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Weitere InformationenHeute erfährst du im Podcast:
Wenn du jetzt denkst: Hey, hier im Portfolio-Podcast geht’s doch um Illustration und Design. Du bist hier, weil du wissen willst, wie du mit wirksamer Akquise in diesen Bereichen Aufträge akquirierst und wie du deine kreative Arbeit sichtbar machst. Hm?
Meine Learnings aus zwei Jahren Podcasten sind etwas ab vom Schuss, aber sie werden dir trotzdem beim Erreichen deiner Ziele helfen. Denn alle großen Unternehmungen, mit denen du in die Sichtbarkeit trittst, kommen mit sehr ähnlichen Hürden daher – das habe ich in den letzten zwei Jahren gelernt. Viele Dinge, von denen ich dir heute berichte, wirst du aus deinem eigenen Berufsleben kennen – und du wirst viele meiner geteilten Erfahrungen sehr gut auf deine langfristig angelegte Akquise und deine großen Projekte übertragen können. Lass uns also gleich mal anfangen.
Vielleicht erinnerst du dich noch daran: Vor einem Jahr, am 12. Januar 2023, habe ich mit dir geteilt, was ich im ersten Jahr des Portfolio-Podcasts über die Versprechen, die wir uns selbst geben, gelernt habe.
Denn für das erste Podcast-Jahr hatte ich mir zwei Dinge versprochen:
Welche Hürden im ersten Jahr daraufhin auf mich warteten, kannst du gern nachhören, in Folge »#48 | Die Versprechen, die du dir selbst gibst«.
Hier ne ganz kurze Zusammenfassung: Im ersten Jahr habe ich gelernt, dass der Zauber, der jedem Anfang inne wohnt (ganz gemäß Hermann Hesse), nicht für immer anhält. Und das es sinnvoll ist, diesen blauäugigen und unbefangenen Zauber des Anfangens als Startzündung zu nutzen, um am Anfang eine möglichst weite Strecke zu überwinden – und sich dann gleichzeitig auf die Wachstumsschmerzen einzustellen. Denn dass diese kommen, ist gesetzt. Sie sind ein essenzieller Teil des Weges, der zu neuen Ufern führt.
Nachdem ich mir die Wachstumsschmerzen im ersten Jahr Portfolio-Podcast eingestanden und erlaubt habe, kam auch die Freude wieder. Denn die war zwischenzeitlich mal ganz klein geworden und war ganz tief verstaut im großen Rucksack der immer wieder sich wiederholenden wöchentlichen Aufgaben.
Jetzt ist das zweite Jahr um. Was hat sich verändert? Welche neuen Aufgaben haben sich gezeigt? Welche Hürden galt es zu überwinden? Und was war toll? Und was war zum Haareraufen?
Ich hab dir heute 5 Learnings mitgebracht. Lass uns gleich mal mit dem ersten beginnen.
Wenn du mit etwas Neuem anfängst, wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht richtig darin gut sein. Ich war’s auf jeden Fall nicht. Und ich kann es dir beweisen: Hör gern mal in die ersten 10 Folgen rein und vergleiche sie mit der Audioproduktion von heute. Da liegen Welten dazwischen!
Das ist das Schöne am lernen: Wenn du dir erlaubst, als Anfänger*in mittelmäßig oder vielleicht auch so richtig grottig anzufangen, dann schenkst du dir die Möglichkeit, dein Potenzial voll auszuschöpfen – und zu wachsen.
Ich versprech dir: Du wirst besser werden … du lernst … die Qualität steigt … die Mittelmäßigkeit oder die Grottigkeit wird weniger.
Aber etwas, auf das ich im letzten Jahr nicht vorbereitet war, was das:
Je regelmäßiger und kontinuierlicher du in die Sichtbarkeit trittst mit deiner kreativen Arbeit, desto mehr Mittelmäßigkeit wird auch wieder entstehen. Und das ist ok.
