
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Podigee. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Weitere Informationen
Herzlich Willkommen zu dieser neuen Episode des Portfolio-Podcasts.
Mir fällt gerade nichts ein. Heute ist Montag, der Tag, an dem ich die wöchentliche Podcast-Folge vorbereite. Und ja, heute geht gar nichts. Heute habe ich keine Idee, was in der dieswöchigen Podcast-Folge am Donnerstag passieren soll. Vor mir auf dem Bildschirm sitzt ein weißes Blatt – und es starrt mich an. Und während das Blatt immer größer und leerer zu werden scheint, schaue ich auf die Uhr und der Druck steigt. Denn morgen, am Dienstag, muss!! Also wirklich muss das Script fertig sein – sonst wird das nichts mit der Podcast-Folge diese Woche.
Vielleicht kennst du das ja auch aus deinem Berufsalltag: Weiße Blätter, die sich nicht füllen wollen. Deadlines, die immer näher rücken, mit ihrem aufdringlichen Ticktock … und egal wie groß der Druck gerade schon ist, die richtige Idee will einfach nicht kommen und das Papier, das vor dir liegt, bleibt weiß.
Ideen, die nicht kommen wollen, begegnen mir beim Illustrieren, beim Schreiben und beim Gestalten. Die Form ist austauschbar, das Problem das Gleiche.
Die gute Idee ist nicht in Sicht, die Zeit rinnt durch die Finger, der Ideendruck steigt. Und dadurch entsteht Stress, der wiederum die Ideen-Blockade verstärkt. Ein Teufelskreislauf entsteht.
Etwas Kontext zu meinem heutigen Ideenstau: Heute ging die Portfolio-Akademie offiziell los. Das bedeutet, die letzten Wochen waren für mich prall gefüllt mit vielen, vielen To-Dos – und sie waren dementsprechend arbeitsintensiv.
Deshalb bin ich heute auch nicht verwundert, dass mir einfach mal nichts einfällt. Gefühlt ist mein Kreativitätsspringbrunnen die letzten Wochen regenbogen-mäßig übergelaufen und gerade braucht der Springbrunnen mal eine Pause. Das ist ok. Auch die Kreativität braucht mal eine Pause.
Aber es gibt eben diese Momente, in denen die Menschen, die ihre Kreativität zu ihrem Beruf gemacht haben, Ideen haben müssen – auf Knopfdruck – weil es eben auch zum kreativen Beruf dazu gehört, zuverlässig und konstant gute Ideen zu haben.
So ein Mensch bin ich – und du bist sicherlich auch so ein Mensch, wenn du diesen Podcast hörst. Du hast deine kreative Leidenschaft zu deinem Beruf gemacht – und zum Beruf gehört dazu, dass die Ideen zuverlässig im Kreativitätsspringbrunnen herumsprudeln.
Deshalb habe ich heute 4 Strategien für dich zusammengesammelt, wie du dich selbst unterstützen kannst, wenn das Blatt vor dir weiß ist – und die Ideen gerade nicht kommen wollen.
Denn das weißt su wahrscheinlich genauso gut wie ich – auch professionell tätige Illustrator*innen und Designer*innen können natürlich gute Ideen nicht erzwingen. Kreativität ist etwas Lebendiges, etwas, was in Fluss ist.
Und dieser Fluss stockt, wenn wir gestresst sind. Und Stress blockiert Kreativität.
Befindest du dich gerade in einer akuten Stressreaktion mit aktivierten Nervensystem, dann ist es physiologisch in dem Moment auf eine gewisse Art und Weise nicht wirklich möglich, kreativ zu sein. Denn dein Gehirn denkt in so einem Moment an den metaphorischen Sebelzahntiger, der dich gleich auffressen könnte. In so einem Szenario ist kein Raum für kreative Ideen.
Die in diesem Moment in deinem Gehirn ablaufenden eurobiologischen Prozesse aktivieren bestimmte Bereiche in deinem Kopf, die dich befähigen schnell wegzulaufen … zum Beispiel vor einen Sebelzahntiger … aber die Bereiche in deinem Gehirn, die dich unterstützen, tolle Bilder zu malen, Gedichte zu schreiben und zu gestalten, zu diesen hast du in einer Akuten Stress-Reaktion keinen Zugang.
