es geht um Akquise abseits der Algorithmen und Social Media, um eigene Bühnen und darum, wie echte Beziehungen entstehen, auch wenn Reichweite zur knappen Ressource wird.

Und wir sprechen auch über die Grenzen von Akquise ohne Social Media.
 

Herzlich willkommen im Portfolio-Podcast mit Dr. Franziska Walther

Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit gut zu dir passende Aufträge akquirierst und wie du gleichzeitig dafür sorgst, dass dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt. Auch mit dem ganzen Brimbamborium, den der Berufsalltag einer kreativen Selbstständigkeit so mit sich bringt.

Ich bin Franziska Walther und jetzt geht’s los.

Wenn du dich in den letzten Wochen auch gewundert hast, warum deine Posts in den sozialen Netzwerken trotz guter Inhalte weniger und vielleicht auch kaum gesehen wurden – es gibt einen Grund dafür.
 

Warum Sichtbarkeit für Designer*innen gerade so anstrengend geworden ist

Und ja, ich hab das auch gemerkt: Jetzt im Januar war meine Instagram-Reichweite auf ein 6-Monats-Tief und auf 50.000 Views pro Monat gefallen. Und das, obwohl ich wie immer kontinuierlich ein bis zwei Posts pro Woche gepostet habe.

Im ersten Moment hab ich gedacht: What? Was passiert denn jetzt? Und dann hab ich mich erinnert … an den letzten Sommer.

Denn im August und September hatte ich mit der gleichen Anzahl an Posts über 700.000 Views pro Monat. Das ist mehr als 10-mal so viel.

Aber: Da war auch das Sommerloch. Viele waren im Urlaub, es wurde weniger gepostet. Auf einmal war da Platz im Internet. Und der Algorithmus war experimentierfreudiger als sonst.

Und jetzt im Januar war das Gegenteil der Fall: Alle kamen aus der Winterpause zurück. Das Jahr ging los. Es wurden Vorsätze geschmiedet, alle waren motiviert und es wurde auf einmal wieder viel gepostet.

Es gab also wieder mehr Content und somit weniger Platz auf Instagram. Der Algorithmus sortiert in solchen Zeiten brutal aus. Und das bedeutet für viele: weniger Reichweite.

Über die letzten Jahre nutzen immer mehr Menschen die sozialen Netzwerke regelmäßig als Marketingkanal. Es posten also immer mehr Menschen immer mehr Posts.
 

KI-Slop und Algorithmen: Warum Reichweite zur knappen Ressource wird

Und gleichzeitig wird auch immer mehr KI-Slop gepostet. Das ist dieser qualitativ minderwertiger KI-Content.

Also sinnfreie Videos mit künstlich überzeichneten Katzen. Oder LinkedIn-Posts, die sich eins zu eins wie eine schlechte Antwort auf einen schlechten ChatGPT-Prompt anhören – weil sie es auch sind.
 

Milliarden Inhalte, begrenzte Aufmerksamkeit

Und weil mit KI solche Inhalte in kürzester Zeit erstellt werden können, gibt es Milliarden von solchen Posts. Und das ist nicht übertrieben.

Allein in der Zeit von 2022 bis 2023 wurden mehr als 15 Milliarden Bilder mithilfe von Text-zu-Bild-Algorithmen erstellt. Und das war vor drei Jahren. Wir können davon ausgehen, dass das heute, drei Jahre später, noch so viel mehr ist. (Quelle)

Dieser KI-Slop-Content ist also eine überwältigende Flut von Content und der besetzt den vorhandenen Platz auf den Plattformen noch weiter.
 

Warum Instagram als Akquise-Kanal immer schlechter funktioniert

Die Social-Media-Plattformen werden also immer voller. Für kreative Selbstständige wird das langsam ein Problem, denn es wird immer schwerer, mit Social Media die Menschen zu erreichen, die die kreativen Arbeit brauchen und wollen.

Sichtbarkeit wird immer mehr eine knappe Ressource.

Das kündigt sich schon seit einigen Jahren an, ist also nicht ganz neu.

Für die meisten kreativen Selbstständigen funktioniert Instagram zum Beispiel als Akquisekanal schon seit Jahren nur noch mittelgut bis schlecht.

Einige wenige haben damit Erfolg. Aber viele renken sich ihre Arme und Beine aus, posten fleißig und viel und trotzdem ist jedes einzelne Like hart erarbeitet.

Mit der Überfüllung durch KI-Slop wird das in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit nicht besser werden, sondern eher noch schwieriger.
 

