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Fühlst du dich auch manchmal allein an deinem Schreibtisch, überwältigt von den Aufgaben oder auch überfragt bei neuen Dingen, die du gerade lernst? In der heutigen Podcast-Episode erfährst du, wie du raus kommst aus deinem Schneckenhaus und dir dein persönliches Cheerleading-Team aufbaust – ohne deinen Schreibtisch zu verlassen.
Herzlich Willkommen im Portfolio-Podcast. Hier erfährst du, wie du mit deiner kreativen Arbeit mehr Aufträge akquirierst – aber eben auch wie du etwas in der Welt bewirkst – damit dein Herz weiterhin für deine kreative Arbeit brennt. Denn du brauchst beides – Dein Herz und eine wirtschaftlich nachhaltige Aufstellung. Ich bin Franziska Walther, selbst Illustratorin, Designerin, Autorin – und Expertin für Positionierung und Akquise in der Kreativwirtschaft und ich unterstütze seit über 10 Jahren Menschen dabei, mit ihrer kreativen Arbeit mehr Geld zu verdienen und gleichzeitig ihren Weg selbstbestimmt zu gestalten.
Heute spreche ich mit der Illustratorin Tine Anas. Tine und ich sprechen über verschiedene Coworking-Modelle und am Ende der Folge weißt du, wie du dir selbst ganz leicht eine eigene Coworking-Community schaffst. Du kannst dann auch typische Hürden der Soloselbstständigkeit in deinem Berufsalltag besser identifizieren – und ich bin mir sicher, dass Tine und ich auch Lösungsansätze vorstellen, die du so noch nicht auf dem Schirm hattest. Wie gesagt: das ganze funktioniert, ohne auch nur einmal deinen Schreibtisch zu verlassen.
Warum ist Tine die Expert*in für Coworking? Weil sie in meinem Umfeld die Illustratorin ist, die konsequent und seit Jahren in den verschiedensten Konstellationen gemeinsam mit anderen online arbeitet. Außerdem war Tine 5 Jahre lang Peer-Beraterin für Studierende mit psychischen Belastungen an der HAW Hamburg. Dort hat sie Studierende aus den Bereichen Illustration und Design begleitet und ein Gruppenangebot moderiert. Sie kennt sich also auch aus mit den psychischen Herausforderungen, die ein kreativer Beruf und eine künstlerische Berufung so mit sich bringen. Und sie hat also auch eine fachliche Expertise im Bereich Moderation und Gruppenleitung.
Deshalb, lass uns mal ohne großes Federlesen beginnen. Viel Spaß mit Tine Anas und dem Interview. Let’s go!
Finde heraus, was bei dir gerade der nächste Schritt ist
Hier eine kurze Randnotiz in eigener Sache: Wenn du jetzt beim Zuhören merkst, dass du dich auch Positionieren möchtest, aber nicht so richtig weißt, wie, dann konsultiere doch mal »Deinen Guide für deinen nächsten Schritt«. Ich hab ein Quiz entwickelt, mit dem du mit der Beantwortung einiger weniger Fragen ganz schnell und leicht herausfindest, was bei dir gerade ansteht als nächster Schritt. Und der Knaller ist, dass du mit dem Ergebnis auch noch eine Playlist mit passenden Podcast-Episoden bekommest, die dich bei diesem nächsten Schritt unterstützen.Wenn du Lust darauf hast, dann mach das Quiz, unter www.diegutemappe.de/quiz/
Randnotiz Ende 😉
[Transkript des Interviews mit Tine Anas, www.tineanas.com]
Tine Anas’ Website: www.tineanas.com
Tine auf Instagram: @tiny.antics
Das erste Interview mit Tine im Portfolio-Podcast: »#42 | Täglich Zeichnen!!«- - -
Franziska:
Tinchen, wie schön, dass du heute wieder im Portfolio-Podcast zu Gast bist.Tine:
Hallo Fu, ich freue mich, dass ich hier sein darf.Franziska: Ich freue mich total, dass du da bist. Das letzte Mal haben wir uns ja über unsere tägliche hässliche Zeichnung-Routine unterhalten, die wir jetzt schon seit über vier Jahren zusammen machen? Kann das sein?
Tine:
Fast vier Jahre. Also ich glaub, Ende April haben wir Vierjähriges. Ja.Franziska:
Voll gut, aber heute haben wir ein anderes Thema mitgebracht.
heute wollen wir über Wie hast du es grad genannt? ... Den Fluch des
stillen Kämmerleins? ...Tine:
... der Fluch des stillen Kämmerleins …Franziska:
Wir wollen darüber sprechen, was es so für Strategien und Möglichkeiten gibt, um diesen am Ende doch sehr einsamen Beruf so ein bisschen weniger einsam zu machen und sich Austausch-Möglichkeiten im Berufsleben zu schaffen. Und deswegen sprechen wir heute über Coworking, weil Du bist einfach mal die Queen des Coworkings. Und ich bin sehr gespannt und freue mich sehr darüber, dass wir das heute, ja auf die Bühne stellen und Möglichkeiten vorstellen, was da so geht. Kannst du uns vielleicht einfach mal so als Einstieg berichten, welche Arten von Coworking du gerade machst?Tine:
Ich versuch’s mal zusammen zu sammeln. … also bei mir kam das auch eigentlich zustande, weil ich aus dem Studium kam, also ich habe Illustration studiert. Da bist du ja dann schon in so einem Kursrahmen eingebunden und hast Austausch und auch Feedback von den Lehrenden. Und ich bin auch relativ frisch noch in der Selbständigkeit. Und da dann auch einmal zu merken: Okay, ich bin allein auf weiter Flur, hab nicht mehr diese Möglichkeit, ständig anzudocken und nachzufragen, sondern muss mich selber so ein bisschen kümmern darum, dass ich mich organisiere, mich diszipliniere, Austausch habe und nicht einfach nur alleine am Rechner sitze und die Vollkrise kriege.Und hab so ein bisschen schon im Studium angefangen, da so ein bisschen rumprobieren. Und eigentlich ging das los in der Corona-Zeit Ich war meiner Freundin, wir beide so wahnsinnig Probleme, uns zu disziplinieren Und dann, wenn du von zu Hause arbeitest und keinen Atelier-Platz hast. Irgendwas lockt dich immer: ich mach noch kurz die Wäsche oder geh noch mal spazieren oder so. Und irgendwie haben wir gedacht: Nee, das müssen wir anders haben.
Und dann haben wir gesagt: Gut, dann treffen wir uns jetzt jeden Dienstag, weil das für uns beide immer gut gepasst hat, und trinken morgens einen Tee zusammen und starten zusammen in den Arbeitstag. Und das war eigentlich der Anfang. Und das hat für uns sehr gut funktioniert. Seitdem hat es größere Ausmaße angenommen, würde ich mal sagen Und ich bin mittlerweile eigentlich jeden Tag im Coworking.
Für die Menschen, die nicht wissen, wie sich das gestaltet, also ich glaube, das machen ja auch alle Leute auf unterschiedliche Arten und Weisen, aber für mich funktioniert es sehr gut, morgens einen kleinen Check-in zu machen und ein bisschen zu quatschen, so wie ist die Stimmung, Und was ist der Plan für heute?