Es ist also rein physiologisch nicht möglich, innovative, kreative und gute Idee haben. (Mehr Infos dazu findest du hier)
Und davon können wir schon einmal Strategie #1 ableiten.
Um im Berufsalltag also gelassener mit Kreativblockaden umzugehen, hilft alles, was dich bzw. dein Nervensystem und dein Gehirn in einen entspannten Zustand versetzt.
Was ist das denn für dich? Wobei kannst du dich entspannen und dich in deinem Körper sicher und zuhause fühlen?
Für mich bedeutet das zum Beispiel Spazierengehen im Wald. Alles wird besser mit einem Spaziergang im Wald. Insbesondere, wenn ich dabei keine Musik in den Ohren habe, sondern einfach mal mit mir allein bin, Eichhörnchen beobachte oder den letzten Pfifferling des Jahres pflücke, auf der Bank liege und in den Himmel schaue oder dem Wind zuhöre.
Danach sind auch die größten Probleme irgendwie kleiner und meist auch nicht mehr ganz so bedrohlich.
Andere Dinge, die bei mir gut zum Entspannen funktionieren, sind: Sauna (aber nur in Finnland), Meditieren, EFT (auch Tapping genannt), körperliche Aktivitäten, die Spaß machen (bei mir Ballett oder Schwimmen) oder auch Singen.
Und so kam es auch, dass ich auch heute beim Spazierengehen beschlossen habe, die heutige Ideenlosigkeit zum dieswöchigen Podcast-Thema zu machen. Vielleicht nicht die tollste Idee der Welt, aber zumindest eine Entscheidung, die Anfangen erlaubt.
Das ist eine gute Überleitung zu Strategie #2. Denn die hat was mit Anfangen zu tun.
Wie ist das denn bei dir? Was ist das Schlimmste, was du tun kannst, um deine Ideen-Blockade so richtig fulminant zu vergrößern?
Das Schlimmste, was ich tun kann, wenn mir nichts einfällt, ist Nachdenken. Das mag im ersten Moment widersprüchlich klingen, aber nachdenken führt bei mir oft einfach nur zu einem dicken Knäul im Kopf und zu einem immer noch weißen leeren Blatt.
Das, was wirklich hilft, ist anzufangen. Zu machen. Ideen aufzuschreiben. Erste Skizzen zu machen. Selbst, wenn das, was auf dem Papier landet, erst einmal eine Ansammlung von wenig überzeugenden Ideen ist.
Das Ins-Tun-Kommen sorgt dafür, dass Bewegung ins Ideen-Kopf-Knäul kommt.
Gleichzeitig erzeugen diese ersten aktiven Schritte neue Ideen, die ohne die Suchbewegung des Machens nicht gekommen wären.
Deshalb hilft das Anfangen.
Das Machen hilft allerdings auch, weil du dein Handwerk benutzt. Und das ist Strategie #3, die dich vor Kreativblockaden beschützt.
Denn Kreativität ist eben auch ein Muskel, der trainierbar ist. Oder sagen wir es mal anders: Der trainerbare Teil deiner Kreativität ist dein Handwerk.
Deine Kreativitätmuskeln trainierst du, indem du täglich kreative Dinge schaffst – und übst, übst, übst – um immer sicherer in deinen handwerklichen Fähigkeiten wirst.
Dann hast du zumindest, wenn der Muse-Kuss ausbleibt, dein Handwerk – und ein gut trainiertes Handwerk ist schon einmal die halbe Miete. Denn richtig gute Ideen sind die Kirsche auf dem Eisbecher. Und zur Not kannst du die meisten Aufträgen auch mal als Eisbecher ohne Kirsche abliefern. Hör’ in diese Podcast-Folge rein, um mehr zum Weniger machen zu erfahren.
Gleichzeitig sorgt das regelmäßige Handwerkstraining dafür, dass dein Selbstbewusstsein wächst. Denn du wirst dir jeden Tag beweisen, dass du in der Lage bist, tolle Dinge zu erschaffen.
Dieses Vertrauen schafft Gelassenheit und wir haben ja eben schon in Strategie #1 gehört, dass Gelassenheit der beste Weg zu guten Ideen ist – weil es dein Gehirn entspannt.