Akquise ohne Social Media – geht das überhaupt?

Und wenn es für Kreative immer schwerer wird, in den sozialen Netzwerken sichtbar zu werden – was ja eine Grundvoraussetzung dafür ist, diese für die Auftragsakquise zu nutzen – dann stellt sich die Frage: Wie geht Akquise ohne Social Media?

Lass uns hier mal mit der wichtigsten Frage zuerst beginnen: Geht das überhaupt? Ist es überhaupt möglich, ohne Social Media heutzutage wirksame Akquise zu machen?
 

Die kurze Antwort: Ja und oft sogar schneller

Die kurze Antwort darauf ist: Ja.

Grundsätzlich ist es sehr gut möglich, auch erfolgreich Auftragsakquise zu machen – ohne Instagram, LinkedIn und Co.

Und je nachdem, was du anbietest und an wen du dich mit deinen Angeboten richtest, sind sogar andere Akquisekanäle mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich erfolgsversprechender.
 

Die 3 wichtigsten Fragen für wirksame Akquise ohne Instagram und Co

Um hier zu entscheiden, welche Kanäle am besten zu deinem Angebot passen, helfen dir drei Fragen.
 

Wen willst du erreichen?

Einmal: Welche Personen will ich eigentlich erreichen?

Wer ist also die Person, die entscheidet, dich zu beauftragen. Die soll ja zu deinem Angebot begeistert »Ja« sagen.
 

Wo triffst du diese Person?

Und dann frag dich auch: Wo treffe ich diese Person?
 

Wie sucht sie nach Lösungen?

Und zu guter Letzt: Wie recherchieren diese Menschen nach Lösungen für ihre Probleme?

Wenn du diese drei Fragen beantwortest, dann wird dir auffallen, dass die sozialen Netzwerke oftmals gar nicht die erstbesten Plätze dafür sind.
 

Wie Kund*innen dich wirklich finden – auch ohne Social Media

Oftmals gibt es Räume im echten Leben oder auch im Internet, wo du dich deutlich zielgerichteter und persönlicher bei diesen Menschen vorstellen kannst.
 

SEO statt Algorithmus – sichtbar werden über Google

Lass uns zu allererst mal im Internet beginnen: Wenn deine potenziellen Kund*innen mit großer Wahrscheinlichkeit nach Angeboten googeln, zum Beispiel »Live-Zeichnen in Hamburg«, dann kannst du darauf reagieren, indem du deine Website für Suchmaschinen optimierst.

So werden deine Kund*innen dich und deine Angebote über eine Google-Suche leichter finden.
 

Empfehlungen, Netzwerk und Nähe als Akquise-Hebel

Oftmals suchen Kund*innen aber gar nicht unbedingt zu allererst im Internet, sondern fragen ihr Netzwerk. Dort bitten sie um Empfehlungen.

Die Frage wäre hier also: Was kannst du tun, damit deine Kund*innen dich gerne weiter empfehlen? Oder auch: Wie kannst du dein Netzwerk nutzen, damit dich die Menschen, die du schon kennst, gerne weiterempfehlen.

Das mag ich an Akquise außerhalb der sozialen Netzwerke. Akquise wird dort oft deutlich persönlicher. Menschlicher. Und absurderweise sozialer.
 

Akquise im echten Leben: Warum Nähe besser wirkt als Reichweite

Aber vielleicht willst du ja von einem Verlag beauftragt werden. Und du kennst niemanden, der dir eine Tür hier aufmachen kann.

Klar. Auch in so einem Fall sollte dein Zuhause im Internet, dein Web-Portfolio, deine Arbeiten bestmöglich präsentieren, damit Menschen, die hier landen, gleich verstehen, was sie von dir bekommen.

Aber du kannst auch ganz konkrete Dinge tun – im echten Leben.
 

Buchmesse, PDF-Portfolios und persönliche Vorstellungen

Zum Beispiel kannst du auf die Buchmesse fahren und dich dort persönlich vorstellen. Oder du schickst regelmäßig PDF-Portfolios und Mailings hin. Und am besten machst du gleich alles drei.

Und wenn du Designkund*innen akquirieren willst?

Gilt das Gleiche: Es ist es sinnvoll, dich bei wenigen, ganz bewusst ausgewählten und konkreten potenziellen Auftraggeber*innen mit einem passenden Angebot persönlich vorzustellen.
 