Das, was über die kontinuierliche Wiederholung entsteht, ist eine andere Mittelmäßigkeit als die vom Anfangen. Wenn du regelmäßig auf die Bühne trittst, Haltung beziehst und sichtbar wirst – egal ob du einen Podcast produzierst, langfristig Akquise machst, dein zehntes Buch schreibst oder täglich zeichnest – du kannst du nicht jedes Mal das Rad neu erfinden.
Je mehr du produzierst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, in der konstanten Wiederholung auch mal etwas ganz Großartiges in die Welt zu bringen. Aber genauso groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass du auch mal Schrott produzieren wirst. Oder Mittelmäßigkeit.
Und vor allen Dingen: Bei einer hohen Frequenz, wie zum Beispiel wöchentlich Podcasten, wöchentlich auf Instagram posten, wöchentlich bloggen oder wöchentlich Newsletter schreiben – es wird Momente geben, in denen du zwar weißt, dass das noch nicht richtig gut ist, aber der zeitliche Rahmen verlangt einfach von dir, dich mit den 70 oder 80 oder manchmal vielleicht auch nur 60 Prozent zufrieden zu geben – wenn du deine Frequenz halten möchtest.
Und rein theoretisch wusste ich das. Aber die Realität hat mich dann doch überrascht. Es fällt mir immer noch schwer, das in der Praxis zu akzeptieren.
Am Anfang bin ich oftmals noch über meine eigenen Grenzen gegangen. Aber wenn das kontinuierliche Sichtbarwerden eine Routine werden soll, dann bleibt einfach nichts anderes übrig, als sich irgendwann mit weniger als 100 Prozent zufrieden zu geben … und tief innen drin zu wissen: Ja, manchmal hätte ich gern noch mehr gefeilt, noch etwas länger recherchiert. Etwas tiefgründiger darüber nachgedacht. Und du weißt dann auch: Ja, das hätte die Episode durchdachter, reflektierter und schöner formuliert gemacht. Aber heute ist die Zeit um und deshalb müssen heute zum Beispiel 70 Prozent reichen.
Und zusätzlich passieren auch viel mehr Fehler. Je mehr du ins Machen kommst, desto mehr Fehler passieren auch. Und nicht unbedingt, weil du faktisch eine höhere Fehlerrate hast, sondern einfach nur, weil du mehr machst.
Es ging mir das ganze letzte Jahr immer wieder so, dass ich dachte: Hätte ich doch mehr Zeit. Vier Wochen pro Folge … das Paradies.
Aber ich musste mir eingestehen: 50 Folgen pro Jahr, die gut genug sind, haben mehr Impact und erreichen mehr Menschen als 12 Folgen, die überdurchschnittlich toll sind.
Das gilt genauso für Aufträge. Von all deinen Aufträgen pro Jahr wird nicht jeder die Welt verändern. Der Anspruch, mit jedem Auftrag die Designwelt zum Wanken zu bringen, ist ein schwerer Rucksack, der jedwede Innovation im Kern von Anfang an erstickt.
Das hab ich gelernt: Deshalb versuche ich jetzt, die Welt mehr mit der Perspektive »gut genug« zu sehen, denn die ist der beste Freund von Kontinuität.
Nur wenn Menschen sich mit dem identifizieren können, was du teilst, bewegst du etwas in der Welt – und dazu ist es notwendig, ehrlich und authentisch eigene Erfahrungen zu teilen.
Aber dieses »ehrlich Teilen« fühlt sich nicht unbedingt gut an. Es gibt Podcast-Folgen, da schwitze ich Blut und Wasser, bevor sie herauskommen. Von außen betrachtet erscheint das vielleicht übertrieben. Aber sag das mal meinem Unterbewusstsein.
Ich hab es ja eben schon gesagt: Ziel war auch dieses Jahr: Jede Woche eine Podcast-Folge, egal, wie crappy und mittelmäßig sich die vielleicht im Detail anfühlt.
Erstaunlicherweise fühlen sich die meisten Podcast-Folgen, also auch die, die ich am Ende wirklich mag, beim Machen crappy an.