Und dann aber auch, ja die Uhr zu stellen, den Wecker zu stellen auf eine festgelegte Zeitperiode, das kann zum Eingrooven vielleicht erst mal 40 Minuten sein, meistens ist es dann eher eine Stunde oder eineinhalb
Stunden während der Zeit sind die Mikrofone gemutet und es wird nicht gesprochen, es sei denn, es gibt ganz dringende Probleme, wie: Boah. Ich komm gerade mit der Farbwahl nicht klar. Kannst du mal kurz was dazu sagen.Danach machen wir einen kleinen Check-in, zeigen uns vielleicht auch irgendwas, so von wegen beim nächsten mal wenn der Wecker klingelt habe ich das fertig und zeig’s dir kurz und dann wird die Uhr weitergestellt und das wird fröhlich betrieben den ganzen tag bis abends bis Feierabend ist.
Und es ist total schön, einfach eine andere Person zu sehen, die da am Rechner rumgegeistert, in so einem kleinen Fenster. Auch wenn andere Programme auf sind, wissen wir, wir sind nicht alleine. Es ist immer eine Person, da die ansprechbar ist. Es ist auch deutlich schwerer, sich dann einfach da raus zu ziehen. Weil die andere Person merkt ja, wenn man länger nicht am Platz ist. Also das schafft auf jeden Fall Verbindlichkeit und ist sehr gut für die Disziplin.
Franziska:
Mhm.Tine:
Ja, und das mach ich schon jetzt ne ganze Weile so und auch nach dem Studium sehr viel engagierter und wirklich im Moment fast jeden Tag.Franziska:
Machst du das jeden Tag mit den gleichen Menschen oder hast du unterschiedliche Gruppen?Tine:
Ich hab tatsächlich verschiedene Menschen, aber wir haben halt einen fixen Tag immer, an dem wir zusammenarbeiten. Und da wird auch dann immer gar nicht so diskutiert. Das ist einfach so. Klar, haben manche Menschen dann mal was anderes vor oder so? Aber eigentlich ist dann immer: Okay. Montag das und Dienstag das. Und das ist voll schön, weil das einfach so eine Routine ist und ich freue mich dann schon drauf. Und ja, das macht Spaß.Franziska:
Das, was ich grad rausgehört hab, sind ja so diverse Aufgaben, die das erfüllt. Also einmal so nicht alleine zu sein, zu sehen, dass eine andere Person da ist, die, wenn das gerade sinnvoll ist, auch Feedback geben kann. Es geht aber auch um Verbindlichkeit.Tine:
Mhm.Franziska:
Und vielleicht darum das Gefühl, nicht alleine damit zu sein, mit den ganzen Aufgaben, die sich da so auftürmen. Was würdest du denn sagen, also fallen dir noch andere Sachen ein, die das für dich sozusagen leistet.Tine:
Ja, das hast du schon ganz gut zusammengefasst. Ich find’s halt gerade auch hilfreich für die Dinge, die tendenziell unangenehm sind. Also so unsexy Sachen wie so Buchhaltung oder irgendwelche Mails schreiben. Das sind so Sachen, die mir gar nicht leicht von der Hand gehen. Und das ist voll schön, da einfach eine andere Person zu haben, die da mitmacht. Und zum Beispiel hab ich mit einer Freundin auch Montags immer Admin-Tag, wo wir halt wirklich so Erwachsenen-Kram erledigen, auf den wir beide gar keine Lust haben.Aber wenn wir das zusammen machen, leiden wir gemeinsam und dann ist das halt auch am Anfang der Woche abgehakt. Und dann geht sich’s auch besser durch den Rest der Woche. Und dann kann man den Rest der Woche ein bisschen vor sich hinzeichnen oder Dinge machen, die mehr Spaß machen. Das hilft schon auch, gerade die Dinge, die aus den verschiedensten Gründen schwer fallen, die gemeinsam zu bearbeiten.
Franziska:
Ja, ja, das kann ich total nachvollziehen. Das haben wir ja auch schon zusammen gemacht. Wir zwar ein paar Mal zusammen Coworking gemacht. Für mich funktioniert nicht so gut, weil mich das ablenkt. Aber Häkchen schicken, das haben wir ja oft schon zusammen gemacht.Tine:
Ja. Häkchen. Grüne Häkchen.Franziska:
Grüne Häkchen! Das ist einfach super hilfreich, um sich auch gegenseitig zu feiern, so, für die vielen Erwachsenen-Sachen, die man da gerade so erledigt oder auch die unangenehmen Frösche, die es da halt irgendwie so zu essen gilt ...Tine:
Da schicken wir uns ja dann morgens immer eine Liste, was alles zu tun ist, und dann halt über den Tag über die Häkchen. Und sind ja beide immer so ... Reagieren mit völlig übertriebenen Gifs, die halt eigentlich also irgendwas winzig Kleines und dann so: Oh mein Gott, amazing! Und das tut aber total gut. Weil jedes Mal wird ein bisschen Dopamin ausgeschüttet. Und jedesmal kriegen wir das Gefühl: Yes! Wieder was abgearbeitet. Und das ist halt auch eine schöne Möglichkeit vielleicht für die Menschen, die keine Lust haben, dass da jemand auch im Blickfeld rumschwirrt, sondern einfach sehr fokussiert ihr Ding machen wollen und trotzdem aber ein bisschen angefeuert werden möchten. Dann sind die grünen Häkchen auch eine sehr tolle Strategie. Finde ich.Franziska:
Ja. Voll gut. Wie viele Menschen sitzen denn da zusammen in Deinen verschiedenen Coworking Spaces?Tine:
Ja. Also ich habe es auch schon mal in so Dreiergruppen versucht, aber für mich funktioniert das nicht. Also ich mach das wirklich mit einer anderen Person. Weil ansonsten ist die Kaffeeklatsch-Gefahr sehr groß oder die, dass es einfach unstrukturiert wird und wild. Oder dann hat die eine Person muss sich irgendwie, weiß ich nicht, um das Kind kümmern. Und dann also dann kommen die Zeiten so durcheinander. Und ich find’s schöner, einfach mit einer anderen Person dann dazu sitzen. Ja.Franziska:
Du hast aber auch Stammtische oder? Wie regelt ihr das da? Weil ich mir vorstellen kann, wenn das mehr als zwei Personen sind, ist es ja auch total leicht, einfach abzuschweifen und und das, was man sonst zu Hause macht, mit: »Ich mach mal schnell die Wäsche«, mit anderen Menschen zusammen zu machen und über Tausend andere Dinge zu reden, aber eben nicht zu arbeiten. Wie regelt ihr das?Tine:
Ja, das kommt auch vor. Und eigentlich funktioniert das am besten, wenn zumindest für den Anfang, wenn so eine Gruppe gegründet wird, eine Person, die kann auch wechseln, aber sich bereit erklärt, das Ganze ein bisschen zu moderieren, und vorab eine Struktur festgelegt wird. Also das macht schon Sinn.Also zum Beispiel zu Anfang eine kleine Blitzlicht-Runde zu machen, wo alle sagen, wie es ihnen geht und was sie vielleicht auch heute mitgebracht haben, also wenn sie was zeigen wollen. Und das sind aber wirklich nur so ein paar Sätze pro Person. Und danach ist dann Raum um den Bildschirm zu teilen und sich Feedback zu holen, zu arbeiten oder auch konkrete Fragen wie »Ich häng grad fest mit meiner Steuererklärung oder so« dann mit der Schwarmintelligenz zusammen auseinander zu klamüsern. Und das funktioniert eigentlich auch immer ganz gut.
