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20. Mai 2021

Fünf Dinge, mit denen du dein Portfolio sofort wirksamer machst (Part 5): Mit Stil

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In diesem Artikel lernst du, wie Du dein PDF-Portfolio in wenigen Sekunden wirksamer machst: indem du es stilistisch einheitlich gestaltest.

Bei Stil scheiden sich die Geister. Brauchen wir ihn als Kreative? Wie finden wir unseren eigenen Stil? Und ist die Stilfindung eine bewusste Entscheidung oder etwas Intrinsisches, etwas, das aus uns selbst heraus kommt? Ich unterscheide in meinem Buch »Die gute Mappe: Dein Weg zu einem überzeugenden Portfolio und kreativer Selbstbestimmung« zwischen dem ästhetischen, dem konzeptionellen und dem Jonglier-Stil. Außerdem glaube ich persönlich, dass Stil ein Ausdrucksmittel unserer Persönlichkeit ist und deshalb nur bedingt von uns entschieden werden kann.
 

Eine Stil-Typologie

Kreative mit einem ästhetischen Stil können auf ein homogenes Gesamtwerk blicken, das durch eine ästhetische Ähnlichkeit zusammen gehalten wird. Mit einem konzeptionellen Stil ist das Portfolio stilistisch deutlich heterogener. Trotzdem verbindet alle Werke eine spezifische, wiedererkennbare konzeptionelle Herangehensweise. Kreative mit Jonglier-Stil können diverse ästhetische Stile handwerklich auf einem hohen Niveau abrufen.
 

Die Stil-Frage in der Akquise

Dabei sind alle drei Stil-Typen gleichwertig, weder besser noch schlechter. Für die Positionierung deiner Kreativleistungen ist es allerdings wichtig, die Qualitäten, Stärken und auch die stilistischen Eigenheiten deiner Arbeit zu kennen und zu benennen. Denn wenn du dein Portfolio an potenzielle Kund*innen versendest, tust du das üblicherweise, weil du Aufträge akquirieren möchtest. Für Kund*innen ist Berechenbarkeit ein wichtiger Parameter. Bevor sie dich beauftragen, möchten sie einschätzen, was sie von dir erwarten können. Dazu nutzen sie dein Portfolio. Zeigt das ein wildes Potpourri von Stilen und Herangehensweisen, macht dich das weniger berechenbar. Zeigt dein Portfolio dagegen eine klare Stilistik, schafft das Vertrauen (weil du dadurch berechenbar erscheinst).
 

Niemand zwingt dich, alles zu zeigen

Deshalb machst du dein PDF-Portfolio wirksamer, indem du darin stilistisch einheitliche Werke zeigst. Und zwar auch dann, wenn dein Gesamtwerk stilistisch heterogen ist. Wähle für dein Portfolio die Werke und die Stilistik aus, die du gerne für dein konkretes Gegenüber anwenden würdest. Hier ein Beispiel: Möchtest du einen Editorial-Auftrag akquirieren, wähle stilistisch einheitliche Werke, die vom Stil gut zu dem konkreten Magazin passen. Versuchst du dagegen gerade einen Corporate Design-Job zu akquirieren, wähle Werk-Beispiele mit den konzeptionellen und ästhetischen Qualitäten aus, die du im potenziellen Auftrag gern anwenden würdest.
 

Einzige Ausnahme: Der Jonglier-Typ

Wenn du ein Jonglier-Typ bist und dafür beauftragt wirst, eben gerade weil du so viele Stile und Techniken auf hohem Niveau reproduzieren kannst, dann ist es sinnvoll, in deinem Portfolio auch viele Stile zu zeigen. Beweise hier deine handwerklichen Fähigkeiten, indem du mit jeweils mindestens drei Werken zeigst, dass du den jeweiligen Stil auch wirklich auf hohem Niveau wiederholen kannst.
 

Und nun los:

Fang heute an, deine PDF-Portfolios stilistisch bewusst zu gestalten.

 

Fünf Dinge, mit denen du dein Portfolio sofort wirksamer machst

Hier noch einmal alle Artikel der Serie für dich zusammengefasst:
Part 1: Kontaktdaten
Part 2: Verortung
Part 3: Weniger zeigen
Part 4: Zeig dich!
Part 5: Mit Stil

 
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den nächsten Blogposts auf.

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