Und das habe ich dieses Jahr auch gelernt: Beim Machen gibt es dieses Tal der Tränen, das es zu durchschreiten gilt. In meinem Kopf gibt es dann ganz viele Stimmen, die rufen: Bäääh, Buuuh! Ganz schlecht. Aufhören. Sofort.
Aber nach jetzt fast 100 Folgen weiß ich, dass dieses Gefühl dazu gehört und das es vorbei gehen wird. Es ist nur ein Zwischenschritt und eine ganz normale Phase im kreativen Prozess.
Interessanterweise ist mir dieses Jahr aufgefallen, dass ich gerade zu den Folgen, bei denen ich vorneweg am meisten zweifle und das größte Muffensausen habe, sehr oft besonders herzerwärmende Nachrichten erhalte.
Irgendwann ist es dann durchgesickert. Diese Stimme im Kopf, die sagt, dass alles grottig und doof ist, die ist ein Indikator für Verletzlichkeit.
Wenn ich etwas ehrlich zeige von mir, dann tritt die Stimme auf die Bühne, um mich zu beschützen. Dazu benutzt sie eine Strategie, die eigentlich genial wie einfach ist – und auch schon oft funktioniert hat in der Vergangenheit. Die Stimme macht mir Angst, weil sie hofft, dass ich so viel Angst bekomme, dass ich aufhöre und nicht weitergehe.
Ich kenne die Stimme auch von meinen Büchern und Illustrations- und Designprojekten. Auch dort tritt sie auch auf die Bühne, um mich zu stoppen, mutig etwas zu wagen.
Bei Auftragsprojekten empfinde ich es ehrlich gesagt noch viel schwerer, die Stimme herauszuhören und nicht mit anderen Stimmen zu vermischen. Weil es da ja neben den eigenen Stimmen im Kopf auch noch die der Auftraggeber*innen gibt … und die haben manchmal wichtige Dinge zu sagen. Deshalb ist es hier noch einmal wichtiger, ganz genau auseinander zu sortieren, wer hier eigentlich was sagt. Um nicht die eigenen Bremsen im Kopf auf das Gegenüber und die Auftraggeber*innen zu projizieren.
Deshalb sind eigene, freie Projekte so wertvoll. Nicht nur, weil sie uns helfen, die Dinge in die Welt zu bringen, die uns wichtig sind und zu experimentieren, ohne oder nur mit wenigen wirtschaftlichen Limitationen. Sie sind auch wertvoll, weil sie ein Übungsfeld sind – um die Stimmen im Kopf kennenzulernen und besser deuten zu können.
Ich für mich habe mir dieses Jahr erlaubt, die Stimme wahrzunehmen als Indikator dafür, dass ich mich hier gerade besonders ehrlich und authentisch zeige. Dieses Reframing macht einen großen Unterschied.
Gleichzeitig versuche ich, Freundschaft zu schließen mit der Stimme, indem ich sie respektiere und auch noch einmal kurz überprüfe, ob die Stimme vielleicht sogar in Teilen recht hat. Und damit meine ich nicht, dass sie recht hat, dass das, was ich schreibe und mache, grottig ist. Ich überprüfe kurz, wie viel ich von dem, was ich hier gerade ehrlich von mir teile, wirklich öffentlich teilen möchte.
Manchmal, nicht oft, aber manchmal, nehme ich bestimmte Teile auch wieder raus. Weil sich authentisch zeigen nichts mit nackig machen zu tun hat. Es gibt eigene Grenzen, die aus guten Gründen da sind – und die es gilt zu respektieren.
Das hab ich gelernt: Sichtbarwerden ist furchterregend … und lohnt sich trotzdem.
Über das Modell der kreativen Seele und deren kreativen Identitäten habe ich ja schon oft gesprochen hier im Podcast. Das Modell habe ich in meinem Buch »Die gute Mappe« entwickelt.
Im Modell der kreativen Seele gibt es einmal dich in deiner ganzen Fülle, Komplexität und mit all deinen Talenten, Stärken und Expertisefeldern. Und dann gibt es die kreativen Identitäten. Das sind Teilaspekte der kreativen Seele, also von dir strategisch bewusst ausgewählte und präzise definierte Facetten oder auch Personas. Und das sind deine Angebote, die du Kund*innen anbietest.