Und dann legen wir aber halt auch auf. Also das ist dann so anderthalb, maximal zwei Stunden, manchmal auch nur eine, je nachdem auch, wie viele Leute dabei sind. Und das sind aber größere Gruppen, also das sind dann teilweise fünf bis acht Leute. Und da wird aber während der Zeit wird auch nicht gearbeitet. Da wird sich einfach ausgetauscht und geholfen.
Franziska:
Ja, aber das ist ja auch einfach total wichtig. Die meisten Illustrator*innen beziehungsweise Designer*innen sitzen ja am Ende alleine an ihrem Schreibtisch. Es sei denn, sie haben ein Studio oder ein Atelier, was sie sich mit anderen teilen. Aber auch sogar da. Also, ich hatte halt auch lange ein Studio, auch mit anderen, und war da ganz oft trotzdem alleine, weil nicht immer jeder jeden Tag da war.Und die Möglichkeit zu haben, sich auszutauschen und Fragen zu stellen und Feedback zu kriegen, ist ja einfach super super wertvoll in einem Beruf, wo es total normal ist, dass man sehr viele Dinge alleine macht.
Tine:
Ich habe ja eben schon Schwarmintelligenz gesagt. Das ist ja so als selbstständige Person oder als kreative Person haben wir ja gefühlt 20 Jobs gleichzeitig, die wir aber auch alle in einer Person vereinen müssen. Also irgendwie Buchhaltung, Marketing, Social-Media-Management und so weiter und so fort.Da ist es halt auch total schön, dass alle unterschiedliche Erfahrungswerte haben und alle auch vielleicht unterschiedlich lange schon selbständig sind. Irgendeine Person weiß eigentlich immer Rat. Oder hat ne Idee. Oder hat so was auch schon mal gehabt. Und es geht ja auch manchmal nur darum, wie kann ich das im Kostenvoranschlag sinnvoll formulieren, damit auch die Kund*innen verstehen, was ich da eigentlich will mit den Nutzungsrechten. Oder so.
Und da gibt es einfach Erfahrungswerte. Oder dann sagt irgendeine Person: Ich guck mal grad im Honorar werk nach oder so. Und dann dröseln wir das zusammen auf und kriegen das eigentlich immer irgendwie hin. Und die Chance ist halt größer, wenn du mit mehreren Menschen im Austausch bist, als wenn du alleine dir alles ergoogeln musst oder mit großen Fragezeichen vor irgendwelchen dicken Büchern sitzt.
Franziska:
Ja, genau. Jeder kann ja auch unterschiedliche Dinge unterschiedlich gut oder hat unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Und es ist ja nicht nur so so ein Schwarmwissen, sondern es ist ja auch ein emotionales Support-Netzwerk oder?Tine:
Total. Bestes Cheerleading-Team aller Zeiten. Das tut so gut, zu merken, ich bin halt nicht allein mit diesen Sorgen, auch mit diesen Schwierigkeiten, mich zu organisieren, manchmal. Oder ganz viele Dinge, die ich zum ersten Mal gemacht habe, am Anfang der Selbständigkeit, so, die haben die alle schon gemacht. Und haben gesagt: Nein, Tine, du schaffst das. Das sieht alles richtig super aus.Also allein so war schon zu hören, das hast du in der Uni ja schon. Also dass Leute auch dich anfeuern oder das schön finden oder dir Feedback geben. Aber danach hast du es halt nicht. Wenn du allein in dein Kämmerlein sitzt und auch irgendwann so ein bisschen betriebsblind wirst, ist voll schön, wenn andere Menschen an dich glauben, wenn du es vielleicht auch manchmal selber gar nicht tust – weil du so mit deinen Unsicherheiten zu tun hast und deinen Ängsten und: Oh Gott, ich geh in die Sichtbarkeit, was passiert? Jetzt kommt raus, ich kann nicht zeichnen, irgendjemandem gefällt mein Gesicht nicht, vielleicht sage ich was ganz Blödes und so weiter und so fort.
Wenn da einfach jemand an der Seite ist oder mehrere Menschen an der Seite sind, die sagen: Na klar wuppst du das. Das ist doch alles total super. Und dann trägt es sich einfach besser durch die ja auch manchmal sehr herausfordernden Zeit.
Franziska:
Wie hast du denn diese Menschen in Deinen verschiedenen Coworking-Gruppen und -Konstellationen gefunden?Tine:
Einige von den Leuten kenne ich tatsächlich aus dem Uni-Kontext. Und wir sind aber auch schon lange befreundet. Und das hat sich dann so ergeben, dass wir jetzt auch zusammen arbeiten. Eine Freundin, mit der hab ich zusammen meinen Abschluss gemacht. Und wir sagen auch beide immer, ohne einander hätten wir das nicht gepackt.Also, sie hat ihren Master gemacht, und ich habe meinen Bachelor gemacht. Und wir haben uns jeden Montagmorgen getroffen und ganz konkret geplant: Was passiert in der Woche? Und uns natürlich dann grüne Häkchen geschickt die Woche über.
Franziska:
Mhm.Tine:
... Und uns Feedback gegeben und angefeuert. Das war unglaublich toll. Danach hatten jetzt eine kurze Pause und haben jetzt auch wieder angefangen. Und ich merke sofort, dass mir das voll den Boost gibt. Einfach so fokussiert am Montagmorgen noch mal alles festzulegen und dann legen wir aber auch auf. Weil das ist auch eine Person, die super gern einfach alleine arbeitet. Und dann switche ich einfach den Skype-Raum und geh in mein Coworking mit einer anderen Freundin. Und eine meiner Stammtisch-Truppen habe ich tatsächlich bei der Portfolio-Akademie kennengelernt. Also danke dafür. Also ja, danke, Franziska. Ohne dich hätte ich die gar nicht. Und das hat mir, glaube ich, schon oft den Arsch gerettet.Und ja, da haben wir uns in der in der Coaching Gruppe kennengelernt und, zwangsläufig deswegen auch schon, weil wir so super intensiv an diesen Aufgaben gearbeitet haben, uns wahnsinnig gut kennengelernt – obwohl wir uns überhaupt nicht kannten und auch auf dem ganzen Globus verstreut sind. Und sind uns danach aber treu geblieben und treffen uns weiterhin einmal die Woche.
Franziska:
Ahh, das macht mich so froh. Ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass ihr euch noch trefft. Das find ich ganz großartig.Tine:
Mhm. Und du hast aber auch deine Mastermind-Gruppe. Vielleicht magst du ja davon mal erzählen?Franziska:
Das stimmt. Ja, ja, ich hab auch eine Mastermind-Gruppe, mit zwei anderen Menschen, die auch so mehr in Richtung Online-Business gehen. Das heißt, wir haben ähnliche Fragestellungen, mit denen wir uns beschäftigen. Aber unabhängig von dem Wissen, was wir teilen und uns gegenseitig unterstützen, ist der emotionale Support halt auch einfach total wichtig für mich geworden. Wir machen das jetzt seit, glaub ich, einem Jahr oder anderthalb Jahren, treffen uns einmal im Monat, also deutlich weniger als es bei dir ist. Aber ich find das extrem wertvoll und hilfreich. Und ich freu mich immer total auf unsere Treffen.Wir sind auch super organisiert. Es geht eine Stunde. Es gibt eine kurze Anfangsrunde. Danach hat jeder ungefähr 15 Minuten Zeit, kurz zu erzählen, was gerade ansteht. Kurz Fragen zu stellen, auch Fragen mitzubringen und um Feedback zu bitten. Und dann machen wir das halt echt rucki-zucki, aber es ist trotz alledem wirklich sehr, sehr hilfreich und unterstützend.