Warum Emails mehr bringen als Posts – und Treffen mehr als Emails

Akquise ohne Social Media wirkt am besten, umso näher der Kontakt ist. Eine Email hat mehr Wirkung als ein Instagram- oder LinkedIn-Post. Aber ein persönliches Treffen wirkt noch einmal sooo viel mehr als eine Email.

Ja, das kostet mehr Mut als einen Post in den Social-Media-Äther zu schicken.

Und es braucht auch ein passendes Angebot, den geeigneten Ort dafür und die richtige Zeit, damit sich das für beide Seiten gut und richtig anfühlt.

Aber das geht – und funktioniert meistens auch schneller als Social-Media-Akquise.
 

Meine eigene Erfahrung mit Kaltakquise ohne Social Media

Ich selbst habe zum Beispiel meine allerersten Buchgestaltungsaufträge mit Kaltakquise akquiriert: im echten Leben.

Und das war erstaunlich einfach, weil ich eben nicht versucht habe, den Verlag über beeindruckende Instagram-Posts zu erreichen.

Sondern ich habe mir ganz gezielt einen Verlag rausgesucht – und ein für diesen Verlag passendes Angebot entwickelt. Und dann bin ich auf die Buchmesse gefahren und hab das Angebot dort persönlich vorgestellt.

Dafür habe ich mir Zeit genommen, recherchiert und bewusst ausgewählt. Und dabei ist mir eine Sache aufgefallen.
 

Wenn du anders akquirierst, verändert sich dein Blick auf die Welt

Wenn du dich entscheidest, nicht mehr nur hauptsächlich auf die sozialen Netzwerke für deine Akquise zu setzen, dann passiert oft etwas ziemlich Tolles.

Du gehst auf einmal mit offenen Augen durch die Welt und siehst Möglichkeiten, wie du deine Arbeit vor den richtigen Leuten sichtbar machen kannst.
 

Events, Begegnungen und echte Gespräche statt Content-Dauerfeuer

Dann fällt dir zum Beispiel auf, dass du ja auch ganz bewusst bestimmte Events besuchen könntest, wo du weißt, dass du deine Wunschkund*innen dort treffen wirst.

Lokale Netzwerktreffen, Ausstellungseröffnungen, regionale Feste – alles gilt. Und oftmals sind sogar die Events, die weniger businessorientiert sind, wirksamer, weil du deine Kund*innen dort nicht als Kund*in kennenlernst, sondern als Mensch.

Und Menschen wollen mit Menschen zusammen arbeiten.

Wenn du jetzt denkst: Boah, Franziska. Das klingt total unangenehm. Das kann ich einfach nicht.
 

Akquise ohne Social Media darf sich machbar anfühlen

Ja, ich verstehe deine Bedenken. Ich hab die selbst schon intensiv gefühlt. Aber ich hab einen Vorschlag für dich.
 

Einladung zum Workshop »Mut zur Brücke«

Nächste Woche mache ich einen kostenlosen 5-tägigen Akquiseworkshop. In dem beweise ich dir, dass sich Akquise machbar und einfach anfühlen darf.

Wie das geht, zeige ich dir im Workshop »Mut zur Brücke«.

Hier wirst du innerhalb von 5 Tagen eine neue Kund*in in deinem persönlichen Umfeld identifizieren, ein konkretes passendes Angebot formulieren – und dieses Angebot professionell pitchen.

Damit sich das leicht und easy anfühlt, nutzen wir einen Trick – und bauen eine Brücke. Mehr verrate ich nicht.

Nur so viel. Das letzte Mal haben 315 Menschen mitgemacht und es sind einige Aufträge dadurch entstanden. Und wenn nicht das, dann auf jeden Fall das befreiende Gefühl, das aktive Akquise gar nicht schlimm, sondern machbar ist.

Fühl dich herzlich eingeladen. Wie gesagt, am 16. Februar 2026 geht’s los und anmelden kannst du dich für 0 Euro unter www.diegutemappe.de/workshop.

Und ich verspreche dir: Nach dem Workshop wirst du keine Angst mehr vor Akquise haben. Und du wirst auf einmal viel mehr Möglichkeiten sehen als nur die Akquise in den sozialen Netzwerken.
 

Personenmarke ohne Social Media – wie geht das?

Eine Sache würde ich zur Akquise ohne Social Media gern noch ergänzen. Denn bis jetzt haben wir hauptsächlich über Auftragsakquise ohne Social Media gesprochen.

Aber Auftragsakquise ist nur eine Sache, für die Designer*innen und Illustrator*innen Social-Media-Plattformen nutzen.