Egal, was deine Werkzeuge sind, ob Stift, Pinsel, Maus, Screen, Tastatur. Regelmäßiges Training wird dafür sorgen, dass du dich mehr auf deine Fähigkeiten verlassen kannst.
Und selbst wenn die Ideen dann immer noch nicht kommen, hast du zumindest mit deinem trainierten Handwerk eine Lösung kreiert, die vielleicht nicht supertoll ist, aber zumindest »gut genug«.
Und hier sind wir schon bei Strategie #4. Denn das, was da zuerst auf deinem weißen Papier landen wird, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so doll sein. Deshalb lautet Strategie #4: Gut genug reicht.
Gerade die ersten Ideen, die auf dem Papier landen, sind oft nicht gut. Die erste Version des heutigen Podcast-Scripts war richtig, richtig schlecht. Hatte viele Lücken, war sperrig und der klare inhaltlich rote Faden, der mir so wichtig ist, fehlte. Das Script war langweilig und humorlos, uninspiriert und langweilig.
Aber es wurde besser. Ich habe die erste Fassung des Scripts kurz liegen lassen, war spazieren. Und hab dann angefangen, das Script zu überarbeiten, zu erweitern, umzustrukturieren …
Es ist im kreativen Prozess normal, dass die erste Idee nicht sofort die Lösung ist. Die ersten Ideen sind oft noch nicht mal gut. Aber sie dürfen besser werden. Wenn du dir erlaubst, mit schlechten Ideen anzufangen und diese wachsen zu lassen.
Wie geht’s dir damit? Mit fällt das oft schwer. Wenn ich vor dem weißen Blatt sitze, dann will ich üblicherweise, dass die Idee, die auf’s Papier soll, der Knaller ist. Die beste Idee überhaupt.
Aber so ein hoher Anspruch macht alles schwergängig und zäh. Und es hilft, den Anspruch runterzuschrauben, um wieder in die Gänge zu kommen. Vielleicht muss es ja nicht die tollste Idee der Welt werden. Vielleicht reicht ja eine Idee, die gut genug ist.
Beim Podcast heute ist es das Gleiche. Beim Spaziergang musste ich mir eingestehen, dass heute mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die beste Episode der Welt raus kommt. Dafür bin ich gerade einfach zu müde. Der Springbrunnen brauch eine kurze Verschnaufpause.
Aber vielleicht kann es ja eine Episode werden, die ehrlich ist, die authentisch teilt, wie es mir gerade geht, so dass du, wenn du zuhörst, dich vielleicht wiederkennst und dich mit dem weißen Blatt, was manchmal auf deinem Schreibtisch liegt, nicht mehr so alleine fühlst.
Welche Tür würde aufgehen, wenn du dir erlauben würdest, in deiner Arbeit Ideen zu entwickeln, die »gut genug« sind. Und wie gehst du mit Ideen-Blockaden um? Benutzt du noch andere als diese 4 Strategien? Lass es mich wissen. Schreib mir.
Hier noch eine Randnotiz:
In meinem wöchentlichen Newsletter teile ich auch immer wieder direkte Einblicke in meinem Arbeitsalltag, inklusive Waldspaziergänge mit Eichhörnchen beobachten und Saunabesuche. Anmelden kannst du dich unter www.diegutemappe.de/newsletter.
Wenn du dich anmeldest, bekommst du aktuell sogar ein Dankeschön für deine Anmeldung: Du bekommst eine Ressourcenbibliothek, die dich auf deinem Weg zu mehr wirtschaftlicher und künstlerischer Selbstbestimmung unterstützt.
Und damit wünsche ich dir alles Liebe.
Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

Für 0,00 Euro
Zum Auftragsindex
Zum Podcast
Zur Checkliste

Du siehst gerade ein im Rahmen der DSGVO blockiertes Anmelde-Formular meines Newsletter-Providers Active Campaign. Um das Formular zu nutzen, klicke bitte auf den Button. Bitte beachte dabei, dass Daten an Drittanbieter weitergegeben werden können. Ich tue mein Bestes, um deine persönliches Daten bestmöglich zu schützen.
Mehr Informationen