Tine:
Das sind ja auch Menschen, die an einem ähnlichen Punkt sind wie du. Also das ist ja auch manchmal interessant. Was hilft mir gerade? Zu überlegen, bevor sich in so ein Setting begeben wird? Ne?Möchte ich gerade, dass es total divers ist und Menschen am Anfang der Selbständigkeit stehen? Oder Menschen, die halt schon super lang im Beruf sind? Möchte ich, dass sich das mischt? Möchte ich Leute, die halt so mit mir in einem Boot sitzen? Also was brauch ich da? Sich das halt vielleicht vorher zu überlegen und sich dann zu überlegen, wo kriege ich die her? Wie kann ich die finden? Frage ich einfach mal Leute? Also, ich meine, bei euch hat sich das ja auch ergeben. Ne? Irgendeine Person wird da ja mal zuerst gefragt haben. Sag mal? Wollen wir nicht mal? Wie war denn das?
Franziska:
Ich hab gefragt.Tine:
Ha!!Franziska:
Ja, und ich glaube: Ja genau. E s brauche, glaube ich, diese eine Person, die sagt: Hey, wollen wir das nicht machen? Und ich bin mir sehr sicher, dass die meisten Menschen total dankbar für solche Vorschläge sind. In welchem Rahmen man das dann sozusagen macht und welche Form man für sich dann findet, die für, für für jede einzelne Person funktioniert, das ist ja dann immer noch mal so der zweite Schritt. Aber es braucht halt diese eine Person, die das macht.Wie war das bei bei deiner allerersten Gruppe? Kannst du dich noch erinnern, wer da gefragt hat?
Tine:
Also während des Studiums hatte ich zwei Gruppen. Und das eine war ein bisschen kleinere und das andere eine größere, mit der wir uns seltener getroffen haben. Und es kam auch nur zustande, weil sich über fünf Ecken Menschen miteinander unterhalten haben: Ach, hast du auch so Schwierigkeiten, dich für die Kurse zu motivieren? Fällt es dir auch so schwer, da irgendwie dran zu bleiben oder auch ganz alleine ohne Feedback vor dich hinzuarbeiten? Und dann haben wir uns irgendwie zusammengefunden.Und bei der PA-Truppe ... Ich glaube, wir waren uns da alle einig, dass wir auf jeden Fall weiter uns sehen wollen. Und wir sind tatsächlich auch einfach an dem Tag geblieben, wo wir die Coaching-Calls hatten. Am Donnerstagmorgen. Weil das dann schon so im System war. Wir haben einfach nicht damit aufgehört. Du warst halt nicht mehr dabei, aber die Tradition ist geblieben.
Und alles andere war wirklich oft so: Ach, bist du auch grad am struggeln? Fällt es dir auch grad schwer, dich zu sortieren und zu planen und so und dann, ja, eine von uns Personen hat halt immer gefragt. Es gibt auch so Menschen, die kenne ich halt nur über Instagram und ich kenne die nicht aus dem echten Leben. Aber allein da immer kurz zu schreiben, also mitzubekommen: Okay, bei dir auch? Das ist ja spannend. Geht’s dir auch so? Das find ich total hilfreich und entlastend zu merken: Ja, gut. Sitzt vielleicht am anderen Ende des Landes, aber hat einfach auch die gleichen Sorgen, Themen, Ängste, Schwierigkeiten. Und das kann ja auch schon helfen.
Einfach mal da so ein bisschen hin und her zu schreiben. Und es muss ja nicht immer gleich so ne große Produktion sein und ich muss jetzt irgendwie acht Leute zusammensammeln und einen Tag festlegen. Das ist ja auch nicht jeder Menschs Sache. Aber so was Kleines kann ja auch schon helfen.
Also einfach auch mal sich raus trauen und auch so was dann sagen. Ja, sich bei den Menschen melden. Und die meisten, wie du schon sagst, sind total dankbar dafür. Oder freuen sich dann auch. Denn wir alle wollen ja nicht alleine sein.
Es liegt ja in der menschlichen Natur, glaube ich, dass wir uns verbunden fühlen möchten, und dazugehörig fühlen möchten, und aufgefangen fühlen möchten. Und da können wir ja auf verschiedenen Levels was dafür tun, dass das halt in unserem Alltag auch passiert. Auch wenn wir vielleicht den Großteil des Tages mit gebücktem Rücken vor so einem Stück Papier hocken. …
Franziska:
Oder vor nem Bildschirm.Tine:
Oder vor dem Bildschirm.Franziska:
Ja, ich kann mir vorstellen, dass eine große Hürde bei der Etablierung solcher gemeinsamen Räume ist, die Routine zu schaffen. Und das hast du ja grad gesagt: Bei der PA war’s halt leicht, weil der Termin stand. Über 12 Wochen haben sich alle Menschen daran gewöhnt, dass es jetzt diesen Termin gibt. Und es war total leicht, das einfach weiter zu machen.Und ich kann mir vorstellen, dass das so wahrscheinlich eine der der größten Hürden ist, einmal sich zu trauen, zu fragen und das Angebot auszusprechen und andere Leute einzuladen. Und dann die erste Zeit zu überstehen und eine Regelmäßigkeit zu etablieren.
Wie sind da so deine Erfahrungen in deinen verschiedenen Gruppen-Formaten?
Tine: Es kommt ja auch ein bisschen darauf an, ob das so locker gestaltet werden soll, so von wegen: Ja, wer Lust hat, schaut halt rein und wenn nicht, dann nicht. Oder ob das schon mehr Verbindlichkeit haben soll, dass jedes Mal alle dabei sind. Das geht natürlich nicht immer. Aber ich glaube, das ist auch was, was am besten direkt am Anfang geklärt wird.
Eigentlich macht es Sinn, beim allerersten Treffen einmal so die Wünsche und die Bedürfnisse auszusprechen und auch abzugleichen und zu schauen, was ist da realistisch? Was brauchst du? Wann hast du Zeit? Wie lange hast du Zeit? Wann ist dein Kind im Kindergarten? Wann ... und so weiter und so fort? Und das gleich beim ersten Treffen festzulegen.
Und das kann ja auch jederzeit neu verhandelt werden. Aber damit es auch nicht zur Enttäuschung kommt, wenn dann zum Beispiel halt immer alle absagen. Oder so. Also das am Anfang einmal zu klären, wär glaub ich ganz gut.