Daneben gibt es noch Personenmarkenaufbau. Und vielleicht fragst du dich ja: Wie geht das ohne Social Media?
 

Die goldenen Jahre von Instagram – und warum sie vorbei sind

Denn ja, als sie eingeführt wurden, in den 2010er Jahren, da haben Plattformen wie Instagram und Facebook Reichweite und Personal Branding demokratisiert.

Davor gab es viele Gatekeeper, also die traditionellen Medien, durch die es nur für eine ganz kleine Anzahl von Kreativen möglich war, ihre Gedanken mit einer großen Öffentlichkeit zu teilen.

Vor allen die Early Adapter, also die Kreativen, die auf Plattformen von Anfang an mit dabei waren und auch von Anfang an regelmäßig gepostet haben, konnten so oft über die Zeit große Reichweiten aufbauen.

Diese goldenen Jahre waren auf Instagram von 2013 bis circa 2018.

Die Tatsache, dass es in dieser Zeit auf einmal auch Illustrator*innen und Designer*innen gab, die ein fünf-, sechs- und manchmal auch siebstelliges Publikum erreicht haben, hat eine neue Form von Akquisemöglichkeit hervorgebracht: Reichweite und Influence.

Wenn du die Social-Media-Plattformen für genau das benutzt, dann nutzt du sie als Bühne.

Du postest hier also nicht nur Referenzwerke, um Aufträge zu akquirieren, sondern teilst als Personenmarke auch deine Haltung und deine Gedanken.

Du zeigst, was du denkst, publizierst regelmäßig – und lädst andere ein, sich dein Bühnenprogramm regelmäßig anzuschauen.
 

Reichweite als Bühne: Thought Leadership und Influence

Damit machst du dann das, was heutzutage oft Thought Leadership genannt wird, ein Begriff, der sich grob als »Fachautorität« oder auch »Respektsperson« übersetzen lässt.

Hier bist du also die Expertin oder der Experte oder die Expert*innenperson auf einem bestimmtem Gebiet. Und in diese Rolle wächst du rein, weil du regelmäßig auf deiner Bühne ein Programm zu deinem Expertisefeld aufführst.

Das hat ein paar Vorteile. Erstens kannst du mit einer großen Reichweite dann auch ohne Auftraggeber*innen deine eigenen Produkte verkaufen.

Du wirst unabhängig von den traditionellen Verwertungstrukturen.
 

Monetärer und qualitativer Wert von Reichweite

Und zusätzlich macht dich das Publikum, das du damit erreichst, für potenzielle Kund*innen attraktiv.

Warum? Wenn du zum Beispiel regelmäßig mit deinen Posts 500.000 Menschen pro Monat auf Instagram erreichst, dann hat das für einige Kund*innen einen konkreten monetären Wert.

Ein Buchverlag zum Beispiel weiß dann, dass das Buch, das er mit dir zusammen macht, von diesen 500.000 Menschen gesehen wird. Wenn nur 3 Prozent dieser Menschen das Buch dann auch kaufen, dann sind das 15.000 verkaufte Exemplare.

Das ist zwar noch nicht Bestseller-Region, aber wirtschaftlich für die meisten Verlage eine relevante Größe.

15.000 verkaufte Exemplare * 15€ Netto-Ladenpreis = 225.000€ Umsatz mehr.

Dein Publikum hat also für den Verlag einen messbaren monetären Wert.

Aber Reichweite kann auch einen qualitativen Wert haben.

Vertrauen ist zum Beispiel so ein qualitativer Wert. Den kann man nicht wirklich gut messen, es ist immer eine subjektive Einschätzung.

Aber wenn dir deine 500.000 Follower*innen vertrauen, dann profitieren auch deine Kund*innen davon. Zumindest dann, wenn dein Publikum sich mit dem Wunsch-Publikum deiner Auftraggeber*innen überschneidet.

Wenn wir also fragen, wie Akquise ohne Social Media geht, dann gilt es, auch für den Reichweite-Aufbau Ersatzkanäle zu finden.
 

Eigene Bühnen aufbauen – jenseits von Social Media

Und das bedeutet für Kreative heute: Wir bauen uns eigene Bühnen.
 

Blog, Podcast, Newsletter, Buch – Bühnen, die dir gehören

Zum Beispiel in Form eines Blog auf deiner Website.
Du könntest auch ein Buch schreiben.
Oder du publizierst einen Podcast.
Auch ein regelmäßig versendeter Newsletter ist eine Bühne, die dir gehört.
Oder du publizierst auf einem YouTube-Kanal.
 