Dieses Modell hilft dir, als kreative Person klare Angebote auszusprechen und mehrere Märkte gleichzeitig zu bespielen. Es ist also ein Versprechen, dass du als Illustrator*in und Designer*in nicht nur eine Sachen machen brauchst, sondern mehrere deiner Leidenschaften zum Beruf machen kannst – und dass du trotz dieser verschiedenen Standbeine wirksame Akquise betreiben kannst.
Wenn du lernen willst, wie das geht, dann lade ich dich in die Portfolio-Akademie ein, einem Online Programm für Illustrator*innen und Designer*innen, wo du genau das lernst. Den Link dazu packe ich dir in die Shownotes.
Das Modell der kreativen Seele hat sich bewährt. Es funktioniert. Trotzdem hat es auch Grenzen. Und diese haben oft mit Zeit zu tun. Dein Marketing auseinander zu sortieren und ganz genau zu entscheiden, zu wem du was sagst, braucht nur etwas Strategie. Aber wenn nicht genug Zeit für alles da ist, ist das Einzige, was hilft, Prioritätensetzung und Fokus. Und das musste ich mir im letzten Jahr auch eingestehen.
Denn parallel zum Portfolio-Podcast habe ich auch die Portfolio-Akademie aufgebaut, mein Onlineprogramm, in dem Illustrator*innen und Designer*innen sich nachhaltig positionieren, um mit ihrer kreativen Arbeit angemessen Geld zu verdienen – und gleichzeitig eine Strategie entwickeln, wie sie mit den eigenen Interessen und Stärken etwas in der Welt bewirken.
2021 ging es los. 2023 war das erste Jahr, in dem die Portfolio-Akademie wirtschaftlich funktioniert hat. Dazu hat der Podcast beigetragen, denn der Podcast ist einer der wichtigsten Kanäle, mit dem ich die Portfolio-Akademie sichtbar mache.
Die Portfolio-Akademie und Portfolio-Podcast gehören deshalb zusammen. Ich verstehe den Podcast als einen Marketing-Kanal, aber eben auch als eine weitere Unterstützung für meine PAlies, also die Illustrator*innen und Designer*innen, die gerade durch den Positionierungsprozess der Portfolio-Akademie gehen. So kommen zum Beispiel viele Podcast-Themen direkt aus den Live-Q&As und Coaching-Calls der PA. Das Ganze befruchtet sich also gegenseitig.
Aber: Dieses Jahr gab es eben auch mehrere Momente, in denen ich einfach zu viele Dinge gleichzeitig auf dem Schreibtisch hatte – und deshalb auch Nein sagen musste: zum Beispiel zu Aufträgen, die ich wirklich gern gemacht hätte. Einfach, weil klar war: Wenn die PA läuft und der Podcast produziert werden möchte, dann schaffe ich das einfach nicht noch parallel.
Das zu akzeptieren war nicht einfach. Es hat sich angefühlt wie ein Abschied. Weil: Es ist auch eine Realität. Bei Aufträgen abzusagen bedeutet ja oft auch, dass diese Kund*innen mit großer Wahrscheinlichkeit so schnell nicht mehr anfragen werden.
Gerade die Neins werden noch einmal so viel wichtiger, wenn du viele Dinge gleichzeitig wuppen möchtest. Einmal falsch Ja gesagt und schon verliert alles an Kraft. Auf meiner Jahreszieleliste steht deshalb: Nein sagen zu Aufträgen, die den Status Quo erhalten und Wachstum verzögern.
Das hab ich gelernt: Wir können gleichzeitig viel haben – aber eben nicht alles. Allerdings kann ich mit bewussten Entscheidungen selbst bestimmen, was mehr werden soll.