Franziska:
Ja.Tine:
Damit es allen damit gut geht.Franziska:
Einfach mal so, weil ich mir vorstellen kann, dass es jetzt ein paar Menschen gibt, die denken: So hm, aber aber wie? Wie zur Hölle? Wie macht ihr das technisch?Tine:
Über Skype. Ganz Old School. Ich glaube, Skype ist halt richtig out eigentlich, aber irgendwie bin ich mit Zoom nie so warm geworden. Und wir haben da halt so feste Gruppen eingerichtet, wo du dann nur drauf klicken musst. Und dann bist du in dem Raum drinnen.Franziska:
Ja, und Skype ist ja zumindest aktuell im Frühling 2024 noch kostenlos nutzbar, auch unendlich lang. Oder?Tine:
Stimmt. Ja, das ist das Zoom-Problem. Ist irgendwie nach 40 Minuten wirst du da rausgeschmissen, ne? Beim Coworking, so, würde das ja gar nichts bringen.Franziska:
Ja. Du bist ja relativ frisch in deiner Selbständigkeit. Was sind denn so Themen, die du gerade herausfordernd findest und wo du merkst, das Coworking unterstützt dich da auch. Aber eben auch einfach, wo du merkst, ja, das ist ne ganz schöne Herausforderung, da durchzugehen.Tine:
Ja, ich glaube, mir fällt es manchmal schwer mit den Themen, die mir vielleicht nicht so leicht fallen oder wo ich Berührungsängste habe, zum Beispiel Steuern, Social Media und diese Dinge. Dass da einfach jemand da ist. Und die Person muss noch nicht mal was dazu sagen.Aber einfach, dass ich sage: Okay, pass auf, heute mach ich das. Und dann hab ich halt die Verbindlichkeit. Und die Person fragt nach: Na, hast du die Mail losgeschickt, hast du das gemacht?
Also diese Struktur ist für mich extrem wichtig. Und die kann Mensch sich natürlich auch selber geben. Ich hab da manchmal so ein bisschen Probleme, mich aufzuraffen oder die Selbstdisziplin aufzubringen und find das um Längen leichter, wenn ich das mit einer anderen Person mache. Also ich glaube, diese Struktur ist für mich das Wichtigste. Und wie du schon meintest, ne? Der emotionale Support und auch der praktische Support. Weil ich find’s wahnsinnig hilfreich, wenn ich an einem Projekt sitze und gerade nicht weiß, keine Ahnung: Ist das in Ordnung so mit den Farben? Sitzt die Typo ganz unglücklich im Bild? Dass dann eine Freundin, die Designerin ist, dann mal drauf guckt und sagt: Naja, Tine, so nicht! Da mal ein bisschen weiter nach links oder so.
Also einfach auch dieses konkrete Feedback zu bekommen, finde ich sehr wertvoll. Weil ich sitze ja sonst den ganzen Tag in meinem eigenen Saft. Ja, auf jeden Fall finde ich es sehr hilfreich, das Feedback zu bekommen und auch noch mal einen frischen Blick von außen.
Und ist halt auch richtig toll, dass ich mich dranhängen kann an den Tatendrang von andern Menschen. Wenn ich gerade einen Durchhänger habe und die anderen preschen grad richtig vor, dann finde ich das so toll. Und natürlich könnte ich auch mir das reinziehen und sagen: Ich schaff’s nicht. Aber für mich ist es eigentlich eher eine Motivation, dass ich sage: Okay, wow. Als ich dich kennengelernt habe, warst du vielleicht an dem Punkt, an dem ich jetzt bin. Und jetzt gehst du aber ab wie Schmidts Katze. Das macht mir halt total Hoffnung und Mut. Und ich find das richtig schön mich dann da motivieren zu lassen und auch inspirieren zu lassen. Es sind einfach Menschen aus ganz verschiedenen Disziplinen, die aber alle ganz tolle Sachen machen.
Und ich komm ja auch manchmal einfach auch auf Ideen. Und wenn nur irgendjemand mal ja hier: Guck mal, da kann man mal gucken wegen Förderung und so. Also es sind auch wirklich schlaue Tipps, die dabei rumkommen und Dinge, die mir weiterhelfen. Und manchmal ergeben sich ja auch Aufträge durch so was, ne? Dass eine andere Person zum Beispiel gerade keine Kapazitäten hat und sagt: Mensch, du, soll ich dich soll ich dich empfehlen? Hast du Bock drauf? Und zack hast du’n Auftrag. Also auch so was passiert ja in so einem Netzwerk. Und da können sich Dinge ergeben, mit denen du gar nicht gerechnet hast. Und es sind immer wieder schöne Überraschungen, die da zwischendurch um die Ecke kommen.
Und dass ich weiß nicht, ob das so ein Anfangs-Selbstständigkeits-Ding ist, aber wenn nicht nur Aufträge da sind, sondern es auch viel darum geht, das Portfolio aufzubauen und irgendwelche Sachen zu organisieren, die Webseite zu bauen oder so was, dass es ja keine externen Deadlines gibt, sondern nur Dinge, die wir uns selbst setzen. Und das kann ja wahnsinnig schwer sein, sich überhaupt dann aufzuraffen. Gerade wenn es vielleicht Sachen sind, die wir noch nie gemacht haben, also keine Ahnung. Webseite bauen, erst mal reinfuchsen müssen. Technik. Hilfe!
Und dann aber ne also mehrere Personen zu haben, mit denen ich abspreche: Pass auf! Also das habe ich bei meiner Website zum Beispiel gemacht, dass eine Freundin gesagt hat: So, ja, nächsten Montag ist sie fertig, ne, wenn wir uns treffen. Ich so: Eh. ja, weiß ich nicht. Und dann war sie aber fertig.
Also halt vielleicht nur so eine grobe erste Version. Aber dass das auch genutzt werden kann, um in solchen Phasen, wo vielleicht jetzt nicht mehrere Aufträge da sind, wo absolut gar keine eine Diskussion besteht, okay, das muss ich dann machen, dass ich dann habe ich die Deadline. Dann läuft das ja. Aber wenn es darum geht, sich selber zu sortieren und zu disziplinieren, dann ist es auch wahnsinnig hilfreich, sich da gegenseitig anzufeuern und auch gut zuzureden.
Franziska:
Ja. Deadlines zu schaffen. Mir fällt grad ein. Ich hab doch noch ne zweite Coworking-Gruppe. Ist vielleicht auch eher so ein Mastermind, mit einer Kollegin zusammen und ner Freundin. Und die Gruppe ist auch hauptsächlich dazu da, um Deadlines zu schaffen. Wir arbeiten beide an einem Buchprojekt. Es gibt im Moment keine Deadlines. Es ist ein freies Projekt. Und alle, die den Portfolio-Podcast schon ne Weile länger hören, wissen ja, dass mein Ponybuch-Projekt echt so ein Kaugummi ist, was ich schon seit Jahren mit mir rumtrage und immer mal wieder in die Schublade lege und wieder raushole. Und einfach nur diesen Termin zu haben, ist extrem hilfreich, um solche Projekte ohne Deadline voranzutreiben.Und ich erinnere mich vor kurzem ich war Freitagmorgen, wir treffen uns mal Freitagnachmittag und Freitagmorgen ich war so müde und hatte auch noch morgens ein paar Termine. Hab dann Mittag gegessen, hab mich dann kurz mal so auf den Fußboden gelegt und die Decke angestarrt und hab ich so dagelegen, und dachte so: Ich könnte jetzt liegen bleiben, aber dann kann ich nachher nichts zeigen. Und dann bin ich aufgestanden und hab zumindest mal so ne halbe Stunde was gemacht, um was zu zeigen und das wär sonst nicht passiert.
Tine:
Ja, voll gut. Es kann ja auch unangenehm sein, wenn du irgendwie die zweite Woche in Folge aufschlägst und einfach nichts vorzuweisen hast, so. Und das wäre auch noch ein Argument dafür, dass nicht nur mit sehr guten Freund*innen zu machen, weil die verzeihen einem mehr und da ist es einem auch nicht so unangenehm.Also Top-Geheimtipp: sich auch vielleicht Leute zu suchen – also bei mir ist es halt mittlerweile sind das halt alles voll die guten Freund*innen – aber so trotzdem ist es manchmal vielleicht auch gut, sich eine Gruppe mit einem anderen Anspruch, wo zum Beispiel auch nicht über was Privates dann gar nicht gesprochen wird. Weil da ist es dann noch mal unangenehmer, wenn du irgendeine Deadline nicht einhältst oder irgendwas nicht erledigt hast. Und da setze dich dann schon auf den Hosenboden.