Ist YouTube Social Media oder Suchmaschine?

Jetzt könntest du sagen: Halt mal, Franziska! YouTube ist doch auch eine Social-Media-Plattform, die gerade zugemüllt wird mit KI-Slop.

Nicht ganz. YouTube ist kein klassisches soziales Netzwerk, sondern eine Suchmaschine, wie Google. Menschen suchen hier nach Infos und nach Lösungen.

Und genau deshalb kann es auch für Kreative eine smarte Idee sein, hier Content zu kreieren, über den sie von Kund*innen gefunden werden.

Natürlich ist das bei bestimmten Angeboten sinnvoller als bei anderen.
 

Die 3 Fragen: Wer? Wo? Wie?

Auch hier helfen dir wieder die drei Fragen vom Anfang.

Einmal: Welche Personen will ich eigentlich erreichen? Wer sind also die Personen, die sich von deinem Bühnenangebot angesprochen fühlen sollen?

Und dann frag dich auch wieder: Wo treffe ich diese Menschen? Und wie suchen diese Menschen nach Angeboten wie meinen?

In den sozialen Netzwerken hilft dir beim Gefundenwerden ein Algorithmus. Im echten Leben gibt’s den nicht.

Du kannst natürlich klassische Pressearbeit machen, also die traditionellen Medien über dein Bühnenprogramm informieren. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn du ein Buch geschrieben hast oder deinen Podcast sichtbar machen willst.

Und natürlich kannst du auch hier Bühnen in physischen Räumen kreieren. Denn auch Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Workshops sind Bühnen, die du mit deinem Programm bespielst.

Und umso mehr menschen zu deiner Aufführung kommen, desto leichter wird es , die richtigen Menschen zu finden, die sich für deine Themen interessieren. Auch ohne Social Media.
 

Die ehrliche Grenze von Akquise ohne Social Media

Aber: Hier kommt ein wichtiges Aber: Diese Form von Reichweite-Aufbau ohne Social Media dauert meistens deutlich länger. Klar, dafür sind die sozialen Beziehungen, die entstehen, oft stärker, echter und näher.

Hier muss ich ganz ehrlich sein. Damit Menschen deine Bühne finden, braucht es Marketing. Und weil aktuell noch so viele Menschen in den sozialen Netzwerken unterwegs sind, hilft die Sichtbarkeit dort – immer noch. Auch wenn sie immer schwerer wird.
 

Warum ich Social Media trotzdem noch nutze

Es gibt einen guten Grund, warum ich jede Woche die neue Podcast-Folge auf Instagram vorstelle. Denn dadurch bekommen einfach so viel mehr Menschen mit, dass es eine neue Folge gibt.

Klar: Ich habe auch einen SEO-optimierten Blog und schreibe einen wöchentlichen Newsletter dazu. Ich spreche auf Bühnen, halte Vorträge und gebe Workshops.

Auch fahre ich auf Branchenevents, lege Flyer an geeigneten Orten aus und vernetze mich mit Kolleg*innen.

Und ja, ich bitte auch regelmäßig meine Hörer*innen, den Podcast weiter zu empfehlen, weil zufriedene Hörer*innen die beste Werbung überhaupt ist. Und Weiterempfehlungen bringen am meisten.
 

Die offene Frage: Wie lange funktioniert Sichtbarkeit noch so?

Aber mit Social Media geht es gerade eben doch noch schneller als ohne. Die Frage ist nur, wie lange noch? Und was kommt danach?

Darauf habe ich heute keine Antwort parat. Vielleicht hast du ja Ideen und Gedanken dazu.

Deine Meinung interessiert mich. Schreib mir gern.

Damit wünsche ich dir für heute alles Liebe.

Hier noch einmal die Erinnerung:
Meld dich gern für 0 Euro für den 5-tägigen Akquise-Workshop »Mut zur Brücke« an. Wir starten am 16. Februar 2026. Hier kannst du dich anmelden.


Wir hören uns wieder nächste Woche. Ich freue mich auf dich.

Bis dahin, tschüss!


Deine Franziska
 

Du willst Danke sagen?

Wenn du hier im Portfolio-Podcast schon einmal etwas Nützliches mitnehmen konntest, dann freu ich mich, wenn du dem Podcast ein paar Sterne schenkst, auf Apple Podcast eine Rezension schreibst oder – am allerbesten – den Podcast weiter empfiehlst. Dann unterstützt du damit deine Freund*innen – und den Podcast. Danke dafür.

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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