Bei großen Projekten, die über mehrere Jahre laufen, ist nicht nur das kontinuierliche Weitermachen schwierig. Eine ganz große Gefahr ist das »zu früh den Glauben an die Sache« verlieren. Das zeigt sich bei mir oft in aufregend neuen, spannenden und ganz faszinierenden Ideen, was ich alles noch so tun könnte. Und im letzten Jahr habe ich gelernt, wie wichtig es ist, hier nicht auf den Zug der neuen Idee aufzuspringen, sondern ganz kontinuierlich … und auch ein bisschen langweilig … weiterzumachen.
Denn na klar, es ist erst einmal viel leichter, wieder mit etwas Neuem anzufangen … dann ist der Zauber wieder da … als etwas Gutes immer weiter zu optimieren und auszubauen. Das ist erstaunlich schwer.
Was ich dieses Jahr nicht alles für Ideen hatte. Neue Podcast-Ideen, neue Onlinekurs-Ideen, neue Märkte, die ich mit meiner kreativen Arbeit erschließen könnte und die bestimmt auch total spannend und interessant wären. Aber nein, ich hab einfach weitergemacht. Jede Woche und ganz tapfer.
Wenn du weitermachst, dann kommen eben auch diese Phasen dazwischen, in denen es gerade nicht weiter nach oben geht. Bei mir stagnierten die Downloadzahlen … oder schlimmer noch, stürzen auch mal ein … die Erstellung von neuen Inhalten für die PA war erstaunlich anstrengend. Dann kam vielleicht noch eine schlechte Buchrezension rein oder ein doofer Kommentar in den sozialen Medien. All das ist total normal. Fühlt sich aber doof an.
Aber: Jede noch so leidenschaftliche Unternehmung wird irgendwann auch langweilige Aufgaben mit sich bringen oder Dinge, die sich schwer anfühlen. Und selbst das noch so große Herzensprojekt kommt mit Durststrecken und Zeiten daher, in denen sich alles anfühlt wie Kaugummi. Unglaublich zäh.
Wenn wir erwarten, dass sich alles Gute auch konstant gut anfühlt, dann werden wir nichts Großes erreichen.
Ich hab gelernt, wie wichtig das kontinuierliche Dokumentieren von Marketing- und Akquise-Zahlen ist! Das hilft, die sukzessive aber stetige Weiterentwicklung zu sehen. Und das gilt fürs Podcasten genauso wie für deine Akquise. Denn die funktioniert nur langfristig angelegt und kommt deshalb auch mit Kaugummi-Phasen.
Das hab ich gelernt: Unternehmerischer Erfolg ist ein Marathon – und kein Sprint. Und bei einem Marathon geht es auch mal ab und an bergab. Und dann wieder bergauf.
Ok, jetzt sind wir schon bei Learning #5. Und hier musste ich mir etwas eingestehen.
Im zweiten Jahr des Portfolio-Podcasts bin ich mit vielen Aufgaben schneller geworden, habe aber auch Dinge ausgebaut – weshalb am Ende mehr Aufgaben pro Woche auf meinem Schreibtisch lagen. Gleichzeitig ist die PA gewachsen und auch dort gibt’s mehr Aufgaben zu erledigen. Und Aufträge mache ich parallel ja auch noch.
Und aktuell bin ich Solopreneur. Das heißt: Ich bin die einzige, die hier alles wuppt – vom Podcast, zu den Live-Calls ind er PA und der Betreuung der Community bis hin zur Buchhaltung und meiner eigenen Akquise für meine Illustrations-und Designleistungen. Ich hab kein Team.
Deshalb ist es eigentlich auch überhaupt nicht verwunderlich, dass beim zweiten PA-Launch im Herbst 2023 mein Freund, der Körper, irgendwann zu mir gesagt hat: Nope. Franziska, jetzt ist es zu viel.
Ich habe das erste Mal in meinem Leben ausgewachsene Panikattacken bekommen – und war total erschöpft. Grundsätzlich kenne ich mich mit Angst gut aus und habe dazu auch schon viel, auch mit therapeutischer Unterstützung, gelernt und kann üblicherweise gut mit meinen typischen Mustern und Coping Mechanismen umgehen.