Franziska:
Vielleicht noch mal so um nochmal so ein zweites Thema reinzuwerfen. Beim Start in die Selbständigkeit ist es ja schon so, glaube ich, dass die meisten, die dann so los stiefeln auf eine gewisse Art und Weise sich selbst ja auch noch mal neu kennenlernen. Weil man einfach neue Aufgaben hat, neue Dinge lernt, Sachen macht, die man vorher noch nie gemacht hat. Und auf eine gewisse Art und Weise auch erst durchs Ausprobieren herausfindet, was gut für mich zum Beispiel ist. Und die Arbeitsumgebung, die ich brauche, das ist ja so eine Sache. Was brauch ich denn? Wie möchte ich denn arbeiten?Und ich kann das total nachvollziehen, wenn du sagst, dass es hilfreich ist, so eine Struktur zu haben, und auch eine Verbindlichkeit, um eben dann auch unangenehme Dinge zum Beispiel auch zeitnah zu erledigen und das nicht Ewigkeiten vor sich herschieben. Ich glaube aber auch, dass es wichtig ist, sozusagen auch noch mal so ganz ehrlich zu sich selbst zu sein, weil bei mir zum Beispiel: Ich glaube, wir haben ja alle so unsere Rucksäcke zu tragen und unsere Struggles und und irgendwie Muster, die manchmal hilfreich sind und manchmal nicht. Und für mich zum Beispiel ist so Struktur eigentlich ... Ich überlege gerade, wie das bei mir war, aber ich glaube, das war von Anfang an für mich einfach, aber ich mir halt ganz bewusst schaffen muss, ist halt zum Beispiel auch Austausch. Weil ich halt sonst total dazu neige, mich einfach immer mehr so in mein Schneckenhaus zurückzuziehen, die Tür zuzumachen und einfach immer fleißig für mich hinzuarbeiten und einfach zu vergessen, dass es draußen im Frühling Sommer, Herbst und Winter ist.
So, also ich ich glaube, es ist wichtig, da genau hinzuschauen und zu gucken: Was brauch ich denn? Was was tut mir gut? Und sich das dann eben auch zu schaffen. Und ich glaube, dass in der Situation, in der du grad bist, ist es schon auch noch mal ein stärkerer Lernprozess. Also ich glaube, das bleibt zwar konstant immer eine Aufgabe, um die man sich als selbstständige Person kümmern muss. Aber grad am Anfang lernt man einfach so viel neue Dinge über sich selbst, so beim Losstiefeln.
Tine:
Wie würdest du denn sagen bei dir, dass sich das verändert hat? Du vergleichst ja am Anfang deiner Selbständigkeit zu jetzt, wie sich so die Schwierigkeiten vielleicht auch verändert haben, oder sind die Sachen, die einfach immer gleich bleiben, die einfach immer da sind? Wie ist es denn für dich?Franziska:
Ja, also ich kann schon sagen, dass ich sehr viel gelassener geworden bin mit sehr vielen Sachen. Ist ja so das Absurde, dass Sachen, die früher schwierig waren, jetzt nicht mehr schwierig sind, merke ich halt ganz oft, dass ich das gar nicht mehr wahrnehme, sondern als eine totale Selbstverständlichkeit hinnehme und überhaupt nicht mehr feiern kann, weil ich sie überhaupt nicht mehr sehe.
Ist ja so so dieses absurde Ding. Auf die negativen Sachen können wir jetzt alle total gut fokussieren, aber die positiven Sachen, da fehlt ganz oft auch irgendwie die Aufmerksamkeit für. Aber wenn ich so zurückblicke, merke ich halt schon, dass viele Dinge, die mich früher echt viele graue Haare gekostet haben oder einfach diese nervenaufreibend waren, sind einfach jetzt überhaupt nicht mehr aufregend.Tine:
Mhm.Franziska:
Weiß ich nicht. Steuererklärungen machen Buchhaltung. Wenn man das halt irgendwie zum 30. Mal gemacht hat, dann Ich weiß gar nicht, wie 30 Mal schon ... Warte mal, rechnen. Viermal im Jahr, mal 20. Ja doch. Aber irgendwann ist es halt einfach nicht mehr aufregend. Irgendwann ist es halt normal geworden so, und das ist irgendwie auch ganz schön, aber zum Beispiel was ich halt so merke: Bei mir war das auch ein Lern-Prozess. Ich hatte am Anfang ein Atelier, was ich mir geteilt hab mit anderen Menschen, relativ lange. Und das habe ich sehr, sehr lange gemacht und auch sehr geschätzt.Die Erfahrung, dass ich jetzt einfach weiß: Ich brauch Ruhe, die ist einfach dadurch gekommen, dass ich ...
Tine:
Mhm.Franziska:
... halt in Studios gearbeitet hab, wo ich gemerkt hab, wenn hier jemand noch Musik hört, Ruppelt mich das so über den Tag so auf, dass mich es strengt mich einfach total an, weil ich das konstant so ausblenden muss, und ich hab dann irgendwann zu Beginn wirklich aus meiner Selbständigkeit beschlossen: Ich brauch ne Tür, die ich zumachen kann. Wenn dann davor andere Leute sitzen, das wäre optimal. Dass ich selbst entscheiden kann, ob ich rausgehe und das Gespräch suche. Aber wenn das nicht da ist und ich mich entscheiden muss zwischen: »ich teile mir den Raum mit anderen Menschen« oder »ich bin da alleine« ist für mich die Entscheidung: Ich möchte da alleine sein, weil das brauche ich, um arbeiten zu können und um mich gut zu fühlen.Aber das konnte ich eben auch erst über die Erfahrung lernen und durch das Vergleichen der verschiedenen Möglichkeiten, die ja so waren. Und damals, muss man auch mal ganz klar sagen, gab es diese ganzen technischen Möglichkeiten, die wir jetzt heutzutage haben, uns digital und online zu treffen, die gab es damals halt einfach nicht, das war keine Option so.
Tine:
Mhm.Franziska:
Ja und woran ich mich sehr gut erinnern kann ist halt einfach auch das aufregende Abenteuer Geld zu verdienen. Kostenvoranschläge zu schreiben, Akquise zu machen, sich zu trauen auch Angebote auszusprechen, das verliert natürlich niemals zu komplett an an, an Nervenkitzel sozusagen.Es wird immer so ein bisschen Herzklopfen machen, aber auch da bin ich sehr viel gelassener geworden. Einfach nur durch die reine Wiederholung und die reine Übung.
Tine:
Ja und du hast wahrscheinlich auch gemerkt: Ich kann das. Und ein bisschen mehr Vertrauen gewonnen in deine Fähigkeiten. Und kannst dann natürlich auch anders auftreten. So, ne? Das kommt ja auch alles mit der Übung.Franziska:
Ja, wobei ich sagen würde: Ich glaube, das meiste habe ich gelernt durch die Sachen, die ich so richtig verkackt hab.Tine:
Okay.Franziska:
Und da gab es genug so. Es ist, glaube ich, dann wichtig da genau hinzugucken und sich zu trauen, auch zu schauen, warum ist das eigentlich so schief gegangen?Aber dann? Ich glaube, wenn man sich das traut und erlaubt, dann sind die Fehler, die passieren eigentlich die die wertvollsten Dinge, von denen man am meisten lernt. Und außerdem: Allein die Erfahrung zu machen. Ich bin nicht gestorben, was ich gedacht habe. Alleine das hilft halt total einfach einfach die Erfahrung zu machen: ich überlebe das. Es wird danach auch weitergehen, selbst wenn ich mir die Beziehungen zu Kund*innen komplett verkackt hab, was ich gemacht hab, ist das kein Weltuntergang. Ich hab danach noch eine 2. Chance, es besser zu machen. Vielleicht nicht mit der Person. Aber es kommen andere.
Tine:
Mhm.Franziska:
Ich kann mir vorstellen, dass es hilfreich ist für andere, die auch gerade loslegen und durchstarten, auch mal zu hören, was du vielleicht so auf deinen ersten Schritten gelernt hast oder wo du merkst so: Ja, das würde ich gern anders machen. Oder da brauch ich einen anderen Fokus. Hast du so ein paar Learning, die du gern teilen würdest?Tine:
Für mich auf jeden Fall ist dieser Austausch super wichtig und dieses sich Struktur schaffen, auf welche Art und Weise auch immer. Und was aber auch sehr wichtig ist, sich klar zu machen, dass es ganz normal ist, dass es Wachstumsschmerzen gibt und dass es unangenehm ist und dass wir relativ häufig unsere Komfortzone verlassen müssen und dass das einfach dazu gehört, weil die Leute werden nicht an die Tür klopfen und sagen: Ach, ich hab gehört, Sie machen ganz tolle Illustrationen. Wollen Sie nicht all mein Geld nehmen? Sondern wir müssen uns sichtbar machen. Wir müssen uns raus trauen aus unsern Schneckenhäusern. Wir müssen Leuten das sagen. Wir müssen uns trauen, irgendwelche Portfolios rauszuschicken. Das ist unangenehm und fordert heraus und rührt vielleicht auch irgendwelche Themen in uns an.Das sei es Selbstwert-Thematiken, irgendwelche Blockaden, die dann auftauchen. Und da müssen wir uns dann da mit auseinandersetzen, das ist ganz oft unangenehm, aber das geht, glaube ich, einfach nicht ohne. Genauso wie es nicht ohne Buchhaltung geht. Diese ganzen Erwachsenen-Sachen, die aber ja, wie du ja schon erzählt hast, leichter werden. Schön werden sie, glaube ich, nie also. Für manche Menschen, vielleicht auch. Aber ich kann mir das nicht vorstellen.
Aber zumindest, dass es einfach dauert, ein bisschen souveräner zu werden und diese Abläufe kennen zu lernen und da auch einfach ... dass wir da wahnsinnig milde mit uns sein müssen. Dürfen. Das, dass wir das erst lernen in dem Prozess. Und dass das auch voll okay ist und wir nicht von uns verlangen können, dass wir direkt los preschen und alles läuft und alle rennen uns die Bude ein. Weil so ist es ja leider nicht. Und einfach, sich ein bisschen in Geduld zu üben, so schwer das auch ist und dran zu bleiben und sich auch immer wieder klar zu machen: Wo möchte ich eigentlich hin und wie komm ich dahin, sich ein tolles Cheerleading Team an die Seite zu holen, die einen fleißig anfeuern?
Und ja, in manchen Fällen ist es vielleicht auch sinnvoll, auch nicht gleich von sich zu verlangen, dass die Selbständigkeit einen komplett finanzieren muss. Sondern sich zu überlegen: Wie kann ich mich da entlasten? Suche ich mir einen Nebenjob? Mach ich irgendwas einfach nur damit ich mich da auch nicht noch mit einer zusätzlichen Existenzangst durchwursteln muss, die in der Selbständigkeit sowieso immer ja mal wieder aufkommt.
Eh ne große Herausforderung ist. So, ne? Aber sich das so gut wie möglich ja sich die Startbahn so bequem wie möglich zu machen. Das wäre glaube ich, schon gut und einfach auch machen.
Franziska:
Machen.Tine:
Also machen und sich trauen und zu merken: Es ist ja auch schön wenn Rückmeldung kommt und selbst wenn’s ne Absage ist, steckt aber ganz oft auch Feedback mit drin, das total wertvoll ist. Oder wir kommen auf irgendwelche Ideen, auf die wir nicht gekommen wären, hätten wir nicht die Sache online gepostet oder nicht das Expose da und dahin geschickt. Und einfach so ein bisschen zu vertrauen, dass ja dass sich das irgendwie zurecht wursteln wird.Franziska:
Ja, ja, aber ich ich find’s gut, dass du das nochmal thematisierst, dass es eben nicht nur darum geht, diese ... weiß ich nicht ... wirtschaftlichen und organisatorischen Sachen zu lernen, sondern dass es eben auch ganz oft so eine Reise nach innen ist und …Tine:
Mhm.Franziska:
Die Tatsache, dass man halt raus in die Sichtbarkeit geht, eben ganz oft auch Dinge triggert, die, ja, die unangenehm sind, wo die Verantwortung aber bei jedem einzelnen Menschen selbst liegt, sich darum zu kümmern. Und es ist gut, da auch um Unterstützung zu bitten, weil zum Beispiel Netzwerk und und Freunde und Kolleg*innen sind da, glaub ich, auch einfach eine gute Möglichkeit so weich zu fallen.Tine:
Voll oder auch Coaching und Therapie. Let’s go. Also.Franziska:
Ja total. Und es ist halt einfach ganz oft. Nur ich kann ja auch nur für mich selbst sprechen. Aber ich weiß halt einfach, dass bei mir diese Situation wie immer wieder nach nach draußen zu gehen, immer wieder Angebote aussprechen zu müssen, Absagen aushalten zu müssen, die Ablehnung, die da irgendwie auch drin steckt, nicht persönlich zu nehmen. Das war für mich und das ist es immer noch nicht einfach.Es ist leichter geworden. Wenn ich emotional zerbeult bin, fällt es mir schwerer, als wenn ich irgendwie gerade gut ausgeschlafen bin. Ist natürlich auch immer so eine so eine Sache, wie es einem gerade geht. Ja, das steckt da halt mit drin.
Das gehört zu diesem Wachstumsprozess dazu, da ehrlich zu sein, ehrlich hin zu gucken und sich darum zu kümmern. Und genau. Therapie, Coaching sind auch total valide Mittel und in einigen Fällen auch wirklich unglaublich sinnvoll, um sich einfach mal emotionale Schmerzen und und ganz viele Umwege zu ersparen.
Tine:
Ja, und ich glaube, wir kreativen, die meisten von uns sind wahnsinnig sensible, intensiv führende Wesen, deswegen haben wir uns auch den Job ausgesucht und deswegen können wir das vielleicht auch so gut. Aber das bringt halt auch mit sich, dass ... Ja, dass es auch immer mal wieder herausfordernd ist. Ne?Und ich glaube, viele von uns sind sehr über identifiziert mit ihrer Arbeit und jede Ablehnung, wie du grad schon meintest, wird nicht nur als Ablehnung an der Kunst verstanden, sondern vielleicht auch als Ablehnung an uns als Person. Und das muss ja auch erstmal gelernt werden, sich das nicht so wahnsinnig reinzuziehen und da so ein bisschen einen Weg zu finden, das zu navigieren. Und … oder ... Keine Ahnung ... Vergleichen mit irgendwelchen anderen Leuten auf Social Media. Also, es gibt ja genug Dinge, die da in diesem gerade im Anfangsprozess hochkommen, mit denen wir uns dann auseinandersetzen dürfen, und ich glaube, das ist wahnsinnig normal, dass das einfach Zeit braucht.