Aber im Herbst kam einfach zu viel auf einmal zusammen. Ein Auftrag hatte sich nach hinten und direkt in die PA-Launch-Phase verschoben. Und nach dem Startschuss der PA stand sofort eine Reise nach Deutschland im Kalender – zur Buchmesse und mit zwei öffentlichen Vorträgen. Und dann wollte auch noch jede Woche eine Podcast-Folge produziert werden.
Da hat mein vegetatives Nervensystem irgendwann gesagt: Das wird mir jetzt zu viel – und das trotz eingespielter Routinen für mentale Gesundheit, die ich auch in den stressigsten Zeiten mache. Ich meditiere, schreibe Tagebuch, gehe oft im Wald spazieren … das geht hier in Finnland besonders gut … ich gehe üblicherweise zwei bis drei Mal in der Woche in die Sauna. Das muss man nämlich hier bei der finnischen Einwanderung vertraglich bestätigen. … Neee, natürlich nicht, aber es gehört zur finnischen Kultur dazu wie Tatort am Sonntag in Deutschland.
Trotz dieser ganzen mentalen Hygienemaßnahmen war einfach alles ein bisschen zu viel im Herbst. Was hab ich dadurch gelernt? Erst einmal habe ich Aufgaben reduziert. Hier hab ich versucht, das zu reduzieren, was den geringsten negativen Impact für das große Gesamtbild hat. Also das, was viel Zeit kostet und nicht so unglaublich viel bringt. Und vielleicht ist es dir ja aufgefallen. Ich hab einfach weniger auf Instagram gemacht.
Außerdem habe ich mir erlaubt, um Hilfe zu bitten – und zwar auf verschiedenen Ebenen. Als allererstes hab ich mir mentale Unterstützung dazu geholt und habe jetzt einen regelmäßigen Termin, wo ich mich mal ablegen kann.
Meinen Schlaf habe ich mit Cbd-Öl wieder in den Griff bekommen. Das ist mein großer Tipp für alle hier unter uns, die Schlafprobleme wegen Stress und Angespanntheit haben. CBD-Öl ist ein Geschenk des Himmels – und ist in den meisten europäischen Ländern komplett legal und frei verkäuflich. Und es funktioniert für mich super. Ich kann schlafen. Und guter Schlaf ist so unglaublich wichtig.
Dann habe ich angefangen, bestimmte Aufgaben, wie Video-Editing, zu delegieren. Das ist nicht einfach für mich, aber gleichzeitig war es eine große Entlastung und hat sich großartig angefühlt, dass ich das tun kann – und auch, dass ich Menschen in meinem Netzwerk habe, denen ich vertraue, die Expertise haben und wo ich weiß, dass sie einen sehr, sehr guten Job machen.
Aber das Wichtigste ist wahrscheinlich, dass ich gemerkt habe, wie essenziell es ist, mit Geduld und auch ein bisschen Demut den eigenen Weg zu gehen. Ja, manche Dinge dauern länger als ich gern hätte. Nicht alles kann ich sofort umsetzen. Manche Dinge schaffe ich einfach nicht … zumindest nicht heute. Das kann sich ja ändern. Und es ist auch ok … und nicht nur ok, sondern wie gesagt essenziell, Pausen einzulegen, gerade die kleinen, alltäglichen Erfolge wirklich bewusst zu feiern und darauf zu vertrauen, dass das alles schon so gut ist, wie es gerade ist.
Das hab ich gelernt: Ich erlaube mir, mit Geduld, Dankbarkeit und Demut meinen Weg zu gehen.
Hast du heute etwas gehört, was dich überrascht hat? Und wenn ja, was und warum hat es dich überrascht?
Hier noch eine Bitte: Wenn dir die heutige Folge geholfen hat, dann schenk ihr doch bitte 5 Sterne, auf Apple Podcast oder Spotify … oder teile sie mit deinen Freund*innen. All diese Sachen helfen dem Podcast wirklich sehr, mehr kreative Menschen zu erreichen. Danke dafür.
Und damit wünsche ich dir alles Liebe.
Wir hören uns wieder nächste Woche. Ich freu mich auf dich.
Bis dahin, tschüss!
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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