Genauso wie dieses sich Positionieren. Also ich kann allen nur die PA empfehlen, aber ich bin auch jetzt nicht ganz objektiv und ja einfach zu gucken, wo würde ich denn eigentlich hin und was brauch ich? Was brauch der Markt?
Und es ist ja auch was total Spannendes, find ich, zu entdecken, was interessiert mich denn gerade? Und ich glaub, als ich aus dem Studium raus bin und ja noch gar nicht sicher war, ob ich überhaupt Illustration weitermachen möchte. Wenn ich das vergleiche mit Jetzt: Ich bin viel klarer damit, wofür ich stehen möchte, was mir wichtig sind, welche Themen wichtig sind, auf welche Art und Weise ich arbeiten möchte, wie meine Figuren aussehen. Das ist alles so wahnsinnig viel klarer geworden. Auch einfach nur durchs Machen. Durch die Zeit. Und durch die Beschäftigung damit, wie es jetzt weitergehen soll. Und das macht ja auch total Spaß, finde ich. Also es ist immer wieder herausfordernd, aber es ist ja auch was total Schönes, da einfach so den Weg zu finden und da so ganz neugierig, versuchsweise, und mutig voranzuschreiten und ja das ist was ist ja auch was schönes.
Franziska:
Ja, total. Den eigenen Weg zu gehen. Das ist was total Schönes, weil am Ende ganz ehrlich man hat ja auch nur diesen einen Weg, ja. Jeder von uns hat nur diesen einen Weg. Und der ist ja egal was passiert, wertvoll. Sogar mit all den Umwegen und Schlangenlinien, die da manchmal gegangen werden. Und ich find’s total schön zu hören, dass dass du dich da einfach sehr viel klarer fühlst. Und ich bin auch eine große Freundin von Positionierung zu Beginn der Selbständigkeit, weil ich glaube schon, dass es einen wirklich viele graue Haare erspart, wenn man sich einfach am Anfang mal die Zeit nimmt, über diese wichtigen Fragen nachzudenken: Was will ich denn eigentlich? Was mache ich denn eigentlich? Womit möchte ich meine Zeit verbringen?Und was ist das vielleicht auch wirtschaftlich wert? Und wo ist das was wert, weil das ist ja auch nicht überall das Gleiche? Um dann einfach gut zu starten. Was nicht dafür sorgt, dass es immer alles so komplett glatte See ist. Es ist glaube ich, einfach immer unkomfortabel, weil einfach so der Schritt raus aus der Komfortzone für alle Menschen unkomfortabel ist. Aber vielleicht ist es leichter, schon mal so grob die Richtung zu kennen. Okay. Jetzt so zum Schluss: Wenn du noch mal das, was wir gerade gesagt haben, in einem Satz zusammenfassen würdest was wäre das?
Tine:
Ich würde sagen, wir sitzen hier vielleicht alleine an unseren Schreibtischen, aber wir müssen das ja nicht alleine machen. Also wir müssen auch die unangenehmen Dinge nicht alleine machen. Es gibt andere, die die gleichen Themen haben, die da auch vielleicht schon einem andern Punkt sind. Wir können uns gegenseitig anfeuern, inspirieren, gut zureden, weiter helfen das ist ja alles da und es lohnt sich, Leute zu fragen, ob sie Bock haben, einen zu unterstützen oder sich gegenseitig zu unterstützen.Weil es ist so so schön, so ein Sicherheitsnetz zu haben und sich getragen zu fühlen. Das ist schöner, als alleine zu sitzen und zu grübeln und sich in Selbstzweifeln zu ergehen und ein großes Fragezeichen über den Kopf schweben zu haben.
Es kann ja auch anders gehen und das ist bestimmt nicht jeder Menschs Sache. Das ist ja auch völlig okay. Aber für diejenigen, die damit auch Schwierigkeiten haben: Ich kann das wirklich empfehlen, sich einfach irgendein sicheres Netzwerk zu suchen und einen sicheren Rahmen, um da einfach zusammen durchzugehen.
Franziska:
Was für ein schönes Schlusswort. Vielen Dank, liebes Tinchen!Tine:
Ja, vielen Dank, dass ich noch hier sein durfte. Das hat Spaß gemacht wie immer mit dir zu quatschen.Franziska:
Das ist bestimmt nicht das letzte Mal. Bis bald. Bis heute Abend in der Sprachnachricht.Tine:
Genau.Franziska:
Bzw. der Zeichnung.Tine:
Ja, ich freu mich schon.
So. Das war das Gespräch mit meiner guten Freundin und Illustratorin Tine Anas.
Was hast du mitgenommen? Kennst du das Gefühl, allein im stillen Kämmerlein zu sitzen? Und nutzt du schon Coworking, um dir ein Sicherheitsnetz zu kreieren? Und wenn nicht, hier mal die Frage an dich: Möchtest du denn Coworking mal ausprobieren? Was brauchst du dafür? Und welche der vorgestellten Varianten passt am besten zu dir?
Und wenn du jetzt Lust bekommen hast, dich wie Tine auch zu positionieren, dann hier noch einmal kurz und knapp eine ganz herzliche Einladung an dich in die Portfolio-Akademie. Die PA ist mein Onlineprogramm für Designer*innen und Illustrator*innen und darin positionierst du dich – und zwar nachhaltig – also sowohl künstlerisch wie auch wirtschaftlich. Denn am Ende geht es ja um beides. Darum, dass du mit deiner kreativen Arbeit gut Geld verdienst – aber eben auch darum, mit deinen eigenen Interessen und Stärken etwas in der Welt zu bewirken – damit dein Herz weiterhin für die Sache brennt. Die nächste Runde startet im September 2024. Und du kannst dich jetzt schon auf die Warteliste eintragen, ganz unverbindlich. Check das mal aus, wenn dich das interessiert, unter www.diegutemappe.de/pa.
Und damit wünsche ich dir für heute alles Liebe! Ich bin gespannt, wie du deinen Berufsalltag jetzt vielleicht auch veränderst ... und wen du einlädst, mit dir zusammen zu wachsen.
Wir hören uns wieder nächste Woche, ich freu mich auf dich,
bis dahin, Franziska
Darf ich dich heute um einen Gefallen bitten?
Für den Verkauf von Büchern sind gute Bewertungen enorm wichtig. Wenn du mein Buch »Die gute Mappe« schon gelesen hast und es dir gefällt, hilfst du mir sehr mit einer Rezension auf Amazon und Co. Du kannst sogar eine Bewertung hinterlassen, wenn du das Buch in einem anderen Buchladen gekauft hast (was ich begrüße). Sharing is caring! Danke dafür! Und auch ein ❤️ und ein Danke an die, die schon eine Rezension geschrieben haben.
Hast du noch mehr Portfolio-Fragen? Schreib mir gern, dann nehme ich diese gern in den kommenden Blogposts auf. Liebe Grüße, Franziska

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